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"100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik"

Infomationen zur Initiative von Stummfilm Magazin finden Sie hier

filmklappe blau 250 orange ohne soundDie amerikanische Film- und Theaterschauspielerin Diana Serra Cary, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Baby Peggy, wurde vor 100 Jahren, am 26. Oktober 1918, in Merced im US-Bundesstaat Kalifornien geboren.

Sie ist eine der letzten lebenden Stummfilmstars. Bereits mit zarten Alter von drei Jahren – im Jahr 1921 – war sie vor der Filmkamera tätig. Innerhalb kürzester Zeit spielte sich Baby Peggy in die erste Liga der Kinderstars im Hollywood der 1920er-Jahre. mehr und mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmrestaurierung 250 10Zum UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes würdigt das Filmmuseum Potsdam in einer Filmreihe vom 27. Oktober 2018 bis 04. November 2018 den geheimnisvollen, unsichtbaren Kanon der unvollendeten Filmmeisterwerke.

Mit Hilfe von Dokumentationen, die eine Rekonstruktion wagen, mit Neuauflagen und rekonstruierten Fragmenten sowie in Gesprächen und Einführungen wird einen Blick auf eine andere Filmgeschichte und deren Autoren geworfen. In der Reihe wird auch Erich von Stroheims Queen Kelly (USA 1929/1985) mit Gloria Swanson in der Hauptrolle gezeigt.

Schon zu Beginn seiner Karriere wurde von Stroheim der Beiname "the man you love to hate" verpasst. Seine Filme zelebrieren Bosheit, Hochmut, Lust und Perversion. Fast alle seiner Werke wurden gnadenlos gekürzt und verstümmelt. Mit den Worten "hier ist ein Verrückter am Drücker" stoppte Gloria Swanson, Filmstar und Produzentin, das Vermächtnis Stroheims. Zu Recht befürchtete sie, dass Queen Kelly nicht die Zensur passieren würde. In der Tat ließ Stroheim bei der Geschichte von einer puritanischen Klosterschülerin, die ein Bordell erbt, keine expliziten Details wie Nacktszenen oder Alkoholexzesse aus.

Das Filmmuseum Potsdam präsentiert am Sonntag, den 28.10.2018, um 19:00 eine restaurierte Version von 1985, die Stroheims Originalmanuskript folgt. Das nie gedrehte Ende von "Queen Kelly" wurde darin durch Texttafeln und Standbilder ersetzt. Eine Einführung in den Film hält Thembi Linn Hahn.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

richard siedhoff 2 250Anlässlich des anstehenden 130. Geburtstags von Friedrich Wilhelm Murnau vertont das Metropolis Orchester Berlin  Kino drei herausragende Werke des einflussreichen Meisterregisseurs.

Zu sehen ist im Berliner Babylon Kino am Mittwoch, den 31.Oktober 2018, um 19:30 Uhr Nosferatu – eine Symphonie des Grauens (D 1922) mit der von Hans Brandner neu eingerichteten Originalmusik von Hans Erdmann. Am Freitag, den 02. November 2018, wird der Film nochmals mit Livemusikbegleitung um 19:30 Uhr und 22:00 Uhr für gruselige Stimmung sorgen.

Der letzte Mann aus dem Jahr 1924 steht am Montag, den 05.November 2018, auf dem Programm. Die Musiker spielen eine brandneue Komposition von Richard Siedhoff (Foto), einem der profiliertesten Stummfilmmusiker unserer Tage. Zu einem Der Gang in die Nacht (D 1921) wird dann am 01. Dezember 2018 eingeladen. Auch hier erklingt eine Komposition von Richard Siedhoff. Die Vorführung findet im Berliner Zeughaus-Kino statt und und markiert den Veröffentlichungstermin für die DVD (Edition Filmmuseum) zum Film.

