Der Willy Haas-Preis zeichnet jährlich im Rahmen des "cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes" bedeutende internationale Publikationen zum deutschsprachigen Film in den Bereichen Buch- und DVD-Edition aus.

2016 wird der, nach dem deutsch-tschechischen Literaten, Drehbuchautor und Filmkritiker Willy Haas benannte Preis zum dreizehnten Mal vergeben. Dieses Jahr besteht die internationale Jury aus Peter Bossen (Hamburg), Adelheid Heftberger (Wien), Uli Jung (Trier), Heike Klippel (Braunschweig) und Fabian Tietke (Berlin).

Die Jury hat aus den Neuerscheinungen der letzten 24 Monaten je Kategorie fünf Kandidaten für den Preis nominiert. Der endgültige Sieger wird im Rahmen der Eröffnung des 29. Internationalen Filmhistorischen Kongresses am Mittwoch, den 23. November 2016, im Hamburger Kino Metropolis bekannt gegeben.

Für die Shortlist der Kategorie DVD wurde Der Student von Prag, erschienen in der Edition Filmmuseum, nominiert. Die Doppel-DVD präsentiert den Filmklassiker (1913) mit Paul Wegener in restaurierter Fassung. Das Bonusmaterial enthält ein 20-seitiges Booklet in drei Sprachen, die originale Klavieruntermalung des Films sowie eine Version der Orchestermusik. Weitere Informationen zur Preisverleihung unter www.cinefest.de
Videotrailer Cinefest 2016

XIII. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes, Hamburg, 19.–27. November 2016
Internationaler Filmhistorischer Kongress, Hamburg, 24.–26. November 2016

Eberhard Junkersdorf fordert in einem Kommentar für Welt-Online von der Kulturpolitik ein deutlich entschlosseneres Engagement für das Filmerbe.

Der Autor, 2009 bis 2015 Kuratoriumsvorsitzender der Wiesbadener Murnau-Stiftung, gibt einen Einblick in die aktuelle Situation der bedeutenden Institution, die chronisch unterfinanziert ist.

Die Murnau-Stftung pflegt und vermarktet einen Großteil des frühen deutschen Filmschaffens, darunter international herausragende Meisterwerke wie "Metropolis" (1927), "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" (1922) und "Das Cabinet des Dr. Caligari" (1920). zum Artikel

stephan graf von bothmer 250 5 birgit meixnerStephan Graf von Bothmer vertont am Samstag, den 05. November 2016, in der Emmaus Kirche in Berlin die Komödie "Der Himmel auf Erden".

Regie bei dem 1927 entstandenen Stummfilm führten Alfred Schirokauer und Reinhold Schünzel. Letzterer ist auch als Hauptdarsteller zusammen mit Charlotte Ander und Adele Sandrock auf der Leinwand zu sehen. Mehr Informationen über den Musiker Stephan Graf von Bothmer und seine Stummfilmkonzerte hier
Foto: Birgit Meixner

schatten dvd 2016 250Das Ensemble Ascolta wird am 05. November 2016 in der Stuttgarter Liederhalle "Schatten - eine nächtliche Halluzination" live musikalisch begleiten.

Gespielt wird eine Komposition von Johannes Kalitzke, die der Musiker im Auftrag von WDR und ZDF/ARTE in 2016 geschrieben hat. Das Musikwerk wurde auch schon für die kürzlich erschiene DVD-Veröffentlichung des Films (Absolut Medien) vom Ensemble Ascolta eingespielt.

Über den Film (Wikipedia)
Trailer zur DVD-Veröffentlichung auf YouTube
"Schatten" am 05.11.2016 in Stuttgart

"Schatten", ein von Regisseur Arthur Robison visuell beeindruckend inszenierter Klassiker des expressionistischen Films, wurde am 16. Oktober 1923 im Berlin uraufgeführt. In dem ohne Zwischentitel produzierten Liebesdrama spielen unter anderem Fritz Kortner, Ruth Weyher, Gustav von Wangenheim und Fritz Rasp.
Bild: Absolut Medien

Im Rahmen der 58. Nordischen Filmtage Lübeck werden am 03. November 2016 die Dokumentation "Mit Sven Hedin durch Asiens Wüsten" und am 04. November 2016 der Spielfilm "Die weisse Wüste" gezeigt.

Regie bei Mit Sven Hedin durch Asiens Wüsten (1929) führten Rudolf Bierbrach und Paul Lieberenz. Der schwedische Geograph, Entdeckungsreisender und Reiseschriftsteller Sven Hedin entdeckte unter anderem die Gebirgskette Transhimalaya in Tibet.

Der Abenteuerfilm Die weisse Wüste, erst kürzlich vom Filmmuseum München aufwändig rekonstruiert, stammt aus dem Jahr 1922 und wurde von der Filmfirma des Tierfängers, Plantagenbesitzers, Schriftstellers und Filmproduzenten John Hagenbeck produziert. mehr

Das zehnköpfige Gitarren-Ensemble „Open Source Guitars“ wird am Freitag, den 04. November 2016, in Kirchentellinsfurt bei Tübingen Murnaus Nosferatu- Eine Symphonie des Grauens live vertonen.

Die Musiker werden Konzert-, Western- und E-Gitarren, historische und präparierte Instrumente und digital erzeugte Klänge in der Echaz Schreinerei zum Einsatz bringen. Friedrich Wilhelm Murnaus Vampirfilm aus dem Jahr 1922 zählt zu den großen Klassikern der Stummfilmära. In der Titelrolle ist Max Schreck zu sehen, das Drehbuch stammt von Henrik Galeen. mehr

metropolis ausstellung koeln 2016 250Mit einer unterhaltsamen und informativen Eröffnungsveranstaltung wurde am 27. Oktober 2016 die Ausstellung zum Stummfilmklassiker Metropolis in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln eröffnet.

Die Schau zeigt Dokumente, Exponate und Nachbauten zum wohl bekanntesten deutschen Stummfilm. Neben Grußworten von Universitätskanzler Dr. Michael Stückradt und der Kölner Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach wurden bei der Auftaktveranstaltung unter anderem live vom collegium musicum gespielte Musikpassagen aus Gottfried Huppertz Originalmusik zu "Metropolis" geboten.

Anlass für die Ausstellung, die noch bis zum 20. Februar 2017 gezeigt wird, ist der 90. Jahrestag der Uraufführung von „Metropolis“, die am 10. Januar 1927 stattfand. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Filmvorführungen und einer Lesung begleitet die sehenswerte, an Hintergrundinformationen reiche Schau. Ein von der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln erstellter Ausstellungskatalog mit vielen selten gezeigten Fotos ist vor Ort erhältlich (240 Seiten, zweisprachig deutsch/englisch).
Internetseite der Ausstellung
Trailer zur Ausstellung auf YouTube
Foto: Frank Hoyer

In der Rochuskirche in Köln-Bickendorf wird am Sonntag, den 30. Oktober 2016, der russische Film "Der Mann mit der Kamera" gezeigt.

Regie bei dem Stummfilmklassiker aus dem Jahr 1929 führte Dsiga Wertow. Live vertont wird Der Mann mit der Kamera von Wilfried Kaets. mehr

Der 27. Oktober ist "Welttag des audiovisuellen Erbes". Die Unesco hat den Tag im Jahr 2005 ausgerufen, in Deutschland wird er seit 2007 begangen.

Die Unesco will mit dem Welttag auf die Notwendigkeit zum Erhalt von analogen und digitalen Medien wie etwa Fotos, Filmen und Tonaufnahmen aufmerksam machen. Deutschland ist mit über zwanzig Beiträgen im "Memory of the World"-Register der UNESCO berücksichtigt, darunter die Gutenberg-Bibel, Goethes literarischer Nachlass und – als erster Film weltweit – Fritz Langs Monumental-Stummfilm Metropolis aus dem Jahr 1927. mehr

Am 30. Oktober 2016 wird Rahmen der Ausstellung bilderstrom in Bonn der Kuturfilm „Der Rhein in Vergangenheit und Gegenwart“ gezeigt.

