stephan graf von bothmer 250 1 birgit meixnerIm kukuun Club Hamburg wird am 05. November 2015 um 20.00 Uhr Fritz Langs Metropolis gezeigt. Der Film wird von Stephan Graf von Bothmer live am Flügel begleitet.

Der aufwändige Science-Fiction-Film wurde am 10. Januar 1927 in Berlin uraufgeführt und ist einer der teuersten Filme seiner Zeit. Das herausragende Werk der Filmgeschichte ist ein Klassiker des deutschen Expressionismus. Auch heute noch übt der Film Einfluss auf Filmschaffende aus und ist Gegenstand von filmhistorischen Anlaysen.

Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. In den Hauptrollen sind Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen. mehr

Stephan Graf von Bothmer wird Fritz Langs Meisterwerk am Flügel vertonen. Foto: Birgit Meixner

skladanowski stern berlin 250Am 01. November 1895 führten Max und Emil Skladanowsky im Wintergarten Berlin erstmalig in Deutschland kurze Filmsequenzen vor einem zahlenden Publikum vor. Das Projektionsgerät, Bioscop genannt, war von den Brüdern selbst entwickelt worden.

Die Filme zeigten unter anderem ein boxendes Känguru und einen Serpentinentanz. Wim Wenders drehte 1995 mit Studenten der HFF München den Stummfilm "Die Gebrüder Skladanowsky" als Hommage an die filmhistorische Pionierleistung.

Das Bild zeigt den Stern für Max Skladanowsky auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Der französische Filmkomiker Max Linder, geboren am 16. Dezember 1883 in Saint-Loubès als Gabriel-Maximilien Leuvielle, gilt als erster internationaler Leinwandstar der Kinogeschichte.

Er schuf die Filmfigur des eleganten, mitunter etwas überdrehten Max, der in vielen seiner Filme in grotesk-komische Situationen verwickelt wird. Linder drehte auch in den USA und hatte mit seinen Streifen deutlichen Einfluss auf die künstlerische Arbeit von Charles Chaplin und andere amerikanische Filmkomiker.

Max Linder starb am 31. Oktober 1925 in Paris; nach seinem Tod geriet er rasch in Vergessenheit. Aufgrund von Recherchearbeiten und Filmdokumentationen seiner Tochter Maud Linder in den 1960er-Jahren, und der darauf einsetzenden filmhistorischen Beschäftigung mit Linder, wird sein enormer Einfluss auf die Entwicklung der Filmgeschichte, und hier insbesondere der Filmkomödie, immer augenfälliger. mehr

Die Veranstaltungsreihe „Beat The Silence“ präsentiert auch bei seiner zweiten Ausgabe vom 12. bis 15. November 2015 moderne Stummfilmvertonungen zwischen Pop, Experimentell und Clubkultur.

Veranstaltungsort ist das Black Box Kino im Filmmuseum Düsseldorf. Neben Filmklassikern sind auch aktuelle Formen visueller Kunst angekündigt. Gezeigt werden unter anderem Ballet Mécanique (Regie: Fernand Léger und Dudley Murphy, Frankreich 1924), Ein Sechstel der Erde (Regie: Dziga Vertov, UdSSR 1926) und Nosferatu (Regie: F. W. Murnau, Deutschland 1922). Alle Programminformationen hier

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 31. Oktober 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Lilian Harvey in "Adieu, Mascotte".

Wilhelm Thiele drehte die unterhaltsame Liebeskomödie im Jahr 1929. Neben dem damaligen Publikumsliebling Lilian Harvey sind Igo Sym, Marietta Millner, Julius Falkenstein, Hubert von Meyerinck, Oskar Sima und Harry Halm auf der Leinwand zu sehen. Adieu, Maskotte wurde am 02. August 1929 in Berlin im Kino "Universum" am Lehniner Platz uraufgeführt und am 28. April 1930 in einer Tonfassung erneut in die Kinos gebracht. An der Kinoorgel im Babylon spielt Anna Vavilkina. mehr

Das Kino in der Brotfabrik Berlin zeigt anlässlich der Ausstellung "Tanz auf dem Vulkan" die Reihe „Berlin im Stummfilm“.

