Kooperationen, Veröffentlichungen und mehr

Mit Terminankündigungen, Texten für Programmhefte, Vorträgen, Magazinartikeln und anderweitigen Maßnahmen unterstützt Stummfilm Magazin Stummfilm-Projekte und andere Medien.

Hier eine Auswahl:

filmmuseum duesseldorf 250 1In der Black Box, dem Kino des Filmmuseum Düsseldorf, ist in der monatlichen Reihe "Stummfilm + Musik" am Samstag, den 17. Dezember 2022, um 20:00 Uhr "Brüder" (D 1929) mit Livemusik von Jonas Wilfert zu erleben.

In Werner Hochbaums Klassiker des proletarischen Films stehen sich zwei Brüder im Hamburger Hafenarbeiterstreik 1896/97 gegenüber – der eine als Streikender, der andere auf der Seite der Polizei. Dokumentiert wird eine elf Wochen andauernde Konfrontation und damit eine der größten Proteste von Arbeitern während des Deutschen Kaiserreichs. Fast 17.000 Streikende legten als Protest gegen niedrige Löhne und ungerechte und gefährliche Bedingungen ihre Arbeit nieder.

"Auf authentischem Material" aufbauend und mit einem dokumentarisch-journalistischen Gestus blickt der Film zwar auf ein zum Produktionszeitpunkt 1929 längst vergangenes Ereignis, doch spiegelt er auch die Stimmung wider, wie sie zwischen den beiden Weltkriegen in Deutschland herrschte. Der in Koproduktion von Hafenarbeitergewerkschaft und SPD realisierte Agitationsfilm versammelte Laienschauspieler*innen vor der Kamera, um auf ungeschönte Weise und inspiriert nach sowjetischem Vorbild, auf schlechte Lebens- und Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen.

In der Weimarer Republik fielen gut 200 Meter Filmmaterial schließlich der Zensur zum Opfer, die von Hochbaum intendierte Fassung lief nie im Kino. Bei der Berlinale 2022 konnte der Film schließlich "wiederentdeckt" und durch das "Förderprogramm Filmerbe" restauriert neu gesehen werden.

Jonas Wilfert (Berlin) begleitet an der historischen Welte-Kinoorgel. Seine Filmmusiken könnte man als Konzept-Improvisationen bezeichnen. Für die wichtigsten Protagonist*innen komponiert er passend zu deren Charakter eigene Melodien, die sich wie ein roter Faden durch den Film ziehen und (nach Richard Wagners Vorbild) leitmotivisch miteinander verwoben und variiert werden. Die Klangsprache wird die Stimmung des Filmes aufgreifen und orientiert sich an romantischer, spätromantischer, expressionis tischer Musik, wird aber auch Elemente der Unterhaltungsmusik der Zwanzigerjahre aufgreifen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Stummfilm Magazin statt. mehr
Textquelle: Filmmuseum Düsseldorf; Bild: Stummfilm Magazin

das weib des pharao 250 neuIn der Black Box, dem Kino des Filmmuseum Düsseldorf, ist in der monatlichen Reihe "Stummfilm + Musik" am Samstag, den 22. Oktober 2022, um 20:00 Uhr Ernst Lubitschs "Das Weib des Pharao" (D 1921) mit Livemusik von Dominik Gerhard zu erleben.

Der Monumentalfilm war Lubitschs vorletzte Großproduktion, die er in Deutschland drehte, bald darauf ging er nach Hollywood. Das im Süden Berlins gedrehte Epos feierte am 19. Februar 1922 seine Weltpremiere in New York. Lubitsch stellt mit diesem Werk seine Regiekunst in ganz großem Stil unter Beweis: Ein von exzellenten Darsteller*innen – darunter Emil Jannings, Paul Wegener, Harry Liedtke, Albert Bassermann, Dagny Servaes und Lyda Salmonova – getragenes Melodram, von einer beklemmenden Atmosphäre bestimmt und durch seine atemberaubenden Innendekors meisterhaft in Szene gesetzt. Die Liebesszenen geben dem Film zudem komödiantische Momente. Stummfilm Magazin ist Medienpartner der Veranstaltung.
Textquelle: Filmmuseum Düsseldorf; Bild: Stummfilm Magazin

nos 100 2In der Black Box, dem Kino des Filmmuseum Düsseldorf, ist in der monatlichen Reihe "Stummfilm + Musik" am Samstag, den 24. September 2022, "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (D 1922) mit Livemusik von Wilfried Kaets und Norbert Krämer zu erleben.

Friedrich Wilhelm Murnaus Horrorfilm hatte 1922, vor hundert Jahren, im Marmorsaal des Zoologischen Gartens Berlin seine Uraufführung und ist heute einer der bedeutendsten expressionistischen Stummfilme. In Zusammenarbeit mit Henrik Galeen hat Murnau Motive von Bram Stokers Schauerroman Dracula verwendet und mit Kameramann Fritz Arno Wagner ein sublimiertes Grauen entworfen. Die Aufführung findet in Kooperation mit Stummfilm Magazin statt.
Textquelle: Filmmuseum Düsseldorf; Bild: Stummfilm Magazin

Filmmuseum Potsdam 2022 Asta Nielsen ABC SoME RZ4Am 25. Mai 2022 jährte sich zum fünfzigsten Mal Asta Nielsens Todestag. Die Schauspielerin gehört zu den ganz großen Leinwandstars der Stummfilmära und ist auch heute noch eine der bekanntesten Persönlichkeiten des frühen Films.

Vom 15. bis 25. September 2022 zeigt das Filmmuseum Potsdam eine umfangreiche Filmschau unter dem Titel "Asta Nielsen ABC. Filme und Fragmente". Stummfilm Magazin ist Medienpartner der Veranstaltung. Die Kuratorinnen Dr. Johanne Hoppe und Elena Baumeister gaben in einem Gespräch mit Stummfilm Magazin einen ersten Ausblick auf die Retrospektive. zum Interview
Das Bild zeigt den Stern für Asta Nielsen auf dem Potsdamer Platz in Berlin, Foto: Stummfilm Magazin

weimarer stummfilm restrospektive 2022 250"Branntwein, Tabak, Kino!" ‒ unter diesem Motto zeigt die vierte Weimarer Stummfilm-Retrospektive vom 29. August bis 08. September 2022 wieder Filme, die vor 100 Jahren in den Weimarer Kinos liefen.

Im Mittelpunkt stehen Kinowerke des Jahres 1922, begleitet von historischen Wochenschauen, Einführungen, Vorträgen und Gesprächen. Alle Filmvorführungen werden von international renommierten Stummfilm-Musiker*innen live vertont. Anschließend an jede Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, im "Cine-Corner" im Lichthaus Kino mit den Veranstaltern und Expert*innen über die Filme zu plaudern und zu debattieren. Stummfilm Magazin ist auch in 2022 wieder Medienpartner des Events.

Ein Highlight des Festivals wird am Samstag, den 03. September 2022, um 17:00 Uhr die Aufführung von F. W. Murnaus "Phantom" in der Redoute, der Interimsspielstätte des Deutschen Nationaltheaters, sein. Die Staatskapelle Weimar spielt eine Komposition von Robert Israel, der auch dirigieren wird.

1922 existierten in Deutschland etwa 4.000 Lichtspieltheater, von noblen Filmpalästen in den Metropolen bis zu Sonntagskinos in kleinstädtischen Wirtschaftssälen. Auch die beiden Weimarer Kinos "Scherffs Lichtspielhaus" (Marktstraße 20) und "Reform-Licht-Spiele" des Hofphotographen Louis Held (Marienstraße 1) gehörten dazu. Dort wurden 1922 373 Filme mit insgesamt 2.580 öffentlichen Aufführungen gezeigt. Im November 1922 jedoch mussten vielerorts die Kinos wegen inflationärer Kostenexplosionen temporär schließen – so auch in Weimar. mehr

Textquelle: Bauhaus Universität Weimar; Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 06 250Vom 29. August bis 08. September 2021 fand die III. Weimarer Stummfilm-Retrospektive statt. Sie stand unter dem Motto "Im Kreise der Unsterblichen" und rückte Filme, die vor hundert Jahren in den Weimarer Kinos liefen, ins Rampenlicht.

