augenblick 82 83 cover 250 1Die aktuelle Ausgabe 82/83 der Zeitschrift "AugenBlick" enthält eine kuratierte Auswahl von László Moholy-Nagys Schriften zum Film.

In Moholy-Nagys Klassiker der modernen Ästhetik Malerei Fotografie Film erscheint der Film prominent in der titelgebenden Trias der Kunstformen und markiert zugleich den letzten Schritt ihrer dynamischen Folge. Auch wenn Moholy-Nagy damit unübersehbar signalisiert hat, dass der Film für ihn ein wichtiges Element der modernen Ästhetik darstellt, ohne den die Innovationen der Avantgarden nicht angemessen beschrieben werden können, wurden bis heute seine Schriften zum Film nicht in einer Edition zusammengestellt. Das mag auch daran liegen, dass Moholy-Nagy sich wenig um die herkömmliche Mediendifferenzen schert und in seinen Texten munter Fotografie und Film, Lichtkunst und Theater, Malerei und Architektur usw. mischt. Diese systematische, aber theoretisch filigran begründete intermediale Buntscheckigkeit seiner Texte führt dazu, dass es nicht einfach ist, mit hinreichender Trennschärfe die Texte zum Film zu identifizieren, da in vielen Publikationen der Film nur am Rande verhandelt wird, diese Passagen aber gleichwohl wichtig und programmatisch sein können. Diese Auswahl orientierte sich letztlich an der Frage, ob der Film eher am Rande verhandelt wird oder eine zentrale Bedeutung für die Argumentation hat. Nur Texte, für die letzteres gilt, wurden aufgenommen. Das von Bernd Stiegler herausgegebene Heft (ISBN 978-3-7410-0211-3) hat 228 Seiten und kostet 19,90 Euro (als E-Book 16,90 Euro). mehr
Textquelle und Bild: Schüren Verlag GmbH

frankfurt kurzfilme 1909 1968 250Das Filmkollektiv Frankfurt hat eine DVD mit filmischen Dokumenten aus der Stadtgeschichte Frankfurts von 1909 bis 1968 veröffentlicht.

Die zehn Imagefilme erlauben eine so nostalgische wie informative Zeitreise durch die Geschichte der Mainmetropole. Einen Schwerpunkt legt die Zusammenstellung auf die städtebaulichen Veränderungen durch die Jahrzehnte.

Trailer auf YouTube

Die Stummfilme wurden von Jazz-Pianist Uwe Oberg vertont. Alle Filme sind mit englischen Untertiteln. Ein 60-seitiges Booklet ergänzt die DVD und zeichnet die Produktionsgeschichte der Auftragsfilme nach. Der Silberling mit einer Spieldauer von 152 Minuten kostet 25,-- Euro und ist in vielen Frankfurter Buchläden, Museen und weiteren Orten erhältlich. Eine Übersicht über die Verkaufsstellen und Infos zu den Filmen findet man hier und hier.
Bild: Filmkollektiv Frankfurt

thea von harbou buchcover 2022 medianet edition 250Ab 12. Januar 2022 ist das Buch "Thea von Harbou. Die Frau, die Metropolis schrieb. Texte & Interviews" erhältlich. Herausgeben ist der Band von Dr. Reinhold Keiner.

Auf 143 Seiten kommen zahlreiche Zeitgenoss*innen der so berühmten wie umstrittenen Drehbuchautorin Thea von Harbou zu Wort, die am 27. Dezember 1888 im damaligen Tauperlitz geboren wurde und am 01. Juli 1954 in Berlin gestorben ist.

Beleuchtet werden ihre verschiedene Schaffensphasen, wobei ihre Arbeiten aus der Stummfilmära heute am bekanntesten sind: Mit den Drehbüchern zu den Fritz-Lang-Filmen "Dr. Mabuse, der Spieler" (1922), "Die Nibelungen" (1924), "Metropolis" (1927) und "Frau im Mond" (1929), um nur einige Werke zu nennen, war sie an vielen der großen Kinoklassikern des frühen deutschen Films maßgeblich beteiligt.

Das Buch mit drei Abbildungen ist im Verlag MEDIA Net-Edition erschienen, kostet 22,90 Euro und hat die ISBN 978-3-939988-25-0. mehr
Bild: MEDIA Net-Edition

anders als die andern edition filmmuseum cover 250Für 2022 hat die Edition Filmmuseum eine grundlegend überarbeitete Neuauflage der DVD "Anders als die Andern" (D 1919) als erweiterte Doppel-DVD angekündigt. Neben dem Aufklärungs- und Skandalfilmklassiker "Anders als die Andern" werden darauf nun auch "Gesetze der Liebe" (D 1927) und "Geschlecht in Fesseln" (D 1928) in neuen Restaurierungen zu finden sein.

Premiere hatte die überarbeitete Fassung von "Anders als die Andern", die neues Material enthält und einige Minuten länger als die bislang bekannte Version ist, bei den Bonner Stummfilmtagen 2020 (mehr). Zudem wurde sie in Rahmen einer Jubiläumsaufführung im Herbst 2020 im Filmmuseum Düsseldorf gezeigt (mehr).

"Anders als die Andern", das weltweit erste Kinowerk gegen die Diskriminierung von Schwulen, erzählt von einem Erpressungsdelikt im Zusammenhang mit dem § 175. Der Spielfilm mit dokumentarischen Szenen war ein großer Erfolg an den Kinokassen und mit überdurchschnittlich vielen Kopien in Deutschland im Einsatz. In den zeitgenössischen Medien wurde er kontrovers diskutierten und die Vorführungen teilweise massiv gestört. mehr

Lesetipps: Autor Frank Hoyer stellt im Rahmen der Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik "Anders als die Andern" vor und würdigt in dem Artikel Ein so berühmtes wie unbekanntes Opfer von Dr. Caligari den Schauspielers Hans Heinrich von Twardowski, der in "Geschlecht in Fesseln" in einer tragenden Nebenrolle zu sehen ist.
Bild: Edition Filmmuseum

filmschriften band 10 cinegraph babelsberg 250In der Reihe "Filmblatt-Schriften" von Cinegraph Babelsberg ist als Band 10 das Buch "Komm mit ins Kino! Die Geschichte der Potsdamer Lichtspieltheater" erschienen.

1909 eröffnete in Potsdam das erste Lichtspielhaus. Das neue Freizeitvergnügen boomte, die Filmstadt wurde auch zur Kinostadt. Die Ethnologin Jeanette Toussaint ist diesen Spuren gefolgt. Herausgekommen ist ein interessantes Kapitel Potsdamer Geschichte mit Monopolisierung, Enteignung und Re-Privatisierung. Dabei steht die Entwicklung beispielhaft für viele Kinos in Ostdeutschland. Zugleich hat Potsdam als ehemalige Bezirkshauptstadt und Sitz der DEFA einige Besonderheiten zu bieten. mehr
Textquelle und Bild: Cinegraph Babelsberg

35 mm retro film magazin logo 250

Die 44. Ausgabe von "35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin" hat als Schwerpunkthema "Metro-Goldwyn-Mayer".

Zu entdecken sind auf den insgesamt 80 Seiten unter anderem Artikel über Buster Keaton, Hanns Heinz Ewers und das 35. Filmfestival Braunschweig. Abgerundet wird das Magazin durch verschiedene Rubriken und Kolumnen, darunter mehrere Seiten mit aktuellen Blu-ray-, DVD- und Buch-Besprechnungen.

"35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin", eine reich bebilderte, sowohl informative wie unterhaltsame Zeitschrift aus dem 35 Millimeter Verlag, widmet sich dem Kino von seinen Anfängen bis in die 1960-Jahre. Es erscheint alle drei Monate. Zum Online-Bestellshop geht es hier.
Bild: 35 Millimeter Verlag

traumafabrik buchcover 250 1Anhand von knapp zwei Dutzend Filmvorstellungen nimmt das Buch "Traumafabrik" seine Leser*innen mit auf eine außergewöhnliche Reise durch die Hollywoodgeschichte.

Autor Robert Lorenz, unter anderem Betreiber der Webseite www.filmkuratorium.de, blickt hinter die Kulissen des Filmbusiness an der amerikanischen Westküste und legt dabei seinem Fokus auf die menschlichen Schicksale in der Dream Factory, wie eigenwillige Genies, größenwahnsinnige Studiobosse und alternde Schauspieler*innen. Ein Einführungstext und ein Epilog geben Orientierung bei diesem unterhaltsamen Ritt durch die Filmgeschichte.

Auch wenn bei den Besprechungen kein Stummfilm vertreten ist, der Reigen startet 1932 und endet 2011, blitzt die Silent-Movie-Era dennoch immer wieder auf, beispielsweise in den Kapiteln zu "Nickelodeon" (USA 1976) von Peter Bogdanovich und "The Artist" (F 2011) von Michel Hazanavicius. "Die Lektüre des Buches ist spannend und mit vielen persönlichen Erinnerungen verbunden", so der Filmexperte Hans Helmut Prinzler in einer Rezension auf seiner Internetseite. Das 508 Seiten starke Werk hat 122 Abbildungen und kostet 29,90 Euro (ISBN 978-3-7534-5311-8). mehr
Foto: Stummfim Magazin

der traumpalast buchcover 250Am 13. Oktober 2021 erscheint beim Fischer Scherz Verlag "Der Traumpalast – Im Bann der Bilder" von Peter Prange.

Der Autor von Erfolgsbüchern wie "Unsere wunderbaren Jahre" und "Eine Familie in Deutschland" begibt sich mit seinem neuen Roman in die 1920er Jahre und entführt seine Leser*innen in die damals wie heute pulsierende Weltmetropole Berlin. Eine gewichtige Rolle spielt in dem 816 Seiten starken Buch der legendäre Ufa-Filmkonzern, der seit dem Ende des Ersten Weltkriegs versucht, Erfolgsstreifen für den Weltmarkt zu produzieren.

Die gebundene Ausgabe von "Der Traumpalast – Im Bann der Bilder" kostet 25,- Euro (ISBN: 978-3-651-02578-3), das E-Book 22,99 Euro. Autorenlesungen sind für Berlin, Weissach und Castrop-Rauxel angekündigt. mehr
Foto: Fischer Scherz Verlag

35 mm retro film magazin logo 250

Die aktuelle Ausgabe (September 2021) von "35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin" hat als Schwerpunkthema "Tiere im Film".

Zu entdecken sind auf den insgesamt 80 Seiten unter anderem ein Artikel über "Hunde im frühen Film" und ein Überblick über die bislang zum Weltdokumentenerbe gehörenden Filme. Zudem gibt es eine Würdigung des Kinoerzählers aus der Feder des Leinwand-Lyrikers Ralph Turnheim. Abgerundet wird das Magazin durch verschiedene Rubriken und Kolumnen, darunter pralle 12 Seiten mit aktuellen Blu-ray-, DVD- und Buch-Besprechnungen.

"35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin", eine reich bebilderte, sowohl informative wie unterhaltsame Zeitschrift aus dem 35 Millimeter Verlag, widmet sich dem Kino von seinen Anfängen bis in die 1960-Jahre. Es erscheint alle drei Monate. Zum Online-Bestellshop geht es hier.
Bild: 35 Millimeter Verlag

la roue 250Der von Il Cinema Ritrovato verliehene DVD Award geht in der Rubrik "Best Film – The Peter von Bagh Award" an die Pathé-Produktion "La Roue" (F 1923).

Die umfassende Restaurierung von "La Roue" von Filmemacher Abel Gance wurde von der Fondation Jérôme Seydoux-Pathé in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque Française, der Cinémathèque Suisse und ZDF/ARTE durchgeführt und im Jahr 2019 in Berlin uraufgeführt. Die nun ausgezeichnete Veröffentlichung der neuen Filmfassung beinhaltet den siebenstündigen Film auf Blu-ray, diverse Filmfeatures und ein Begleitbuch.

Die Gewinner der 18. Ausgabe des DVD Awards von Il Cinema Ritrovato wurden am 24. Juli 2021 bekanntgegeben. Die Jury für 2021 bestand aus Lorenzo Codelli, Shivendra Singh Dungapur, Phillipe Garnier, Pamela Hutchinson, Miguel Marías und Paolo Mereghetti. Das Filmfestival Il Cinema Ritrovato wird von der Cineteca di Bologna organisiert. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V.

lars grein foerderverein murnau stiftung 250

Der Erhalt des filmischen Erbes ist eine der großen archivarischen und kulturellen Herausforderung unserer Zeit. Der Förderverein "Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V." unterstützt die Arbeit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die einen bedeutenden Teil des deutschen Filmerbes pflegt. Stummfilm Magazin stellt den Verein vor und hat sich mit dem Vorsitzenden Lars Grein (Foto) unterhalten. mehr

Von Cesare bis Major Strasser

caligari schriftzug 250

Anlässlich seines 125. Geburtstages im Januar 2018 und seines 75. Todestages im April 2018 würdigte Autorin Bettina Müller den legendären Schauspieler Conrad Veidt. mehr