beethoven 1 250aIn 2020 wird der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven, dem einflussreichen und innovativen deutschen Komponisten und Pianisten, mit vielen Veranstaltungen und Veröffentlichungen gewürdigt.

Beethoven wurde im Jahr 1770 geboren, der genaue Geburtstermin ist nicht bekannt, dokumentiert ist seine Taufe am 17. Dezember 1770 in Bonn. Er gehört zu den meistgespielten klassischen Komponisten. Eines seiner bekanntesten Werke ist die 9. Sinfonie: Deren Hauptthema aus dem letzten Satz, die "Ode an die Freude", wurde 1985 zur Europahymne erklärt.

Bereits während der Stummfilmzeit beschäftigten sich Filmemacher mit dem Ausnahmemusiker, der der Musik der Romantik den Weg ebnete und einer der bedeutensten Vertreter der Wiener Klassik ist. Nur wenige Filme aus der Frühzeit des Films sind (bislang) dokumentiert. So entstand 1909 unter der Regie von Victorine-Hippolyte Jasset die französische Éclair-Produktion Beethoven, der mutmaßlich erste Film über den Komponisten. In dem 290 Meter langen Streifen sind Germaine Dermoz, Charles Krauss, Jean-Marie de l'Isle und Jeanne Grumbach zu sehen, Beethoven wird von Harry Baur gespielt. In die französischen Kinos kam das Werk am 06. Dezember 1909. Im selben Jahr erschien auch die amerikanische Produktion "The Origin of Beethoven´s Moon Light Sonata". In dem von der Edison Manufacturing Company hergestellten Kurzfilm spielte C. J. Williams den Komponisten.

Neun Jahre später, am 8. Februar 1918, wurde dann die österreichisch-ungarische Filmbiografie Der Märtyrer seines Herzens unter der Regie von Emil Justitz uraufgeführt, der auch unter den Titeln "Beethoven und seine Frauen", "Beethovens Lebensroman" und "Beethoven und die Frauen" gezeigt wurde. Die titelgebende Hauptrolle spielte Fritz Kortner, der auch am Drehbuch beteiligt war. Die zeitgenössiche Kritik nahm den Film wohlwollend auf.

Die heute wohl bekannteste Produktion aus der Stummfilmmära entstand 1927: Beethoven, auch bekannt unter dem Titel "Das Leben des Beethoven". Unter der Regie von Hans Otto Löwenstein spielte in der österreichischen Produktion, wie schon in der 1918-Verfilmung, Fritz Kortner den Musiker. Anlass für diesen Beethovenfilm war der damals hundertste Todestag: Beethoven starb am 26. März 1827 in Wien. Der Film wurde vor wenigen Jahren unter der Federführung des Restaurators Dr. Nikolaus Wostry vom Filmarchiv Austria restauriert.

Viele Veranstaltiungstipps zum Beethoven Jubiläumsjahr, das vom 16. Dezember 2019 bis 17. Dezember 2020 begangen wird und unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht, findet man auf der Internetseite BTHVN2020.
Foto: Stummfilm Magazin

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