Die Veranstatung findet in Kooperation des LVR-Landesmuseums Bonn mit dem Förderverein Filmkultur Bonn statt. Der 1922 entstandene Film schildert den Verlauf des Rheins von der Quelle bis zur Mündung mit vielen Impressionen von angrenzenden Städten und Landschaften. Günter Buchwald wird den Film mit Piano, Viola und Geige live vertonen. mehr

Das Kino im Filmmuseum Frankfurt zeigt im Vorfeld des "Welttages des audiovisuellen Erbes", am 26. Oktober 2016 um 18:00 Uhr, frühe Farbfilme aus dem Bestand des Deutschen Filminstitutes.

Die zwischen 1898 und 1930 entstandenen Dokumentarfilme wurden in Deutschland und Frankreich gedreht. Uwe Oberg vertont die cineastischen Raritäten am Klavier, eine Einführung in das Programm gibt Anke Mebold vom Deutschen Filminstitut. Der Welttag des audiovisuellen Erbes ist jahrlich am 27. Oktober. mehr

King Vidors "The Crowd" wird am Samstag, den 29. Oktober 2016, um 18 Uhr im Filmhauskino im Nürnberger KunstKulturQuartier gezeigt.

Ein Mensch der Masse, so der deutsche Titel, entstand im Jahr 1928 und gilt als ein Meisterwerk der ausgehenden Stummfilmära. In den Hauptrollen sind James Murray und Eleanor Boardman zu sehen. Joachim Bärenz wird das Filmdrama live musikalisch begleiten. mehr

Das Kommunalkino Bremen „City 46“ zeigt begleitend zur Ausstellung „A Marquee Piece of Sod. Filme zum Ersten Weltkrieg“ eine Auswahl an Stummfilmen.

G. W. Pabsts Tagebuch einer Verlorenen (1929) mit der wunderbaren Louise Brooks ist am Samstag, den 29.10.2016, um 20:30 Uhr zu sehen. Die Livemusik-Begleitung erfolgt durch Ezzat Nashashibi (Piano und Percussion). Hans-Christoph Hartmann am Saxofon und Ulrich Kodjo Wendt am Akkordeon werden den seinerzeit an den Kinokassen sehr erfolgreichen Film Varieté am Samstag, den 26. November 2016, um 20.30 Uhr vertonen. Die turbulente Komödie Die Puppe von Ernst Lubitsch steht am Samstag, den 17. Dezember, um 20.30 Uhr mit einer Livemusik-Begleitung durch Ezzat Nashashibi (Piano und Percussion) auf dem Programm. mehr

Die Ausstellung „A Marquee Piece of Sod. Filme zum Ersten Weltkrieg“ von Mary Reid Kelley ist noch bis zum 19. Februar 2017 in der Kunsthalle Bremen zu sehen. mehr

murnau stern berlin 250“Ich versuche, in jedem meiner Filme künstlerisches Neuland zu entdecken und neue künstlerische Ausdrucksformen zu finden.” (Friedrich Wilhelm Murnau 1928)

Mit Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens, Faust - eine deutsche Volkssage, Der letzte Mann, Sunrise - A song of two humans und Tabu schrieb Friedrich Wilhelm Murnau Filmgeschichte. 21 Filme drehte er zwischen 1919 und 1930 in Deutschland, Amerika und Tahiti. Ursprünglich hieß der große Regisseur der Stummfilmzeit Friedrich Wilhelm Plumpe. Seinen Künstlernamen gab er sich nach einem wunderbaren Sommer, den er im Jahr 1910 in Murnau verbracht hatte, dem berühmten, auch vom “Blauen Reiter” und der Kunstszene der Moderne heimgesuchten oberbayerischen Ort.

Das Lenbachhaus in München, mit seinem Schwerpunkt auf der Kunst des Expressionismus, widmet Friedrich Wilhelm Murnau vom 25. Oktober 2016 bis 26. Februar 2017 eine Ausstellung, die sich als Hommage an dessen innovative Filmsprache und die einzigartige globale Wirkung der frühen Filmkunst versteht. Murnau, der unter anderem Kunstgeschichte studiert hatte, schöpfte in seinen Filmbildern immer wieder aus der Geschichte der bildenden Kunst. Andererseits sind die Kunstschaffenden der 1920er Jahre gerne und viel ins Kino gegangen. Unter den Künstlerinnen und Künstlern des Lenbachhauses sind solch frühe Cineasten vertreten. Die starken Verbindungen zwischen den Künsten werden nicht in einer akribischen Einflussgeschichte nachgewiesen, die Kurator/innen haben sich für einen anderen Zugang entschieden: Die Ausstellung zeigt Film mit Film.

