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bauhaus film pic 250Anlässlich des hundertsten Bauhaus-Jubiläums widmen das Filmmuseum Düsseldorf und die Architektenkammer NRW die 26. Ausgabe ihrer gemeinsamen Reihe „Architektur und Film“ der Geschichte, den Ausprägungen und Auswirkungen der Kunst- und Designschule.

Die in der Reihe gezeigten Filme gehen der Frage nach, welche Bedeutung die Ansätze des Bauhauses heute noch haben, behandeln die Rolle der Frauen in der von Männern dominierten Kunstschule, porträtieren einen bedeutenden Bauhaus-Schüler und zeigen die formalen Einflüsse der Bauhaus-Ästhetik auf das in den 1920er Jahren noch junge Medium Film.

So steht der Stummfilm L’Inhumaine von Marcel L’Herbier (F 1924) am 27.11.2019 auf dem Programm, der erste Film, der konsequent moderne Architektur in ein Filmgeschehen integrierte. Eine wahre tour de force in minimalistischem Art Déco-Interieur und vom Bauhaus beeinflusster Architektur von Robert Mallet-Stevens, schildert der Film eine amour fou. Der Film um eine Diva, die in einer ultramodernen Villa wohnt, und einen Erfinder, der in seinem futuristischen Labor Tote wieder zum Leben erwecken kann, verbindet Science-Fiction-Elemente mit Stilmitteln der französischen Avantgarde der 1920er Jahre. mehr
Textquelle: Architektenkammer NRW und Filmmuseum Düsseldorf; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" sind hier in der Rubrik "Stumme News" zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen!

♦ In seinem aktuell erschienenen Buch "Licht der Zeit" beschreibt der Berliner Buchhändler Edgar Rai das Entstehen eines der ersten deutschen Tonfilme, Josef von Sternbergs "Der blaue Engel. Zudem schildert er den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm und die politischen Verhältnisse der damaligen Zeit. buchmarkt.de hat den Autor interviewt.

♦ Ein Musical über Charlie Chaplin ist derzeit auf Tournee, die WAZ berichtet.

♦ Die Humboldt-Stipendiatin Julie Allen untersucht an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main die Rolle des frühen europäischen Films in Australien und Neuseeland. mehr

♦ Im Weser Kurier schildert der Leiter des Landesjugendorchesters Bremen die Herausforderung, einen Stummfilm musikalisch zu vertonen. 

♦ Günter Buchwalds neue Musikkomposition zu "Casanova" ist Gegenstand eines Artikels in der Badischen Zeitung.

Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

metro 1 250Das Lions Hilfswerk Limbach-Oberfrohna "Johann Esche" e.V. lädt am Freitag, den 15. November 2019, zu einer Benefiz-Stummfilmaufführung ein.

Gezeigt wird der monumentale Science-Fiction-Film "Metropolis". Regisseur Fritz Lang drehte den teuersten deutschen Stummfilm in den Jahren 1925/1926. Die Uraufführung war am 10. Januar 1927 im Ufa-Palast am Zoo.

Auf der Leinwand sind Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

Der Jazzmusiker Stephan König aus Leipzig wird den großen klassiker des Weimarer Kinos live am Klavier begleiten. Mit dem Erlös der Benefizveranstaltung werden das Europäische Gymnasium und die Oberschule in Waldenburg (Landkreis Zwickau) bei der Anschaffung von Werkzeugen und digitaler Messtechnik für den Unterricht unterstützt. mehr
Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntAm Mittwoch, den 13. November 2019, wird um 19:00 Uhr im Metro Kinokulturhaus "Das alte Gesetz" (D 1923) gezeigt

In E. A. Duponts Stummfilmklassiker aus der Weimarer Zeit spielen Ernst Deutsch, Henny Porten und Werner Krauß. Gezeigt wird die neu restaurierte Fassung des Bundesarchivs, die unter Beteiligung zahlreicher Filmarchive entstand. Eine Einführung halten Klaus Davidowicz und Frank Stern.

Die Aufführung, die von Donald Sosin (Piano) und Alicia Svigals (Violine) live musikalisch begleitet wird, findet im Rahmen des Jüdischen Filmclubs Wien und mit Unterstützung der Sunrise Foundation statt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

metro 1 250Am Freitag, den 08. November 2019, wird im Kino der Murnau-Stiftung um 19:00 Uhr der monumentale Science-Fiction-Film Metropolis (D 1927) mit Livemusik von Trioglyzerin gezeigt.

Eine Einführung hält der Filmwissenschaftler Arndt Klingelhöfer. Die Vorführung findet in Kooperation mit "B3 – Biennale des bewegten Bildes" statt, in deren Rahmen die Murnau-Stiftung neben "Metropolis" weitere Stummfilme mit Livemusik aus ihrem Bestand zeigen wird: Am 04. Dezember 2019 "Der letzte Mann" mit Livemusik von Gramm Art Project und am 24. Januar 2020 "Die Puppe" mit Livemusik von Uwe Oberg und Silvia Sauer. mehr

Regisseur Lang drehte in den Jahren 1925/1926 mit "Metropolis" den teuersten deutschen Stummfilm. Die Uraufführung war am 10. Januar 1927 im Ufa-Palast am Zoo. Auf der Leinwand sind Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 05. November 1919 wurde im Berliner Ufa-Theater der Stummfilm "Unheimliche Geschichten" uraufgeführt.

In fünf schaurigen Episoden, zwei davon nach Edgar Allen Poe und Robert Louis Stevenson, hatte es der Regisseur und Produzent Richard Oswald auf die Gänsehaut der Zuschauer*innen abgesehen, wie so oft mit einem beachtlichen Gespür für den Publikumgeschmack: Der Streifen wurde ein Erfolg an der Kinokasse.

Auf der Leinwand war eine prominente Riege an Darsteller*innen in jeweils mehreren Rollen zu sehen. So gab der Regisseur und Schauspieler Reinhold Schünzel unter anderem den Teufel und einen Detektiv, der wenig später als "Somnabule" in "Das Cabinet des Caligari" (D 1920) zu Weltruhm kommende Conrad Veidt war zum Beispiel als Tod, Mörder und Fremder unterwegs und die legendäre Anita Berber spielte eine Dirne, die Frau eines Betrunkenen und weitere Frauenrollen.

Autor Arndt Pawelczik stellt für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik das Gruselstück vor.

filmstreifen 09 250Der dänische Schauspieler Olaf Fønss starb vor 70 Jahren, am 03. November 1949, in Kopenhagen. Er wurde am 17. Oktober 1882 in Aarhus (Dänemark) geboren.

Eine seiner bekanntesten Rollen war der Homunculus in Otto Ripperts gleichnamiger Stummfilmreihe von 1916. Das an der Kinokasse sehr erfolgreiche, sechsteilige Serial nahm in seiner optischen Gestaltung Elemente des deutschen expressionistischen Films vorweg. Fønss war auch in Friedrich Wilhelm Murnaus Drama Der Gang in die Nacht (D 1921) und Joe Mays zweiteiligem Monumentalfilm Das indische Grabmal (D 1921) zu sehen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Der deutsche Schauspieler und Kabarettist Otto Wallburg starb am 30. Oktober 1944 im Konzentrationslager Auschwitz. Er wurde am 21. Februar 1889 in Berlin als Otto Maximilian Wasserzug geboren.

In der Stummfilmära war Otto Wallburg unter anderem in den Produktionen Die keusche Susanne (D 1926), Die Abenteuer eines Zehnmarkscheines (D 1926), Dr. Bessels Verwandlung (D 1927) und Ehe in Not (D 1929) zu sehen. Seine Karriere konnte er mit Beginn der Tonfilmzeit problemlos fortsetzen. Trotz verschiedener Versuche, sich dem Naziregime zu entziehen, wurde er 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 2Am Montag, den 04. November 2019, wird im Z-inema in Berlin der Stummfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed gezeigt.

Die legendäre Animationsfilmerin Lotte Reiniger schuf mit dem Märchenfilm aus dem Jahr 1926 den weltweit ältesten noch erhaltenen Trickfilm in Spielfilmlänge. Das fantasiereich und liebevoll gestaltete Werk in Silhouettentechnik entstand unter Mitwirkung von Walter Ruttmann, Berthold Bartosch, Alexander Kardan und Carl Koch.