Tipp: Weitere fünf Murnau-Filme (Faust - eine deutsche Volkssage, Phantom, Tartüff, Sunrise – A Song Of Two Humans und Tabu) werden in der Babylon-Reihe "Stummfilm um Mitternacht" live von Anna Vavilkina an der Kinoorgel begleitet. mehr

Friedrich Wilhelm Murnau, auch knapp als F. W. Murnau bezeichnet, wurde am 28. Dezember 1888 als Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld geboren und starb am 11. März 1931 bei einem Autounfall in Kalifornien. Er zählt zu den bedeutendsten Filmregisseuren.
Foto: privat

filmrestaurierung 250 03Vom 25. bis 28. Oktober 2018 findet im Filmhaus am Potsdamer Platz zum dritten Mal das Filmerbe-Festivals „Film:ReStored“ statt.

Ausgerichtet wird die Veranstaltung des Kinematheksverbundes von der Deutschen Kinemathek. Neben Filmvorführungen, Referaten und Diskussionen wird im Rahmen des Festivals auch der Kinopreis des Kinematheksverbundes verliehen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Nosferatu 03 Quelle Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung 250Am Sonntag, den 28. Oktober 2018, und am Mittwoch, den 31. Oktober 2018, wird im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden F. W. Murnaus Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens mit eingespielter Originalmusik von Hans Erdmann gezeigt.

Mit "Nosferatu schuf" Murnau nicht nur einen der ersten Vorläufer des Horrorfilmgenres und späterer Dracula-Verfilmungen, sondern auch eines der vielschichtigsten Meisterwerke des filmischen Expressionismus.

Der Wisborger Makler Knock sendet seinen Mitarbeiter Thomas Hutter nach Transsylvanien aus, um dort mit dem düsteren Grafen Orlok über eine Immobile zu verhandeln. Im unheimlichen Schloss angekommen, entpuppt sich der Bewohner als blutdürstiges Schattenwesen. mehr
Textquelle und Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

filmstreifen 08 250Die Kanadierin May Irwin – Sängerin, Schauspielerin und Vaudeville-Star – starb vor achtzig Jahren, am 22. Oktober 1938, in New York.

Weltberühmt wurde sie als Darstellerin beim ersten Kuss der Filmgeschichte in dem US-amerikanischen Kurzfilm The Kiss von William Heise (USA 1896). Ihr Gegenüber war der ebenfalls als Theaterschauspieler tätige John C. Rice. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmrestaurierung 250 07Die Digitalisierung des filmischen Erbes als Voraussetzung für dessen langfristige Zugänglichkeit haben sich Bund, Länder und die Filmförderungsanstalt (FFA) zur gemeinsamen Aufgabe gemacht.

Ein zunächst auf zehn Jahre angelegtes Abkommen zwischen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), den Ländern sowie der FFA sieht eine jährliche Förderung von bis zu 10 Millionen Euro für Filmdigitalisierungen vor. Damit erhält ein zentrales Anliegen des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums Frankfurt nach jahrelangen Bemühungen kulturpolitisches Gewicht.

filmstreifen 08 250 buntWelche bewegten Bilder faszinieren Kinder am meisten? Vor allem jene, die Erwachsene als „niedlich“ und kindgerecht empfinden? Oder begeistern sich die Jüngsten auch für experimentelle Bild- und Klangkompositionen?

Na klar, lautet die Antwort des Frankfurter MiniFilmclubs, der es sich seit 2013 zum Ziel gesetzt hat, Filmkunst in ihrer Vielfalt für Kinder erfahrbar zu machen, über kulturelle und filmhistorische Grenzen hinweg.

filmklappe blau 250 orangeDer amerikanische Schauspieler Harold Lockwood starb vor hundert Jahren, am 19. Oktober 1918, in New York.

Er war unter anderm in Allan Dwans David Harum (USA 1915) und David Wark Griffiths Filmepos Intolerance (USA 1916) zu sehen. Lockwood spielte unter anderem an der Seite von Hollywoodgrößen wie Mary Pickford und Douglas Fairbanks senior. Er wurde am 12. April 1887 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

die stadt ohne juden dvd cover 250 1Es war einer der bemerkenswertesten Filmfunde der letzten Jahre: Als das Filmarchiv Austria 2016 die Wiederentdeckung der lange vermissten Szenen des österreichischen Stummfilms Die Stadt ohne Juden (1924) vermelden konnte, löste dies eine weltweite mediale Resonanz aus.

Mit einer spektakulären Crowdfunding-Initiative ist die Restaurierung des vom Verfall bedrohten Materials gelungen, eine umfangreiche Bearbeitung lässt den Klassiker nun in neuem Glanz erstrahlen.

Ab 09. November 2018 wird die neu rekonstruierte und digital restaurierte Fassung von "Die Stadt ohne Juden" nun erstmals einer breiten Öffentlichkeit als DVD-Edition zugänglich gemacht. Der Film erscheint mit englischen und deutschen Zwischentiteln inklusive einem Booklet. Die Musikvertonung stammt von Gerhard Gruber, Adula Ibn Quadr und Peter Rosmanith.

Zudem ist der Film ebenfalls ab dem 09.11.2018 beim Filmarchiv Austria als Verleihkopie für die Vorführung in Kinos etc. erhältlich.
Textquelle und Foto: Filmarchiv Austria

Im Kampf mit dem Berge 01 Quelle Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung 250Am Mittwoch, den 24. Oktober 2018, wird um 19:30 Uhr im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden Arnold Fancks dokumentarischer Bergfilm Im Kampf mit dem Berge mit eingespielter Originalmusik von Paul Hindemith gezeigt.

In den Walliser Alpen und dem Matterhorn-Monte Rosa-Gebiet drehte Regisseur und Bergfilmpionier Arnold Fanck in 4.000 Meter Höhe den spektakulären Dokumentarfilm "Im Kampf mit dem Berge" (D 1921). Er hält das wilde Toben eines Schneesturms ebenso eindrucksvoll fest wie die feierliche Stille der Eisgrate. Die überwältigende Kraft der Natur kontrastiert er mit den Versuchen der winzig wirkenden Menschen, die Berge zu bezwingen. Ein Film, der die Natur auf eindrucksvollste Weise, frei von Kitsch, feiert.

Seine Bilder inspirierten einen der bedeutendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts, Paul Hindemith, zu einer der ersten Originalkompositionen der deutschen Stummfilmkunst, einer regelrechten "Alpensymphonie". Ihr Farbenreichtum setzt dramaturgische Akzente, die dem dokumentarisch gehaltenen Film zu besonderen Spannungsmomenten verhelfen, ohne das aufgesetzte Pathos, das spätere Bergfilme in Handlung und Begleitmusik oft aufweisen.

Eine Einführung hält Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik. Der Film wird in Kooperation mit dem Volksbildungswerk Bierstadt e.V. und dem DAV – Deutscher Alpenverein Wiesbaden gezeigt. mehr
Textquelle und Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

filmrestaurierung 250 07Mit einem Positionspapier und einem Appell an Universitäten und Hochschulen wendet sich der Kinematheksverbund an die Öffentlichkeit.

„Der Stellenwert von Filmbildung innerhalb der universitären Filmwissenschaft, an Hochschulen und in der Ausbildung von Pädagog*innen muss deutlich gestärkt werden. Dies wird nicht ohne unsere Erfahrung und Expertise gehen“, heißt es in dem Papier. Da weder die Kunstform Film noch die Medienbildung strukturell in deutschen Schulen verankert seien, komme den im Kinematheksverbund versammelten außerschulischen Bildungseinrichtungen eine besondere Bedeutung zu (etwa in der universitären, aber auch in der schulischen Lehreraus- und fortbildung).

filmstreifen 08 250Zur Doppelausstellung »Umkämpfte Wege der Moderne« im "Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte" zeigt das Filmmuseum Potsdam eine Reihe von Filmen aus Babelsberg und Berlin, an denen sich die unterschiedlichen filmästhetischen aber auch politischen Lager in der Weimarer Zeit zeigen lassen.

Am Freitag, den 19. Oktober 2018, ist um 19:00 Uhr Die freudlose Gasse von Georg Wilhelm Pabst zu sehen. Der Stummfilmklassiker aus dem Jahr 1925 ist das einzige gemeinsame Werk der Leinwandlegenden Asta Nielsen und Greta Garbo.

Wien 1921, es herrscht Inflation. In der Melchiorgasse treffen Elend und Luxus, Verlierer und Gewinner, Prostituierte und Geschäftemacher aufeinander. Grete Rumfort, gespielt von der damals 20-jährigen Greta Garbo, muss Geld beschaffen, um Vater und Schwester zu ernähren, aber der Modistin, die nebenher einen Klub betreibt und die Grete mit einem Freier verkuppeln möchte, läuft sie davon. Den mit weiteren Stars besetzen Publikumserfolg ordnet der Filmhistoriker Klaus Kreimeier als "expressionistischen Straßenfilm der Weimarer Republik" ein, dem eine "entscheidende realistische Dimension" hinzugefügt wird. Der damals politisch brisante, stark zensierte Stummfilm wird in der 1997 unter Federführung des Filmmuseums München rekonstruierten Fassung gezeigt. An der Welte-Kinoorgel spielt Peer Kleinschmidt. Weitere Spielfilme der Reihe sind:

27.12.2018: Madame Dubarry (Regie: Ernst Lubitsch, D 1919)
22.01.2019: Berlin. Die Sinfonie der Großstadt (Regie: Walter Ruthmann, D 1927)
09.03.2019: Metropolis (Regie: Fritz Lang, D 1924)
13.04.2019: Mutter Krausens Fahrt ins Glück (Regie: Phil Jutzi, D 1929)
18.05.2019: Westfront 1918 (Regie: Georg Wilhelm Pabst, D 1930)
22.06.2019: Das Flötenkonzert von Sanssouci (Regie: Gustav Ucicky, D 1930)

Die Filmreihe ist eine Kooperation des Filmmuseums Postdam mit dem Potsdam Museum. Bei Vorlage einer Eintrittskarte des Filmmuseums Potsdam oder des Potsdam Museums erhalten Besucher*innen in der jeweils anderen Institution ermäßigten Eintritt.
Textquelle: Filmmuseum Postdam; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Programm des Murnau-Filmtheaters setzt sich aus einem Mix von aktuellen Spielfilmen und Dokumentationen sowie dem eigenen einzigartigen Filmstock zusammen.

Der kultur- und filmhistorisch herausragenden Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung umfasst dabei Filme vom Beginn der Laufbilder bis zum Anfang der 1960er Jahre. "Die Verleihung der begehrten Preise "Hessischer Kinokulturpreis in der Kategorie kommunale Kinos" im Rahmen des Hessischen Filmpreises 2018 in der Alten Oper in Frankfurt unterstreicht, wie wichtig es ist, die kulturell reiche Film- und Kinolandschaft in Deutschland zu fördern und zu erhalten. Kino als gemeinschaftlichen Ort des Filmerlebens und kulturellen Austausches ist heute aktueller und notwendiger denn je.", so Ernst Szebedits, Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Das Murnau-Filmtheater wird damit bereits zum siebten Mal mit dem Preis ausgezeichnet. Es versteht sich als Teil der Wiesbadener Kulturlandschaft und hat auch das Anliegen, mit anderen Institutionen und regionalen Vereinen in Dialog zu treten, zusammenzuwachsen und somit das politisch-soziale sowie kulturelle Leben der Rhein-Main-Region mit einem hochwertigen Kinoangebot mitzugestalten und zu bereichern.

Sebastian Schnurr und Marie Dudzik, zuständig für die Programmplanung des Murnau-Filmtheaters, nahmen die Auszeichnung am 12. Oktober 2018 beim Hessischen Film- & Kinopreis in der Alten Oper Frankfurt entgegen. mehr
Textquelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange verlauf ohne soundDie amerikanische Schauspielerin Lillian Gish wurde am 14. Oktober 1893 in Springfield im US-Bundesstaat Ohio geboren.

Sie spielte unter anderem in den Stummfilmklassikern Die Geburt einer Nation (USA 1915), Intolerance (USA 1916), Broken Blossoms (USA 1919) und True Heart Susie (USA 1919), allesamt gedreht von Regielegende David Ward Griffith.

Gish zählt zu den größten Stars der Stummfilmzeit und wurde 1971 mit einem Ehrenoscar der Academy of Motion Picture Arts and Sciences ausgezeichnet. Sie starb am 27. Februar 1993 in New York. Ihre jüngere Schwester Dorothy Gish (1898 – 1968) war ebenfalls eine bekannte Filmschauspielerin. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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