Gezeigt wird am 02. November 2015 das Sozialdrama Menschen untereinander (1926) von Gerhard Lamprecht, am 09. November 2015 Abwege (1928) von G. W. Pabst, am 16. November 2015 Asphalt (1929) von Joe May und am 23. November 2014 Mutter Krausens Fahrt ins Glück (1929) von Phil Jutzi. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. mehr

Die Ausstellung "Tanz auf dem Vulkan - das Berlin der zwanziger Jahre im Spiegel der Künste", die auch Materialien aus der Filmgeschichte dieser Zeit berücksichtigt, ist noch bis zum 31. Januar 2015 im Ephraim-Palais in Berlin zu sehen. mehr

Der Todestag von Hans Brausewetter jährte sich im April 2015 zum 70. Mal. Das Magazin HIStory des Centrum Schwule Geschichte (CSG) erinnert aus diesem Anlass in seiner aktuellen Ausgabe 03/2015 an den deutschen Schauspieler.

Brausewetter spielte in der Stummfilmzeit unter anderem in G. W. Pabsts Spielfilmdebüt Der Schatz (1923), F. W. Murnaus Faust - eine deutsche Volkssage (1926) und dem französischen Kriegsfilm Verdun (1928). In der Tonfilmzeit konnte er seine Karriere mühelos, etwa in den aufwändigen Agfacolor-Streifen Münchhausen (1943) und Die Fledermaus (1944), fortsetzen. Während des Nationalsozialismus kam er wegen seiner Homosexualität mit der damaligen antihomosexuellen Gesetzgebung in Konflikt. Brausewetter wurde am 27. Mai 1899 in Malaga/Spanien geboren und starb bei einem Bombenangriff am 29. April 1945 in Berlin.

Artikel über Hans Brausewetter in HIStory als PDF lesen

Das Magazin HIStory des Centrum Schwule Geschichte mit Sitz in Köln bietet Informationen über die schwule Community und zu Aktivitäten, Projekten und Veranstaltungen des CSG. Es stellt Fundstücke aus dem Archiv des CSG ebenso wie Neuerscheinungen schwuler Literatur vor und weist auf Gedenktage und Ausstellungen hin. Das CSG besteht seit mehr als 30 Jahren und hat sich durch zahlreiche Veröffentlichungen und Ausstellungen bundesweit als eine der ersten Adressen für schwule Geschichtsforschung etabliert. mehr

Der 27. Oktober ist "Welttag des audiovisuellen Erbes". Die Unesco hat den Tag im Jahr 2005 ausgerufen, in Deutschland wird er seit 2007 begangen.

Die Unesco will mit dem Welttag auf die Notwendigkeit zum Erhalt von analogen und digitalen Medien wie etwa Fotos, Filmen und Tonaufnahmen aufmerksam machen. Deutschland ist derzeit mit zweiundzwanzig Beiträgen im "Memory of the World"-Register der UNESCO berücksichtigt, darunter die Gutenberg-Bibel, Goethes literarischer Nachlass und, als erster Film überhaupt, Fritz Langs Metropolis aus dem Jahr 1927. mehr

Vom 30. Oktober bis 08. November 2015 veranstaltet die Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft bereits zum 26. Mal das Film+MusikFest Bielefeld.

Das Programm steht in 2015 unter dem Motto „Sündhaft“ und bietet neben einem zeitgenössischen Streifen mit Livemusikbegleitung sechs Stummfilme:

Synthetic Sin (William A. Seiter, 1929)
Freitag 30.10.2015, 20.00 Uhr, Rudolf-Oetker-Halle
Cinematografisches Orchester unter der Leitung von Axel Goldbeck

City Girl (Friedrich Wilhelm Murnau, 1930)
Samstag 31.10.2015, 20.00 Uhr, Rudolf-Oetker-Halle
Bielefelder Philharmoniker unter der Leitung von Bernd Wilden; eine Veranstaltung des Theater Bielefeld

Das Mädchenschiff (Hans Steinhoff, 1927)
Sonntag 01.11.2015, 11.30 Uhr, Matinee im CineStar
Begleitung: Günter Buchwald

Fig Leaves (Howard Hawks, 1926)
Donnerstag 05.11.2015, 20.00 Uhr, CineStar
Begleitung: Leptophonics

Ein Sechstel der Erde (Dziga Vertov, 1926)
Freitag 06.11.2015, 20.00 Uhr, CineStar
Begleitung: We stood like Kings

Alice in Wonderland (Tim Burton, 2010)
Samstag 07.11.2015, 20.00 Uhr, Rudolf-Oetker-Halle
Ein Tonfilm mit Live-Musik: Braunschweiger Staatsorchester unter der Leitung von Helmut Imig

Varieté (Ewald André Dupont, 1925)
Sonntag 08.11.2015, 17.00 Uhr, Rudolf-Oetker-Halle
Daniel Smutny: Consort & Sputnik 27. Twenty Eight Cinematic Scenes

Mehr Informationen zum Festival hier

Das Kino Arsenal am Potsdamer Platz in Berlin zeigt am 25. Oktober 2015 um 20.00 Uhr den Stummfilm Tagebuch einer Verlorenen.

In der Hauptrolle brilliert Louise Brooks in diesem Klassiker des Weimarer Kinos aus dem Jahr 1929. Der Film war nach Die Büchse der Pandora die zweite Zusammenarbeit der Schauspielerin mit dem Regisseur G. W. Pabst. Live am Klavier spielt am 25.10.2015 Eunice Martins. mehr

Die Komische Oper Berlin verwandelte sich am 16. und 17. Oktober 2015 in einen opulenten Kinopalast der 20er Jahre.

Geboten wurde an den beiden Tagen nicht nur jeweils ein Stummfilm mit live Musikbegleitung, sondern auch ein Vorprogramm mit Film- und Revueelementen. Die beiden Kinoabende fanden auf Initiative der ZDF/ARTE-Filmredaktion statt. Die Vorstellung am 17.10.2015 mit F. W. Murnaus Tartüff (1925) als Hauptfilm ist seit 22. Oktober 2015 bis zum Jahresende auf der Internetseite von ARTE als Videomitschnitt kostenlos abrufbar.

Die Schauspielerin Edna Purviance wurde 21. Oktober 1895 in Paradise Valley im US-Staat Nevada geboren.

Sie spielte an der Seite von Charles Chaplin, mit dem sie zwei Jahre lang ein Verhältnis hatte, in über 30 Filmen. Unter anderem war Purviance in den Chaplin-Streifen Der Einwanderer (1917), Ein Hundeleben (1918) und Gewehr über (1918) zu sehen. Sie starb am 11. Januar 1958 in Hollywood. mehr

filmstreifen 01 250Der überwiegend in Deutschland tätig gewesene Filmregisseur und Drehbuchautor Arthur Robison starb am 20. Oktober 1935 in Berlin. Er wurde am 25. Juni 1883 in Chicago geboren.

Robisons Schatten – Eine nächtliche Halluzination zählt zu den beeindruckensten Filmen des deutschen Expressionismus. Das zusammen mit dem Kameramann Fritz Arno Wagner und Filmarchitekten Albin Grau gedrehte Kammerspiel wurde am 16. Oktober 1923 in Berlin uraufgeführt. Auf der Leinwand sind Fritz Kortner, Ruth Weyher, Gustav von Wangenheim und Fritz Rasp zu sehen.

Eine weitere beeindruckende Regiearbeit lieferte Robison in England mit The Informer (1929) ab. Er starb kurz nach den Dreharbeiten zur dritten Verfilmung von Der Student von Prag (D 1935). mehr
Foto: Stummfilm Magazin

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 24. Oktober 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Marlene Dietrich in "Die Frau, nach der man sich sehnt".

Der Film wurde 1929 von Kurt Bernhardt gedreht und entstand nach dem gleichnamigen Roman von Max Brod. Neben Marlene Dietrich sind Fritz Kortner, OsKar Sima und Frida Richard zu sehen. Live begleitet wird der Film im Babylon von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. mehr

Das Kino Arsenal am Potsdamer Platz in Berlin zeigt am 21. Oktober 2015 um 19.30 Uhr den Stummfilm "Menschen am Sonntag" von 1929/30.

Robert Siodmak und Edgar Georg Ulmer führten gemeinsam die Regie bei diesem Klassiker des deutschen Stummfilms. Das Drehbuch von Menschen am Sonntag schrieb Billy Wilder. Live begleitet wird der Film von Eunice Martins am Klavier. mehr

Neuerscheinung

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Am 27. Juni 2022 erscheint "Der Mann, der lacht" (1928) als Collector’s Edition bei Wicked Vision. mehr

Spendenaktion

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Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung bis 04. Juli 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr