Am Freitag, den 18. November 2016, wird in Schwäbisch Hall der schwedische Stummfilmklassiker "Der Fuhrmann des Todes" gezeigt.

Victor Sjöström, der auch in einer der Hauptrollen zu sehen ist, inszenierte das Drama im Jahr 1921. Heute zählt der Film zu den bedeutensten Werken des schwedischen Kinos. Live vertont wird Der Fuhrmann des Todes in Schwäbisch Hall von SilentFilmDj D´Dread. mehr

Literaturtipp: Im 35 Millimeter-Verlag ist das Buch "Victor Sjöström - Film Can Be Art" von Jens Dehn erschienen. mehr

Das nächste Stummfilmfestival in Karlsruhe, das vom 8. bis 12. März 2017 stattfindet, hat sein Hauptprogramm „Friedrich Wilhelm Murnau und dem Kino der Zwanziger Jahre“ gewidmet.

Zu sehen sein werden nicht nur Filme des einflussreichen Filmregisseurs, der unter anderem mit Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens und Der letzte Mann Meisterwerke des Weimarer Kinos drehte und dessen Sunrise - A song of two humans im Jahr 1929 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde: "Mit einigen weiteren Filmen möchten wir die Einflüsse und Verbindungslinien zu anderen Regisseuren, Drehbuchautoren und Genres aufzeigen", so der Veranstalter. Kooperationspartner des Stummfilmfestivals in 2017 sind die Kinemathek Karlsruhe, das ZKM – Zentrum für Kunst und Medien, das Stadtmuseum und das Roncalli-Forum. mehr

Jean Epstein schuf mit seiner Version von Der Untergang des Hauses Usher ("La Chute de la Maison Usher") eine visuell und erzählerisch avangardistische, zudem atmosphärisch dichte Edgar-Allan-Poe-Verfilmung.

Der 1928 in Frankreich entstandene Stummfilm wird am Sonntag, den 13. November 2016, um 20:00 Uhr in der Braunschweiger Bartholomäuskirche gezeigt. Marguerite Gance, die Ehefrau des französischen Regisseurs Abel Gance (Napoleon 1927), ist in einer Haupt-, Gance himself in einer Nebenrolle zu sehen. Luis Buñuel, Regieassistent und ursprünglicher Co-Autor beim Drehbuch, verließ aufgrund künstlerischer Differenzen mit Epstein die laufende Produktion. "La Chute de la Maison Usher" wurde im Jahr 2000 in das National Film Registry aufgenommen.

Begleitet wird der bislang selten öffentlich gezeigte Film von dem britischen Musik- und Künstlerprojekt In the Nursery. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Braunschweig International Film Festival 2016 statt. mehr

Der österreichische Filmregisseur und -produzent Jakob Fleck wurde am 08. November 1881 in Wien geboren.

Gemeinsam mit dem Ehepaar Anton Kolm und Luise Kolm gründete er 1910 in Österreich die Erste österreichische Kinofilms-Industrie. Nach dem Tod von Anton Kolm siedelte er mit Luise Kolm nach Berlin über und heiratete sie. Sie nahm seinen Nachnamen an.

Ab Mitte der 1920er-Jahre stellte das Ehepaar Fleck dann mehrere Dutzend Filme in Berlin her. 1940 flohen beide aus Nazi-Deutschland. Jakob Fleck starb am 19. September 1953 in Wien, seine Frau schon drei Jahre früher, am 15. März 1950. mehr

Am Samstag, den 12. November 2016, um 18:30 Uhr und 20.45 Uhr sowie am Sonntag, den 13. November 2016, um 11:00 Uhr wird in der Mehrzweckhalle Lenzburg (Kanton Aargau/Schweiz) der Stummfilm Steamboat Bill, jr. mit Buster Keaton in der Hauptrolle gezeigt.

Regisseur Charles Reisner drehte die Stummfilmkomödie im Jahr 1928. Berühmt ist der Streifen für die verblüffende Szene, in der eine Hauswand auf Buster Keaton fällt und er nach dem Aufprall der Wand auf dem Boden in einer Fensteröffnung der Fassade unbeschadet steht. Ein rund 100-köpfiges Orchester, ein Projekt des Vereins Pro Musikschule Lenzburg, begleitet die drei Vorführungen in Lenzburg mit einer Neukomposition von Urs Erdin. mehr

Die amerikanische Schauspielerin Miriam Cooper wurde vor 125 Jahren, am 07. November 1891, in Baltimore (Maryland) geboren.

Die nur 1,47 Meter große Cooper spielte unter anderem Hauptrollen in Die Geburt einer Nation (1915) und Intoleranz (1916), beide von D. W. Griffith inszeniert. Sie heiratete 1916 dessen damaligen Regieassistenten, den späteren Regisseur Raoul Walsh. Cooper starb am 12. April 1976 in Charlottesville (Virginia). mehr

In der St. Kilianskirche Korbach (Hessen) wird am Mittwoch, den 09. November 2016, der Stummfilm Der General gezeigt.

Der amerikanische Schauspieler und Filmregisseur Buster Keaton drehte die berühmte Komödie im Jahr 1926. Legendär ist die Szene, in der eine echte Lokomotive von einer Brücke ins Tal stürzt. Die aufwändige Produktion war kein Erfolg an den Kinokassen, brachte Keaton in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und läutete sein Karriereende ein. Mitte des 20. Jahrhunderts erlebten er und seine Filme eine Renaissance. Seine letzte Rolle spielte er kurz vor seinem Tod in Richard Lesters turbulenter Musicalkomödie "Toll trieben es die alten Römer" aus dem Jahr 1966. Er starb am 01. Februar 1966 in Woodland Hills (Kalifornien).

"Der General" wird in Korbach von Wilfried Kaets live musikalisch vertont. mehr

die stadt ohne juden filmkader filmarchiv austria 250 2016Gemäß dem Leitspruch „Save the Past for the Future“ hat das Filmarchiv Austria eine Crowdfunding-Initiative zur Rettung des vielleicht wichtigsten österreichischen Stumm­films, Die Stadt ohne Juden (Regie: Hans Karl Breslauer, 1924), gestartet.

Durch einen zufälligen Fund auf einem Pariser Flohmarkt kamen bisher verloren geglaubte Passagen des ös­terreichischen Meisterwerks in den Bestand des Filmarchiv Austria. Der Film wurde nach einer Romanvorlage des jüdischen Schriftstellers und Journalisten Hugo Bettauer 1924 in Wien gedreht und zeigt mit unheimlicher Voraussicht die kulturelle und wirtschaftliche Verarmung einer Stadt nach Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Es ist der weltweit erste Film, der wie eine Vorahnung die Vertrei­bung der Juden, die nur wenige Jahre später Realität wurde, sowie die damit verbundenen politischen und ge­sellschaftlichen Konsequenzen darstellt.

Mit den neu aufgefundenen Passagen kann der Film nun erstmals seit vielen Jahrzehnten in voller Länge wiederhergestellt werden. Enthalten ist nun auch der bisher verloren geglaubte Schluss, der gemeinsam mit weiteren neu entdeckten Passagen eine offensichtlich dramaturgisch angelegte Parallel-Erzählung erkennen lässt. Bisher unbekannte Szenen zeigen das jüdische Leben in Wien mit klarer antisemitischer Konnotation. Die berühmte expressionistische Szene mit Hans Moser als rabiaten Antisemiten ist erstmals komplett überlie­fert. Insgesamt wird nun die politische Aussage des Films und die Darstellung des mörderischen Antisemitis­mus in Wien im Gefolge des ersten Weltkrieges wesentlich schärfer artikuliert.

Um dieses einzigartige Filmdokument zu erhalten, müssen als erster Schritt einer umfassenden Restaurierung die auf Nitromaterial neu aufgefundenen Passagen auf modernes Trägermaterial umkopiert und digitalisiert werden. Aufgrund des fragilen Nitromaterials drängt die Zeit. Da dieses aufwendige und kostenintensive Projekt aus dem laufenden Budget nicht finanziert werden kann, hat sich das Filmarchiv Austria entschlossen, die Zivilgesellschaft im Rahmen einer Crowdfunding-Initiative um Unterstützung zu bitten.

Innerhalb der ersten zwei Wochen haben sich mehr als 140 UnterstützerInnen an der Filmrettungs-Initiative auf wemakeit.com beteiligt, dabei kamen bisher über EUR 16.000 zusammen. Bis zum 10. Dezember 2016 können „FilmretterInnen“ die Kampagne noch unterstützen - als Dankeschön warten auf die Supporter exklusive Belohnungen, unter anderem Tickets zur Premiere von "Die Stadt ohne Juden", ein Workshop zur digitalen Filmrestaurierung oder ein Rundgang an filmhistorisch bedeutende Plätze Wiens.

