stephan graf von bothmer 250 1 birgit meixnerAm Sonntag, den 27. Dezember 2020, wird um 19:30 Uhr der Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer den Klassiker "Der Dieb von Bagdad" vertonen, live übertragen aus der Pumpe Berlin.

Der Fantasyfilm von Regisseur Raoul Walsh mit Hollywood-Legende Douglas Fairbanks sen. kam 1924 in die Kinos. Der effekt- und actionreiche Streifen nach Motiven aus "1001 und einer Nacht" wurde 1996 in das amerikanische National Film Registry aufgenommen.

Der Stream ist auf stummfilmkonzerte.de, YouTube und Vimeo zu sehen. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Jugendkulturzentrum Pumpe Berlin in Trägerschaft des AWO Landesverbandes Berlin, dem Kino Lumière Göttingen, Aberle Media, Absolut Medien und dem RBB-KulturRadio statt. mehr
Foto: Birgit Meixner

cinefest logo 250Das cinefest mit dem angeschlossenen Filmhistorischen Kongress gehört zu den ältesten Filmerbe-Veranstaltungen in Deutschland.

In diesem Jahr hat die Corona-Pandemie auch dort die Durchführung vor besondere Herausforderungen gestellt. Stummfilm Magazin sprach darüber mit Festivalleiter Hans-Michael Bock.

Das cinefest musste sich innerhalb kürzester Zeit von einem Live- zu einem Online-Event verwandeln. Was waren die größten Herausforderungen bei diesem Prozess?

In der "heißen" Vorbereitungsphase ab ca. August 2020 waren wir wegen der dann schon in Innenräumen geltenden Hygieneregeln bereits gezwungen, uns auf eine hybride Veranstaltung einzustellen. So hätten wir beim Kongress in den traditionellen Räumlichkeiten im Gästehaus der Universität statt der sonst üblichen ca. 50 Teilnehmer nur 20 bis 25 unterbringen dürfen. Deshalb hatten wir schon mit dem Kino vereinbart, in diesem Jahr auch den Kongress dort stattfinden zu lassen. Im Kino wäre Platz für 45 bis 70 Personen gewesen. So war beispielsweise für Prof. Jan Distelmeyer und seine Studentengruppe aus Potsdam der Balkon reserviert, damit sie von dort aus hätten zuschauen und diskutieren können. ganzes Interview lesen
Foto: María José Rosales Robles

kuespert kollegen 250 1Augrund der Coronapandemie konnte in 2020 das Jazzfestival Baku am Kaspischen Meer nicht live stattfinden, sondern wird jetzt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut vom aserbaidschanischen Staatsfernsehen ausgestrahlt.

Am 26. Dezember 2020 ist im Rahmen des Festivals auch das deutsche Ensemble Küspert & Kollegen mit einer Vertonung von "Das Cabinet des Dr. Caligari" von 1920 zu sehen, passend zu dessen hundertjährigen Uraufführung.

Die Musiker haben den Soundtrack in einer Konzerthalle bei Würzburg live, aber ohne Publikum aufgezeichnet. Küspert und Kollegen sind: Till Martin an Saxofon und Klarinetten, Schlagzeuger Bastian Jütte, Kontrabassist Dietmar Fuhr und Gitarrist und Komponist Werner Küspert.

Ausstrahlungstermin: Samstag, 26. Dezember 2020, Beginn ca. 18.00 Uhr (Ortszeit Baku ca. 21.00 Uhr) unter www.bakujazzfestival.com (Stream). Medientipps: BR24 berichtet unter Jazz-Ensemble vertont Stummfilm für Online-Festival in Baku, ein Video dazu gibt es auf YouTube.
Foto: Konstantin Fischer

filmstreifen 02 250Der amerikanischer Schriftsteller F. Scott Fitzgerald starb am 21. Dezember 1940 in Hollywood. Er wurde am 24. September 1896 in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota geboren.

Sein Roman "The Great Gatsby" aus dem Jahr 1925 wurde unter der Regie von Herbert Brenon mit Warner Baxter und William Powell schon 1926 verfilmt; das Buch gilt als einer der bedeutensten amerikanischen Romane. Zudem war er in der Stummfilmzeit an den Produktionen "A Chorus Girl’s Romance" (1920), "The Husband Hunter" (1920) und "The Beautiful and the Damned" (1922) beteiligt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntSergei Eisensteins Meisterwerk "Panzerkreuzer Potemkin" wurde am 21. Dezember 1925 im Bolschoi-Theater Moskau als offizieller Jubiläumsfilm zur Feier der Russischen Revolution (1905) uraufgeführt.

Der Propagandafilm wird bei Umfragen unter Filmkritikern immer wieder unter die bedeutensten zehn Filme der Kinogeschichte gewählt. Legendär ist die Szene eines Massakers auf der Treppe zum Hafen von Odessa, die durch ihren virtuosen, rythmischen Schnitt beeindruckt. Der Stummfilmklassiker hat Generationen von Filmemachern beeinflusst und ist Gegenstand ungezählter filmwissenschaftlicher Abhandlungen. mehr und mehr 
Foto: Stummfilm Magazin

deutscher stummfilmpreis 2020 preistraeger 1 250ZDF/ARTE-Redakteurin Nina Goslar und der Stummfilmmusiker Richard Siedhoff sind die Preisträger in 2020.

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Präsentation, Wertschätzung, Förderung, Erforschung oder Bewahrung des frühen Films verdient gemacht haben. Das Online-Magazin „Stummfilm Magazin“ verleiht im Jahr 2020 zum ersten Mal den Deutschen Stummfilmpreis, der ab dann jährlich vergeben wird.

Den Deutschen Stummfilmpreis für besondere Verdienste um die Stummfilmkultur erhält Nina Goslar. Sie ist seit vielen Jahren in der ARTE-Filmredaktion des ZDF für historische Filmreihen und Filmkonzerte verantwortlich. Sie prägt mit ihrer Leidenschaft für den frühen Film und dessen Aufführungskontext die Stummfilmkultur – nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Mit Nina Goslar hat der Stummfilm eine engagierte Fürsprecherin, die sich mit Fachkompetenz und musikalischem Anspruch für ein lebendiges Filmerbe einsetzt.

dsp 1 250 nRichard Siedhoff erhält den Deutschen Stummfilmpreis 2020 für die Rekonstruktion der originalen Filmmusik von „Der Golem, wie er in die Welt kam“ (D 1920). Dem Stummfilmmusiker, der seit 2008 deutschlandweit und international Stummfilme vertont, ist es zu verdanken, dass einer der bedeutendsten Stummfilmklassiker der Weimarer Republik hundert Jahre nach der Uraufführung wieder als Augen und Ohren betörendes Gesamtkunstwerk aufgeführt werden und sein Publikum begeistern kann.

Ausführliche Informationen zum Deutschen Stummfilmpreis

Coronabedingt konnte die offizielle Übergabe in 2020 nicht in einem feierlichen Rahmen stattfinden. Die Bekanntgabe der diesjährigen Preistäger erfolgte am 20. Dezember 2020 über die verschiedenen Online-Kanäle von Stummfilm Magazin. mehr
Fotos: Stummfilm Magazin; privat

leinwand lyrik ralph turnheim 250 1Die Deutsche Sherlock-Holmes-Gesellschaft hat das Liveprogramm "Sherlock Holmes und die Stumme des Stummfilms" des Leinwand-Lyrikers Ralph Turnheim mit dem "Blauen Karfunkel" ausgezeichnet.

Der eloquente Kinoerzähler vertont mit viel Humor den amerikanischen Stummfilm "Der Mann mit dem schiefen Mund", in dem der Schauspieler Eille Norwood in die Rolle des Meisterdetektives schlüpfte. Die Dankesrede von Ralph Turnheim auf die Auszeichnung findet man hier auf YouTube, einen Ausschnitt aus dem Programm gibt es hier.
Bild: Leinwand-Lyrik/Clemens Molinari 

ilka brombach portrait 250Dr. Ilka Brombach ist neue wissenschaftlich-kuratorische Leiterin am Filmmuseum Potsdam. Sie komplettiert das Leitungsteam des Filmmuseums unter der amtierenden Direktorin Christine Handke.

Frau Brombach ist als stellvertretende Direktorin u.a. für die weitere wissenschaftliche Profilierung des Filmmuseums verantwortlich, insbesondere die Zusammenarbeit mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und Wissenschaftskooperation. Zusätzlich übernimmt sie eine Vertretungsprofessur im Studiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität.

Im Rahmen der Strategieentwicklung des Museums bringt sie die Digitalisierung von Kino- und Ausstellungsabteilung auf den Weg und erarbeitet mit dem Team ein gemeinsames Vermittlungskonzept für die zwei Standorte des Filmmuseums: den Marstall und das neue, im Entstehen begriffene Sammlungsgebäude am Medienstandort Babelsberg.

Als promovierte Filmwissenschaftlerin war Frau Brombach bisher in der Wissenschaft und im Kulturbereich tätig. Sie betreute filmwissenschaftliche Forschungsprojekte an der Freien Universität Berlin und an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Als Leiterin des Potsdamer Filmfestival moving history ist sie dem Filmmuseum Potsdam bereits seit 2016 verbunden und wird diese Tätigkeit weiterhin ausführen.

Direktorin Christine Handke: „Es freut mich sehr, dass wir mit Dr. Ilka Brombach eine äußerst kompetente und bestens vernetzte Wissenschaftlerin für unser Museum gewinnen konnten. In den vergangenen Wochen hat sie bereits entscheidend die weitere Digitalisierung des Museums vorangebracht.“
Textquelle und Foto: Filmmuseum Potsdam

filmstreifen 08 250 bunt Bis 31. Mai 2021 ist in der Arte-Mediathek der französische Stummfilm "Das Paradies der Damen" (1930) zu sehen.

Julien Duviviers gesellschaftskritisches Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Émile Zolas. Auf der Leinwand sind Dita Parlo, Ginette Maddie, Andrée Brabant und Pierre de Guingand zu sehen. Der Film wird mit einer eingespielten Musik von Gabriel Thibaudeau, gespielt vom Ensemble Octuor de France, zur Verfügung gestellt. Hier geht es zum Stream.
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Bis 2023 will das Dänische Filminsttut auf der Internetseite www.stumfilm.dk über 400 dänische Stummfilme frei zugänglich machen.

Zu den bereits eingestellten Filmen gehören große dänische Stummfilmklassiker wie Urban Gads Drama Abgründe (DK 1910) mit Asta Nielsen, August Bloms Katastrophenfilm Atlantis mit Olaf Fønss und der Science-Fiction-Film Das Himmelschiff (DK 1918) von Holger-Madsen. Fundierte redaktionelle Beiträge runden das ansprechende Angebot ab. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Die Deutsche Welle würdigt den legendären Filmregisseur Fritz Lang, der vor 130 Jahren geboren wurde. mehr

♦ rbb Kultur rezensiert in einem Audiobeitrag die neue Blu-ray-/DVD-Veröffentlichung "Beethoven" (D 1927), die mit einer neuen Musikeinspielung von Malte Giesen auf den Markt gekommen ist. mehr

♦ Der Raketenpionier Hermann Oberth war an Fritz Langs Science-Fiction-Stummfilm "Frau im Mond" (D 1929) beteiligt. Die Onlineseite pnp.de stellt die MP3-CD "Die Erfindung des Countdowns" nach dem gleichnamigen Roman von Daniel Mellem vor, die das Leben Oberths nachzeichnet.

