filmstreifen 02 250Der österreichische Schauspieler Adolf Wohlbrück wurde am 19. November 1896 in Wien geboren.

Wohlbrück war vor seiner Karriere in der Tonfilmzeit schon in kleineren Rollen in der Stummfilmära zu sehen, etwa in "Martin Luther" (1923), "Mater dolorosa" (1924) und "Das Geheimnis auf Schloß Elmshöh" (1925). Aufgrund seiner Homosexualität und als sogenannter "Halbjude" emigrierte er 1936 aus Deutschland und nannte sich im englischen Exil Anton Walbrook. Dort konnte er seine Schauspielkarriere erfolgreich fortsetzen. Er starb am 09. August 1967 im bayerischen Garatshausen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

remake festival logo 250"Remake. Frankfurter Frauen Film Tage" findet vom 23. bis 28. November 2021 in der "Pupille", dem Universitätskino der Stadt Frankurt am Main, statt.

"Das Beschaffen von analogen Vorführkopien wird von Jahr zu Jahr schwieriger", sagte Festivalleiterin Gaby Babić am 18. November 2021 auf einer Pressekonferenz anlässlich des anstehenden Starts des Festivals. "Es ist ein Irrglaube, davon auszugehen, dass Filmgeschichte, zumal die von Frauen, `on demand´ digital verfügbar wäre. Viele der Filme, die wir dem Publikum zugänglich machen wollen, liegen entweder nicht in neuen, digitalen Formaten vor oder die analogen Kopien sind aus den Archiven kaum noch zu bekommen".

Es ist den Remake-Kuratorinnen ein Anliegen, jeden Film möglichst im Original-Vorführformat zu zeigen und der ihm eigenen Materialität. "Ein Filmstreifen, durch den Licht fällt, bringt eine ganz andere Tiefe und Transparenz auf die Leinwand als ein digitaler Film. Die Sinneswahrnehmung ist eine andere", so Heide Schlüpmann. Zu Stummfilmen gehöre zudem die musikalische Begleitung.

filmstreifen 02 250Der deutsche Schauspieler Georg John starb am 18. November 1941 im Ghetto Lodz. Er wurde am 23. Juli 1879 in Schmiegel bei Posen als Georg Jacobsohn geboren.

Er spielte unter anderem in den Fritz-Lang-Klassikern "Der müde Tod" (1921), "Dr. Mabuse, der Spieler" (1922), "Die Nibelungen" (1924), "Metropolis" (1927) und "Spione" (1928). Andere prominente Regisseure, mit denen Georg John zusammenarbeitete, waren Richard Oswald ("Unheimliche Geschichten", 1919), Joe May ("Das indische Grabmal", 1921), Friedrich Wilhelm Murnau ("Der letzte Mann", 1924), Paul Leni ("Das Wachsfigurenkabinett", 1924), E. A. Dupont ("Varieté", 1925) und Gerhard Lamprecht ("Die Verrufenen", 1925). 1933 wurde seine Filmkarriere von den Nationalsozialisten sofort beendet, da er Jude war. Er kam 1941 im Ghetto Lodz um. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ nd blickt auf die Premiere der Musikrekonstruktion zu Ernst Lubitschs "Sumurun" (D 1920) im Nikolaisaal in Potsdam. mehr

♦ Über eine stilvolle Stummfilm-Kurzfassung von "Die Monster AG", die zum 20-jährigen Jubiläum des Pixar-Animationsfilms produziert wurde, berichtet yahoo.com. mehr

♦ Die Berner Zeitung schreibt über eine frisch restaurierte Fassung von Buster Keatons "The Cameraman" (USA 1928), die in Lyon Premiere hatte. mehr

♦ "Im Kampf mit dem Berge" hatte vor hundert Jahren seine Uraufführung. SRF würdigt den Bergsteigerfilm von Arnold Fanck. mehr

♦ baden online berichtet über eine beeindruckende livemusikalische Begleitung von Murnaus "Faust – eine deutsche Volkssage" (D 1926) durch Günter A. Buchwald. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 09 250Am 14. November 1906 wurde die amerikanische Filmschauspielerin Louise Brooks in Cherryvale (US-Bundesstaat Kansas) geboren.

Brooks ist heute vor allem durch die Mitwirkung an den in Deutschland gedrehten Stummfilmklassikern Tagebuch einer Verlorenen und Die Büchse der Pandora bei vielen Kinofans beliebt. Bei beiden 1929 enstandenen Filmen führte Georg Wilhelm Pabst Regie.

Fotos aus den 1920er-Jahren, auf welchen Brooks mit ihrer berühmten Bubikopf-Frisur abgebildet ist, stehen heute geradezu ikonisch für das Berlin der Weimarer Zeit und die Stummfilmära. Brooks starb am 08. August 1985 in Rochester (New York). mehr
Bild: Stummfilm Magazin

burkhard goetze foto daniel wandtke 250 2Am Samstag, den 13. November 2021, wird um 20:00 Uhr im Nikolaisaal Potsdam nach vielen Jahrzehnten erstmals wieder die Originalmusik zum Stummfilmklassiker „Sumurun" (D 1920) erklingen.

