filmspule bunt 250 2Nachdem der Vierbeiner Uggie bereits 2011 für seine Mitwirkung an dem modernen Stummfilm The Artist als bester Filmhund mit dem Palm Dog Award (Website) ausgezeichnet wurde, kann er 2020 nochmals abräumen: Er wurde nun als bester Filmhund der letzten 20 Jahre gewürdigt.

"The Artist" des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius wurde unter anderem mit fünf Oscars ausgezeichnet, darunter auch als "Bester Film". Der Terrier Uggie spielte darin den pfiffigen Begleiter eines Stummfilmstars. Anschließend war der Hund noch in einigen weiteren Produktionen zu sehen bis er 2015 an Prostatekrebs erkrankte und eingeschläfert wurde. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit den Science-Fiction-Film "Kosmische Reise" (UdSSR 1936) auf der Videoplattform vimeo online gestellt.

Die aufwändige und effektreiche Produktion des Regisseurs Vasilj Žuravlëv ist der letzte Stummfilm, der in der Sowjektunion hergestellt wurde. Gezeigt wird eine aktuelle Restaurierung des FIlmmuseums München. Als Begleitung ist eine Musik des Stummfilmmusikers Neil Brand zu hören. Zum Film geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 06 250Im Norddeutschen Autokino Ratzeburg wird am Freitag, den 12. Juni 2020, in Kooperation mit dem Verein „Jazz in Ratzeburg“ der Stummfilm Der letzte Mann (D 1924) gezeigt.

Unter der Regie von Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau brilliert der Schauspieler Emil Jannings in der Rolle als vom Schicksal gebeutelter Hotelpotier. Legendär wurde der FIlm insbesondere durch die Kameraarbeit von Karl Freund, die als "entfesselten Kamera" in die Kinogeschichte einging. Live begleitet wird das Geschehen auf der Leinwand von dem Pianisten Volker Linhardt. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Emil Jannings in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Der deutsche Kameramann und Regisseur Carl Hoffmann wurde am 9. Juni 1885 in Neisse geboren. Er starb am 13. Juli 1947 in Minden.

Als Kameramann war er unter anderem an den Stummfilmklassikern Dr. Mabuse, der Spieler (1922), Die Nibelungen (1924), Varieté (1925) und Faust – eine deutsche Volkssage (1926) beteiligt. Wie etwa Karl Freund (Metropolis, 1927) zählt Hoffmann zu den bedeutensten Kameramännern des Weimarer Kinos. Sein Sohn Kurt Hoffmann (1910-2001) war einer der erfolgreichsten Regisseure des deutschen Nachkriegskinos. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntIn Zusammenarbeit mit der Onlineplattform moods.digital präsentiert das Institute of Incoherent Cinematography (IOIC) am Sonntag, den 07. Juni 2020, um 20:00 Uhr "Häxan" (Schweden/Dänemark, 1922) als Livestream.

Benjamin Christensen Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm kam 1922 in die Kinos und zählt zu den Klassikern des skandinavischen Films. Die Themen des Werks, das ursprünglich durch zwei weitere, nicht realisierte Filme zu einer Trilogie anwachsen sollte, sind Hexerei und Inquisition.

Für die musikalische Soundkulisse sorgt Mara Micciché aka IOKOI (voc/electronics). Mehr Infos und zum Livestream hier.

filmstreifen 08 250 buntDer österreichische Kameramann Hans Schneeberger wurde am 07. Juni 1895 in Brandberg (Tirol) geboren.

Er drehte zum Beispiel unter der Regie von Arnold Fanck und Leni Riefenstahl; letztere war zeitweise auch seine Lebensgefährtin. In der Stummfilmzeit war Schneeberger unter anderem an den Produktionen Der Berg des Schicksals (1924), Der heilige Berg (1926), Der große Sprung (1927) beteiligt. Er starb am 19. November 1970 in Salzburg. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit den Aufklärungs- und Lehrfilm "Gesetze der Liebe" auf der Videoplattform vimeo online gestellt.

Die Rekonstruktion aus dem Jahr 2019 versucht, den von dem seinerzeit weltberühmten Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld erstellten Film seiner ursprünglichen Fassung anzunähern. Im letzten Akt des sechsteiligen Werkes sind Ausschnitte aus dem Spielfilm Anders als die Andern (D 1919, Regie: Richard Oswald) zu sehen, der ebenfalls unter der Mitwirkung von Hirschfeld entstand und der erste um Aufklärung bemühte Film über Homosexualität ist.

Als Begleitung ist eine Musik des Stummfilmmusikers Günter A. Buchwald zu hören. Zum Film geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

stephan graf von bothmer 250 1 birgit meixnerAm Freitag, den 05. Juni 2020, um 19:30 Uhr vertont der Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer Sergei Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin (UdSSR 1925).

Das Stummfilm-Meisterwerk wurde im Dezember 1925 im Moskauer Bolschoi-Theater als offizieller Jubiläumsfilm zur Feier der russischen Revolution (1905) uraufgeführt. "Panzerkreuzer Potemkin" wird bei Umfragen unter Filmkritikern immer wieder unter die bedeutensten zehn Filme der Kinogeschichte gewählt. Legendär ist die Massaker-Szene auf der Treppe zum Hafen von Odessa, die durch ihren virtuosen, dynamischen Schnitt beeindruckt.

Das Stummfilmkonzert mit Stephan Graf von Bothmer wird als Livestream übertragen und ist auf den Internetkanälen https://www.youtube.com/user/StephanvonBothmer und https://youtu.be/odBW1cfpEdA zu sehen. Am Sendeort in Berlin ist Publikum zugelassen, es gibt allerdings nur wenige Tickets. Mehr Infos zum Termin und Ticketkauf findet man hier.
Foto: Birgit Meixner

filmstreifen bunt15 250Der Schweizer Bundesrat hat am 27. Mai entschieden, dass Kinos ab dem 06. Juni 2020 wieder den Betrieb aufnehmen können, unter Einhaltung der gebotenen Schutzmassnahmen.

Auch im Filmpodium in der Nüschelerstrasse 11 in 8001 Zürich, das am 11. Juni 2020 seine Tore wieder öffnet, gelten nun die mittlerweile gewohnten Abstandsregeln und Hygienevorkehrungen, um die Besucher*innen und Mitarbeitenden zu schützen. Die 263 unnummerierten Plätze bieten genügend Freiraum, sodass man sitzen kann, wo man sich wohl fühlt und rundherum wenigstens einen Sitz Abstand von den nächsten Zuschauergruppen hat; nur Personen, die im gleichen Haushalt wohnen, dürfen auch im Kino beisammensitzen.

Die Lounge bleibt vorerst geschlossen; längeres Verweilen im Foyer und an der Bar ist bis auf Weiteres nicht angesagt. Die Besucher*innen werden gebeten, die besonderen Anfangszeiten zu beachten. Diese erlauben, längere Pausen zwischen den Vorstellungen zu machen; die neuen Abläufe beim Ticketverkauf, Einlass etc. benötigen mehr Zeit. Das detaillierte Schutzkonzept finden man auf der Filmpodium-Website. mehr
Textquelle: Filmpodium; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit den restaurierten Science-Fiction-Film Der Tunnel (D 1915) auf der Videoplattform vimeo online gestellt.

Regisseur William Wauer, der auch als Bildhauer und Maler tätig war, drehte den effektvoll inszenierten Film nach dem gleichnamigen Erfolgsbuch von Bernhard Kellermann. Auf der Leinwand sind Friedrich Kayssler, Fritzi Massary, Hermann Vallentin, Rose Veldtkirch, Hans Halden und Felix Basch zu sehen.

Als Begleitung ist eine Musik von Richard Siedhoff, die 2015 live im Filmmuseum München aufgenommen wurde, zu hören. Zum Film geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDer deutsche Schauspieler und Komiker Wilhelm Bendow starb am 29. Mai 1950 in Einbeck. Dort wurde er als Wilhelm Emil Boden am 29. September 1884 auch geboren.

In der Stummfilmzeit spielte er unter anderem in "Aus eines Mannes Mädchenzeit" (vermutlich 1912 oder 1913 gedreht), ein frühes Beispiel für Travestie im Kino. Er war in über 100 Produktionen vornehmlich in Nebenrollen zu sehen. Von Fans und Freunden wurde er mitunter "Onkel Wilhelm" und, aufgrund seiner Rolle als Mondmann im UFA-Film "Münchhausen" (1943), "Mann im Mond" genannt.

Große posthume Bekanntheit erlangte er in den 70er-Jahren durch die Verwendung seines Skteches "Auf der Rennbahn" für einen Zeichentrickfim von Loriot mit dem legendären Ausspruch: "Wo laufen sie denn?". mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Rudolf Klein-Rogge, geboren als Friedrich Rudolf Klein-Rogge am 24. November 1885 in Köln und gestorben am 29. Mai 1955 im österreichischen Wetzelsdorf, war ein deutscher Schauspieler der 1920er- und 1930er-Jahre.

Legendär ist Klein-Rogges Darstellung als Wisschenschaftler Rotwang in "Metropolis", wie er das sogenannte "Maschinenweib" erschafft. Auch als Dr. Mabuse kam er, ebenfalls unter der Regie von Fritz Lang, zum Einsatz. Klein-Rogge war mit der Drehbuchautorin Thea von Harbou verheiratet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

tv geraet 250Noch bis 18. Juni 2020 ist der Dokumentarfim "Cinema Austria – Die ersten 112 Jahre" (Österreich 2019, 55 Miunten) in der Arte-Mediathek abrufbar.

Regisseur Frederick Baker nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine Reise von der Stummfilmzeit bis zu aktuellen österreichischen Kinoproduktionen. Erinnert wird dabei etwa an die Filmpionierin Luise Fleck, den Monumentalfilm Sodom und Gomorrha (1922) von Regisseur Michael Curtiz und die Sascha-Filmindustrie AG, die größte österreichische Filmproduktionsgesellschaft bis in die frühen Tonfilmtage. mehr

onlineschau sommerfrische filmarchiv austria 250Vom 05. Juni bis 09. Juli 2020 zeigt das Filmarchiv Austria auf seiner Webseite die Onlineausstellung "Kino auf Sommerfrische".

Die Sommerfrische ist die vielleicht schönste Projektionsfläche für alles, was "Urlaub wie früher" meint. Das Heimkinoprogramm des Filmarchiv Austria zeigt, wie sie wirklich war, die "gute alte" Sommerfrische.

Seit Beginn des Kinos eroberten Kameras die schönen Landschaften und produzierten Bilder einer begehrenswerten Welt jenseits des Alltags. Dass sich ganze Regionen in touristische Sehnsuchtsräume verwandelten, das hatte auch ursächlich mit dem neuen Medium Film zutun.

Die historischen Originalaufnahmen aus dem Filmarchiv Austria zeugen von der Freude großer und kleiner Weltentdeckungen im eigenen Land und repräsentieren überdies eine kleine Kulturgeschichte des Reisens im 20. Jahrhundert.

Die Retrospektive "Kino auf Sommerfrische" umfasst vier Schwerpunkte, die jeweils auf einem Kanal im digitalen Heimkino präsentiert werden. Das Programm der vier Kanäle wird wöchentlich gewechselt. Kuratiert wurde die Onlineschau von Susanne Rocca und Ernst Kieninger. Zur Internetseite des Filmarchiv Austria
Textquelle und Bilder: Filmarchiv Austria

metro 1 250Regisseur Fritz Lang inszenierte den monumentalen Science-Fiction-Stummfilm in den Jahren 1925/26 in Deutschland. Drehbeginn war am 22. Mai 1925.

"Metropolis", einer der teuersten Streifen seiner Zeit, ist ein herausragendes Werk der Filmgeschichte und ein Klassiker des deutschen Expressionismus. Auch heute noch übt der Film, der in einer futuristischen Großstadt spielt, Einfluss auf Filmschaffende aus und ist Gegenstand von filmhistorischen Anlaysen. Auf der Leinwand sind Kinostars wie Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen. Als erster Film weltweit wurde er in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

Eine aufwändig restaurierte Fassung von "Metropolis" wurde am 12. Februar 2010 im Rahmen der Berlinale 2010 im Friedrichstadtpalast und in der Alten Oper Frankfurt zeitgleich aufgeführt. Die vielbeachtete Neuveröffentlichung wurde durch einen spektakulären Kopienfund in Buenos Aires im Jahr 2008 möglich; anhand dieser 16mm-Filmrollen konnte "Metropolis" restauriert und so seiner Uraufführungsfassung angenähert werden. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Zürich

Das 11. "IOIC-Stummfilm-Festival" findet vom 20. bis 23. August 2020 unter dem Motto "Black Films Matter" statt. mehr

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bauhaus film pic 250

Jubiläum

100 jahre caligari

Im Februar 1920 fand in Berlin die Premiere des expressionistischen Meisterwerks "Das Cabinet des Dr. Caligari" statt. Der Film gilt als einer der bedeutensten der Kinogeschichte und als ein Schlüsselwerk des deutschen Films. mehr und Caligari-Quiz

Jubiläum

zwischentitel september 2019

In 2020 wird der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven gewürdigt. Bereits während der Stummfilmzeit beschäftigten sich Filmemacher mit dem Ausnahmemusiker. mehr