achava festspiele thueringen 250 logoDie ACHAVA Festspiele Thüringen haben ihr Programm für 2021 bekanntgegeben.

Die Besucher*innen erwarten von 19. September bis 03. Oktober 2021 spannende, interessante und fröhliche Veranstaltungen, darunter auch eine Stummfilmaufführung mit live Musikbegleitung. Mit diesem kulturellen Angebot sollen auch die zwei Jubiläen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ erfahrbar gemacht werden.

„Nach eineinhalb Jahren des `social distancing´ ist es heute umso wichtiger wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach dem Rückzug ins Private werden die globalen Themen wieder sichtbarer. Es besteht Handlungsbedarf: Klimaerwärmung, Kriege u.v.m. Die ACHAVA Festspiele möchten dabei weiterhin die Geschichte und Geschichten der Menschen, der Überlebenden, der Zeitzeugen, derer die erlebt haben, in den Fokus rücken. Solange es noch geht. In ein paar Jahren liegt es an uns, diese Berichte weiterzutragen, am Leben zu erhalten, gegen Geschichtsvergessenheit und Krieg und für den Dialog und Respekt.“, erläutert Martin Kranz, Intendant der Festspiele, den diesjährigen Schwerpunkt.

Am 03. Oktober wird das "Das Cabinet des Dr. Caligari" (D 1920) in Gera gezeigt. Der Hollywood-Filmkomponist Jeff Beal hat für den großen Weimarer Kinoklasssiker eine neue Musik komponiert, die vom Bundesjazzorchester live zu den expressiven Filmbildern gespielt wird. Einige kurze Stumm- bzw. Animationsfilme ergänzen den Abend. mehr
Bild: Veranstalter

metro 1 250Am 30. und 31. Juli 2021 ist im Berliner Kino Babylon der monumentale Science-Fiction-Film Metropolis (D 1927) mit Livemusik zu erleben.

Das Babylon Orchester Berlin unter Leitung von Ben Palmer spielt die original Filmmusik von Gottfried Huppertz. Regisseur Fritz Lang drehte in den Jahren 1925/1926 mit "Metropolis" den teuersten deutschen Stummfilm. Die Uraufführung war am 10. Januar 1927 im Ufa-Palast am Zoo. Auf der Leinwand sind Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250

Der deutscher Schauspieler Eduard von Winterstein, geboren am 01. August 1871 in Wien als Eduard Clemens Franz Freiherr von Wangenheim, starb am 22. Juli 1961 in Berlin.

Er war unter anderem in den Stummfilmen Opium (D 1919), Nerven (D 1919), Der müde Tod (D 1921), Friedericus Rex (D 1921/22) und Die weiße Wüste (D 1922) zu sehen. Den Übergang von der Tonfilm- zur Stummfilmzeit gelang ihm ohne Probleme. Eines der ersten Talkies, an denen er mitwirkte, war Der blaue Engel (D 1930) von Josef von Sternberg. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

kopfhoerer 250Der Podcast "Auf den Tag genau" präsentiert täglich eine Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren.

"Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von damals bewegten", so die Macher des Angebots.

Auch der Stummfilm ist ein wiederkehrendes Thema. So gibt es eine Kritik zu Asta Nielsens Erfolgsfilm Hamlet (D 1921) aus dem Berliner Tageblatt oder einen Artikel über den Zwischentitellosen Film im Zusammenhang mit Lupu Picks expressionistischen Kammerspiel "Scherben" (D 1921). zum Podcast
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 04 250Am Sonntag, den 25. Juli 2021, ist um 13:30 Uhr Ramper, der Tiermensch im Kino "Central im Bürgerbräu" mit live Musikbegleitung zu erleben.

Der deutsche Stummfilm, von dem nur noch ein einstündiges Fragment existiert, wurde am 31. Oktober 1927 in Berlin uraufgeführt und fusst auf dem Bühnenstück „Ramper“ von Max Mohr (1931-1937). In der titelgebenden Hauptrolle ist Paul Wegener (1874-1948) zu sehen, Regie führte Max Reichmann.

Wegener spielt einen Flieger, der in Grönland scheitert, im Lauf der Jahre verwildert und zum "Tiermenschen" wird. Zurückgeholt in die Zivilisation wird er als Zirkusattraktion ausgestellt und landet schließlich in den Fängen eines Wissenschaftlers, der ihn gegen seinen Willen in die Menschenwelt zurückbringen will.

Vertont wird das Geschehen auf der Leinwand mit einer Live-Musik-Improvisation des Jazz-Ensembles Küspert & Kollegen. Es spielen Till Martin (Saxophone und Klarinetten), Bastian Jütte (Schlagzeug) und Werner Küspert (Gitarre, Konzeption/Komposition) mehr
Textquelle und Foto: Veranstalter

buchwald 1 fotonachweis klaus polkowski 250Am 21. und 22. Juli 2021 ist "The Immigrant" (USA 1917) im Rahmen des "#SWFR100 OpenAir Sommerkinos" mit live Musikbegleitung zu erleben.

Das Freiburger Studierenden-Orchester vertont den Kurzfilmklassiker von Charlie Chaplin mit mehr als zwanzig Musizierenden. Gespielt wird eine Komposition des Stummfilmmusikers Günter A. Buchwald (Foto). Vor dem Film gibt es eine musikalische Einstimmung. Veranstaltungsort ist das Freiluftkino im Mensagarten. mehr
Foto: Klaus Polkowski

Ifilmstreifen 08 250m Rahmen von "City Crash", dem urbanen Festival für Kunst und Kultur in Leipzig, wird am Samstag, den 24. Juli 2021, um 20:00 Uhr "Menschen am Sonntag" (1930) gezeigt.

Robert Siodmak und Edgar Georg Ulmer führten gemeinsam Regie bei diesem überaus populären Klassiker des deutschen Stummfilms, der wie kaum ein anderer das Lebensgefühl von jungen Menschen in der Weimarer Republik eingefangen hat. Das Drehbuch schrieb Billie "Billy" Wilder. Live vertont wird das Geschehen auf der Leinwand von SilentFilmDj D‘Dread mit einem modernen und frischen Sound. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

regensburger stummfilmwoche

Dienstag, 10. August 2021: "Die Bergkatze" (D 1922) von Ernst Lubitsch
Livemusikbegleitung: Aljoscha-Zimmermann-Ensemble (München): Sabrina Zimmermann (Violine) und Mark Pogolski (Klavier)

Mittwoch, 11. August 2021: "Vampyr – Der Traum des Allan Gray" (D 1932) von Carl Theodor Dreyer
Livemusikbegleitung: Bertl Wenzl (Multiinstrumentalist)

Donnerstag, 12. August 2021: "Der General" (USA 1926) mit Buster Keaton
Livemusikbegleitung: Martin Rohrmeier (Piano)

Freitag, 13. August 2021: "Adieu Mascotte" (D 1929) mit Lilian Harvey
Livemusikbegleitung: Vsevolod Pozdejev (Piano)

Samstag, 14. August 2021: "Frau im Mond" (D 1929) von Fritz Lang
Livemusikbegleitung: Rainer J. Hofmann (Multiinstrumentalist). Die Aufführung findet mit Unterstützung des Kulturreferats der Stadt Regensburg, in Kooperation mit der Sternwarte Regensburg und im Rahmen des städtischen Jahresthemas "Nahsicht" statt.

Sonntag, 15. August 2021: "Blackmail" (GB 1929) von Alfred Hitchcock
Livemusikbegleitung: Aljoscha-Zimmermann-Ensemble (München): Sabrina Zimmermann (Violine) und Mark Pogolski (Klavier)

Bild: Arbeitskreis Film Regensburg e.V.

filmmuseum berlin 250Auch im Juli 2021 lädt die Deutsche Kinemathek zu Spaziergängen durch die Filmstadt Berlin ein, digital und live.

So kann man am 21. Juli 2021 um 19:00 Uhr bei einer Instagram-Liveführung mit Medienkurator Nils Warnecke mehr über die Geschichte des queeren Filmschaffens erfahren, unter anderem über den Aufklärungsfilm "Anders als die Andern" (D 1919), dem ersten Kinowerk gegen die Diskriminierung schwuler Männer.

Am 25. Juli 2021 heißt es dann "Filmisches Flanieren zwischen Boulevard und Drogenexzess". Bei dem Stadtspaziergang von 15:00 bis 17:00 Uhr kann man Filmlocations in Berlins "altem Westen" und Drehorte zu Klassikern wie "Menschen am Sonntag" (D 1930) entdecken. mehr
Textquelle: Deutsche Kinemathek; Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Die Main Post berichtet über Max Mohrs Bühnenstück „Ramper“, das die Vorlage für das Stummfilmdrama  „Ramper, der Tiermensch“ (D 1927) mit Paul Wegener in der Titelrolle lieferte. mehr

♦ Der NDR kündigt eine Aufführung von Arthur Robisons "Schatten" (D 1923) mit Livemusik des Ensembles Ascolta am 30.09.2021 in der Hamburger Elbphilharmonie an. mehr 

♦ Über die TV-Doku "Queer Cinema", die auch den Stummfilmklassiker "Anders als die Andern" (D 1920) thematisiert, schreibt finanzen.net. mehr

♦ Die UFA-Filmnächte in Berlin sind im August 2021 wieder am Start. Der Volksfreund gibt einen Ausblick auf das Programm. mehr

♦ Über die vor 150 Jahren geborene „Kriminaltelepathin“ Else Günther-Geffers berichtet die taz und lässt dabei auch die Stummfilmzeit aufleben. mehr

♦ Der NDR hat einen Audiobericht zum Bühnenstück "Nosferatu – Ein Drehtag des Grauens", das vom 16. Juli bis 07. Augut 2021 in Wismar gezeigt wird, veröffentlicht. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

roter vorhang 10 250Mit Publikum vor Ort: Die Berliner Museumsinsel ist nach einer coronabedingten digitalen Ausgabe im Jahr 2020 erneut Spielort der UFA Filmnächte.

Vom 25. bis zum 27. August 2021 werden an drei Abenden unter freiem Himmel, vor spektakulärer Kulisse und begleitet von Livemusik Meisterwerke des Weimarer Kinos präsentiert, die allesamt internationale Kinogeschichte geschrieben haben. Das Stummfilmfestival findet parallel auch im Netz statt: Mit Livestreams, einer runderneuerten Website und digitalen Programminformationen.

filmstreifen 04 250Am Freitag, den 16. Juli 2021, ist das Sozialdrama "Menschen untereinander" auf der Freilichtbühne Weißensee mit live Musikbegleitung zu erleben.

Regisseur Gerhard Lamprecht drehte diesen sogenannten "Zillefilm" im Jahr 1926 und schilderte darin eindrücklich die menschlichen Schicksale in einem Berliner Mietshaus. Auf der Leinwand sind Alfred Abel, Aud Egede-Nissen und Käte Haack zu sehen. Der Musiker Jürgen Kurz begleitet live am präparierten Flügel. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen bunt 10 250Walter Ruttmann, einer der bedeutensten deutschen Experimentalfilmer, starb am 15. Juli 1941 in Berlin.

Ruttmann, geboren am 28. Dezember 1887 in Frankfurt am Main, ist heute vor allem wegen seiner Filmhymne "Berlin. Die Sinfonie der Großstadt" (D 1927) bekannt. Das visuell betörende und meisterhaft montierte Stadtportrait gilt als sein Hauptwerk, gehört zum Repertoire vieler Stummfilmmusiker*innen weltweit und ist nach wie vor ein Publikumsmagnet bei Filmkonzerten.

roter vorhang 10 250Zu einem sowohl komödiantischen wie gruseligen Bühnenerlebnis lädt der Theatersommer Wismar von 16. Juli bis 07. Augut 2021 ein.

Das von Autor und Regisseur Holger Mahlich geschriebene Stück "Nosferatu – Ein Drehtag des Grauens" erinnert an die Dreharbeiten zu "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (D 1922), die vor hundert Jahren auch in Wismar stattfanden.

Versprochen wird ein Theatererlebnis "voll amüsanter Einblicke in die Attitüden von Künstlern und ihre großen und kleinen Affären in der glamourösen Kinowelt der damaligen Zeit". Spielort ist die gotische St. Georgen Kirche in der Wismarer Altstadt.

Friedrich Wilhelm Murnaus Horrorfilm zählt zu den großen Klassikern des Weimarer Kinos und gehört heute zu den populärsten Stummfilmen. Die Darstellung von Max Schreck als grotesk-dämonischer Vampir ist eine Ikone des Horrorfilms. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

dff 250Mit dem Projekt DAVIF der Philipps-Universität Marburg soll der Blick auf die Forschung zu Frauen in der frühen Filmgeschichte gestärkt werden.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie digitale Technologien das Verständnis von Filmgeschichte prägen und welche Potenziale digitale Werkzeuge und Methoden für die Präsentation und Vermittlung von Forschung bergen. In einer Folge der Podcastreihe „Alles ist Film“ des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum erläutert DAVIF-Projektleiterin Dr. Sarah-Mai Dang, worum es bei DAVIF geht und was das Ziel des Projekts ist. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm wird 100. mehr

Aktuelle Preisträger

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr