die kleinen strolche zdf fassung 1 staffel cover 250Die erste Staffel der ZDF-Fassung von "Die kleinen Strolche" ist auf DVD erschienen.

Auf zwei Discs mit insgesamt weit über 9 Stunden Spielzeit sind die insgesamt 26 Folgen der ersten Staffel enthalten, wie sie 1967 und 1968 im ZDF ausgestrahlt wurden. Die launige Synchronisation wurde von dem Schauspieler und Kabarettisten Jürgen Scheller (1922-1996) gesprochen. Viele ältere Zuschauer*innen können sich an die Serie sicher auch noch gut wegen der einprägsamen Titelsequenz im Zeichentrickstil und der flotten Musik erinnern.

Die Kurzfilmreihe "Die kleinen Strolche" entstand 1922 in den Hal Roach Studios. Insgesamt wurden über 220 Folgen mit wechselnden Hauptdarsteller*innen gedreht, zudem wurde ein Spielfilm produziert. Die auf den DVDs enthaltenen Episoden sind umgearbeitete Versionen der Originalfassungen, so wurden die stummfilmtypischen Zwischentitel entfernt und, neben Musik und der Off-Stimme, auch Geräusche als Soundkulisse hinzugefügt. Als Bonusmaterial gibt es ein Booklet und einen Trailer. mehr
Bild: Fernsehjuwelen

klappe filmgeschichte berlin cover 250Im Elsengold Verlag ist das Buch "Klappe! Geschichte der Filmstadt Berlin" von Oliver Ohmann erschienen.

Der Autor erzählt mit großer Liebe zum Thema die Filmgeschichte der Stadt Berlin von den ersten bewegten Bildern um 1900 bis zum aktuellen Kinogeschehen. Das gebundene, reich illustrierte Buch hat 256 Seiten, einen Schutzumschlag und kostet 26,– Euro (ISBN 978-3-96201-089-8).

"Max Skladanowsky erfindet 1895 das Kino. Wo? Natürlich in Berlin! Rasant geht die Erfolgsgeschichte des Films in Berlin weiter. Die Dänin Asta Nielsen wird hier zum Star, in Konkurrenz zu Henny Porten aus Steglitz. Sogar Actionfilme gab es schon: Die Titanic sank 1912 auch in Königs Wusterhausen. [...] Aber auch die 1970er- und 1980er-Jahre bringen Meisterwerke made in Berlin hervor: „Die Legende von Paul und Paula“ und „Coming out“ im Osten ebenso wie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ und „Der Himmel über Berlin“ im Westen. Die Wende schlägt sich mit „Herr Lehmann“, „Sonnenallee“ und „Good bye, Lenin“ nieder. Und „Lola rennt“ direkt in die Filmgeschichte", so die Verlagsankündigung. Weitere Infos und eine längere Leseprobe findet man auf der Verlagsseite.
Textquelle und Bild: Elsengold Verlag

caligari 4k cover 2022 250Studio Hamburg Enterprises veröffentlicht am 13. Mai 2022 eine 4K Ultra HD-Fassung plus Blu-ray von "Das Cabinet des Dr. Caligari" (D 1920).

Als Bonusmaterial sind die Dokumentation "Dr. Caligari – Die Geburt des Horrors im Ersten Weltkrieg", ein Making-of der digitalen Restaurierung, Restaurierungsbeispiele und ein 20-seitiges Booklet angekündigt. Zu hören ist eine Musikfassung von Uwe Dierksen und Hermann Kretschmar aus dem Jahr 2019.

"Caligari" wird als Vexierbild eines gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch zerrissenen Deutschlands nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs interpretiert. Unter der Regie von Robert Wiene spielten Werner KraußFriedrich FehérLil DagoverConrad Veidt und Hans Heinrich von Twardowski. Der Film nach einem Drehbuch von Hans Janowitz und Carl Mayer besticht auch heute noch durch seine außergewöhnliche expressionistische Ausstattung, die von Hermann WarmWalter Reimann und Walter Röhrig kreiert wurde und die in dieser Form bei der Veröffentlichung des Films ein Novum auf der Kinoleinwand war. mehr 
Foto: Studio Hamburg Enterprises

Edition des stummfilms Murder and Crime 250Aberle Medien hat im April 2022 eine DVD-Box unter dem Titel "Edition des Stummfilms – Murder & Crime" auf den Markt gebracht.

Auf drei Silberlingen enthalten ist der Horrorfilm "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" (USA 1920) mit John Barrymore und Martha Mansfield, der Kriminalfilm "Die Königin der Altstadt" (D 1925) mit Hans Bauer, Viola Fichtenau und Helene Hax und die Krimikomödie "Der Killer von Alabama" (USA 1926) von und mit Buster Keaton. 
Bild: Aberle Medien

 

 

daskleinedickunddoofbuch schueren verlag cover 250Im Schüren-Verlag ist im März 2022 "Das kleine Dick und Doof Buch" von Norbert Aping erschienen.

