filmklappe 250Der Schauspieler Bela Lugosi starb am 16. August 1956 in Los Angeles. Sein Name ist eng mit der legendären Dracula-Tonfilmversion (USA 1931) von Regisseur Tod Browning verbunden.

Schon in der Stummfilmzeit war er umfangreich im Filmbusiness tätig. So spielte er 1920 den Indianer Chingachgook in dem deutschen Zweiteiler Lederstrumpf. Im gleichen Jahr war er zudem in F. W. Murnaus Der Januskopf zu sehen.

Heute ist Lugosi vor allem wegen seiner Mitwirkung an den Trash-Filmen von Kultregisseur Edward D. Wood Jr. (unter anderem Plan 9 from Outer Space, USA 1959) und dem Biopic Ed Wood (USA 1994) von Regisseur Tim Burton bekannt.

Lugosi wurde am 20. Oktober 1882 in Lugos (heute Rumänien, damals Ungarn) als Béla Ferenc Dezső Blaskó geboren. Sein Künstlername Lugosi leitet sich von seinem Geburtsort ab. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 04 250Beim Sommernachtskino im Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte wird am Sonntag, den 15. August 2021, Georg Wilhelm Pabsts "Tagebuch einer Verlorenen" (D 1929) gezeigt

Auf der Leinwand sind Louise Brooks, Fritz Rasp und Valeska Gert zu sehen. Live zum großen Klassiker des Weimarer Kinos spielt die Hamburger Akkordeonistin Natalie Böttcher.

Die Stummfilmnächte im Museum für Hamburgische Geschichte werden von den Hamburger Programmkinos Metropolis Kino, 3001 Kino und das B-Movie veranstaltet und gehen noch bis 20. August 2021. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

konzerthausorchester credit marco borggreve 250Am Sonntag, den 05. September 2021, ist um 18:00 Uhr der österreichische Stummfilm "Hoffmanns Erzählungen" (1923) im Konzerthaus Berlin mit einer neuen Musik von Johannes Kalitzke zu erleben.

Die Aufführung ist eine Produktion zum 200-jährigen Jubiläum des Konzerthauses Berlin und finden in Zusammenarbeit mit ARTE und dem Filmarchiv Austria statt. Es spielt das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung des Komponisten. Die Musik ist ein Kompositionsauftrag von Konzerthaus Berlin und Berliner Musikfest.

Lange Zeit lag diese Verfilmung der gleichnamigen Oper, die ihrerseits auf Novellen von E. T. A. Hoffmann beruht, nur in gekürzten Fassungen mit starken Bildfehlern vor. Gezeigt wird nun eine neue digitale Restaurierung des Filmarchiv Austria. Regie führte bei "Hoffmanns Erzählungen" Max Neufeld (1887-1967), der auch in die titelgebende Hauptrolle schlüpfte. mehr
Foto: Marco Borggreve

filmstreifen 01 250Noch bis 22. August 2021 veranstaltet das Filmmuseum München im Hof des Stadtmuseums Internationale Stummfilmtage.

Unter dem Slogan „Sommer im Hof!“zeigt das Open-Air-Event ausgewählte Stummfilmraritäten. Alle Filme werden mit live Musikbegleitung gezeigt. Das ganze Programm kann hier als PDF abgerufen werden.

Trailer auf Vimeo

Es gelten besondere Bedingungen und Hygieneauflagen zum Kinobesuch. Karten gibt es für fünf Tage im voraus nur an der Abendkasse. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

stummfilmtage bonn 250aVom 12. bis 22. August 2021 können die Besucher*innen der Internationalen Stummfilmtage 2021 im Arkadenhof der Uni Bonn wieder Stummfilmperlen mit live Musikbegleitung erleben.

Darüber hinaus wird das Programm, das unter dem Slogan "Sommergeschichten, Stadtsinfonien und Sensationen" steht, auch als Stream für alle Stummfilmbegeisterten auf der ganzen Welt zugänglich gemacht: Die Filme werden jeweils ab dem Vormittag nach der Vorführung im Arkadenhof in der Regel für 48 Stunden und mit englischen Untertiteln online abrufbar sein.

Veranstalter ist der Förderverein Filmkultur Bonn in Kooperation mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. Der Eintritt zu den Abendvorstellungen im Arkadenhof ist frei. Karten für die Veranstaltungen im LVR LandesMuseum sind im Vorverkauf erhältlich. Das Hygienekonzept ist auf der Internetseite der Veranstaltung abrufbar. mehr

Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntDer ungarisch-österreichische Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor Géza von Bolváry starb am 11. August 1961 in München.

Er drehte unter anderem eine Stummfilmversion von Der Würger (D 1929), einem Kriminalfilm nach Motiven von Edgar Wallace. Drei Jahre vorher führte er bei Das deutsche Mutterherz Regie, dem Filmdebüt von Heinz Rühmann. Bis in die späten 1950er Jahre war er an ca. hundert Kinoproduktionen beteiligt. Géza von Bolváry wurde als Géza Maria von Bolváry-Zahn am 26. Dezember 1897 in Budapest geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

gruber turnheim leinwand lyrik 250Die Deutschland-Premiere des neuen Programms von Leinwand-Lyriker Ralph Turnheim findet am Mittwoch, den 25. August 2021, auf der Burg Wertheim statt.

Der 1910 veröffentlichte, erste "Frankenstein"-Film der Kinogeschichte entstand unter der Regie von James Searle Dawley in den New Yorker Edison Studios und wird bei der nun 111 Jahre späteren, sprachlich veredelten Leinwand-Lyrik-Premiere in einer neuen, nie zuvor gezeigten Filmkopie präsentiert. Im Lichtspielhaus Ginsheim folgt dann am 27. August 2021 die zweite Vorstellung des humorvollen Gruselfilm-Programms.

Trailer auf YouTube

Schauplatz der Österreich-Premiere werden die Breitenseer Lichtspiele in Wien sein. Im 1909 errichteten und seitdem kaum veränderten Kinosaal feiert "Frankenstein – das Monster spricht" am 24. September 2021 seine Wiederauferstehung. Hier wird dann der Pianist Gerhard Gruber mit live dabei sein. mehr

Lesetipp: Stummfilm-Magazin-Interview mit Ralph Turnheim. mehr
Foto: Clemens Molinari

filmspuele lila 250Über Nacht verdoppelte sich 1920 die Einwohnerzahl Berlins. Durch den Zusammenschluss mit benachbarten, bis dahin selbstständigen Städten und Gemeinden entstand eine der größten Städte der Welt.

Zur Ausstellung "Chaos und Aufbruch" im Berliner Märkischen Museum präsentiert das Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums eine Filmschau mit Dokumentar- und Spielfilmen über das damals neue „Groß-Berlin“. Die von Christine Kisorsy kuratierte Reihe ermöglicht es, das Berlin aus den Jahren 1920 bis 1930 wiederzuentdecken.

Als erstes Programm ist am 15. August 2021 um 18:00 Uhr Uhr Ernst Laemmles "Der Teufelsreporter" (D 1929) zu sehen. Eddie Polo ist darin als werdender Journalist zu sehen, der einer Sensationsstory nachspürt – dreizehn amerikanische Millionärstöchter wurden auf eine Havelinsel entführt. Im Vorprogramm zeigt der Dokumentarfilm "Das Haupttelegraphenamt Berlin" (D 1926) die Arbeitsabläufe eines der damals größten und leistungsfähigsten europäischen Fernmeldeämter. Am Flügel spielt Eunice Martins. Christine Kisorsy führt in das Programm ein. Die Filmreihe geht bis 27. August 2021. mehr
Textquelle: Pressemitteilung Märkisches Museum, Zeughauskino Berlin; Foto: Stummfilm Magazin

regensburger stummfilmwoche

hanns eckelkamp 250Ein Nachruf von Rolf Giesen auf den Filmkaufmann und Juristen Hanns Eckelkamp (1927-2021)

In der Nacht zu Donnerstag, den 5. August 2021, starb in Berlin im Alter von 94 Jahren Hanns Eckelkamp, einer der letzten aus der alten Garde deutscher Kino- und Verleihleute. Untrennbar verbunden ist sein Name mit dem kleinen weißen „a“ in schwarzem Kreis, der Trademark von Atlas Film.

