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filmstreifen 09 250Das Kino im Filmmuseum Potsdam zeigt am Samstag, den 13. April 2019, das Stummfilmdrama Mutter Krausens Fahrt ins Glück.

Regisseur Piel Jutzi drehte den Film nach einer Idee des Malers und Fotografen Heinrich Zille. Die titelgebende Hauptrolle spielte Alexandra Schmitt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde das Werk, ein Vertreter des "proletarischen Films", umgehend verboten. Peer Kleinschmidt vertont live an der Welte-Kinoorgel. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen gelb 03 250Seit Herbst 2014 agiert Prof. Dr. Ursula von Keitz als Direktorin des Filmmuseums Potsdam und als Professorin für Filmforschung und Filmbildung im Museum.

Erst mit ihrem Amtsantritt konnte die Integration des Filmmuseums in die Filmuniversität Babelsberg auch praktisch vollzogen werden. Lehre, Forschung und die Museumsleitung in Personalunion sind eine große Herausforderung, die dank der Expertise von Ursula von Keitz, dank der vorhandenen Strukturen an der Filmuniversität und dank eines erfahrenen Museumsteams bewältigt werden konnten.

filmstreifen 02 250Auch bei der aktuellen Ausgabe des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund/Köln werden wieder Stummfilme gezeigt. 

So ist am Samstag, den 13. April 2019, um 12.00 Uhr im Dortmunder "Kino im U" Ernst Lubitschs Die Puppe zu sehen. In der grotesken Filmkomodie aus dem Jahr 1919 spielen Ossi Oswalda, Herman Thimig und Gerhard Ritterband. Die Republik der Backfische steht dann am Sonntag, den 14. April 2019, um 13.30 Uhr an gleicher Stelle auf dem Programm. Regisseur Constantin J. David dreht die mit Geschlechterrollen spielende Stummfilmkomodie 1928 mit Käthe von Nagy in der Hauptrolle. Beide Filme werden von der Pianistin Eunice Martins live musikalisch vertont.

Die Filmtage finden vom 09. bis 14. April 2019 statt. Rund 100 aktuelle und historische Filme, Performances und Diskussionen sind angekündigt. Zu den unterschiedlichen Veranstaltungen werden zahlreiche Gäste aus der deutschen und internationalen Filmbranche erwartet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 06 250Im Jahr 1919, in den Wirren der Münchner Räterepublik, drehte Regisseur Robert Reinert den Stummfilm Nerven. Ein Werk, das auch noch hundert Jahre nach seiner Entstehung durch seine expressive Filmsprache besticht. 

Durch ausdruckstarke Bildkompositionen und schnelle Schnittfolgen versuchte der Regisseur, die Kriegsfolgen als nervöse Epidemie zu beschreiben. Vom Film waren zunächst nur fragmentarische Kopien erhalten, die in einem aufwendigen Prozess vom Filmmuseum München rekonstruiert wurden.

Im Rahmen seiner Stummfilmkonzertreihe "Flimmerkammer" widmet sich das Jewish Chamber Orchestra Munich nun "Nerven". Der Klangkörper hat den jungen Münchner Komponisten Richard Ruzicka beauftragt, eine neue Musik zu verfassen. Die Uraufführung wird am 09. April 2019 um 20:30 Uhr in den Münchner Kammerspielen stattfinden.

Filmkritiker Heinz Schmid-Dimsch schilderte bereits im Entstehungsjahr des Films, dass das Werk Robert Reinerts nicht mit Worten auszudrücken sei. Vielmehr sollte es empfunden werden. Die flackernden, aufflammenden, zum Teil verschwommenen Bilder ziehen an den Zuschauern vorbei und werden in der Neuinszenierung durch die Kompositionen Richard Ruzickas in bedrohlich-stürmischer Weise untermalt. Ruzicka experimentierte bereits am Gymnasium mit klassischer Musik und schrieb während seines Studiums die Filmmusik für vier Folgen der Fernsehkrimireihe „Tatort“, darunter auch der Münchner Jubiläumstatort 2016. Bereits als Student wurde er beim Zurich Film Festival für die beste internationale Filmmusik nominiert. 2018 erhielt der heute 24-jährige Komponist den renommierten Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik.

Das Stummfilmkonzert findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „1918 | 2018. Was ist Demokratie?" statt, die das Kulturreferat der Landeshauptstadt München anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der bayerischen Revolution und Räterepublik initiiert hat. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntAm Samstag, den 06. April 2019, um 19:30 Uhr vertont das Metropolis Orchester Berlin im Theater im Delphi den Stummfilm Die Büchse der Pandora.

Regisseur G.W. Papst drehte den großen Klassiker des Weimarer Kinos im Jahr 1929 mit Louise Brooks in der Hauptrolle. Das Drehbuch ist inspriert von den Frank Wedekind-Dramen "Die Büchse der Pandora" und "Erdgeist".

Unter der Leitung von Burkhard Goetze spielt das Orchester eine Komposition von Peer Raben. Der Film wird präsentiert von Fritzi Haberlandt, bekannt aus der Serie Babylon Berlin. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Der Film- und Theaterschauspieler Hans Marr starb am 30. März 1949 in Wien. Er wurde am 22. Juli 1878 als Johann Julius Richter in Breslau geboren.

Er spielte unter anderem an der Seite von Mia May in Fritz Langs Das wandernde Bild (D 1920), zusammen mit Conradt Veidt und Erna Morena in Wilhelm Tell (D 1923) und unter der Regie von Michael Kertesz in Die Sklavenkönigin (A 1924). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

mirzl hofer filmarchiv austria 250Das Filmarchiv Austria verzeichnete kürzlich eine bemerkenswerte Entdeckung aus der Pionierzeit des österreichischen Films in seiner Sammlung.

Bei dem Fund handelt es sich um ein über 110 Jahre altes Tonbild, auf dem die weltweit früheste Darbietung einer österreichischen Sängerin filmisch festgehalten wurde. Die Aufnahmen zeigen eine Interpretation des "Steinklopfer-Marsches" der steirischen Gesangskünstlerin Mirzl Hofer (geb. Maria Vidowitsch, 1877–1955) aus dem Jahr 1908.

filmklappe blau 250 orange ohne soundDer österreichische Kameramann Franz F. Planer wurde am 29. März 1894 in Karlsbad geboren.

Während der Stummfilmzeit war er unter anderem an Michael Curtiz´ österreichischem Monumantalfilm Sodom und Gomorrha (1922), F. W. Murnaus einziger Filmkomödie Die Finanzen des Großherzogs (D 1924), Hans Steinhoffs Das Frauenhaus von Rio (D 1927) und Henrik Galeens Alraune (D 1928, mit Brigitte Helm in der titelgebenden Hauptrolle) beteiligt. Planer wurde fünf Mal für den Oscar nominiert. Er starb am 10. Januar 1963 in Hollywood. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntIm Rahmen des Filmfestivals Cottbus wird am Donnerstag, den 11. April 2019, um 19:30 Uhr im Obenkino der Stummfilm Sprengbagger 1010 gezeigt.

Carl Ludwig Achaz-Duisberg drehte den avantgardistischen Film im Jahr 1929 mit Heinrich George in der Hauptrolle. Gezeigt wird das Werk mit der vom WDR im Jahr 2011 eingespielten Originalpartitut von Walter Gronostay. Es ist eine Maschinenmusik genannte Komposition für Kammerorchester, Sauerstoffflaschen, Werksirenen und Sprechchor. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Im Rahmen des 12. Lichter Filmfestes Frankfurt International von 27. bis 31. März 2019 wird im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums (DFF) ein Programm rund um das Thema "Natur" gezeigt.

So ist am Donnerstag, den 28. März 2019, um 22:30 Uhr Friedrich Wilhelm Murnaus visuell herausragendes Drama Sunrise – A Song Of Two Humans (USA 1927) mit George O‘Brien, Janet Gaynor und Margaret Livingston zu sehen. Live musikalisch vertont wird das mit drei Oscars ausgezeichnete Werk von Benedikt Kuhn (Balduin). mehr 

Zudem wird es beim Festival ein Programm aus der Geschichte und Gegenwart des Experimentalfilms geben. Das "Mal Seh'n"-Kino projiziert am Sonntag, den 31. März 2019, um 20:00 Uhr kurze (Stumm)Filme in ihren unterschiedlichen Originalformaten: Die Schaulust am analogen Material kann so ausgelebt werden. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Vier Jahre nach ihrer Gründung gibt es die "Video-on-Demand"-Plattform LaCinetek jetzt auch als deutsche Version.

Über 60 Filmemacher*innen haben für die VoD-Plattform über tausend Filme kuratiert, 250 davon sind ausschließlich hier zugänglich. Und die Auswahl wächst stetig weiter – jeden Monat soll ein*e Regisseur*in mit einer persönlichen Auswahl von 50 Filmen des 20. Jahrhunderts dazukommen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Im Rahmen der 5. Bonner Klezmertage, die vom 28. bis 31. März 2019 in der Brotfabrik Bonn stattfinden, wird am 28.03. um 20:00 Uhr die restaurierte Fassung von E. A. Duponts Das alte Gesetz (D 1923) gezeigt.

Die Restaurierung des Films wurde auf der Berlinale 2018 unter großem Publikums- und Medienecho uraufgeführt. Live musikalisch begleitet wird der Film von Günter A. Buchwald (Flügel und Violine) und Helmut Eisel (verschiedene Klarinetten).

„Das alte Gesetz“ erzählt die Assimilationsproblematik der Juden im 19. Jahrhundert am Schicksal eines jungen Mannes aus einer galizischen Rabbiner-Familie. Baruch möchte gegen den Willen seines Vaters Schauspieler werden und verlässt das Ghetto. In der Begegnung mit dem klassischen Theater und dem Geist der Aufklärung eröffnet sich für ihn eine neue Welt, vor der sich auch sein Vater nicht verschließen kann.

Tickets können bei Bonnticket oder direkt in der Brotfabrik erworben werden (in der Kulturkneipe täglich ab 18 Uhr). Reservierungen sind unter Telefon 0228 468568 möglich.
Textquelle: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDer Kulturfonds Frankfurt RheinMain bringt am Freitag, den 22. März 2019, ab 20:00 Uhr den Zauber des frühen Kinos mit Musik, Tanz und Akrobatik in die Caligari Filmbühne in Wiesbaden.

Das Programm "Kino Varieté" beginnt – wie oftmals im historischen Kino – mit Kurzfilmen aus der Region. Im Vorprogramm sind drei Reportagen von Filmpionier Edwin Georg "Edy" Dengel – Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in Personalunion – zu sehen. Aus Frankreich gibt es eine kurze Komödie von Louis Z. Rollini. Zur Filmshow gehören Liveacts mit Jonglage und Körperakrobatik. Artisten sind der international prämierte Gentleman-Jongleur Monsieur Jeton und das Akrobaten-Duo Elabö.

Im Anschluss wird "Das Schloss des Schreckens" gezeigt. Der Film wurde von dem "Edy" Dengel 1919 in Wiesbaden produziert. Die Geschichte erzählt von dem todesmutigen Detektiv Fred Repp, der im wilden Amerika nach aufregenden Verfolgungsjagden am Hudson River einen schurkischen Mädchenhändler zur Strecke bringt.

Begleitet wird der "Kino Varieté"-Abend von Livemusik, die den Bogen von der historischen Kino-Musik zur improvisierten Musik mit Jazz-Anleihen unserer Tage schlägt. Sie wird dargeboten von dem Wiesbadener Jazz-Preisträger Uwe Oberg und der Mainzer Stimmkünstlerin Silvia Sauer, die Kino-Songs in ihrem Repertoire hat. Tickets können in der Wiesbadener Tourist Information am Marktplatz oder in der Caligari FilmBühne am Marktplatz 9 gekauft werden. mehr
Textquelle: Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Caligari FilmBühne; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmmuseum piv 250Es ist eines der berühmtesten Bilder der Kinogeschichte: Während unten der Verkehr tobt, baumelt ein junger Mann mit Hut und Brille an den Zeigern einer riesigen Uhr, angebracht an der Fassade eines Wolkenkratzers.

Das Bild stammt aus Safety Last! (USA 1923), Harold Lloyds vierte und wohl komplexeste Filmkomödie. Inspirieren ließ er sich von den "menschlichen Fliegen", die es in den 1920er-Jahren zur Attraktion machten, ohne Seil und doppeltem Boden Häuserfassaden im urbanen Raum zu erklimmen.

Der Stummfilmpianist Richard Siedhoff aus Weimar begleitet den Film am Samstag, den 23. März 2019, um 20:00 Uhr an der originalen Welte-Kinoorgel im Kino des Filmmuseums Düsseldorf. mehr
Textquelle: Filmmuseum Düsseldorf; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntVom 14. bis 16. März 2019 finden im Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden die 4. Dresdner Stummfilmtage statt.

Zu sehen sind "Tabu" (USA 1931), "Dirnentragödie" (D 1927), "Die Passion der Jungfrau von Orlèans" (Frankreich 1928), "The Mark Of Zorro" (USA 1920) und "Frau im Mond" (D 1929). Auch an junge Filmfreund/innen wurde gedacht: Unter dem Motto "Stummfilme für Kinder" wird ein Programm mit Filmen aus dem Archiv des Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF) gezeigt. Die Filme werden von verschiedenenen Musikern vertont: Matthias Hirth (Piano und Electronics), Justo Suarez (Percussion), Richard Siedhoff (Klavier), Michael Vetter (Orgel), Ralph Turnheim (Leinwandlyrik) und Tobias Rank (Piano).

Ergänzend gibt es eine Multimedia-Lesung von Heike Goldbach (Berlin) über den Ufa-Schauspieler Willy Fritsch und den Starkult der frühen deutschen Filmgeschichte. mehr Programmflyer (PDF)
Foto: StummfilmMagazin/Frank Hoyer

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