Die Crowdfunding-Kampagne findet man hier

Textquelle und Fotonachweis: Filmarchiv Austria

Anlässlich ihres fünfzigjährigen Bestehens veröffentlicht die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung eine DVD- bzw. Blu-ray-Jubiläumsedition mit sechs Filmen aus ihrem Bestand.

Darunter sind auch die Stummfilme Zapatas Bande (1914) von Regisseur Urban Gad (und mit der unvergleichlichen Asta Nielsen in der Hauptrolle), Als ich tot war (1915) von Ernst Lubitsch und Asphalt (1929) von Joe May. Aus der Sparte Tonfilm sind "Viktor und Viktoria" (1933) von Reinhold Schünzel, "Romanze in Moll" (1943) von Helmut Käutner und "Madeleine und der Legionär" (1957) von Wolfgang Staudte berücksichtigt. Die Veröffentlichung beinhaltet ein Booklet und erscheint am 25. November 2016 als DVD und Blu-ray. mehr

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung wurde 1966 gegründet und verwaltet die Produktionen der ehemaligen Firmen Ufa, Universum-Film, Bavaria, Terra, Tobis und Berlin-Film. Zum Bestand gehören Meisterwerke wie "Metropolis" (1927), "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" (1922) und "Das Cabinet des Dr. Caligari" (1920).

stephan graf von bothmer 250 2 birgit meixnerStephan Graf von Bothmer vertont am Dienstag, den 08. November 2016, in der Kapelle des "Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof" in Berlin den Stummfilm Tagebuch einer Verlorenen.

Georg Wilhelm Pabst drehte den Klassiker des Weimarer Kinos im Jahr 1929. Die Titelrolle brilliert die amerikanische Schauspielerin Louise Brooks. In Nebenrollen sind unter anderem Fritz Rasp, Valeska Gert und Sybille Schmitz zu sehen. Pabsts Version ist die dritte Verfilmung von Margarete Böhmes´ gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1905. Mehr Informationen über den Musiker Stephan Graf von Bothmer und seine Stummfilmkonzerte hier
Foto: Birgit Meixner

Am 17. und 18. November 2016 findet in Berlin die 6. Internationale Konferenz „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe" statt, dieses Mal mit dem Schwerpunkt "Nachhaltigkeit“.

"Die Digitalisierung des kulturellen Erbes hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Doch angesichts der rasanten technologischen Entwicklung der elektronischen Medien, der Projektorientierung von Kulturförderung und der Flüchtigkeit digitaler Kommunikation gewinnen Fragen nach der Nachhaltigkeit an Bedeutung. Auf der 6. internationalen Konferenz sollen am 17. und 18. November 2016 die damit zusammenhängenden Aspekte erörtert werden.", so die Veranstalter in der Programmankündigung. mehr

Vom 31. Oktober 2016 bis 31. Oktober 2017 wird das Luther Jahr begangen: Der Theologieprofessor Martin Luther (1483–1546) veröffentlichte vor 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses. Dieser Tag symbolisiert den Beginn der Reformation.

Aufgrund seiner nachhaltig großen historischen und gesellschaftspolitischen Bedeutung verwundert es nicht, dass sich schon das frühe deutsche Kino dem berühmten und einflussreichen Kirchenmenschen und Bibel-Übersetzer zugewandt hat: In der Stummfilmzeit entstanden von 1911 bis 1928 insgesamt vier sogenannte Luther-Filme, die sich mit dem Leben und Wirken des Reformators auseinandersetzten.

Der Schauspieler Hermann Litt schlüpfte bereits 1911 in die Rolle Luthers (Doktor Martinus Luther); der ca. 20 Minuten lange Film gilt als verschollen. Nur zwei Jahre später verfilmte Erwin Baron unter dem Titel Die Wittenberger Nachtigall mit Rudolf Essek in der Titelrolle den gleichen Stoff. 1923 übernahm dann Karl Wüstenhagen gleichzeitig die Regie und Hauptrolle bei Martin Luther, produziert von einer in Düsseldorf ansässigen Luther-Film GmbH. In einer Nebenrolle ist unter anderem der junge Adolf Wohlbrück zu sehen.

Die vierte und letzte stumme Verfilmung, Hans Kysers Luther – Ein Film der deutschen Reformation von 1928 mit Eugen Klöpfer als Reformator, wurde jetzt rechtzeitig zum "Luther Jahr" vom Bundesarchiv restauriert. Die Herstellung des Films konnte seinerzeit aus Spenden finanziert werden, Auftraggeber war die "Luther-Filmdenkmal – Zentralstelle für die Schaffung eines Lutherfilms". Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer zeigt den nun "aufpolierten" Film im Rahmen einer deutschlandweiten Tournee in 2017 (Termine).

Filmografie "Luther-Stummfilme":

Doktor Martinus Luther
Deutschland 1911
Luther: Hermann Litt
Produktion: Deutsche Bioscop GmbH Berlin

Die Wittenberger Nachtigall
Deutschland 1913
Regie: Erwin Báron
Luther: Rudolf Essek
Weitere Darsteller: Margot von Hardt, Ernst Wehlau, Fritz Alten, Jacques Morway, Max Zilzer, Hans Lindegg, Hugo Freitag, Erwin Báron
Produktion: Rubin-Film/Erwin Báron

Martin Luther
Deutschland 1923
Regie: Karl Wüstenhagen
Luther: Karl Wüstenhagen
Weitere Darsteller: Elise Aulinger, Wilhelm Diegelmann, Charlotte Krüger, Adolf Wohlbrück, Viktor Gehring, Eugen Gura, Rudolf Hoch, Dary Holm
Produktion: Luther-Film GmbH Düsseldorf

Luther – Ein Film der deutschen Reformation
Deutschland 1928
Regie: Hans Kyser
Luther: Eugen Klöpfer
Produktion: Cob Film/Josef Coböken
Auftraggeber: Luther-Filmdenkmal – Zentralstelle für die Schaffung eines Lutherfilms

Literaturtipps:
Dr. Esther Pia Wipfler: "Martin Luther in Motion Pictures: History of a Metamorphosis"; Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, 2011
Dr. Esther Pia Wipfler: "Luther im Stummfilm. Zum Wandel protestantischer Mentalität im Spiegel der Filmgeschichte bis 1930"; in "Archiv für Reformationsgeschichte", Band 98/2007

LAST WARNING ENGLISH 4K FINAL.261723 250Comeback für einen Meilenstein in der Geschichte des amerikanischen Horrorfilms: Die restaurierte Fassung des 80-minütigen Mystery-Thrillers The Last Warning von Paul Leni aus dem Jahr 1929 feiert auf der 22. Filmschau Baden-Württemberg am Samstag, 03. Dezember 2016, im Stuttgarter Metropol Kino ihre Deutschlandpremiere.

Nach der Weltpremiere im Sommer 2016 beim Silent Movie Festival San Francisco und einem Screening im Museum of Modern Art (moma) in New York präsentiert NBCUniversal den Gruselklassiker nun in der Geburtsstadt des Regisseurs Paul Leni und erinnert gleichzeitig an den Produzenten Carl Laemmle, der vor 150 Jahren im schwäbischen Laupheim zur Welt kam und im Jahr 1912 Universal Pictures in Universal City in Kalifornien gründete.

Das Screening bei der Landesfilmschau in Stuttgart wird von den beiden renommierten Stummfilm-Solisten Günter A. Buchwald (Piano) und Frank Bockius (Percussion) musikalisch begleitet. Das Festival weist mit der Premierengala auf die weltweit erste umfassende Ausstellung zu Laemmle, die große Sonderausstellung Carl Laemmle – ein jüdischer Schwabe erfindet Hollywood hin, die am 9. Dezember 2016 im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart eröffnet wird (mehr zur Ausstellung).

Leni, der von Carl Laemmle nach Amerika geholt wurde, drehte für Universal Pictures vier brillant inszenierte Thriller. Deren Schocktechniken, nicht zuletzt die unheimlich wirkenden Bauten, beeinflussten das vor allem von Alfred Hitchcock weitergeführte Genre nachhaltig. So spielt in "The Last Warning" ein Theater in New York die (un)heimliche Hauptrolle. Der Horrorfilm führt die Zuschauer in dieses Theater, das fünf Jahre zuvor wegen eines Mordes an einem Schauspieler während einer Aufführung geschlossen wurde. Ein Produzent will das Geheimnis dieser Bluttat lösen. Er lässt das Theaterstück mit der übriggebliebenen Besetzung noch einmal aufführen. Und wieder schlägt ein Mörder zu.

„ ‚The Last Warning’ ist für die Geschichte von Universal bedeutend, weil es Paul Lenis letzter Film war und Laura La Plante, Universals großer Star in den 1920er Jahren, in einer Schlüsselrolle zu sehen ist“, begründet Michael Daruty, Senior Vice President, NBCUniversal Global Media Operations, die Restaurierung des Films. Bis 2017 sollen in einer fünfjährigen Rettungsaktion insgesamt 75 Universal-Klassiker vollständig restauriert werden, um das Erbe der Universal Studios für die Nachwelt zu bewahren. In der Cinématheque francaise spürte ein NBCUniversal-Team ein 35 mm Nitrat Dup Negativ von ‚The Last Warning’ auf, das zur Herstellung der restaurierten Fassung verwendet werden konnte.

Erwartet werden zur Deutschlandpremiere aus Hollywood Peter Schade, Vice President Content Management bei NBCUniversal, Jeff Pirtle, Director, NBCUniversal Archives & Collections, Rosemary Hilb, die Laemmle-Familienhistorikerin und Ronald Bernheim (Großneffe Carl Laemmles).

Als Late-Night-Special zeigt die Landesfilmschau am 2. Dezember 2016 die restaurierte Laemmle-Produktion Dracula mit Bela Lugosi in der Hauptrolle und der Musikfassung von Philipp Glass. Von 30. November bis 4. Dezember 2016 gibt die 22. Filmschau Baden-Württemberg mit nahezu 100 aktuellen Produktionen einen Überblick über das Filmschaffen im Südwesten. Mehr unter www.filmschaubw.de

Stummfilm Magazin-Literaturtipp: "Paul Leni. Grafik – Theater – Film", zusammengestellt von Hans-Michael Bock, Deutsches Filmmuseum (Online-Shop), Frankfurt am Main, 1986, ISBN 3-88799-008-0.

Textquelle: Pressemitteilung Filmbüro Baden-Württemberg, Foto: Filmschau BW

Im November ist wieder Stummfilm-Saison auf Arte mit einem hochkarätigen und internationalen Programm.

Den Reigen europäischer Stummfilmklassiker eröffnet ein britischer Film, der so gut ist wie ein früher Hitchcock, nur nicht so bekannt: "A Cottage on Dartmoor" (1929) von Anthony Asquith. Von England aus geht es eine Woche später in die französische Provinz und zu einem der schönsten Stummfilme in flirrendem Sommerlicht: René Clairs legendärer Film „Der Florentiner Hut” (1927) in einer neuen Restaurierung der Cinémathèque française.

Im Kontext des ARTE-Filmfestivals dann mit „Schatten - Eine nächtliche Halluzination” (1923) ein weiteres Juwel der Filmgeschichte: Seit langem wartet dieser expressionistische Film mit dem großartig verrückten Fritz Kortner in der Hauptrolle auf seine Wiederentdeckung. Er läuft auf Arte in einer Restaurierung aus Bologna und mit der Musik von Johannes Kalitzke.

Die französische Dokumentation "Wie das Kino erwachsen wurde - Meilensteine der Filmtechnik" aus dem Jahr 2015 rundet den "stummen" TV-November auf Arte ab.

Programmübersicht:
Wie das Kino erwachsen wurde - Meilensteine der Filmtechnik, Mittwoch, 09. November 2016, 21.55 Uhr

A Cottage on Dartmoor, Montag, 14. November 2016, 23:30 Uhr
Der Florentiner Hut, Montag, 21. November 2016, 23:55 Uhr

Schatten - Eine nächtliche Halluzination, Montag, 28. November 2016, 00:50 Uhr

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "40 Jahre Jazz in Ulm" zeigt der "Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm" am 04. und 06. November 2016 den ungarischen  Stummfilm "Der rote Halbmond".

Regie bei dem 1918 entstandenen Film führte Alexander Korda. Die Veranstaltung am 04.11.2016 findet im Stadthaus Ulm statt, am 06.11.2016 wird der Film im Museum ArtPlus in Donaueschingen gezeigt. Live zum Film spielen Michael Riessler und Ensemble. mehr

Sammlung Werner Nekes

Bis 16. April 2023 wird im Filmmuseum Potsdam die Präsentation "Ich sehe was, was Du nicht siehst – Aus der Sammlung Werner Nekes" gezeigt. Ergänzend findet eine Vermittlungswerkstatt statt. mehr

Spendenaktion

filmspule 250 4

Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr

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