♦ Heinrich Hausers filmisches Porträt „Chicago – Weltstadt in Flegeljahren“ (1931) ist bei absolut Medien als DVD und Blu-ray erschienen. Das Werk steht in der Tradition von Städtefilmen wie Walter Ruttmanns "Berlin - Die Sinfonie der Großstadt" (1927) oder Michail Kaufmans "Moskau" (1927) und ist stilistisch der Neuen Sachlichkeit verpflichtet. Filmdienst stellt den Film und die Veröffentlichung vor.

♦ bluray-disc.de berichtet, dass Wicked Vision Distribution Mel Brooks Stummfilmparodie "Silent Movie" (USA 1976) anlässlich dessen 45. Jubiläums auf Blu-ray veröffentlichen wird. mehr

Der Standard stellt den österreichischen Filmschaffenden Arthur Gottlein und seine "Schanghaier Puppenspiele" vor.
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 2Der deutsche Kabarettist, Schriftsteller, Radio- und Synchronsprecher Hanns Dieter Hüsch starb am 06. Dezember 2005 im nordrhein-westfälischen Werfen.

Vielen Fernsehzuschauer*innen ist Hüsch auch heute noch als Off-Sprecher der TV-Serie Väter der Klamotte bekannt: Er legte Stummfilmstars wie Stan Laurel, Oliver Hardy, Die kleinen Strolche und Pat & Patachon amüsante Texte in den Mund und machte so aus den Stummfilmen Talkies. Hüsch wurde am 06. Mai 1925 in Moers geboren. mehr

Buchtipp: "Es darf gelacht werden – Von Männern ohne Nerven und Vätern der Klamotte: Lexikon der Slapstick-Serien im deutschen Fernsehen Ost und West" von Norbert Aping. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

lang stern berlin 250"Metropolis", "M - eine Stadt sucht einen Mörder", "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Die Nibelungen": Filmregisseur Fritz Lang, der am 05. Dezember 1890 in Wien geboren wurde, gehört zu den Meisterregisseuren des deutschen und internationalen Kinos.

Er war auch als Drehbuchautor (Das indische Grabmal, 1921, Regie: Joe May) und Schauspieler tätig. Sein 1927 mit enormen Aufwand vor allem in Babelsberg gedrehter monumentaler Science-Fiction-Film Metropolis, der wie kaum ein anderer Film für das internationale Stummfilmerbe steht, wurde als erster Film weltweit in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Lang starb am 02. August 1976 in Beverly Hills. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Fritz
Lang auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Der deutsche Filmregisseur Manfred Noa starb am 05. Dezember 1930 in Berlin. 

Heute ist er vor allem durch die zwei aufwändigen Ausstattungsfilme Nathan der Weise (D 1922), eine Literaturverfilmung nach dem Theaterstück von Gotthold Ephraim Lessing, und Helena (D 1924), ein zweiteiliger Monumentalfilm nach Motiven griechischer Sagen, bekannt. Beide Werke sind als DVD bei der Edition Filmmuseum erschienen. Manfred Noa wurde am 22. März 1893 in Berlin geboren. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 03. Dezember 1920 wurde "Anna Boleyn" in Weimar uraufgeführt.

"Anna Boleyn" ist ein üppiger Ausstattungsfilm voller Schauwerte in Bauten und Kostüm. Dennoch gelingt es Regisseur Ernst Lubitsch trotz all der Opulenz, auch die intimen Momente der Handlung gebührend herauszustellen. Die menschliche Komponente ruht vor allem auf den Schultern der zwei profilierten Hauptdarsteller: Emil Jannings spielt nicht, er ist Heinrich VIII, und Henny Porten bietet den nötigen Widerpart. Flankiert wird ihr Spiel von einer Garde bewährter, großartiger Charakterdarsteller.

Autor Arndt Pawelczik stellt für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik "Anna Boleyn" vor. Hier geht es zur Filmbesprechung.

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Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. Alle Infos zur Verleihung

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Das international bedeutende Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone veranstaltet, in 2021 zum 40. Mal. mehr