Ein Highlight war am 04. September 2021 die Uraufführung einer neuen Musik von Richard Siedhoff zu Fritz Langs Klassiker "Der müde Tod" (D 1921). Siedhoff, Träger des Deutschen Stummfilmpreises 2020 für seine Rekonstruktion der Originalmusik zu "Der Golem, wie er in die Welt kam" (D 1920), hatte seine im spätromantischen Stil angesiedelte und vom Publikum begeistert aufgenomme Komposition für kleines Orchester angelegt. Es spielte die Staatskapelle Weimar unter der Leitung des renommierten Stummfilm-Dirigenten Burkhard Götze im Großen Haus des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Auch in 2021 war Stummfilm Magazin Medienpartner des Festivals. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

35 mm retro film magazin logo 250

Die September-2021-Ausgabe von "35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin" hat als Schwerpunkthema "Tiere im Film".

Der Herausgeber von Stummfilm Magazin, Frank Hoyer, steuerte zum Heft einen Artikel über "Hunde im frühen Film" bei. Er beleuchtet darin die unterschiedlichen Funktionen, die Hunde im Filmgeschehen haben können anhand vieler Beispiele, etwa "Rescued by Roover" (GB 1905) und "A Dogs´s Life" (USA 1918).

"35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin", eine reich bebilderte, sowohl informative wie unterhaltsame Zeitschrift aus dem 35 Millimeter Verlag, widmet sich dem Kino von seinen Anfängen bis in die 1960-Jahre. Es erscheint alle drei Monate. Zum Online-Bestellshop geht es hier.
Bild: 35 Millimeter Verlag

regensburger stummfilmwoche

filmspule bunt 250 1Auch in 2020 veranstaltete das Lichthaus Kino Weimar in Kooperation mit dem Kunstfest Weimar, der Bauhaus-Universität Weimar und dem Stadtarchiv Weimar die Stummfilm-Retrospektive "Überreizung der Phantasie – Filme der Weimarer Republik in den Weimarer Kinos".

In seiner zweiten Ausgabe blickte die Filmschau einhundert Jahre zurück, in das Jahr 1920. Vom 02. bis 10. September 2020 liefen im Lichthaus die Kassenschlager, die die Spielpläne des Jahres 1920 dominierten, aber heute eher selten im Stummfilm-Kanon auftauchen: Sensationsfilme, Kriminalfilme, Historienfilme, exotische Abenteuer und dänischer Science Fiction. Stummfilm Magazin war Medienpartner der Stummfilm-Retrospektive "Überreizung der Phantasie".

history 2 2020 cover 250 Hundert Jahre "Das Cabinet des Dr. Caligari": Der expressionistische Horrorfilm hatte am 26. Februar 1920 im Berliner Kino "Marmorhaus" seine Uraufführung.

Er gilt als ein Schlüsselwerk des deutschen Films und gehört zu den bedeutendsten Kinowerken der Filmgeschichte. Der junge, aufstrebende Schauspieler Hans Heinrich von Twardowski war in einer prominenten Nebenrolle mit von der Partie.

Für HIStory (Ausgabe 02-2020), dem Magazin des Centrum Schwule Geschichte Köln, würdigt Frank Hoyer, Herausgeber des Stummfilm Magazins, den heute fast vergessenen Schauspieler. Twardowski, geboren am 05. Mai 1898 in Stettin, war bei den Dreharbeiten zu „Caligari“ kein Unbekannter mehr im Berlin Kultur- und Szeneleben und bereits als Kabarettist, Theaterschauspieler und Leinwanddarsteller tätig. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

100 Jahre "Metropolis-Auto"

stummfilmtage bonn 250a

Am 23. September 1921 wurde der Rumpler Tropfenwagen der Öffentlichkeit vorgestellt. Berühmt wurde er durch Fritz Langs "Metropolis". mehr

Termine über Termine

zwischentitel september 2019

Kinotipps, Filmreihen, Ausstellungen und mehr ... unseren Stummfilm-Kalender finden Sie hier