mighty wurlitzer theaterorgel berlin foto christian elsner 250Am Mittwoch, den 12. Februar 2020, vertont Jörg Joachim Riehle an der spektakulären Mighty Wurlitzer Orgel im Musikinstrumenten-Museum Berlin die Tragikomödie Der Geiger von Florenz (D 1926) .

Regisseur Paul Czinner drehte die Produktion in den Jahren 1925/26 mit Elisabeth Bergner, Conrad Veidt, Walter Rilla und Nora Gregor. Die Vorstellung beginnt um 18:00 Uhr. Der Eintritt kostet 6,- Euro. Karten können unter Telefon 030 254 81-178 oder E-Mail kasse(at)mimpk.de vorbestellt werden. mehr
Foto: Christian Elsner

filmstreifen bunt 10 250Am 10. Februar 2020 treffen Stummfilmgeschichte und Livemusik aufeinander: In Kooperation mit CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung und dem deutsch-französischen Kulturfestival Arabesques zeigt das Metropolis Kino "Madame Dubarry" (D 1919) von Ernst Lubitsch.

Begleitet wird der opulente Historienfilm von Marie-Luise Bolte am Klavier. Die Pianistin studierte im Rahmen eines Stipendiums des DAAD bei Marie-Claire Alain am Conservatoire de Rueil-Malmaison. Seit vielen Jahren haucht Bolte bereits Stummfilmen neues Leben ein und macht das Geschehen auf der Leinwand so für uns hörbar.

stummfilmfestiva karlsruhe logoVom 04. bis 08. Februar 2020 findet das 18. Stummfilmfestival Karlsruhe statt. Es steht in 2020 unter dem Motto "Revolution! Kino in deutscher Umbruchszeit".

Ein Highlight wird die Aufführung von "Das Cabinet des Dr. Caligari" (D 1920) anlässlich dessen hundertjährigen Jubiläums sein. Live musikalisch begleitet wird der große deutsche Klassiker des expressionistischen Films von Stephen Horne und Frank Bockius.

Zudem stehen "Rose Bernd" (D 1919), "Die Heimkehr des Odysseus" (D 1918), "Genuine" (D 1920), "Das Mädchen aus der Ackerstraße" (D 1919), "Der grüne Vampyr" (D 1918), "Hintertreppe" (D 1921) und einige Stummfilme mehr auf dem Programm. mehr

Beethoven der große Einsame Foto Meike Böschemeyer Vigilux PressefotoWenn Wiener über Beethoven sprechen, wird das in Bonn sehr genau beobachtet.

Das war dem Leiter des Filmarchivs Austria und Restaurator der Filmbiografie "Beethoven – der große Einsame", Dr. Nikolaus Wostry, durchaus bewusst. Er umging in seinem Grußwort anlässlich der symphonischen Filmpräsentation "diplomatische Spannungen" und zielte direkt darauf ab, dass der große Komponist niemandem gehöre und in erster Linie Weltbürger war. Damit griff er auch die Botschaft der Ausstellung „Beethoven. Welt. Bürger. Musik.“ der Bundeskunsthalle auf, zu deren Rahmenprogramm die Film- und Orchesteraufführung des Fördervereins Filmkultur Bonn e.V. am 01. Februar 2020 gehörte.

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" sind hier in der Rubrik "Stumme News" zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Bernd Oswald schreibt auf Spiegel+ über die Entstehung von Fritz Langs monumentalen Science-Fiction-Stummfilm "Metropolis" (D 1927). mehr

♦ Moviepilot berichtet über den neuen Streamingdienst "Popcorntimes", der auch auf ältere Streifen – darunter Stummfilme– setzt. mehr 

♦ Und noch einmal Moviepilot: Am 30. Januar 2020 kam der mit sechs Oscars nominierte amerikanische Spielfilm "Little Women" in die deutschen Filmhäuser. Es ist nicht die erste Verfilmung von Louisa May Alcotts Roman, bereits in der Stummfilmzeit gab es zwei Kinoversionen. mehr

♦ Yahoo Nachrichten stellt anlässlich der dritten Staffel von "Babylon Berlin" die "besten Filme der 1920er Jahre" vor. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Die deutsche Stummfilm- und Theaterschauspielerin Gilda Langer starb am 31. Januar 1920 in Berlin. Sie wurde am 16. Mai 1896 in Priwoz (Tschechien) geboren.

Die vielversprechende Darstellerin war unter anderem in drei Fritz-Lang-FIlmen zu sehen: Halbblut (D 1919), Der Herr der Liebe (D 1919) und im zweiten Teil von Die Spinnen (D 1920). Zudem drehte sie mit den Regisseuren Alexander von Antalffy, Paul Leni und Otto Rippert.

Gilda Langer war von den Drehbuchautoren Hans Janowitz und Carl Mayer für die weibliche Hauptrolle in Das Cabinet des Dr. Caligari (D 1920) angedacht. Ihr früher Tod durch die Spanische Grippe beendete diese Gedankenspiele. Die Rolle der Jane wurde dann von Lil Dagover gespielt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

gute unterhaltung roter vorhang 250Vom 30. Januar bis 02. Februar 2020 findet in Heidelberg das 19. Internationales Festival für Stummfilm und Livemusik statt.

Veranstaltet wird die Filmschau vom Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI). Gezeigt werden unter anderem ein Comedy-Kurzfilmprogramm mit Charlie Chaplin und Stan Laurel & Oliver Hardy sowie Friedrich Wilhem Murnaus visuell herausragender "Faust – eine deutsche Volkssage" (D1926). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Im Hamburger Mahnmal St. Nikolai ist am Montag, den 03. Februar 2020, der Stummfilm "Die Carmen von St. Pauli" (D 1928) mit live Musikbegleitung durch die Akkordeonistin Natalie Böttcher zu erleben.

Regisseur Erich Waschneck drehte den deutschen Stummfilm im Jahr 1928 mit Jenny Jugo, Willy Fritsch und Fritz Rasp. Die Aufführung ist eine Veranstaltung des Deutsch-französischen Kulturfestivals "arabesques" in Kooperation mit dem Mahnmal St. Nikolai. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. mehr
Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" sind hier in der Rubrik "Stumme News" zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen!

♦  Auf Sky wird ab 24. Januar 2020 die dritte Staffel der deutschen TV-Serie Babylon Berlin gezeigt. Die Seite filmstarts schildert die Berliner Traumfabrik vom Übergang vom Stumm- zum Tonfilm, also jener Zeit, in der die aktuelle Staffel von "Babylon Berlin" spielt.

♦  Der Volksfreund berichtet über eine Aufführung von "Die Stadt ohne Juden" (Österreich 1924) an der Uni Trier. mehr

♦ Über die Aufführung von Ernst Lubitschs "Romeo und Julia im Schnee" (D 1920) mit dem Obermettinger Salonorchester am 01. Februar 2020 schreibt die Badische Zeitung. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 06 250Die Theater- und Film-Schauspielerin Lil Dagover starb am 23. Januar 1980 in Grünwald-Geiselgasteig. Sie wurde als Martha Seubert am 30. September 1887 in Madioen (Oost-Java, jetzt Indonesien) geboren.

Ihren ersten Filmauftritt hatte sie im Jahr 1913. Regisseur Robert Wiene engagierte sie 1920 für die weibliche Hauptrolle in Das Cabinet des Dr. Caligari, dem großen Klassiker des expressionistischen Films. Stummfilm Magazin würdigt das hundertjährige Jubiläum von "Caligari" hier mit einem Feature.

Lil Dagovers darauffolgende Filme, unter anderem von den Regisseuren Friedrich Wilhelm Murnau, Fritz Lang, Carl Froelich und Arthur von Gerlach, schärften zunehmend ihr Image als "vornehme Dame". Als Theaterschauspielerin fiel ihr der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm leicht. Bis in die 1970er-Jahre war sie vor der Kamera tätig. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

oesterreichisches filmmuseum logo 250Im Frühjahr 2020 erscheint mit dem „Red Vienna Sourcebook“ bei De Gruyter/Camden House eine umfassende Sammlung kommentierter Primärtexte zur Epoche des Roten Wien.

Zwischen November 1918 und Februar 1934 entfaltete sich der Möglichkeitsraum einer konkreten Utopie. Sozialer Wohnbau sowie eine progressive Gesundheits-und Bildungspolitik bildeten die Grundlage für die Zweite Wiener Moderne und ihre radikale Vision vom Neuen Menschen als klassenbewusstem, aufgeklärten Citoyen.

Eine eigentümliche Rolle spielte im Roten Wien der Film: als umstrittenes Mittel der Unterhaltung, der Wahlwerbung, der Volksaufklärung, als Dokument proletarischen Selbstverständnisses, ab den frühen 1930ern zunehmend als Medium privater Aufzeichnung und als Hobby.

In der gemeinsamen Veranstaltung "Treibgut: Die Ersatzrevolution. Filme des Roten Wien" des Österreichischen Filmmuseums und des Ludwig Boltzmann Institute for Digital History am 24. Januar 2020 werden Filmdokumente des Roten Wien sowie zeitgenössische Texte zum Film vorgestellt und mit Expert*innen und dem Publikum diskutiert. mehr
Textquelle und Bild: Österreichisches Filmmuseum

filmklappe blau 250 orange verlauf ohne soundAb 24. Januar 2020 zeigt Sky Premiere die dritte Staffel der international erfolgreichen Fernsehserie "Babylon Berlin".

In zwölf Folgen ermittelt Hauptprotagonist Gereon Rath, gespielt von Volker Bruch, dieses Mal im Todesfall einer Schauspielerin im Filmstudio Babelsberg. Eingebettet ist die Handlung in das Berliner Ambiente der Weimarer Zeit.

Die Serie wurde bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Europäischen Filmpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Im Free-TV ist sie voraussichtlich ab Herbst 2020 in der ARD zu sehen. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

beethoven d 1927 foerderverein filmkultur bonn 250Am Samstag, den 01. Februar 2020, vertont das Metropolis Orchester Berlin in der Bonner Bundeskunsthalle Hans Otto Löwensteins "Beethoven" (D 1927) mit einer neuen Musik von Richard Siedhoff.

Anfang 1927 in Wien: Anlässlich des 100. Todestages Ludwig van Beethovens bringen Filmregisseur Hans Otto Löwenstein und Schriftsteller und Drehbuchautor Emil Kolberg ihre filmische Biografie "Beethoven" heraus, die den Lebensweg des Komponisten nachzeichnet. Die Titelrolle spielt der große österreichische Schauspieler Fritz Kortner (Foto), dessen Verkörperung des Ausnahmekünstlers noch lange Zeit als herausragend gilt.

dff 250Zwei Specials des Festivals Remake. Frankfurter Frauen Film Tage rücken am 22. und 29. Januar 2020 Filme der Fotografin, Künstlerin und Filmemacherin Ella Bergmann-Michel in den Fokus. 

Ergänzt werden die Vorführungen im Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main durch Fachgespräche. Am ersten Termin wird die Wiener Architektin Gabu Heindl über Ella Bergmann-Michel und das neue Frankfurt sprechen. Sünke Michel und Thomas Worschech (DFF) thematisieren bei der zweiten Vorführung die neue Digitalisierung der Bergmann-Michel-Filme.

1931 gründete Ella Bergmann-Michel die "Arbeitsgemeinschaft für unabhängigen Film" und drehte von 1931 bis 1933 fünf kurze Dokumentarfilme, die sowohl durch ihren künstlerischen Anspruch als auch durch ihre sozial engagierte Botschaft bestechen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 bunt ohne soundDer Kameramann und Regisseur Karl Freund wurde am 16. Januar 1890 in Dvůr Králové nad Labem (Tschechien) geboren.

Sein Name ist eng mit dem Einsatz der "entfesselten Kamera" in Friedrich Wilhelm Murnaus Drama Der letzte Mann (D 1924) verbunden. Zudem war er an dem Science-Fiction-Monumentalfilm Metropolis (D 1927) von Fritz Lang beteiligt.

1929 folgte er dem Ruf nach Hollywood und führte unter anderem bei dem vielbeachteten Horrorfilm Die Mumie (USA 1932) Regie. Freund wurde für die Kameraarbeit bei Die gute Erde (USA 1937) mit einen Oscar ausgezeichnet. Er starb am 03. Mai 1969 in Santa Monica (Kalifornien). mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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Im Februar 1920 fand in Berlin die Premiere des expressionistischen Meisterwerks "Das Cabinet des Dr. Caligari" statt. Der Film gilt als einer der bedeutensten der Kinogeschichte und als ein Schlüsselwerk des deutschen Films. mehr und Caligari-Quiz

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In 2020 wird der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven gewürdigt. Bereits während der Stummfilmzeit beschäftigten sich Filmemacher mit dem Ausnahmemusiker. mehr