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metro 1 250Im Februar 2022 sind drei Klassiker von Fritz Lang in der Dommetropole zu erleben. Es sind die letzten Stummfilmproduktionen des Meisterregisseurs, bevor er mit "M" (D 1931) seinen ersten Tonfilm drehte.

Am 05. Februar 2022 wird "Frau im Mond" (D 1929) mit einer Livemusikbegleitung des Pianisten Matthias Hirth im Filmforum NRW, das im Museum Ludwig beheimatet ist, gezeigt. Als Einstimmung in den Film unterhält sich Redakteurin und Moderatorin Gisela Steinhauer mit Philine Maurus-Bujard, Tochter der Hauptdarstellerin Gerda Maurus, und der Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Lisa Gotto.

Der Agentenfilm "Spione" (D 1928) ist an gleicher Stelle am 09. Februar 2022 zu sehen. Die musikalische Begleitung steuert der Stummfilmmusiker und Komponist Richard Siedhoff, Preisträger des Deutschen Stummfilmpreises, bei. Redakteurin und Moderatorin Gisela Steinhauer spricht vor dem Film mit dem Literaturwissenschaftler Dr. Andre Kagelmann und der Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Lisa Gotto.

Am 16. und 17. Februar 2022 wird dann in der Kölner Philharmonie der Science-Fiction-Monumentalfilm "Metropolis" (D 1927) mit dem Gürzenich-Orchester unter Leitung von François-Xavier Roth, in Zusammenarbeit mit IRCAM und mit einer computer-musikalischen Realisation von Thomas Goepfer präsentiert. Gespielt wird eine Komposition von Martin Matalon aus dem Jahr 2010. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

stummfilmfestiva karlsruhe logoDie 19. Karlsruher Stummfilmtage finden von 26. bis 30. Januar 2022 statt.

Im Mittelpunkt des Festivals, das überwiegend in der Festhalle Durlach durchgeführt wird, werden Komödien und Slapstickfilme stehen. Eröffnet wird der Reigen mit dem Ernst-Lubitsch-Film "The Marriage Circle" (USA 1924). Mauritz Stillers stilvolle Komödie Erotikon (Schweden 1920) und "Das Eskimobaby" mit Asta Nielsen (D 1918) stehen ebenfalls auf dem Programm. Und Charlie Chaplins "Die Kur" (USA 1925) wird im Rahmen eines Kurzfilmprogramms rund um das Thema "Alkohol" zu sehen sein. Mehr Informationen unter www.stummfilmfestival-karlsruhe.de

roter vorhang 10 250Von 27. bis 30. Januar 2022 zeigt das Deutsch-Amerikanische Institut Heidelberg (DAI) im Rahmen des 20. Internationalen Festivals für Stummfilm und Livemusik Filme aus der Frühzeit des Kinos, aber auch moderne Produktionen.

Zu sehen sind unter anderem  "Der Vagabund und das Kind" (USA 1921) von und mit Charlie Chaplin, "Shiraz" (Indien, GB, D 1928) von Franz Osten und "Blackmail (GB 1929) von Alfred Hitchcock. Die Filme werden live musikalisch begleitet. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

foederverein filmkultur bonn 250Freund*innen des frühen Films erwarten auch in 2022 wieder viele interessante Stummfilm-Veranstaltungen in Bonn und über die Region hinaus, ausgerichtet und präsentiert vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. Hier ein Überblick:

Die Leinwandkonzerte, die der Förderverein Filmkultur gemeinsam mit dem Beethoven-Haus Bonn veranstaltet, gehen in die nächste Runde. Nach dem erfolgreichen Auftakt, das erste Konzert am 14. November 2021 war ausverkauft, wird am 06. Februar 2022 ein Familienfilmkonzert im Kammermusiksaal stattfinden. Auf der Leinwand werden die drei Märchen-Trickfilme "Kalif Storch", "Aschenputtel" und "Däumelinchen" von Lotte Reiniger zu sehen sein, die mit ihrer außergewöhnlichen Scherenschnitttechnik begeistern und ein tolles Erlebnis für alle Altersgruppen bieten. Sabrina Zimmermann an der Geige und Mark Pogolski am Klavier spielen und moderieren Melodien und Leitmotive der Musik und machen für Jung und Alt spielerisch erlebbar, wie Stummfilmmusik entsteht.

Alle, die das Leinwandkonzert im November 2021 verpasst haben, haben am 11. Mai 2022 eine zweite Chance: Dann wird der amerikanische Stummfilmklassiker "Sunrise – A Song Of Two Humans" erneut mit Begleitung des Duos Cellophon zu sehen sein. Die Cellisten Paul Rittel und Tobias Stutz erhielten bei der ersten Aufführung Szenenapplaus für ihre musikalische Inszenierung des Films. F.W. Murnaus mitreißendes Drama von 1927, das mit drei Oscars ausgezeichnet wurde, können die Besucher*innen dieses Mal auf der Bühne der Brotfabrik Bonn erleben.

Mit dem Filmmuseum Potsdam hat der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. einen neuen Kooperationspartner. Bereits im Dezember 2021 konnten die Besucher*innen in Potsdam mit "Die Jagd nach der Million" die erste Vorstellung der neuen Kooperation erleben. Fortan wird das Filmmuseum Potsdam jedes Jahr eine Auswahl aus dem Programm der Internationalen Stummfilmtage zeigen. Die nächste Veranstaltung findet am 19. Februar 2022 statt: Gezeigt wird die sowjetische Komödie "Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki", mit Live-Klavierbegleitung von Sabine Zimmer, die bei den Stummfilmtagen 2021 am Divenfilm-Abend ihr Debüt hatte. Am 26. März 2022 wird im Filmmuseum der schwedische Film "Mädchen im Frack. Eine sommerleichte Filmgeschichte" gezeigt. Die Musik stammt von Charlotte Hasselquist Nilsson.

Das 38. Bonner Sommerkino findet dann vom 11. bis 21. August 2022 statt. Wie auch in den letzten beiden Jahren wird das Festival wieder hybrid stattfinden und neben den Vorführungen im Bonner Arkadenhof das erfolgreiche Online-Konzept mit weltweit abrufbaren Streams fortführen. Die ersten Details zu den Stummfilmtagen werden im Frühjahr 2022 bekanntgegeben. mehr
Textquelle und Bild: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.

burkhard goetze foto daniel wandtke 250Am Donnerstag, den 27. Januar 2022, ist um 19:30 Uhr im Braunschweiger Westand Kultur- und Eventzentrum "Die Stadt ohne Juden" (AT 1924) mit Livemusikbegleitung zu erleben.

Die Aufführung findet anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Es spielt das Staatsorchester Braunschweig unter Leitung von Burkhard Götze, Preisträger des Deutschen Stummfilmpreises 2021. Aufgeführt wird eine Komposition von Olga Neuwirth.

"Die Stadt ohne Juden" betitelte Hugo Bettauer 1922 seinen Roman, der eine Vertreibung der Juden aus Wien beschreibt. Zwei Jahre später kam die Verfilmung in die Kinos. Der Film gilt heute weltweit als erstes explizites filmkünstlerisches Statement gegen den Antisemitismus.

Die anlässlich der international vielbeachteten Restaurierung von "Die Stadt ohne Juden" veröffentlichte Musik von Olga Neuwirth wurde mit dem "Opus Klassik" ausgezeichnet und ist ein Auftragswerk von Konzerthaus Wien, The Barbican London, Ensemble intercontemporain Paris, Elbphilharmonie Hamburg und Sinfonieorchester Basel. mehr
Foto: Daniel Wandke

filmstreifen 01 250Die neue Fassung des Stummfilms "Brüder" (D 1929) feiert am 13. Februar 2022 seine Weltpremiere im Berliner Friedrichstadt-Palast anlässlich der 72. Internationalen Filmfestspielen Berlin. 

Die digitale Restaurierung der Deutschen Kinemathek entstand in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria. Die neue Musik stammt vom Berliner Komponisten Martin Grütter und wird von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Raphael Haeger dargeboten.

Rainer Rother, Leiter der Retrospektive und Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek, über den Film: "Werner Hochbaum setzt in seinem Spielfilmdebüt über den Hamburger Hafenstreik von 1896/97 auf Laiendarsteller*innen und dokumentarisch anmutende Szenen an Originalschauplätzen. Der vom damaligen Deutschen Verkehrsbund und der SPD angeregte Film erzählt eindrucksvoll in sozialen Details von den Lebenswelten der Arbeiterschaft am Beispiel des titelgebenden Brüderpaars."

dff 250Am Wochenende von 28. bis 30. Januar 2022 findet zum zweiten Mal die Filmschau "Filmerbe – Digital. Film Preservation Weekend" des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum statt.

Die Reihe gibt einen Einblick in die digitalisierten Schätze aus dem Filmarchiv des DFF, die durch das Förderprogramm Filmerbe realisiert werden konnten. Dazu gehören auch Stummfilmproduktionen: So sind der Sensationsfilm "Mister Radio (D 1924) mit Luciano Albertini, eine längeres Fragment von "Das große Licht" (D 1920) mit Emil Jannings und Margarete Schön und das beeindruckende Drama "Zuflucht" (D 1928) mit Henny Porten und Franz Lederer zu entdecken.

Archiv- und Projektmitarbeiter*innen stellen die Werke der FIlmreihe vor und liefern dazu Hintergrundinformationen. Außerdem erläutern sie die Herausforderungen der Digitalisierungsarbeit. Jedem Programm ist ein kurzer Werbefilm der Firma Insel-Film vorangestellt, die in den 1950er und 60er Jahren in der BRD marktführend war. mehr
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

tv geraet 250Am Mittwoch, den 05. Januar 2022, wird auf ARTE um 22:20 Uhr als Erstausstrahlung die Dokumentation "Alice Guy, die vergessene Filmpionierin" (F 2021) ausgestrahlt. Wiederholt wird die Sendung am Sonntag, den 23. Januar 2022, um 05:25 Uhr. Bis 01. September 2022 ist sie auch in der ARTE-Mediathek abrufbar.

Alice Guy, auch Alice Guy-Blaché genannt, war die erste Regisseurin und Produzentin in der Filmgeschichte und dennoch kennt kaum jemand ihren Namen: Alice Guy. Sie war in Europa und in Amerika außerordentlich erfolgreich, wurde dann aber aus den Annalen des Kinos ausradiert.

Bis heute ist dies für viele Filmemacherinnen symptomatisch für die nach wie vor von Männern beherrschte Branche. Der Name Alice Guy sagt vermutlich nur einigen besonders bewanderten Cinephilen etwas. Dabei war die Französin, die 1873 in Saint-Mandé geboren wurde und 1968 in den Vereinigten Staaten starb, die erste Regisseurin und Produzentin in der Filmgeschichte.

filmmuseum duesseldorf 250 1Die Black Box, das Kino im Filmmuseum Düsseldorf, hat auch im Frühjahr 2022 wieder Filmperlen aus der Frühzeit des Kinos in seiner traditionsreichen, monatlichen Reihe "Stummfilm + Musik" am Start.

Am Samstag, den 29. Januar 2022, um 20:00 Uhr ist "Das Mädchen mit der Hutschachtel " (UdSSR 1927) von Regisseur Boris Barnet zu sehen. Matthias Haarmann aus Köln begleitet an der historischen Welte-Kinoorgel.

Ernst Lubitschs "Sumurun" (D 1920) wird dann am 26. Februar 2022 gezeigt. "Menschen am Sonntag" (D 1930) von Robert Siodmak und Edgar E. Ulmer steht am 26. März 2022 auf dem Programm. Und der legendäre Hollywoodstar Rudolph Valentino ist am 30. April 2022 in seinem letzten Spielfilm, "Der Sohn des Scheichs" (USA 1926) von George Fitzmaurice, zu erleben.

Nach Veranstaltungsbeginn ist kein Einlass mehr möglich. Für den Besuch des Düsseldorfer Filmmuseums und seines Kinos gilt ein Hygienekonzept (mehr dazu hier und hier). Internetseite des Filmmuseum Düsseldorf

Tipp: Kennen Sie schon den virtuellen Rundgang durch das Museum? Hier geht es zum 360-Grad-Erlebnis.
Foto: Stummfilm Magazin

kamera zeichnung 3 250Bis 20. Februar 2022 ist in der ARTE-Mediathek die Dokumentation "Auge, Pinsel und Kinematograf – Wie das Kino entstand" abrufbar.

Kinoatmosphäre, Kamerafahrt, Panoramaansicht, Vogel- und Froschperspektive, Bildeinstellung, Bildverschiebung, Standbild – diese Art des Sehens haben wir uns alle bewusst oder unbewusst angeeignet und wenden sie auf die Art und Weise an, wie wir Bilder produzieren und empfangen, ob als Künstler*in oder Zuschauer*in.

1895, das Jahr der ersten öffentlichen und kostenpflichtigen Filmvorführung mit dem Cinématographe Lumière gilt allgemein als das Geburtsjahr des Kinos. Doch der "kinematografische Blick" entstand bereits vorher. Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Blicks, des Flaneurs und des Beobachters, das Jahrhundert des schweifenden Auges, der Sehmaschinen und der beginnenden "Spektakularisierung" der Welt.

Wie bildete sich dieser Blick quer durch Malerei, Bildhauerei, Fotografie und die Anfänge des Kinos heraus? Welche Berücksichtigung in diesen unterschiedlichen Medien fanden Bewegung und zeitlicher Rhythmus im Raum? Welche Experimente wurden gemacht, mit dem Ziel, eine "erweiterte" Realität zu schaffen?

Die französische Dokumenation aus dem Jahr 2020 beginnt im 19. Jahrhundert, als im Zuge der Industrialisierung die Eisenbahn erfunden wurde, und endet im halbdunklen Kinosaal eines Lichtspielpalastes, der zum Ruhme jener gerade entstehenden Verbindung von darstellender Kunst und Filmkunst erbaut wurde. Mit Claude Monet, den Brüdern Caillebotte, Henri Rivière, den Brüdern Lumière, Alice Guy, Georges Méliès und Max Linder wie auch aus der Sicht von Zuschauer*innen erzählt die Dokumentation die Geschichte der Entstehung des modernen Blicks. mehr
Textquelle: Arte TV; Bild: Stummfilm Magazin

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm wird 100. mehr

Pordenone 2022

filmstreifen gelb 03 250

Von 01. bis 08. Oktober 2022 findet die 41. Ausgabe des international bedeutenden Stummfilmfestivals "Le Giornate del Cinema Muto" statt. mehr

Bonn 2022

stummfilmtage bonn 250a

Von 11. bis 21. August 2022 findet zum 38. Mal Deutschlands größtes Stummfilmfestival statt, die Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino. mehr

Tonbilder online

"Singende, sprechende und musizierende Films": filmportal.de macht digitalisierte Tonbilder aus der Frühzeit des Kinos online zugänglich. mehr