filmspuele lila 250Die amerikanische Schauspielerin Anita Garvin wurde am 11. Februar 1906 in New York geboren. Sie starb am 07. Juli 1994 in Los Angeles.

Garvin drehte ab 1926 in den Hal Roach-Studios und war dort zusammen in Produktionen mit Max Davidson, Charley Chase und James Finlayson zu sehen. Auch in elf Laurel & Hardy-Filmen spielte sie mit, unter anderem als resolute Ehefrau.

Mit Marion "Peanuts" Byron bildetet sie für einige wenige, überaus komische Kurzfilme ein "Female Comedy Team" im Stil der "Dick & Doof"-Streifen (erschienen als DVD bei Edition Filmmuseum). mehr

filmstreifen bunt15 250Der Schauspieler und Musiker Louis Brody starb am 11. Februar 1951 in Berlin. Er wurde als M'bebe Mpessa am 15. Februar 1892 in Duala (Kamerun) geboren.

Brody war in über sechzig Kinofilmen zu sehen und wurde dabei aufgrund seiner Hautfarbe meist in kleineren, klischeehaften und von der deutschen Kolonialzeit beeinflussten Rollen eingesetzt. Zu seinen bemerkenswertesten Darstellungen aus der Stummfilmzeit gehört die tragende Nebenrolle als Diener in Robert Wienes expressionistischen Film Genuine (D 1920).

Zudem war er in Fritz Langs Der müde Tod (D 1921), Joe Mays Monumentalfilm-Zweiteiler Das indische Grabmal (D 1921), dem May-Serial Die Herrin der Welt (D 1919) und dem frühen Hitchcock-Film Irrgarten der Leidenschaft (GB/D 1925) zu sehen. Sein Name wurde in den Filmcredits mitunter nicht oder in verschiedenen Versionen, meist als Lewis Brody, erwähnt. mehr und mehr
Foto: Stummfilm Magazin

be natural sei du selbst kinofilm plakat 2021 250Der Verleih Filmperlen hat für den 06. Mai 2021 den Kinostart der Dokumentation "Be natural – sei Du selbst" angekündigt.

Der Film von Pamela B. Green schildert die Geschichte und das Lebenswerk der ersten Pionierin des Kinos: der Regisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin und Studiobesitzerin Alice Guy-Blaché (1873-1968). Erzählerin der Doku ist die Oscarpreisträgerin Jodie Foster. Der Film wird in einer Voice-Over-Fassung gezeigt, so dass die Originalstimmen der Protagonist*innen weiterhin zu hören sind.

Trailer zum Film

Als Alice Guy 1896 in Paris mit dreiundzwanzig Jahren ihr Filmdebüt fertigstellte, war sie nicht nur die erste Filmemacherin, sondern einer der ersten Regisseure überhaupt, die jemals einen Erzählfilm drehten. "Be natural – sei Du selbst" enthüllt die Geschichte einer der Filmpionierinnen ihrer Zeit und hebt ihre wegweisenden Beiträge zur Geburt des Kinos und ihre Anerkennung als kreative Kraft und Unternehmerin in den frühen Jahren des Filmemachens hervor. Der Film erzählt von ihrem beruflichen Aufstieg von der Gaumont-Sekretärin bis zur Produktionsleiterin sowie ihrer anschließenden illustren zwanzigjährigen Karriere in Frankreich und den USA, wo sie mit "Solax" ihr eigenes Studio gründete. Obwohl sie Autorin, Regisseurin und/oder Produzentin von über 1000 Filmen war, wurde sie – als Frau – aus der Filmgeschichte gestrichen und erst spät wiederentdeckt.

Pamela B. Green recherchierte mehr als acht Jahre, um die ganze Geschichte von Alice Guy, die nach ihrer Heirat Guy-Blaché hieß, zu entdecken. Green befragte viele bekannte Persönlichkeiten des Filmbusiness zu Alice Guy, darunter Patty Jenkins, Ben Kingsley, Geena Davis, Michel Hazanavicius und Julie Delpy. Sie entdeckte seltenes Material – Filme, Fernseh- und Audiointerviews – das lange in Archiven lag und in "Be natural – sei Du selbst" zum ersten Mal zu sehen und zu hören ist. So wird Alice Guy die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Geschichte zu erzählen. mehr
Textquelle und Bild (vorläufige Plakatversion): Verleih Filmperlen

gruber turnheim leinwand lyrik 250Kulturveranstaltungen mit Publikum sind aufgrund der aktuellen Pandemiesituation nicht möglich. Darunter leidet auch die lebendige und vielfältige Stummfilmkultur, von der kleinen Aufführung mit Solo-Klavierspieler*in in Clubkinos bis zum großen Stummfilmkonzert mit Orchester in repräsentativen Kulturtempeln.

Auch Ralph Turnheims Leinwand-Lyrik-Programme können momentan nicht live stattfinden. Der Kinoerzähler hat die freie Zeit genutzt und nun seine erste DVD vorgelegt: "Die Zunge des Zorro". Neben dem Sprachakrobaten ist dort auch der Stummfilmmusiker Gerhard Gruber zu hören.

Mit der Veröffentlichung ist jetzt erstmals ein Leinwand-Lyrik-Programm vollständig als "Heimkino" zu erleben. Stummfilm Magazin sprach mit Ralph Turnheim über die Veröffentlichung und die aktuelle Situation. Zum Interview
Foto: Elisabeth Dworschak 

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Der Freundeskreises des Stadtmuseums Weimar hat bislang unbekanntes Material aus dem Leben von Marlene Dietrich entdeckt. Die Thrüringische Landeszeitung berichtet. mehr

♦ Das SolingenMagazin schreibt über Wolfgang Günther und sein "Laurel & Hardy"-Museum. mehr

♦ Die Wiener Zeitung huldigt Filmwerken in schwarz/weiß und präsentiert eine "sehr subjektive Zusammenstellung", darunter auch "Metropolis" (D 1927) und "The Artist" (F 2011). mehr

♦ Die Uraufführung von Asta Nielsens "Hamlet"-Film vor 100 Jahren nimmt die Westdeutsche Zeitung zum Anlass für eine Betrachtung der Gender-Debatte im Film. mehr

♦ tips.at berichtet über Ralph Turnheim und Gerhard Gruber und deren neue DVD "Die Zunge des Zorro". mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Charlie Chaplins "Moderne Zeiten", einer der großen Klassiker der internationalen Filmgeschichte, wurde am 05. Februar 1936 uraufgeführt.

"Modern Times" wurde als Tonfilm, aber in der Anmutung eines Stummfilms produziert (mehr zum Thema "Moderne Stummfilme" hier). Der Film kam erst zwanzig Jahre nach seiner US-Premiere, am 31. März 1956, in die deutschen Kinos. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 04. Februar 1921 wurde "Hamlet" im Mozartsaal in Berlin uraufgeführt.

Dem unterhaltsamen Film mit ansprechender Ausstattung und gut aufgelegten Schauspieler*innen liegt der unverwüstliche Shakespeare’schen Stoff zugrunde. Dabei ist aller optischer und inhaltlicher Aufwand auf die Schauspielerlegende Asta Nielsen zugeschnitten. Der Film zeigt nicht nur Mord, Rache, Liebe und Freundschaft, sondern auch das Ringen um Geschlechteridentität: Die Nielsen muss als Hamlet verkleidete Frau ihren Mann stehen.

Regie bei dem 1921 erfolgreichsten Film an den deutschen Kinokassen führten Svend Gade und Heinz Schall. Edition Filmmuseum hat das Werk in restaurierter Fassung auf DVD veröffentlicht.

Autor Arndt Pawelczik stellt für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik "Hamlet" vor. Hier geht es zur Filmbesprechung.

kamera zeichnung 3 250Die Filmschauspielerin Anna May Wong starb am 02. Februar 1961 in Santa Monica. Sie wurde am 03. Januar 1905 in Los Angeles als Wong Liu Tsong geboren.

In den von Rassismus geprägten USA der 1920er-Jahre war sie die erste Schauspielerin chinesischer Herkunft, der der Aufstieg zum internationalen Filmstar gelang. Wong spielte unter anderem in den Stummfilmen Der Dieb von Bagdad (USA 1924) und Piccadilly (Großbritannien 1929).

In der Übergangszeit vom Stummfilm zum Talkie drehte sie in Deutschland zwei Stumm- und ihren ersten Tonfilm: Schmutziges Geld (1928), Großstadtschmetterling (1929) und Hai-Tang. Der Weg zur Schande (1930); bei allen drei Filmen führte Richard Eichberg Regie. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmspuele lila 250Am 02. Februar 1926 wurde in Berlin die Filmproduktionsgesellschaft "Prometheus Film" gegründet.

Die Firma produzierte bis zu ihrem Konkurs im Jahr 1931 Filme mit Themen aus dem linkspolitischen Spektrum und Arbeitermilieu. Zu den Werken gehören deutsche Filmklassiker wie Überflüssige Menschen (D 1926), Mutter Krausens Fahrt ins Glück (D 1929) und Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt? (D 1931/32). mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmklappe blau 250 bunt ohne soundDer amerikanische Schauspieler und Filmregisseur Buster Keaton starb am 1. Februar 1966 in Woodland Hills im Bundesstaat Kalifornien. Er wurde als Joseph Frank Keaton am 4. Oktober 1895 in Piqua (Kansas) geboren.

Neben Charles Chaplin und Harold Lloyd war Keaton einer der erfolgreichsten und kreativsten Komiker der Stummfilmzeit. Mit The General (USA 1926) schuf er einen der großen Klassiker der Filmkomödie. Die aufwändige Produktion brachte ihn allerdings in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und läutete sein Karriereende ein.