Das Lenbachhaus hat zeitgenössische Regisseurinnen und Regisseure eingeladen, sich in Filmessays und Kurzfilmen mit Friedrich Wilhelm Murnau zu beschäftigen. Alexander Kluge, Ulrike Ottinger, Guy Maddin und Evan Johnson, Luc Lagier sowie ein Team der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film untersuchen in insgesamt fünf Beiträgen jeweils ein Werk Murnaus mit filmischen Mitteln. Die Auswahl der Werke, darunter "Nosferatu", "Faust" und "Tabu", bestimmt auch die Materialien, die zusätzlich in der Ausstellung zu sehen sind: Zeichnungen und Fotografien von Murnau und einigen seiner Mitstreiter, darunter Albin Grau, Hans Natge und Robert Herlth.

Parallel zur Ausstellung im Lenbachhaus bietet das Münchner Filmmuseum die seltene Gelegenheit, in einer umfassenden Retrospektive alle erhaltenen Filme Murnaus zu sehen, in besten Kopien und begleitet von international renommierten Stummfilmmusikern.

Presseankündigung der Ausstellung in der Süddeutschen Zeitung
Filmografie von F. W. Murnau

Über F. W. Murnau
Er wurde am 28. Dezember 1888 als Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld geboren. Ab 1907 studierte er Literatur und Kunstgeschichte in Berlin und Heidelberg. In Berlin lernte er den Dichter Hans Ehrenbaum-Degele kennen, der zum engsten Freund seines Lebens wurde. Ehrenbaum-Degeles Familie akzeptierte Murnau als zweiten Sohn. Wohl im Sommer 1910 reisten sie zusammen in das oberbayerische Murnau, ein wichtiger Ort für die zeitgenössische Kunstszene, zu der auch die Mitglieder des späteren „Blauen Reiter“ gehörten. Max Reinhardt gab damals im Garten der Villa des Architekten Emanuel Seidl Shakespeares „Sommernachtstraum“ als Naturtheater. In der Folge nahm Plumpe den Künstlernamen „Murnau“ an. Der Namenswechsel ermöglichte ihm die Distanzierung von seiner Familie und ein selbstbestimmtes Leben, zu dem seine Homosexualität und eine künstlerische Laufbahn – zuerst als Schauspieler – gehörten.

Zurück in Berlin wurde Murnau Mitglied von Max Reinhardts Bühne und baute sich ein breites Netzwerk in der Theater-, Literatur- und Kunstszene auf. Den Ersten Weltkrieg erlebte Murnau im Ersten Garderegiment zu Fuß und ab 1917 bei der Fliegertruppe, zuletzt als Internierter in der Schweiz. In Luzern führte er bei zwei Theaterstücken Regie. Die Familie seines gefallenen Freundes Hans Ehrenbaum-Degele überließ ihm nach dem Krieg ihre Villa im Grunewald als Wohnsitz; dort lebte er in den frühen 1920er Jahren mit dem Maler und Musiker Walter Spies zusammen.

Ab 1919 war der Film Murnaus Wirkungsfeld. Leider sind seine ersten Filme nicht erhalten, es existieren nur zeitgenössische Kritiken sowie gelegentliche Werbematerialien und Fotografien, Drehbücher und Plakate, aus denen sich Rückschlüsse auf das Frühwerk ziehen lassen. Der Gang in die Nacht, bereits seine siebte Regie-Arbeit, wurde im Januar 1921 in Berlin uraufgeführt und ist der früheste erhaltene Murnau-Film. Mit "Nosferatu" (1922) drehte er sein heute bekanntestes Werk.

Murnau kooperierte mit den besten Kameraleuten seiner Zeit, unter ihnen Fritz Arno Wagner, Carl Hoffmann, Charles Rosher und Karl Freund, der für "Der letzte Mann" (1924) die „entfesselte Kamera“ entwickelte. Für seine Filme engagierte er die prominentesten Schauspieler: Früh schon gehörten Conrad Veidt, Fritz Kortner und Eugen Klöpfer dazu. Er arbeitete mit Alfred Abel, Max Schreck, Lil Dagover, Werner Krauß, Gösta Ekman und entdeckte Camilla Horn. Emil Jannings war der Hauptdarsteller in drei Filmen Mitte der 1920er Jahre. Drehbücher schrieben Carl Mayer, Henrik Galeen und Thea Harbou. Die künstlerische Ausstattung besorgten Albin Grau, Robert Herlth, Rochus Gliese und Walter Röhrig.

Die Innovationskraft und der Erfolg seiner großen UFA-Filme "Der letzte Mann" (1924), Tartüff (1925) und "Faust" (1926) beeindruckten den amerikanischen Produzenten William Fox, der Murnau für Hollywood engagierte. Dort konnte er "Sunrise" (1927) mit einem riesigen Budget und größter künstlerischer Freiheit drehen. In der allerersten Oscar-Verleihung im Jahr 1929 wurden "Sunrise" als bester Film und Janet Gaynor als beste Darstellerin ausgezeichnet. In der Folge wurden Murnau der rasche Wechsel zum Tonfilm und der finanzielle Druck der Studios zum Verhängnis. Für die nächsten Filme 4 Devils (1928) und City Girl (1930) hatte er nicht mehr die künstlerische Vollmacht. Enttäuscht entschloss sich Murnau zu einer Südseereise, um auf Tahiti möglichst unabhängig einen Film zu realisieren: "Tabu" (1931). Dessen Premiere erlebte er nicht mehr, am 11. März 1931 starb Murnau nach einem Autounfall in Santa Barbara, Kalifornien.

Die Ausstellung im Lenbachhaus München entstand in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Wiesbaden, der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen Berlin, dem Filmmuseum München, der Hochschule für Fernsehen und Film München und der Versicherungskammer Kulturstiftung.

Textquelle: Pressemitteilung Lenbachhaus München
Das Bild zeigt den Stern für F. W. Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Frank Hoyer

„Die erneute Auszeichnung mit dem Hessischen Kinokulturpreis in der Kategorie `Kommunale Kinos´ ist eine wichtige Bestätigung unserer Programmarbeit und honoriert unser besonderes kulturelles Engagement. Die Verleihung des begehrten Preises im Rahmen des Hessischen Filmpreises in der Alten Oper in Frankfurt unterstreicht den Stellenwert des Kinos als gesellschaftliches Kulturgut und gemeinschaftlicher Erlebnisort“, so Ernst Szebedits, Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Als Teil der Wiesbadener Kulturlandschaft ist es das Anliegen des Murnau-Filmtheaters mit anderen Institutionen und regionalen Vereinen in Dialog zu treten, zusammenzuwachsen und somit das politisch-soziale sowie kulturelle Leben des Rhein-Main-Gebiets mitzugestalten und das Angebot zu erweitern. Das Programm des Murnau-Filmtheaters setzt sich aus aktuellen Spielfilmen und Dokumentationen sowie dem eigenen einzigartigen Filmstock zusammen. Für die Filmauswahl können wir aus unserem kultur- und filmhistorisch herausragenden Bestand schöpfen, der Filme vom Beginn der Laufbilder bis zum Anfang der 1960er Jahre umfasst.

Sebastian Schnurr, zuständig für die Programmplanung des Murnau-Filmtheaters, nahm die Auszeichnung am 21. Oktober 2016 beim Hessischen Film- & Kinopreis in der Alten Oper Frankfurt entgegen.
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung im Internet
Textquelle: Pressemitteilung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Wiesbaden

Sammlung Werner Nekes

Bis 16. April 2023 wird im Filmmuseum Potsdam die Präsentation "Ich sehe was, was Du nicht siehst – Aus der Sammlung Werner Nekes" gezeigt. Ergänzend findet eine Vermittlungswerkstatt statt. mehr

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