metro 1 250Wie das Onlinenachrichtenmagazin spiegel.de berichtet, hat der Streamingdienst AppleTV+ eine Serie auf Grundlage des monumentalen Science-Fiction-Stummfilms "Metropolis" in Auftrag gegeben. spiegel.de beruft sich bei seiner Meldung auf mehrere Branchenmagazine.

Die voraussichtlich sechsteilige Fernsehfassung soll der 44-jährige Sam Esmail realisieren, der als Erfinder und verantwortlicher Leiter der Science-Fiction-TV-Serie "Mr. Robot" bekannt wurde. 

"Metropolis" wurde von Regisseur Fritz Lang in den Jahren 1925 bis 1926 nach einem Drehbuch von Thea von Harbou in Deutschland gedreht und ist einer der teuersten Filme seiner Zeit. Das herausragende und einflussreiche Werk der Filmgeschichte ist ein Klassiker des deutschen Expressionismus und kam am 10. Januar 1927 in die Kinos. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

CWahlert EHarrington kl 250Eine Vereinbarung über eine grundlegende Kooperation haben das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt und die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden geschlossen.

Gegenstand der Vereinbarung ist eine verstärkte Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren. Als unabhängig operierende Institutionen werden Murnau-Stiftung und DFF zu diesem Zweck bis 2027 Möglichkeiten der programmatischen Kooperation und gemeinsamen Projektarbeit ausloten und nutzen. Eine institutionsübergreifende Arbeitsgruppe wird schrittweise sogenannte Meilensteine der Zusammenarbeit erarbeiten und in die Tat umsetzen. Geplant sind Kooperationen auf verschiedenen Gebieten, die die gemeinsamen Themen und Aktivitäten der beiden Filminstitutionen in Hessen berühren. ganzen Artikel lesen
Textquelle: Pressemitteilung DFF und Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung; Das Bild zeigt v.l. Christiane von Wahlert, Vorstand der Murnau-Stiftung, und Ellen Harrington, Direktorin des DFF, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung am 01.03.2022 in Frankfurt (Fotonachweis: DFF).

nosferatu theater im puppenpavilion 250Anlässlich der Uraufführung von F. W. Murnaus Vampirfilm "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" vor hundert Jahren hat das Bergisch Gladbacher Theater im Puppenpavillon ein Jubiläumsprogramm aufgelegt.

Am Freitag, den 04. März 2022, wird um 19:30 Uhr im Spielgelsaal des Bürgerhaus Bergischer Löwe in Bergisch Gladbach die Theatercollage "Nosferatu – ein Menuett der Schatten" von Gisbert Franken gezeigt. Der Autor wird anwesend sein. Die Umsetzung der Collage erfolgt durch Gerd J. Pohl, künstlerischer Leiter des Theaters im Puppenpavillon. Die Livemusik liefern "AmöbenPank", das sind Manuele Klein, Detlev Weigand, Christa-Maria Liebach und Hans Gressler. Eine Wiederholung der Aufführung ist für den 18. März 2022 um 19:30 Uhr im Kulturzentrum Altes Baumwolllager in Engelskirchen angesetzt.

Am Montag, den 07. März 2022, um 19:30 Uhr wird im Großen Saal des Bürgerhaus Bergischer Löwe dann "Nosferatu – eine Symphonie des Grauens" vorgeführt, dem sich ein Werkstattgespräch mit Bernd Franco Hoffmann und Gerd J. Pohl anschließt. Schließlich findet am Samstag, den 19. März 2022, um 20:00 Uhr im Theas-Theater in Bergisch Gladbach eine öffentliche Aufführung einer ARTE-Dokumentation zum Jubiläum des Stummfilmklassikers mit einem ergänzenden Gespräch mit Regisseur Eric Brinkmann und Gerd J. Pohl statt. Bei den Veranstaltungen im Bergischen Löwen und im Theas-Theater werden außerdem vier „Nosferatu“-Originalgemälde ausgestellt, die Albin Grau, der Kostüm- und Kulissenbildner des Stummfilms, im Spätherbst 1921 nach Szenenbildern des gerade erst vollendeten Stummfilms geschaffen hat.
Bild: Theater im Puppenpavillon

filmstreifen bunt 10 250Die Schauspielerin Anny Ondra starb am 28. Februar 1987 in Dierstorf-Heide bei Hamburg.