Laurel und Hardy, eines der berühmtesten Komiker-Duos der Filmgeschichte, erfreuten sich in Deutschland schon früh einer beispiellosen Popularität. Fast von Beginn an unter dem wenig schmei­chelhaften und bis heute umstrittenen Künstlernamen "Dick und Doof" bekannt, gewannen die beiden Schauspieler hier bereits zu Zeiten der Weimarer Republik eine beachtliche Fangemeinde für sich. Selbst während des Naziregimes konnten sich die beiden Meister der Groteske zunächst weiter glän­zend behaupten. Erst die seit 1936 einsetzende Einfuhrbeschränkung amerikanischer Filme nach Deutschland stoppte 1938 zeitweilig ihre deutsche Erfolgsserie, an die sie jedoch nach Kriegsende bald wieder anknüpfen konnten.

In der gestrafften und aktualisierten Taschenbuchfassung seines Titels "Das Dick & Doof Buch" lässt Norbert Aping die Geschichte der Laurel-und-Hardy-Rezeption in Deutschland von den ersten Kurzfilmen in den 1920er-Jahren über die großen Erfolge der Langspielfilme bis hin zur Vermarktung von Laurel und Hardys Werk im Fernsehen, auf Video und auf DVD in der Gegenwart lebendig werden. Als digitalen Anhang gibt es ein Quellenverzeichnis und eine Filmografie der Teamfilme von Stan Laurel und Oliver Hardy. Eine vollständige Filmographie findet sich auf über 1000 Seiten in den Online-Anhängen. Das Buch hat 336 Seiten und kostet 28,– Euro (ISBN 978-3-7410-0414-8). mehr
Textquelle und Bild: Schüren-Verlag

medianetedition cd mabuse 250Vor hundert Jahren, am 27. April 1922, wurde der erste Teil von Fritz Langs "Dr. Mabuse, der Spieler" im Berliner Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt.

Der fast sechsstündige Film kam in zwei Teilen in die Kinos, als "Der große Spieler – ein Bild unserer Zeit" und "Inferno – Ein Spiel um Menschen unserer Zeit". Es ist der erste der drei Großfilme, mit denen sich Fritz Lang in den 1920er Jahren einen Namen machte. Diese monumentalen Filme – auf "Dr. Mabuse" folgten "Die Nibelungen" (D 1924) und "Metropolis" (D 1927) – haben legendären Status erlangt und prägen heute weltweit das Bild des deutschen Stummfilms.

Die literarische Vorlage des "Mabuse"-Films war ein Roman des luxemburgischen Schriftstellers Norbert Jacques und ist bereits vor einigen Jahren als Lesung im Verlag MEDIA Net-Edition auf sieben Audio-CDs und mit einem achtseitigem Booklet erschienen (ISBN: 978-3-939988-05-2).

Die Einspielung mit dem Schauspieler Volker Niederfahrenhorst folgt dem ungekürzten Text der 1921 im Ullstein-Verlag erschienenen Erstausgabe und hat eine Länge von 8:31 Stunden. Als Download ist das Hörbuch bei Audible verfügbar. mehr
Quelle und Bild: Verlag MEDIA Net-Edition

beyond prince achmed buch schueren verlag cover 250In der Reihe "Marburger Schriften zur Medienforschung" (Schüren-Verlag) ist im März 2022 das Buch "Beyond Prince Achmed – New Perspectives on Animation Pioneer Lotte Reiniger" erschienen.

Lotte Reiniger (1899-1981) ist eine bekannte Animationspionierin und Scherenschnittkünstlerin. Der erste bis heute erhaltene abendfüllende Zeichentrickfilm "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" (D 1926), der Bau der ersten Mehrebenen-Kamera und die Zusammenarbeit mit Avantgarde-Künstlern haben ihr einen Platz in der Animationsgeschichte gesichert.

"Beyond Prince Achmed" zeigt, was es über Reiniger und ihre Kunst noch zu entdecken gibt. Es belegt die etablierte Wahrnehmung dieser Animationspionierin, ihren Beitrag zur Geschichte der Animation und ihren anhaltender Einfluss auf neue Generationen von Animationskünstlern und die Populärkultur.

Zu den untersuchten Themen gehören Reinigers öffentliches Image und die Schaffung einer eigenen Marke, ihr Interesse an der Psychoanalyse und die Rolle des Schattens für die Interpretation ihrer Scherenschnitt-Animationsfilme, der Scherenschnitt als spezifische Form in Reinigers künstlerischer Arbeit und ihren Schriften, die Entwicklung ihrer ästhetischen Sprache in den 1920er Jahren im Kontext des Orientalismus, Reinigers Rolle in der britischen Filmkultur der 1930er Jahre und ihr Einfluss auf Künstler wie Bruno J. Böttge und zeitgenössische Animatoren aus Asien. Eine Fülle von künstlerischem und schriftlichem Material von Reiniger aus verschiedenen Archiven bereichert die Sammlung.

Das von Rada Bieberstein herausgegebene Buch (englisch und deutsch) hat 372 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen und kostet 38,– Euro (ISBN 978-3-7410-0387-5). mehr
Textquelle und Bild: Schüren-Verlag

cover stimme im stummfilm 250Unter dem Gesichtspunkt des Erzählerischen ist und war der Stummfilm nicht stumm.

