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die stadt ohne juden filmarchiv austria 250 02Mit einem umfangreichen Programm würdigt das Filmarchiv Austria die Restaurierung des österreichischen Stummfilms Die Stadt ohne Juden.

"Die Stadt ohne Juden" nannte Hugo Bettauer seinen 1922 erschienenen Roman, der die damals noch utopische Vorstellung einer Vertreibung der Juden aus Wien beschreibt. Die Aufführungen der gleichnamigen Verfilmung (Österreich 1924) von Regisseur Hans Karl Breslauer waren bereits von Störaktionen der Nationalsozialisten begleitet, 1925 wurde Bettauer von einem Nationalsozialisten erschossen. Der Aufstieg der NSDAP in Österreich mit Mitteln des Terrors mündete im sogenannten "Anschluss" von Österreich an Nazi-Deutschland im Jahr 1938. Was folgte, war die Vertreibung und Ermordung der mitteleuropäischen Jüdinnen und Juden im Holocaust.

Durch einen Fund auf einem Pariser Flohmarkt sind verloren geglaubte, inhaltlich bedeutsame Filmteile von "Die Stadt ohne Juden" in den Bestand des Filmarchiv Austria gelangt, das den Stummfilm nun erstmals seit vielen Jahrzehnten in voller Länge wiederhergestellt hat.

das cabinet des dr Caligari filmmuseum potsdam barbara flueckinger 250Das Kino im Filmmuseum Potsdam zeigt am Donnerstag, den 08. Februar 2018, um 19:00 Uhr Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari (Deutschland 1920) mit live Musikbegleitung.

Die vor gemalten Kulissen inszenierte fantastische Geschichte vom dämonischen Wanderschausteller Caligari und seinem somnambulen Gefolgsmann Cesare, die Terror in einem kleinen Dorf verbreiten, gilt als Schlüsselwerk des deutschen Kinos. Lange Zeit war "Das Cabinet des Dr. Caligari" nur in Form von qualitativ minderwertigen Kopien und Fassungen zu sehen. Erst 2014 konnte eine Restaurierung bewerkstelligt werden, die durch die Verwendung besseren Ausgangsmaterials und moderner, digitaler Technik dem ursprünglichen Glanz des expressionistischen Filmklassikers sehr nahekommt.

Als Vorfilm wird ein fünfminütiges Fragment des Spielfilms Das Rätsel von Bangalor (Deutschland 1917/18, Regie: Alexander von Antalffy und Paul Leni) gezeigt. An der Welte-Kinoorgel spielt Peer Kleinschmidt, eine Einführung halten Oliver Hanley (Filmuniversität Babelsberg) und Ulrich Ruedel (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin). Eine Kartenreservierung ist möglich unter Telefon 0331-27181-12 und E-Mail ticket (at) filmmuseum-potsdam.de. mehr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Masterstudiengang "Filmkulturerbe" der Filmuniversität Babelsberg, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) und mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen statt.
Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Foto: Nitrokopie des Filmmuseums Düsseldorf, Barbara Flückiger

fb leuchtreklame 250Die Retrospektive der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin, die vom 15. bis 25. Februar 2018 stattfinden, stellt die Vielfalt des Weimarer Kinos ins Zentrum.

Vor rund 100 Jahren, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und mit der Ausrufung der Weimarer Republik, entwickelte sich eine der produktivsten und einflussreichsten Phasen des deutschen Filmschaffens, die dessen internationale Wahrnehmung bis heute prägt. 28 Programme mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen aus den Jahren 1918 bis 1933 werden bei „Weimarer Kino – neu gesehen“ auf der großen Leinwand zu erleben sein.

"Quer durch die Genres dokumentiert die Retrospektive den Zeitgeist der Weimarer Republik und reflektiert Identitätsfragen. Das Spektrum reicht von der schwungvollen Tonfilmoperette über wortwitzige Komödien bis hin zu sozial und politisch engagierten Filmen. Die Filme sind von enormer Frische und Aktualität", kommentiert Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

filmstreifen 08 250Der Schauspieler Oskar Homolka starb vor 40 Jahren, am 28. Januar 1978, in Tunbridge Wells (England).

Homolka war unter anderem in den deutschen Stummfilmproduktionen Die Abenteuer eines Zehnmarkscheines (1926), Dirnentragödie (1927), Petronella (1927) und Masken (1929) zu sehen. 1934 flüchtete er aus Nazi-Deutschland. In den USA konnte er seine Schauspielerkarriere, unter anderem an der Seite von Marlene Dietrich, Ronald Reagan und Marilyn Monroe, fortsetzen. Homolka wurde am 12. August 1898 in Wien geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 neuMit Tarzan bei den Affen unter der Regie von Scott Sidney kam am 27. Januar 1918 der erste Tarzan-Film in die Kinos.