In der Stummfilmära drehte die ihrerzeit überaus beliebte Darstellerin unter anderem zwei Filme mit Alfred Hitchcock: The Manxman und Blackmail (beide 1929, letzterer wurde auch in einer Tonfilmfassung veröffentlicht). Ab 1930 war sie auch als Filmproduzentin tätig. 1933 heiratete sie den Schwergewichts-Boxweltmeister Max Schmeling. Sie wurde am 15. Mai 1902 in Tarnów (Galizien, Österreich-Ungarn) geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

nos 100 2 250In 2022 wird einer der populärsten Stummfilme 100 Jahre alt: "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens".

Friedrich Wilhelm Murnaus Horrorfilm hatte am 04. März 1922 im Marmorsaal des Zoologischen Gartens Berlin seine Uraufführung. Der Vampirfilm zählt zu den großen Klassikern des Weimarer Kinos und gehört heute zu den meistgezeigten Stummfilmen. Die Darstellung von Max Schreck als grotesk-dämonischer Vampir ist eine Ikone des Horrorfilms und vielzitiert in der Populärkultur.

Mit einem ausführlichen Special stellt Stummfilm Magazin den Kultklassiker vor.
Bild: Stummfilm Magazin

nos 100 3 250In der Kantonsbiblithek Appenzell Ausserrhoden sind Teile des Nachlasses des "Nosferatu"-Ausstatters Albin Grau (1884–1971) verwahrt.

Am 06. und am 13. März 2022 lädt die Einrichtung in Trogen zum "Entdecken der Originaldokumente zum Film" ein. Eine Anmeldung zu den Terminen ist erwünscht.

Zudem ist der Film am 04. März 2022 in St. Gallen und am 20. März 2022 in Heiden zu sehen. Eine Einführung bei beiden Vorführungen hält Marina Schütz. mehr

filmstreifen 06 250Der deutsche Schriftsteller Karl May wurde am 25. Februar 1842 in Ernstthal bei Zwickau geboren. Er starb am 30. März 1912 in Radebeul.

Seine Werke sind weltweit bislang ca. 200 Millionen mal gedruckt worden. Von ihm erfundenen Figuren wie Old Shatterhand und der Indianerhäuptling Winnetou beflügeln noch heute die Fantasie vieler Leser*innen und unterhalten seit Generationen Kino- und Fernsehzuschauer. Die Karl-May-Verfilmungen aus den 1960er-Jahren mit Pierre Brice als Winnetou, vielen Stars der damaligen Zeit und der kongenialen Musik von Martin Böttcher sind Legende. Karl May ist, zumindest im deutschsprachigen Raum, nach wie vor einer der bekanntesten Abenteuerschriftsteller.

Schon in der Stummfilmzeit wurden Handlungselemente zweier seiner Romane aus dem sogenannten Orientzyklus, die Bände "Von "Bagdad nach Stambul" und "Durch die Wüste", in drei Abenteuerstreifen auf die Leinwand gegossen: Der Erfolg der Bücher sollte auf der Leinwand fortgesetzt und in klingende Münze umgewandelt werden.

klavier 1 250Am Dienstag, den 01. März 2022, ist im Arsenal Kino am Potsdamer Platz in Berlin die Komödie "Ich möchte kein Mann sein" mit live Musikbegleitung zu sehen.

Der turbulente Ernst-Lubitsch-Film rüttelt mit großer Lust an den Geschlechterverhältnissen und beschert dem seinerzeit beliebten "Backfisch der Nation", der Schauspielerin Ossi Oswalda, eine dankbare Hosenrolle. Als Vorfilm wird "Fräulein Piccolo" (D 1914) von Regisseur Franz Hofer und mit der Schauspielerin Dorrit Weixler, ebenfalls in einer Crossdressing-Rolle, gezeigt. Beide Filme werden in 35 mm-Kopien projiziert. Das Geschehen auf der Leinwand vertont Eunice Martins am Flügel. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

lang stern berlin 250Am 25. und 26. Februar 2022 wird in der Tonhalle Maag Zürich Fritz Langs zweiteiliges Epos "Die Nibelungen" (D 1924) gezeigt.

Es spielt das Tonhalle-Orchester Zürich unter der Leitung von Frank Strobel. Zur Aufführung kommt die Originalmusik von Gottfried Huppertz, die im Jahr 2010 von Frank Strobel und Marco Jovic zu einer Restaurierung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung eingerichtet wurde. Die Filmhandlung nach einem Drehbuch von Fritz Lang und Thea von Harbou orientiert sich an der ursprünglichen nordischen Volkssage. mehr 
Das Bild zeigt den Stern für Fritz Lang auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 23. Februar 1922 wurde "Die Gezeichneten" von Carl Theodor Dreyer in den Berliner Primus-Palast-Lichtspielen uraufgeführt.

"Wie in fast allen seinen Filmen liegt Dreyers Augenmerk auch in 'Die Gezeichneten' auf einem genauen Studium menschlicher Seelenzustände, vor allem von Charakteren, die unter großen emotionalen Belastungen stehen oder spirituelle Krisen durchleben. Dreyer ist hierbei ein überaus feinfühliger Beobachter und ein Meister darin, die Ergebnisse seiner psychologischen Analysen auf zuweilen geradezu niederschmetternde Art in Filmbilder umzusetzen", so unser Autor Arndt Pawelczik in seiner Würdigung für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik. Hier geht es zur ganzen Filmbesprechung.
Bild: Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 21. Februar 1922 wurde der Monumentalfilm "Das Weib des Pharao" in New York uraufgeführt. Die Deutschlandpremiere war am 14. März 1922 im Berliner Ufa-Palast am Zoo.

"Nicht nur, dass Lubitsch 'Das Weib des Pharao' ganz nach dem Muster seiner früheren internationalen Kassenknüller drehte, er griff dazu auch zum letzten Mal auf die einzigartigen Standortvorteile in Deutschland zurück. In den Jahren vor der Währungsreform 1923 ließen sich in Berlin Monumentalfilme verwirklichen mit einem Budget, für das man andernorts nicht einmal eine Kurzkomödie hätte herunterkurbeln können. In und um Berlin entstanden so für den Film aufwendigste Kulissen, die das Publikum mühelos an die Ufer des Nils zu transportieren vermochten. Um diese gewaltigen Fassadenbauwerken herum tummelten sich Tausende von Statisten", so unser Autor Arndt Pawelczik in seiner Würdigung für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik. Hier geht es zur ganzen Filmbesprechung.
Bild: Stummfilm Magazin

gruener vorhang 250Das Filmarchiv Austria veranstaltet vom 04. bis 27. März 2022 im METRO Kinokulturhaus die Filmschau "Max Reinhardt und das Kino".

Sein Name sorgt schon zu Lebzeiten (1873–1943) für Bewunderung, sein Ruf als genialer Theatermacher reicht weit über die Landesgrenzen hinaus, und noch heute bürgt all das, was mit Max Reinhardt in Verbindung gebracht wird, für außerordentliche Qualität. Er verhilft dem Regietheater zum Durchbruch und revolutioniert die Arbeit mit den Schauspieler*innen, denen einzig und allein "das Theater gehört". Und er begeistert sich als einer der wenigen seiner Zunft für das junge Medium Film, dessen Möglichkeiten er bereits in den 1910er-Jahren auszuschöpfen und damit ein kulturbürgerliches Publikum anzuziehen beginnt.