Eckelkamp, geboren an einem Rosenmontag, war der Sohn eines Münsteraner Gastronomen, der, weil er "die Leute nicht besoffen machen" wollte, den großen Tanzsaal der Gastwirtschaft in ein Kino umfunktionierte, nachdem er mit Begeisterung Hans Steinhoffs "Rembrandt" und Veit Harlans Agfacolor-Drama "Goldene Stadt" gesehen hatte. Geprägt hatte ihn, wie die meisten anderen seines Alters, die HJ, aber auch der geistliche Einfluss des Kaplans Clemens Konermann, der den Nazis, wie sein Bischof Graf von Galen, skeptisch gegenüberstand. Im Dezember 1941 erlebte der junge Eckelkamp die Deportation jüdischer Männer, Frauen und Kinder aus Münster und Umgebung. Zwei Nächte wurden die Unglücklichen im Gertrudenhof der Eckelkamps untergebracht: „Es war bitter kalt, und mein Vater hatte geheizt, damit die armen Menschen nicht froren.“

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Die Thüringer Allgemeine gibt einen Ausblick auf die 3. Weimarer Stummfilm-Retrospektive, die vom 29. August bis 08. September 2021 stattfindet. mehr

♦ Anlässlich des 100. Todestags von Enrico Caruso hat die Cineteca di Bologna eine restaurierte Fassung von "My Cousin" (1918) präsentiert. mehr und Trailer auf YouTube

♦ Die Jüdische Allgemeine stellt den Berliner Meisterregisseur Ernst Lubitsch vor und konstatiert: Bislang wurde noch keine Straße in Berlin nach ihm benannt. mehr

♦ Über das 40-jährige Jubiläum der Bavaria Filmstadt berichtet die Süddeutsche Zeitung. mehr

♦ Der Münchner Wochen Anzeiger stellt die Internationalen Münchner Stummfilmtage 2021 vor. mehr

♦ Die Süddeutsche Zeitung erzählt die Geschichte des Countdowns. Mit dabei: Fritz Langs "Frau im Mond" (D 1929). mehr
Foto: Stummfilm Magazin

be natural sei du selbst kinofilm plakat 2021 250Der Verleih Filmperlen bringt die Dokumentation "Be natural – sei Du selbst" seit 05. August 2021 in die Kinos. Eine Übersicht, in welchen Filmtheatern der Film deutschlandweit läuft, findet man auf Facebook.

Der Film von Pamela B. Green schildert die Geschichte und das Lebenswerk der ersten Pionierin des Kinos: der Regisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin und Studiobesitzerin Alice Guy-Blaché (1873-1968). Erzählerin der Doku ist die Oscarpreisträgerin Jodie Foster. Der Film wird in einer Voice-Over-Fassung gezeigt, so dass die Originalstimmen der Protagonist*innen weiterhin zu hören sind.

Trailer zum Film

Als Alice Guy 1896 in Paris mit dreiundzwanzig Jahren ihr Filmdebüt fertigstellte, war sie nicht nur die erste Filmemacherin, sondern einer der ersten Regisseure überhaupt, die jemals einen Erzählfilm drehten. "Be natural – sei Du selbst" enthüllt die Geschichte einer der Filmpionierinnen ihrer Zeit und hebt ihre wegweisenden Beiträge zur Geburt des Kinos und ihre Anerkennung als kreative Kraft und Unternehmerin in den frühen Jahren des Filmemachens hervor. Der Film erzählt von ihrem beruflichen Aufstieg von der Gaumont-Sekretärin bis zur Produktionsleiterin sowie ihrer anschließenden illustren zwanzigjährigen Karriere in Frankreich und den USA, wo sie mit "Solax" ihr eigenes Studio gründete. Obwohl sie Autorin, Regisseurin und/oder Produzentin von über 1000 Filmen war, wurde sie – als Frau – aus der Filmgeschichte gestrichen und erst spät wiederentdeckt.

Pamela B. Green recherchierte mehr als acht Jahre, um die ganze Geschichte von Alice Guy, die nach ihrer Heirat Guy-Blaché hieß, zu entdecken. Green befragte viele bekannte Persönlichkeiten des Filmbusiness zu Alice Guy, darunter Patty Jenkins, Ben Kingsley, Geena Davis, Michel Hazanavicius und Julie Delpy. Sie entdeckte seltenes Material – Filme, Fernseh- und Audiointerviews – das lange in Archiven lag und in "Be natural – sei Du selbst" zum ersten Mal zu sehen und zu hören ist. So wird Alice Guy die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Geschichte zu erzählen. mehr
Textquelle und Bild: Verleih Filmperlen

filmspuele lila 250Am 05. August 1916 wurde D. W. Griffith´s Monumentalfilm "Intolerance" in den USA uraufgeführt.

Der Film ist ein Meisterwerk der Stummfilmära und greift in vier Episoden das Thema Intoleranz unter verschiedenen Gesichtspunkten und zu unterschiedlichen Zeiten auf. Legendär ist die im alten Babylon angesiedelte Szene mit ihrer imposanten Ausstattung.

In der Rolle der ewigen Mutter ist Lillian Gish zu sehen. Cameo-Auftritte haben unter anderem Frank Borzage, Tod Browning, Douglas Fairbanks sen., Erich von Stroheim und King Vidor. In die deutschen Kinos kam der ca. dreieinhalb Stunden dauernde Film erst im November 1924. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250Der Musiker Jürgen Kurz ist Anfang August 2021 gleich drei Mal live mit Stummfilmklassikern zu erleben.

Am Mittwoch, den 04. August, spielt er beim Freiluftkino Friedrichshein zu Fritz Langs "Metropolis" (D 1927). Anschließend ist er am Freitag, den 06. August, in Neustadt (Dosse) bei den Schöller Festspielen mit den Karl-Valentin-Filmen "Mysterien eines Rasiersalons" (D 1922) und "Karl Valentins Hochzeit" (D 1912/13) zu hören. Einen Tag später ist dann "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (D 1922) auf Burg Klempenow angesagt.
Foto:Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Das Musikfestival Montafoner Resonanzen präsentiert von 05. August bis 17. September 2021 ein breites Spektrum an Stilrichtungen, von Bläser, Kammermusik und Jazz bis Volksmusik, Cross-Over und Orgel.

Ein Highlight ist am 11. September 2021 die Vorführung von "Großkraft der Berge – die Geschichte eines Großkraftwerks in sechs Akten" (D 1931) von Anton Kutter. Bei schönem Wetter wird der Stummfilm an die Staumauer des Vermuntstausees projiziert, einem der Orte, an dem das Werk gedreht wurde. Live vertont werden die stummen Bilder vom Trio Nautico.

In 2020 nutzten über 3.000 Besucher*innen die Gelegenheit für einen Besuch der Montafoner Resonanzen. Knapp 100 Künstler treten 2021 bei über 29 Veranstaltungen auf. Unterstützt wird das Musikfestival von den Illwerke VKW, dem Land Vorarlberg, der Montafonerbahn AG, dem Stand Montafon, dem Ö1 Club sowie der Raiffeisenbank Bludenz-Montafon. mehr
Textquelle: Pressemitteilung Montafon Tourismus (news aktuell); Foto: Stummfilm Magazin

Zeughauskino Berlin

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Um Lust und Lachen im amerikanischen Stummfilm der 1920er Jahre geht es in der Filmreihe "Flapper, It-Girls, Funny Ladies", die von 17. September bis 19. Dezember 2021 im Zeughauskino Berlin zu sehen ist. mehr

Jubiläum

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Das international bedeutende Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone veranstaltet, in 2021 zum 40. Mal. mehr