In der Hauptrolle des erwachsenen Tarzans ist der amerikanische Schauspieler Elmo Lincoln zu sehen. Die Filmhandlung orientiert sich am gleichnamigen Erfolgsroman von Edgar Rice Burroughs aus dem Jahr 1912. Allein in den USA spielte der Film, dem unzählige Fortsetzungen in Kino und TV folgen sollten, ungefähr eine Million Dollar ein. mehr

Veranstaltungstipp: Leinwandlyriker Ralph Turnheim und der Stummfilmpianist Gerhard Gruber feiern das Jubiläum am 27. Januar 2018 im wahrscheinlich ältesten dauerhaft bespielten Kino der Welt, den Breitenseer Lichtspielen (Baujahr 1909) in Wien. Infos und (Rest-)Karten hier

Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

werner kuespert 250Im Rahmen des 44. Internationalen Filmwochenendes Würzburg wird am Sonntag, den 28. Januar 2018, um 11.00 Uhr im Central-Kino im Bürgerbräu "Das Mädchen mit der Hutschachtel" gezeigt.

Der sowjetische Filmregisseur und Schauspieler Boris Barnet drehte das vom amerikanischen Slapstick inspirierte Werk voller Situationskomik im Jahr 1927 in der UdSSR. Vertont wird der Film von Küspert & Kollegen in der Besetzung mit Till Martin (Saxophone und Klarinetten), Dietmar Fuhr (Kontrabass), Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) und Werner Küspert (Gitarre und Komposition).

Das Internationale Filmwochenende Würzburg hat Werner Küspert (Foto) nun bereits zum dritten Mal in Folge eingeladen, für einen Stummfilm eine neue Musik zu komponieren und diese mit seinem hochkarätig besetzten Jazz-Ensemble live zum Geschen auf der Leinwand aufzuführen. Bereits beim International Film Festival in Tiflis im Dezember 2017 begeisterten die Musiker das Publikum mit einer Neukompositionen zu Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari (D 1920).

Vorverkauf und weitere Informationen zur Stummfilmvorführung beim Internationalen Filmwochenende Würzburg unter www.filmwochenende.de und www.wernerkuespert.de.
Textquelle und Bild: Veranstalter/Küspert & Kollegen

filmstreifen 01 250Am Donnerstag, den 25. Januar 2018, wird im Kino des Filmmuseum Potsdam um 19:00 Uhr Cinema Futures (Österreich 2016) in Anwesenheit des Regisseurs Michael Palm gezeigt.

Palms essayistischer Dokumentarfilm "Cinema Futures" beschäftigt sich – erstmals als abendfüllender Kinofilm – mit der entscheidenden Frage der Digitalisierung und wie diese die Produktion, Verbreitung, Restaurierung und Bewahrung von analogen Filmen zunehmend beeinflusst. Zu den zahlreichen Akteuren, die in den Interviewpassagen zu Wort kommen, zählen neben prominenten Filmschaffenden wie Martin Scorsese und Christopher Nolan auch Künstler/innen und Wissenschaftler/innen (David Bordwell, Tacita Dean, Tom Gunning) sowie anerkannte Expert/innen aus der Welt der Filmarchive und -museen.

Filmtrailer auf YouTube 
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Der Film wurde von einer der namhaftesten Filmerbe-Institutionen, dem Österreichischen Filmmuseum, anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums im Jahr 2014 initiiert. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Masterstudiengang »Filmkulturerbe« der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) statt. Eine Kartenreservierung ist möglich unter Telefon 0331-27181-12 und E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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Vom 25. bis 28. Januar 2018 findet in Heidelberg das "Internationale Festival für Stummfilm und Livemusik" statt, mittlerweile zum 17. Mal.

Veranstaltungsort ist das "DAI Heidelberg. Das Haus der Kultur" (Deutsch-Amerikanisches Institut Heidelberg). Das Programm der viertägigen Veranstaltung, das neben Klassikern aus der Stummfilmzeit auch moderne Produktionen mit Live-Musikbegleitung bietet, in der Übersicht:

• Donnerstag, 25. Januar 2018, 20:00 Uhr: "Siren of the Tropic" (Frankreich 1927), Regie: Mario Nalpas, Henri Étiévant
• Freitag, 26. Januar 2018, 20:00 Uhr: "Metropolis" (Deutschland 1927), Regie: Fritz Lang
• Samstag, 27. Januar 2018, 15:00 Uhr: "Ein Uhr nachts" (USA 1926) und "Die Rollschuhbahn" (USA 1926), Regie: Charlie Chaplin
• Samstag, 27. Januar 2018 ,17:00 Uhr: "Der Golem, wie er in die Welt kam" (Deutschland 1920), Regie: Paul Wegener,
• Samstag, 27. Januar 2018, 20:00 Uhr: "¡Vivan las Antipodas!" (D/AR/NL/CL 2011), Regie: Victor Kossakovsky
• Sonntag, 28. Januar 2018, 14:00 Uhr: "Der Zirkus" (USA 1928) und "Eine Nacht im Varieté" (USA 1915), Regie: Charlie Chaplin
• Sonntag, 28. Januar 2018, 17:00 Uhr: "The Gate of Departure" (Ägypten 2014), Regie: Karim Hanafy

Mehr Informationen und Ticketvorverkauf hier

Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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Der Schauspieler Conrad Veidt wurde am 22. Januar 1893 in Berlin geboren. Die künstlerische Karriere des Schulabbrechers begann bereits vor den Wirren des Ersten Weltkriegs, als er unter Max Reinhardt am Deutschen Theater in Kleinrollen auftrat.

Nach 1918 wandte er sich, zunächst aus finanziellen Gründen, dem Kino zu, spielte unter Richard Oswald und Robert Reinert in populären Sitten- und Aufklärungsfilmen. Nach seinem Erfolg in Robert Wienes Caligari-Film gab es kein Halten mehr. Veidt wurde auf unheimliche Rollen festgelegt, gab den rachsüchtigen Maharadscha von Eschnapur in Das indische Grabmal oder in Orlacs Hände einen von Wahnvorstellungen getriebenen Pianisten.

Bald schon rief Hollywood nach dem privat alles andere als dämonischen Schauspieler, doch in Folge des beginnenden Tonfilmzeitalters und seines Akzents kehrte er wieder nach Deutschland zurück – bis er nach der Machtübernahme der Nazis gezwungen war, das Land gemeinsam mit seiner dritten Ehefrau Richtung England und später USA zu verlassen. Er spielte den Jew Süss in Lothar Mendes' Verfilmung von Lion Feuchtwangers Roman als Gentleman, brachte als geheimnisvoller Fremder das Leben in einer schäbigen Familienpension in The Passing Of The Third Floor Back wieder ins Lot und landete schließlich als sinistrer Großvesier Jaffar in einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht (Der Dieb von Bagdad). In Michael Curtiz' Casablanca brillierte er als deutscher Agent an der Seite von Hollywood-Traumpaar Bergman & Bogart – und erhielt dabei mehr Gage als die beiden. Veidt verstarb am 03. April 1943 während eines Golfspiels an einem Gehirnschlag. Erich Pommer über Veidt: „Schwer zu entscheiden, was an ihm mehr zu bewundern war: sein Künstlertum oder seine Menschlichkeit!“. mehr

Filmreihe in Wien

Anlässlich des 125. Geburtstags des Schauspielers Conrad Veidt zeigt das Filmarchiv Austria eine umfassenden Retrospektive unter dem Titel: "Conrad Veidt - Dämon, Teufel, Held, Genie". Die Filmschau, die noch bis zum 28. Februar 2018 im Wiener Metro Kinokulturhaus geht, umspannt eine Auswahl von ca. 40 Spielfilmen, die Veidts Karriere exemplarisch abbilden und anhand derer sich seine Entwicklung vom Stummfilm zum Tonfilm, vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit, vom Schurken hin zum stets auch an politische Ideale festhaltenden Charakterdarsteller ablesen lässt. mehr

Textquelle: Filmarchiv Austria; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Der sowjetische Regisseur Sergei Michailowitsch Eisenstein wurde vor 120 Jahren, am 22. Januar 1098 (gregorianischer Kalender, nach dem julianischen Kalender am 10. Januar 1898), in Riga geboren.

Er zählt zu den international einflussreichsten Filmschaffenden des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Revolutionsfilmen Panzerkreuzer Potemkin (UdSSR 1925) und Oktober (UdSSR 1928) hatte er weltweiten Einfluss auf die Filmsprache. Eisenstein starb am 11. Februar 1948 in Moskau. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Der französische Filmpionier Georges Méliès starb am 21. Januar 1938 in Paris, wo er am 08. Dezember 1861 auch geboren wurde.

Méliès Name ist wie kaum ein anderer mit der Entstehung des Kinos und der Erfindung des erzählenden Films verknüpft. Von seinen über 400 Filme, die er von 1886 bis 1913 drehte, sind etwa die Hälfte erhalten. Viele seiner Werke bestechen durch den fantasievollen, "magischen" Einsatz von Filmtricks wie Stop-Motion und Doppelbelichtungen. Mit Le Voyage dans la Lune ("Die Reise zum Mond") drehte er 1902 den ersten Science-Fiction-Film der Kinogeschichte.

Martin Scorsese drehte mit Hugo Cabret (USA 2011) eine Hommage an den Filmmagier, die bei der Oscarverleihung im Jahr 2012 mit fünf Trophäen ausgezeichnet wurde. mehr

babylon kino 250Das Babylon Kino in Berlin veranstaltet vom 26. bis 28. Januar 2018 die internationale Konferenz "Lubitsch aus Berlin" ("Lubitsch from Berlin") über das Werk und das Leben des Meisterregisseurs Ernst Lubitsch.

An der Veranstaltung nehmen internationale Wissenschaftler und Filmschaffende teil, darunter Alenka Zupančič, Jela Krečič Žižek, Robert Pfaller, Aaron Schuster, Yuval Kremnitzer, Ivana Novak, Udi Aloni, Gregor Moder und Mladen Dolar. Eröffnet wird die Konferenz mit einem Vortrag des US-Autors James Harvey und einem anschließenden Gespräch zwischen dem slowenischen Philosophen Slavoj Žižek und dem deutschen Regisseur Volker Schlöndorff.

Im Rahmen von "Lubitsch aus Berlin" wird eine größere Auswahl von Lubitsch´ Filmen gezeigt, darunter auch Stummfilme wie Die Puppe (D 1919) und Madame Dubarry (D 1919) mit Live-Musikbegleitung. Das ganze Konferenzprogramm findet man hier
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

fb leuchtreklame 250Die Kinothek Asta Nielsen lädt am Samstag, den 20. Januar 2018, um 16:00 Uhr zu einer filmischen Reise um die Welt und durch die Filmgeschichte ein.

Gezeigt werden bei dem etwa 60-minütigen Programm Impressionen aus verschiedenen Ländern und Epochen des letzten Jahrhunderts: "Ein Spiel mit filmischen Formen und Geschichten, mit Bildern und Musik", wie es in der Ankündigung heißt. Die Filme werden auf einem 16mm-Projektor vorgeführt und mit gefundener Musik – auf Platten und anderen Tonträgern – begleitet.

Die Veranstaltung findet in den Räumen der Kinothek Asta Nielsen (Stiftstraße 2, 60313 Frankfurt am Main) statt und ist Teil der Filmreihe "Frauenräume – Frauenträume", konzipiert und realisiert in Zusammenarbeit mit dem MUT-Projekt vom Dachverband der Migrantinnenorganisationen (DaMigra e.V.). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

ellen m harrington foto sophie schueler quelle dif 250Ellen M. Harrington, die neue Direktorin des Deutschen Filminstituts/Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main, präsentierte sich auf einer Pressekonferenz am 16. Januar 2018 der Öffentlichkeit.

Harrington, die ihr Amt am 02. Januar 2018 angetreten hat, betonte zunächst die herausragende internationale Bedeutung und Exzellenz des Deutschen Filminstituts/Deutschen Filmmuseums, „aber natürlich kann man sich immer noch weiterentwickeln. Ich habe mir vorgenommen, einige sichtbare Verbesserungen unserer öffentlichen Aktivitäten vorzunehmen, die Aufgabe und das Anliegen des Deutschen Filminstituts klarer zu vermitteln – sowohl in den klassischen Medien als auch über digitale Plattformen.“

Der Ausbau und die Weiterentwicklung eines Dialogs mit den Besucher/innen des Hauses sei ihr ein besonderes Anliegen: „Das Publikum verändert sich. Umso wichtiger ist es, kontinuierlich daran zu arbeiten und neue Wege zu erschließen, wie wir unsere Besucher/innen an uns binden.“ Darüber hinaus sei sie bereits daran, wichtige neue Sammlungen zu akquirieren. Ziel sei eine Verbesserung der Mittel und Wege, diese zu bewahren und mit den Besucher/innen vor Ort sowie online zu teilen. Noch stärker als bisher sollen die erfolgreichen und beispielhaften Ausstellungen des Hauses international on tour geschickt werden, so Harrington.

„Ich begrüße Ellen M. Harrington ganz herzlich in Frankfurt. Als neue Direktorin des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums passt Ellen M. Harrington ganz ausgezeichnet zur internationalen Stadt Frankfurt. Mit der Amerikanerin und Spezialistin für den europäischen Film begrüßen wir eine hochkompetente Fachfrau aus der Welthauptstadt des Films, die sich ganz gewiss auf inspirierende Weise einbringen wird“, sagte die Verwaltungsratsvorsitzende des Deutschen Filminstituts und Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Ina Hartwig. Auch Dr. Nikolaus Hensel freut sich für das Deutsche Filminstitut, dessen ehrenamtlicher Vorstand er seit 2006 ist: „Ellen Harringtons weltweites Netzwerk, ihre fachliche Expertise und ihre Management-Erfahrung werden das Haus bereichern.“

Die studierte Film- und Literaturwissenschaftlerin Ellen M. Harrington arbeitete von 1993 bis Dezember 2017 für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills. Zuvor war sie für gemeinnützige Filminitiativen sowie in der Filmproduktion tätig. Sie war Direktorin für Ausstellungen und Filmveranstaltungen sowie Gründungsdirektorin des International Outreach Program der Academy, die auch die Oscars verleiht. Mit der Gründung des akademieeigenen Filmmuseums im Jahr 2013 wechselte sie als Direktorin für Ausstellungen und Sammlungen in den Planungsstab des Großprojektes und war seit 2015 für Aufbau und Konzeption der Museumssammlung zuständig.

Im Lauf ihrer Karriere hat Ellen Harrington für die Academy und für Partnerinstitutionen rund 50 Filmausstellungen kuratiert sowie weitere 30 Ausstellungsübernahmen verantwortet. Sie hat außerdem für die Academy, für internationale Filminstitutionen und Festivals mehr als 500 Filmvorführungen realisiert, darunter Retrospektiven, Hommagen und Bildungsveranstaltungen. Mit dem Deutschen Filmmuseum arbeitete sie mehrfach zusammen, besonders intensiv bei der Ausstellung „And the Oscar goes to... 85 Jahre ‚Bester Film‘“, welche das Deutsche Filmmuseum 2012 in Frankfurt realisierte.
Textquelle: Pressemitteilung Deutsches Filminstitut/Deutsches Filmmuseum in Frankfurt am Main; Foto: DIF/Sophie Schüler

filmstreifen 08 250Am Freitag, den 19. Januar 2018, ist um 19:00 Uhr im Kino des Filmmuseum Potsdam ein Kurzfilmprogramm unter dem Motto "Tanzende Kaffeewärmer und mechanische Ballette" zu sehen.

Tanzfilme der 1920er- bis 1940er-Jahre prägten die künstlerische Avantgarde ihrer Zeit. Schon mit Fernand Légers "Ballet Mécanique" zeigten sich tänzerische Abläufe, die anstatt lebendiger Körper abstrakte Gegenstände in den Fokus nahmen. Erst mit der Montage entstand so eine Choreographie, die dem Medium Film vorbehalten bleibt. Auch Maya Deren brachte in "A Study for Choerography for Camera" durch sehr exaktes Montieren unterschiedliche Bewegungs- und Aufnahmegeschwindigkeiten zusammen, die einzig der Film zu einem Tanz werden lassen kann. Nahaufnahmen einzelner Körperteile wurden für künstlerische Experimente, aber auch zu didaktischen Zwecken verwendet: In "Sie können nicht Charleston tanzen?" wurden die Möglichkeiten der Zeitlupe benutzt, um dem Publikum eine Charleston-Stunde zu erteilen. Ausdruckstänzerin Niddy Impekoven brachte mit ihren Tanz-Pantomimen verschiedenste Objekte in Bewegung, so eine Puppe der Künstlerin Lotte Pritzel in "Die Pritzelpuppe" oder den berühmten Münchener Kaffeewärmer.

Die Kurzfilme werden von Eunice Martins live am Klavier begleiten. Eine Einführung in das Programm hält Prof. Dr. Ursula von Keitz (Filmmuseum Potsdam). Die Vorführung findet anlässlich der Sonderausstellung Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino statt. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Kalender

zwischentitel dezember 2018

Kinotipps, Festivals, Filmreihen und mehr ... den Stummfilm-Kalender für Dezember 2018 findet man hier

"Kino-Pravda" online

filmrestaurierung 250 03

Das Österreichische Filmmuseum hat die erhaltenen "Kino-Pravda"-Arbeiten von Dziga Vertov im Netz veröffentlicht. mehr

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"Singende, sprechende und musizierende Films": filmportal.de macht digitalisierte Tonbilder aus der Frühzeit des Kinos online zugänglich. mehr