Die Retrospektive präsentiert nicht nur die vier erhaltenen Regiearbeiten Reinhardts, sondern rückt anhand einiger ausgewählter Filme mit Blick auf "seine" Darsteller*innen den Einfluss dieses "Bühnenmagiers" in den Kontext des Kinos seiner Zeit.

kracauer stern berlin 250Bis 17. März 2022 ist in der ARTE- Mediathek "Von Caligari zu Hitler" abrufbar.

Die fast zweistündige Dokumentation von Rüdiger Suchsland aus dem Jahr 2014 bezieht sich inhaltlich auf das gleichnamige, 1947 erschienene Buch des Filmtheoretikers Siegfried Kracauer. Darin interpretierte Kracauer den deutschen Filmexpressionismus als unterbewusste Vorahnung der Machtergreifung und der Terrorherrschaft der Nazis. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Siegfried Kracauer auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin

Im Kampf mit dem Berge 01 Quelle Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung 250Vom 09. bis 12. März 2022 finden die 7. Dresdner Stummfilmtage statt.

Zu sehen ist unter anderem "Nosferatu – eine Symphonie des Grauens" (D 1922) als Kopfhörerkonzert mit einer Neukomposition von Matthias Hirth. Zudem wird "Beethoven" (AT 1927) mit einer live Musikbegleitung von Richard Siedhoff gezeigt. Das komplette Programm mit Angaben zu den verschiedenen Veranstaltungsorten ist zu finden unter: www.dresdnerstummfilmtage.de
Bild: Stummfilm Magazin

kamera zeichnung 3 250Noch bis 20. Februar 2022 ist in der ARTE-Mediathek die Dokumentation "Auge, Pinsel und Kinematograf – Wie das Kino entstand" abrufbar.

Kinoatmosphäre, Kamerafahrt, Panoramaansicht, Vogel- und Froschperspektive, Bildeinstellung, Bildverschiebung, Standbild – diese Art des Sehens haben wir uns alle bewusst oder unbewusst angeeignet und wenden sie auf die Art und Weise an, wie wir Bilder produzieren und empfangen, ob als Künstler*in oder Zuschauer*in.

1895, das Jahr der ersten öffentlichen und kostenpflichtigen Filmvorführung mit dem Cinématographe Lumière gilt allgemein als das Geburtsjahr des Kinos. Doch der "kinematografische Blick" entstand bereits vorher. Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Blicks, des Flaneurs und des Beobachters, das Jahrhundert des schweifenden Auges, der Sehmaschinen und der beginnenden "Spektakularisierung" der Welt.

Wie bildete sich dieser Blick quer durch Malerei, Bildhauerei, Fotografie und die Anfänge des Kinos heraus? Welche Berücksichtigung in diesen unterschiedlichen Medien fanden Bewegung und zeitlicher Rhythmus im Raum? Welche Experimente wurden gemacht, mit dem Ziel, eine "erweiterte" Realität zu schaffen?

Die französische Dokumenation aus dem Jahr 2020 beginnt im 19. Jahrhundert, als im Zuge der Industrialisierung die Eisenbahn erfunden wurde, und endet im halbdunklen Kinosaal eines Lichtspielpalastes, der zum Ruhme jener gerade entstehenden Verbindung von darstellender Kunst und Filmkunst erbaut wurde. Mit Claude Monet, den Brüdern Caillebotte, Henri Rivière, den Brüdern Lumière, Alice Guy, Georges Méliès und Max Linder wie auch aus der Sicht von Zuschauer*innen erzählt die Dokumentation die Geschichte der Entstehung des modernen Blicks. mehr
Textquelle: Arte TV; Bild: Stummfilm Magazin

Potsdam

asta nielsen stern 250

Vor 50 Jahren starb Asta Nielsen. Aus diesem Anlass führt das Filmmuseum Potsdam im Herbst 2022 eine Retrospektive durch. mehr

Spendenaktion

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Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr