filmstreifen gelb 04 250Der Filmproduzent Erich Pommer starb am 08. Mai 1966 in Los Angeles. Er war einer bedeutender Produzent der Stumm- als auch Tonfilmzeit.

Zu seinen Produktionen zählen Meilensteine der Filmgeschichte wie Metropolis (1926), Faust - eine deutsche Volkssage (1926) und Das Cabinet des Dr. Caligari (1919). Auch in der Tonfilmzeit konnte er zum Beispiel mit Der blaue Engel (1930) und Der Kongreß tanzt (1931) große Erfolge feiern. Pommer wurde am 20. Juli 1889 in Hildesheim geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntDie deutsche Schauspielerin Käte Haack starb am 05. Mai 1986 in Berlin.

In der Stummfilmzeit spielte sie unter anderem in Algol (Regie: Hans Werckmeister, 1920), Lebende Buddhas (Regie: Paul Wegner, 1922) und Unter der Laterne (Regie: Gerhard Lamprecht, 1928). Leinwandpartner*innen von ihr waren unter anderem Emil Jannings, Erna Morena, Conradt Veidt und Otto Gebühr. Sie wurde am 11. August 1897 in Berlin geboren. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

tv geraet 250In der Nacht von 24. auf den 25. Mai 2021 ist um 00.40 Uhr auf Arte TV "Das Salz Swanetiens" (1930) zu sehen. Zudem kann der Stummfilm vom 17. Mai bis 22. Juni 2021 in der Arte-Mediathek abgerufen werden.

Während in anderen Regionen der Sowjetunion zum Ende der 1920er Jahre schon die Moderne Einzug gehalten hat, ist das Leben in Oberswanetien, einem Hochgebirgstal im Kaukasus (heutiges Staatsgebiet Georgien), noch von uralten Traditionen und Bräuchen geprägt. Die Bewohner pflegen ihren Alltag in der von imposanten Wehrtürmen umgebenen Gemeinde und leben von der Schafzucht und der Arbeit im Steinbruch. Aufgrund der Witterungsbedingungen ist das Tal die meiste Zeit des Jahres von der Außenwelt abgeschnitten, was die Beschaffung des für Mensch und Tier lebenswichtigen Salzes zu einer gefahrvollen Aufgabe macht. Eine neue Straße soll Abhilfe schaffen.

acht bruecken logoIn seiner elften Ausgabe widmet sich das Kölner Festival "Acht Brücken – Musik für Köln" unter dem Motto "Kosmos | Comic" den Schnittstellen von zeitgenössischer Musik und sequenzieller Kunst, Comics, Graphic Novels, Illustrationen und Animationsfilmen.

Am 05. Mai 2021 sind um 20:00 Uhr die modernen Stummfilme "Strand" und "Stump the Guesser" mit neuer Musik online zu erleben. Die Slowenin Nina Šenk und ihr Kollege Anthony Cheung aus San Francisco haben jeweils einen Score zu dem Stummfilm "Stump the Guesser" des kanadischen Avantgarde-Filmers Guy Maddin und der Brüder Evan und Galen Johnson komponiert. Zudem findet die Uraufführung von "Strand" des britischen Komponisten Richard Ayres und des Animationsfilmers Paul Barritt statt. mehr

Das Festival wird auch in 2021 komplett als Stream durchgeführt: "Zum zweiten Mal müssen wir 'Acht Brücken – Musik für Köln' als Präsenz-Festival mit Publikum absagen. Doch wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und es geschafft, fast das ganze Programm des diesjährigen Festivals online abzubilden", so Louwrens Langevoort, Gesamtleiter des Festivals und Intendant der Kölner Philharmonie. Filme und Konzert-Streams sind nach der Erstausstrahlung noch 30 Tage in der "Acht-Brücken"-Mediathek abrufbar.
Textquelle und Bild: "Acht Brücken – Musik für Köln"

filmspuele lila 250Der Scherenschnitt-Animationsfilm "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" wurde am 02. Mai 1926 in der Berliner Volksbühne uraufgeführt.

Filmemacherin Lotte Reiniger entwickelte aus Motiven der Tausendundeine-Nacht-Erzählungen einen Märchenfilm voller visueller und erzählerischer Poesie. An der Produktion waren unter anderem Walter Ruttmann und Reinigers Ehemann Carl Koch beteiligt. Die eigens für den Stummfilm komponierte Musik stammt von Wolfgang Zeller. "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" ist der weltweit älteste noch erhaltene Animations-Langfilm. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 01. Mai 1921 wurde "Danton" im Berliner Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt.

"Danton" war nach "Madame Dubarry" von 1919 der zweite große deutsche Film über die französische Revolution. Das Sujet lag wohl in der Berliner Luft, aus der sich die Pulverschwaden der Novemberrevolution von 1918 noch nicht ganz verzogen hatten. Während Lubitschs Film vor allem durch den Realismus der Straßenszenen und die Choreographie der Massen beeindruckt, orientiert sich der junge russische Regisseur Dimitri Buchowetzki offensichtlich stärker am Theater, insbesondere an Max Reinhardts Inszenierung von "Dantons Tod" aus dem Jahre 1916", so Autor Arndt Pawelczik in seinem Beitrag für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik. Hier geht es zur ganzen Filmbesprechung.

filmstreifen 02 250Der amerikanische Filmregisseur und -pionier Edwin Stanton Porter starb am 30. April 1941 in New York.

Mit Der große Eisenbahnraub aus dem Jahr 1903 schuf er einen Meilenstein der Kinogeschichte und vermutlich auch den ersten Filmwestern. Der ca. 12 Minuten lange Film aus der Produktion der Edison Studios ist eines der frühesten Beispiele für das Erzählen einer Geschichte mit filmspezifischen Mitteln, wie beispielsweise der Parallelmontage. Porter wurde am 21. April 1870 Connellsville (US-Bundestaat Pennsylvania) geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

stummfilmtage bonn 250aVom 12. bis 22. August 2021 veranstaltet der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. zum 37. Mal Deutschlands größtes Stummfilmfestival, die Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino.

Bereits zum zweiten Mal wird das größte deutsche Stummfilmfestival aller Voraussicht nach in hybrider Form stattfinden: Open-air im Arkadenhof der Universität Bonn und als Stream über die Website www.internationale-stummfilmtage.de.

Ergänzung am 03.07.2021: Ausführliche Programminformationen gibt es hier auf Stummfilm Magazin.

Die Organisator*innen freuen sich, ihr filmisches und musikalisches Programm trotz der Coronapandemie einem möglichst breitgefächerten und internationalen Publikum zugänglich machen zu können. In 2021 gibt es zudem einige personelle und organisatorische Veränderungen:

Textquelle: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.; Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Am Freitag, den 30. April 2021, vertont das Genfer Alternativ-Tropical-New Wave-Kraut-Punk-Trio Massicot im Zuger Kulturzentrum Galvanik den avantgardistischen Stummfilm Le Brasier ardent (F 1923) von Ivan Mosjoukine.

Massicot, das sind die Musiker*innenSimone Aubert an der obsessiven E-Gitarre, Mara Krastina am verzerrten Baby Bass und Colline Grosjean am rhythmischen Schlagzeug. Einen Tag später ist das Event auch im Züricher Kulturhaus Kosmos zu erleben. Die Teilnehmendenzahl ist pro Vorstellung auf 50 Personen begrenzt, der Ticket-Vorverkauf wird daher empfohlen. Es gelten die jeweiligen Hygienebestimmungen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250In mehreren Filmprogrammen zeigt das Kino Filmpodium alle 17 Folgen der filmhistorischen Dokumentation "The Story of Film: An Odyssey", die der nordirische Dokumentarfilmer und Autor Mark Cousins im Jahr 2011 geschaffen hat.

Zu jeder Episode, die jeweils eine Stunde dauern und in sich inhaltlich geschlossen sind, wird ein in der Dokumentation erwähntes Werk in ganzer Länge vorgeführt. Gezeigt werden unter anderem "Nanook Of The North" (USA 1922), "Greed" (USA 1924) und "The Crowd" (USA 1928). Die Stummfilme werden live musikalisch begleitet. mehr
Textquelle: Filmpodium; Foto: Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 27. April 1921 wurde "Lichtspiel Opus 1" im Berliner Mamorhaus uraufgeführt.

Mit dem zehnminütigen abstrakten Werk "Lichtspiel Opus I" (D 1921) schrieb der Experimentalfilmer Walter Ruttman Filmgeschichte. Bereits hier zeigte er sich, wie später noch öfters, als ein Medienkünstler am Puls der Zeit.

Stummfilm-Magazin-Herausgeber Frank Hoyer stellt für die Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik das Werk vor. Hier geht es zur Filmbesprechung.

filmspuele lila 250Am 25. April 1896 wurde in den Wilhelmshallen in Berlin (Unter den Linden 21) ein Filmvorführraum der Deutschen Kinematographischen Gesellschaft eröffnet.

Die Lokalität gilt als erstes Kino in Deutschland. Geschäftsführer war Gustav Schönwald. Später übernahm der Filmpionier Oskar Messter den Vorführraum und gab ihm den Namen "Bioramen". mehr
Foto: Stummfilm Magazin

stummfilmtage bonn 250aWie lassen sich Stummfilme in Zeiten, in denen im Kino Blockbuster dominieren und immer mehr Streamingportale Zuschauer*innen an sich binden, an ein möglichst breites Publikum bringen?

Diese Frage beschäftigt die Internationalen Stummfilmtage Bonn Jahr für Jahr. Aktuell hat sich das Festival mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum einen starken Kooperationspartner gesucht, der das Programm der Internationalen Stummfilmtage (12. bis 22. August 2021) in Teilen auch nach Frankfurt und Wiesbaden bringt. "Wir haben uns in diesem Jahr mit einem neuen Kurator*innenteam, bestehend aus Eva Hielscher und Oliver Hanley, ganz neu aufgestellt und haben überlegt, wie wir die 37. Auflage des Festivals noch sichtbarer machen können", sagt Sigrid Limprecht, Vorsitzende des Fördervereins Filmkultur Bonn, der die Internationalen Stummfilmtage veranstaltet. "Das brachte uns sehr schnell auf das bundesweit operierende DFF, dem sich damit die Gelegenheit bot, den DFF-eigenen Digitialisierungen ein breiteres Forum zu geben."

In dieser Woche wurde der Kooperationsvertrag unterschrieben. "Wir sind sehr froh darüber", sagt Limprecht, "wir hoffen, so ganz neue Zielgruppen für den Stummfilm erschließen zu können und setzen auf eine langfristige Zusammenarbeit, die es uns ermöglicht, gemeinsam Aufbauarbeit für den frühen Film zu leisten." Von den rund 20 Filmen, die im August in Bonn gezeigt werden, soll ein Teil, ebenfalls im August in Frankfurt und später in Wiesbaden zu sehen sein. Wann genau, steht noch nicht fest. "In diesem Jahr ist ja ohnehin pandemiebedingt alles noch offen und unklar", so Limprecht. "Aber wir sind festen Willens, unsere beliebten Open-Air-Vorführungen dieses Jahr wieder anbieten zu können."

Auch DFF-Direktorin Ellen Harrington begrüßt die neue Partnerschaft: "Wir freuen uns, wenn wir im Sommer Teile des Bonner Programms bei uns auf der großen Leinwand präsentieren können, und zwar nicht nur in Frankfurt, sondern auch im Caligari in Wiesbaden. Ich freue mich, dass einige unserer eigenen Digitalisierungen dabei sein werden – sie verdienen ein großes Publikum." Der inhaltliche Schwerpunkt des August-Programms steht laut Limprecht noch nicht fest: "Das Kurator*innenteam hat seine Arbeit aufgenommen und legt jetzt los."
Internetseite Internationale Stummfilmtage
Internetseite DFF
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Anlässlich des Todes von Thomas Fritsch stellt der NDR dessen Vater, den Stumm- und Tonfilmstar Willy Fritsch, vor. mehr

♦ An den Beginn der Dreharbeiten zu Nosferatu – Eine Symphonie des Grauen (Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, D 1922) vor hundert Jahren in Wismar erinnert die Ostsee Zeitung. mehr

♦ Das Kevelaer Blatt informiert darüber, dass der schwedische Stummfilm "Die Wallfahrt nach Kevelaer“ (Regie: Ivan Hedqvist, 1921) beim Streamingdienst Netflix derzeit abrufbar ist. mehr

♦ kino-zeit.de stellt den Filmkünstler Guy Maddin, der in seinen Werken immer wieder Bezug zur Stummfilmära nimmt, vor und gibt Streamingtipps. mehr

♦ Der Kameramann und Fotograf Helmar Lerski, der unter anderem an Robert Reinerts visuell beeindruckenden Spielfilm Opium (D 1919) beteiligt war, wird derzeit mit einer Ausstellung unter dem Titel "Faces“ in der Wiener Albertina gewürdigt. Die Frankfurter Rundschau berichtet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

kamera zeichnung 4 250Bis zum 20. Juni 2021 zeigt das Museum für Gestaltung Zürich eine Ausstellung über den international tätig gewesenen Kostümbildnern René Hubert.

Der Schweizer, geboren am 07. Oktober 1895 in Frauenfeld und gestorben am 05. Juni 1976 in Zürich, kleidete von den 1920er- bis zu den 1950er-Jahren Hollywoodstars wie Ingrid Bergman, Marlene Dietrich, Gloria Swanson und Shirley Temple ein. In der Stummfilmzeit war er auch in Deutschland tätig und unter anderem für die Kostüme bei Asphalt (Regie: Joe May, 1929) und Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna (Regie: Hanns Schwarz, 1929) zuständig.

Videotrailer "René Hubert: Kleider machen Stars"

Mit der Schau auf dem Toni-Areal widmet sich erstmals eine Ausstellung dem gesamtenŒuvre des Gestalters, der zudem für Musicaltheater und Modehäuser tätig war und auch für die Uniformen und Flugzeuginterieurs der Swissair verantworlich zeichnete. Für einen Ausstellungsbesuch gelten Hygieneregeln. mehr

Ergänzend zur Austellung zeigt das Zürcher Kino Filmpodium eine Auswahl an Filmen, für die René Hubert die Kostüme entworfen hat. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

Bonn 2021

stummfilmtage bonn 250a

Vom 12. bis 22. August 2021 findet zum 37. Mal Deutschlands größtes Stummfilmfestival statt, die Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino. mehr

Regensburg 2021

stummfilmtage bonn 250a

Die 39. Regensburger Stummfilmwoche findet von 10. bis 15. August 2021 als Open-Air-Event im Thon-Dittmer-Palais statt. mehr

Aktuelle Preisträger

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. Alle Infos zur Verleihung