Vielmehr entwickelte dieser eigene Strategien, um die nicht hörbare menschliche Stimme in einem optischen Geschehen zu repräsentieren – aber nicht, um das vermeintliche Manko der Tonlosigkeit zu kompensieren, sondern im Gegenteil als Ausdruck einer großen Faszination an der Stimme. Denn die visuelle Darstellung der unhörbaren Stimme geht im Stummfilm weit über die für die Narration nötige Darstellung von Sprechakten hinaus und schlägt sich poetisch, motivisch, medienreflexiv und wirkungsästhetisch innovativ nieder, so die zentrale These einer Studie, die nun als Buch mit dem Titel "Stimme im Stummfilm – Zur ästhetischen Produktivität medientechnisch bedingter Absenz" vorliegt (348 Seiten, 24,00 Euro, ISBN 978-3-947238-25-5). 

Autorin Sophie Andrée Fusek fasst den Stummfilm als "Medium von Stimmlichkeit" auf, das verschiedene Erscheinungsformen von "Stimme" produziert, in denen das Verhältnis von Körperlichkeit, Visualität, Sprache und Affektivität neu definiert wird.

Anhand der paradoxalen Figur der "stummen Stimme" geht die Autorin spezifischen Formen der Erscheinungsweisen von Stimme im Stummfilm nach: die direkte Adressierung des Zuschauers durch Zwischentitel verweist noch auf die die Verdrängung der "viva vox" des Filmerklärers aus dem Kino in der Frühphase des Stummfilms; eingebettet in konkrete Film- beispiele werden anhand der Figuren der Taubstummen-, Opern-, der Frauen, Telefon- und der Bauchrednerstimme plastisch ästhetische Strategien der Übersetzung dieser stummen Stimmen in der Frühphase des Kinos herauspräpariert – mit überraschenden Ergebnissen. Ganz nebenbei wird damit der Stummfilm auch aus seiner ihm zugeschriebenen Rolle befreit, nur eine defizitäre Vorform der Gattung Film zu sein, die erst mit Ton und Farbe zu sich selbst gekommen sei. mehr
Bild: Verlag Vorwerk 8

montageav 02 2021 250Die Bedeutung eines Films wird erst beim Zuschauen realisiert. Wie können wir jedoch wissen, was ein Film um 1900, 1930 oder 1970 für sein Publikum, genauer, was er für individuelle Zuschauer*innen oder für bestimmte Publikumsgruppen bedeutet hat?

Mit dem Themenschwerpunkt "Historische Rezeption" stellt die Zeitschrift "Montage AV" in ihrer Ausgabe 2/21 theoretische Ansätze und konkrete Fallstudien vor. Die Beiträge reichen von Untersuchungen der Publikumsvorlieben in einer einzelnen Stadt über methodische Überlegungen bis hin zu Auseinandersetzungen mit der Pragmatik. Der frühe Tonfilm wird ebenso thematisiert wie Beschwerdebriefe des Westberliner Publikums und Fragen der Wirkung und Rezeption von Propaganda- oder Dokumentarfilmen. Neben den Beiträgen zur historischen Rezeption enthält das Heft zudem zwei Artikel, die das Thema "Filmfarbe" erneut aufgreifen und weiterführen. mehr
Textquelle und Bild: Schüren Verlag GmbH

35mm retro filmmagazin ausgabe45 250Die 45. Ausgabe von "35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin" erscheint im März 2022 und hat als Schwerpunkthema den Animationsfilm.

Zu entdecken sind auf den insgesamt 80 Seiten unter anderem Artikel über die Silhouetten-Trickfilmerin Lotte Reiniger, den russischen Puppentrickfilmer Władysław Starewicz und den Experimentalfilmer Oskar Fischinger. Abgerundet wird das Magazin durch verschiedene Rubriken und Kolumnen, darunter mehrere Seiten mit aktuellen Blu-ray-, DVD- und Buch-Besprechnungen.

"35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin", eine reich bebilderte, sowohl informative wie unterhaltsame Zeitschrift aus dem 35 Millimeter Verlag, widmet sich dem Kino von seinen Anfängen bis in die 1960-Jahre. Es erscheint alle drei Monate. Zum Online-Bestellshop geht es hier.
Bild: 35 Millimeter Verlag

Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V.

lars grein foerderverein murnau stiftung 250

Der Erhalt des filmischen Erbes ist eine der großen archivarischen und kulturellen Herausforderung unserer Zeit. Der Förderverein "Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V." unterstützt die Arbeit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die einen bedeutenden Teil des deutschen Filmerbes pflegt. Stummfilm Magazin stellt den Verein vor und hat sich mit dem Vorsitzenden Lars Grein (Foto) unterhalten. mehr

Von Cesare bis Major Strasser

caligari schriftzug 250

Anlässlich seines 125. Geburtstages im Januar 2018 und seines 75. Todestages im April 2018 würdigte Autorin Bettina Müller den legendären Schauspieler Conrad Veidt. mehr