Vertont werden die virtuos geschaffenen Filmbilder, die der Regisseurin einen bleibenden Platz in der Kinogeschiche (und im Herzen der Stummfilm-Magazin-Redaktion) gesichert haben, vom Schweizer Tropical Electro Duo "Bitter Moon". mehr und mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmmuseum duesseldorf 26 10 2019Zu einem abwechslungsreichen Double-Feature mit musikalischem Rahmenprogramm lud am 26. Oktober 2019 das Filmmuseum Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Stummfilm Magazin ein.

Anlass für die Aufführung war die Premiere von Richard Oswalds "Anders als die Andern" (D 1919) vor hundert Jahren. Der nur noch als Fragment erhaltene und aufwändig vom Filmmuseum München rekonstruierte Film ist das weltweit erste Kinowerk gegen die Diskriminierung von Schwulen. Ergänzend dazu wurde die Ernst Lubitsch-Komödie "Ich möchte kein Mann sein" gezeigt.

Während Oswalds sogenannter Auklärungs- und Sittenfilm die Vielfalt der sexuellen Identität thematisiert, geht es in „Ich möchte kein Mann sein" um die geschlechtliche Identität: Die Filmkomödie rüttelt mit sprühendem Witz an den Geschlechterverhältnissen und Rollenklischees und bescherte dem seinerzeit beliebten "Backfisch der Nation", der Schauspielerin Ossi Oswalda, eine herrlich komische Hosenrolle .

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Eingerahmt wurden die beiden Filme durch Liveinterpretationen zeitgenössischer Lieder, gesungen von der Travestiekünstlerin Lola Horn (Köln), die derzeit mit einem ironisch-humorvollen Soloprogramm unterwegs ist. Richard Siedhoff (Weimar), einer der profiliertesten Stummfilmmusiker und -komponisten unserer Tage, begleitete das Programm am Klavier. Florian Deterding vom Filmmuseum Düsseldorf begrüßte die Gäste, eine Einführung hielt Frank Hoyer (Köln), Herausgeber des Stummfilm Magazins.

Tipp: "Anders als die Andern" wird im Rahmen von 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik, einer Initiative von Stummfilm Magazin, vorgestellt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntAm 28. Oktober 2019 (23:55 Uhr) und am 04. November 2019 (00:05 Uhr) wird auf Arte TV die aufwändig rekonstruierte Fassung von "La Roue" gezeigt.

Der französische Regisseur Abel Gance schuf mit dem Filmepos eine große Familiensaga, die Motive des antiken Ödipus- und Sisyphos-Stoffes verarbeitet und als moderne Tragödie mit den Stilmitteln des Kinos erzählt. Konzipiert als Serial mit einer Gesamtdauer von 8,5 Stunden, wurde der Film nach seiner Premiere im Wochenrhythmus aufgeführt, dann aber sukzessive für den Filmmarkt gekürzt. Ein Teil des Filmmaterials ging verloren.

Als deutsch-französisches Kooperationsprojekt der Fondation Jérôme Seydoux-Pathé und ZDF/ARTE wurde "La Roue" mit seiner Originalmusik rekonstruiert. Die digital restaurierte Filmkopie, die zum Teil vom Originalnegativ gezogen wurde, hat eine Gesamtlänge von sieben Stunden. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

louise kolm fleck filmarchiv at 250In einer von Anbeginn männlich dominierten Branche etabliert die Wiener Filmpionierin Louise Kolm-Fleck (1873–1950), Tochter des Besitzers des Wiener Stadtpanoptikums Louis Veltée, erstmals eine österreichische Filmproduktion, gründet mit der Vitafilm den damals größten Atelierkomplex Europas, schreibt zumindest zwei Dutzend Drehbücher und führt weit über 100 Mal Regie.

Im Rahmen der Viennale 2019 widmet sich das Filmarchiv Austria vom 27. Oktober bis 01. November 2019 dem Leben der ersten österreichischen Regisseurin, das sich wie eine Parabel auf die österreichische Filmgeschichte liest: der rasante Aufstieg des Stummfilms, die goldene Zeit in den frühen 1920er-Jahren, der Wechsel zum Tonfilm, die Vertreibung österreichischer Filmschaffender durch die Nationalsozialisten, das Vergessenwerden nach 1945.

filmrestaurierung 250 03Der 27. Oktober ist "Welttag des audiovisuellen Erbes". Die Unesco hat den Tag im Jahr 2005 ausgerufen, in Deutschland wird er seit 2007 begangen.

Die Unesco will mit dem Welttag auf die Notwendigkeit zum Erhalt von analogen und digitalen Medien, wie zum Beispiel Fotos, Filme und Tonaufnahmen, aufmerksam machen. Deutschland ist mit über zwanzig Beiträgen im "Memory of the World"-Register der UNESCO berücksichtigt, darunter die Gutenberg-Bibel, Goethes literarischer Nachlass und – als erster Film weltweit – Fritz Langs monumentaler Science-Fiction-Film Metropolis aus dem Jahr 1927.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 2Im Programm der 61. Nordischen Filmtage Lübeck, die vom 29. Oktober bis 03. Novemeber 2019 stattfinden, sind auch wieder Stummfilmvorführungen zu finden.

So werden Aufnahmen des norwegischen Filmpioniers Hans Berge zu sehen sein, der in den Kurzfilmen "Konkurrenz im Korkenzieher", "Skisport in den 1920er Jahren" und "Berliner Brandbekämpfung" das Alltagsleben von vor knapp 100 Jahren in amüsanten und überraschenden schwarz-weiß-Bildern zeigt. Diese Kurzfilme werden präsentiert als "Cine Concert" im Schuppen 6 (An der Untertrave) am 01. November 2019 um 18:00 Uhr. Es ist das Ergebnis eines Jugendprojekts, das die Nordischen Filmtage Lübeck mit der Musik- und Kunstschule Lübeck in Kooperation mit dem Festival La Rochelle Cinéma in Lübecks französischer Partnerstadt und dem dortigen Conservatoire de Musique et de Danse ins Leben gerufen haben. Mit Unterstützung des deutsch-französischen Jugendwerks haben sechzehn junge Musiker*innen aus Deutschland und Frankreich gemeinschaftlich eine Stummfilmmusikbegleitung erarbeitet, die sie auf beiden Filmfestivals präsentieren.

Weitere Stummfilme sind in der Retrospektive "Undercover Nord/Nordost, Spione und Geheimagenten im skandinavischen und baltischen Kino" zu entdecken, etwa "S 1" (D 1913) mit Asta Nielsen und "Das geheimnisvolle X" (DAN 1914), ein früher Film Noir des Dänen Benjamin Christensen. mehr
Textquelle: Nordische Filmtage Lübeck; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Filmmuseum Düsseldorf zeigt in Kooperation mit Stummfilm Magazin am Samstag, den 26. Oktober 2019, um 20:00 Uhr zwei Stummfilmklassiker aus der Weimarer Zeit: "Anders als die Andern" und "Ich möchte kein Mann sein".

Eingerahmt werden die beiden Filme durch Liveinterpretationen zeitgenössischer Lieder, gesungen von Lola Horn (Köln). Richard Siedhoff (Weimar) begleitet das Programm am Klavier. Eine Einführung hält Frank Hoyer (Köln), Herausgeber des Stummfilm Magazins.

Jubiläum

100 jahre caligari

Im Februar 1920 fand in Berlin die Premiere des expressionistischen Meisterwerks "Das Cabinet des Dr. Caligari" statt. Das Werk gilt als eines der bedeutensten der Kinogeschichte und als ein Schlüsselwerk des deutschen FIlms. mehr

Zürich 2020

Das Filmpodium in Zürich zeigt anlässlich seines Stummfilmfestivals noch bis 15. Februar 2020 Kostbarkeiten aus der Frühzeit des Kinos. mehr

Jubiläum

zwischentitel september 2019

In 2020 wird der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven gewürdigt. Bereits während der Stummfilmzeit beschäftigten sich Filmemacher mit dem Ausnahmemusiker. mehr