Mitte des 20. Jahrhundert erlebten Keaton und seine Filme eine Renaissance. Im Jahr 1960 wurde er mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet. Seine letzte Rolle spielte er kurz vor seinem Tod in Richard Lesters turbulenter Musicalkomödie "Toll trieben es die alten Römer" (USA/CH 1966). mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntDie amerikanische Schauspielerin und Journalistin Hedda Hopper starb am 01. Februar 1966 in Hollywood. Sie wurde am 02. Mai 1885 in Hollidaysburg (Pennsylvania) geboren.

Sie spielte zur Stummfilmzeit in mehreren Filmen Nebenrollen, unter anderem in Wings (Regie: William A. Wellman, 1927), der bei den 1st Annual Academy Awards im Jahre 1929 den Oscar als "Bester Film" gewann. Ab den 1930er-Jahren widmete sie sich vermehrt dem Journalismus und wurde eine der einflussreichsten Klatschreporterinnen Hollywoods. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Gerhard Midding schreibt auf www.epd-film.de unter dem Titel "Wiedergefundene Magie" über die Méliès-Dokumentation "Das Geheimnis George Méliès", die noch bis zum 09. März 2021 in der Arte-Mediathek abrufbar ist. mehr

♦ Auch die Filmkritikerin Simone Reber beschäftigt sich in einem Audiobeitrag bei rbbKultur mit dem Kinomagier Georges Méliès und dessen Filme in der Arte-Mediathek. mehr

♦ Vor 90 Jahren, am 30. Januar 2021, fand die Uraufführung von Charlie Chaplins "Lichter der Großstadt" statt. Der Deutschlandfunk würdigt den Film.

MDR Kultur berichtet in einem Audiobeitrag über das Electric Cinema, einem mobilen Kino in Leipzig, das Filme und Kinokunst auf Hauswänden und Fassaden live aus einem Elektro-Auto zeigt ... darunter auch Stummfilme! Und das MDR Fernsehen hat ein Video dazu gemacht.

♦ Vor Kurzem hat der Dirigent und künstlerische Leiter des Metropolis Orchester Berlin, Burkhard Götze, die verschollen geglaubte Originalmusik zum Stummfilmklassiker "Sumurun" (D 1920) wiederentdeckt. Der Tagesspiegel berichtet ausführlich über den Fund. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

arte logo 250Auf Arte TV wird am Sonntag, den 31. Januar 2021, um 16.15 Uhr die Dokumentation Die Zwanziger – Das Jahrzehnt der Frauen (D 2020) erstmals ausgestrahlt. Die Sendung ist vom 31. Januar 2021 bis 21. Mai 2021 auch online in der Arte-Mediathek abrufbar.

Die Zwanziger Jahre eröffnen Künstlerinnen die Chance, aus dem Schatten der Männer zu treten. In ihren Ateliers entsteht nun eine neue, oft dezidiert weiblich geprägte Kunst. Dafür stehen die amerikanische Malerin Georgia O'Keeffe, die in Paris lebende Polin Tamara de Lempicka ebenso wie die Berliner Dadaistin Hannah Höch oder die russische Bildhauerin Wera Muchina.

Die Arte-Dokumentation stellt das Œuvre dieser so unterschiedlichen Frauen vor. Sie sucht in New York, Berlin, Moskau und Paris nach den Spuren ihres Schaffens und blickt, mit oft sehr intimen Selbstzeugnissen, auf das bewegte Leben der vier Ausnahmekünstlerinnen zurück.

filmstreifen 02 250Am 30. Januar 1931 fand in Los Angeles die Premiere von Charlie Chaplins "Lichter der Großstadt" statt.

Die an den Kinokassen überaus erfolgreiche Tragikomödie wurde in der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm gedreht; der Produktionsstart war 1928. Die Veröffentlichung erfolgte 1931, als der "sprechende Film" längst vom Publikum akzeptiert und auf der Leinwand erwartet wurde. "Lichter der Großstadt" wurde mit einer Tonspur veröffentlicht, besitzt aber die Anmutung eines Stummfilms. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

Der deutsche Schauspieler Willy Fritsch wurde am 27. Januar 1901 in Kattowitz als Wilhelm Egon Fritz Fritsch geboren.

filmstreifen 04 250In der Stummfilmzeit war er unter anderem in den beiden Fritz-Lang-Klassikern Spione (1928) und Frau im Mond (1929) zu sehen. Er spielte an der Seite von Gerda Maurus, Rudolf Klein-Rogge, Paul Hörbiger, Fritz Rasp und vor allem Lilian Harvey. Mit ihr bildete er eines der belietesten Filmpaare der frühen Tonfilmzeit in Erfolgsfilmen wie Die drei von der Tankstelle (1930), Der Kongreß tanzt (1931) und Ein blonder Traum (1932). Fritsch starb am 13. Juli 1973 in Hamburg. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

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