Die Komposition von Victor Hollaender (1866-1940), eine Auftragsarbeit der Ufa, galt lange als verschollen. Der Dirigent und Arrangeur Burkhard Götze entdeckte 2020 einen Klavierauszug und schuf anhand diesem eine Neuorchestrierung. In Potsdam wird das Deutsche Filmorchester Babelsberg unter der Leitung von Götze nun die Musikrekonstruktion live zum Film uraufführen. Eine Einführung hält der Filmjournalist Knut Elstermann.

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Ernst Lubitsch drehte den aufwändigen Ausstattungsfilm „Sumurun“, heute ein Klassiker des Weimarer Kinos, im Jahr 1920 mit den seinerzeit überaus beliebten Filmstars Pola Negri und Paul Wegener. Zudem ist der legendäre Regisseur selbst in der Rolle des sogenannten "Buckligen" zu sehen, sein letzter Auftritt als Darsteller, bevor er sich nur noch hinter der Kamera betätigte und zu einem der bedeutendsten Kinoregisseure des 20. Jahrhunderts wurde.

„Sumurun“-Komponist Victor Hollaender war neben Paul Lincke und Walter Kollo ein wichtiger Vertreter der Berliner Operette. „Sein melodischer Erfindungsreichtum zieht sich durch die gesamte „Sumurun“-Partitur. Die Themen sind, natürlich dem damaligen Zeitgeist entsprechend, oft mit klischeehaften Orientalismen wie phrygische Modi und dergleichen gestaltet. Hollaender arbeitete ganz klassisch mit Leitmotiven für die Protagonisten des Films, jedoch großflächiger als man das von späteren Stummfilmmusiken kennt. Besonders reizvoll ist natürlich Pola Negris Tanzszene. Die Musik ist wunderschön und entdeckenswert“, so Burkhard Götze.

Karten für die Premiere am 13. November 2021 gibt es unter anderem im Vorverkauf unter www.nikolaisaal.de. Bitte die aktuellen Hygieneregeln beachten (2-G-Veranstaltung).

Foto: Daniel Wandtke

filmstreifen 08 250 buntDer Förderverein Filmkultur startet in Zusammenarbeit mit seinem neuen Kooperationspartner Beethovenhaus Bonn am 14. November 2021 die Filmreihe "Leinwandkonzert – Großes Kino für die Ohren" im Bonner Kammermusiksaal.

Gezeigt wird Friedrich Wilhelm Murnaus "Sunrise – A Song Of Two Humans" (USA 1927). Musikalisch begleitet wird der visuell atemberaubende Stummfilmklassiker von den beiden Violoncellon-Spielern Paul Rittel und Tobias Stutz, bekannt als Duo Cellophon. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

cinefest logo 250Vom 12. bis 21. November 2021 findet in Hamburg das "XVIII. cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes" statt.

Das Festival im Kommunalen Kino Metropolis steht in 2021 unter dem Thema "Westwärts. Osteuropäische Filmschaffende in Westeuropa" und würdigt die vielfachen und vielfältigen Beiträge osteuropäischer Filmmacher für die Filmindustrie und Filmgeschichte in Westeuropa.

Programmflyer (PDF)

Auch dieses Jahr hat das cinefest mehrere Stummfilme mit Live-Musikbegleitung im Programm: Zur Eröffnung des Festivals am Samstag, den 12. November 2021, wird die estnisch-deutsche Koproduktion "Wellen der Leidenschaft" (1930) gezeigt. Begleitet wird der Film vom Duo WeberWendt. Im Rahmen der Eröffnung erfolgt auch die Verleihung des Reinhold-Schünzel-Preis – Ehrenpreis für langjährige Verdienste um die Pflege, Bewahrung und Verbreitung des deutschen Film-Erbes – an die Filmwissenschaftlerin Christiane Mückenberger.

Am Sonntag, den 14. November 2021, um 16:30 Uhr, ist das Traumpaar Willy Fritsch und Lilian Harvey in "Ihr dunkler Punkt" (1928) zu sehen. Begleitet wird der Film, der in Kooperation mit arabesques gezeigt wird, von der Stummfilmpianistin Marie-Luise Bolte. Sie spielt auch am Freitag, den 21. November 2021, um 17:00 Uhr zum Film "Am Rüdesheimer Schloss steht eine Linde" (1927). Am Samstag, den 20. November 2021, um 17:00 Uhr gibt es die Gelegenheit, mehr über "Rasputins Liebesabenteuer" zu erfahren. Begleitet wird der Stummfilm aus dem Jahr 1928 von der Akkordeonspielerin Natalie Böttcher. mehr
Bild: cinefest

kuespert kollegen 250 1Am Freitag, den 12. November 2021, ist im Rahmen des 4. Classical & Beyond Festivals in Ottobrunn ein "Laurel & Hardy"-Kurzfilmprogramm mit Livemusik von Küspert & Kollegen zu erleben.

Das Jazz-Ensemble Küspert & Kollegen mit dem Echo-Preisträger Bastian Jütte am Schlagzeug, dem Kontrabassist Andreas Kurz, dem Saxophonist und Klarinettist Till Martin (Preis der deutschen Schallplattenkritik, Bayerischer Kunstförderpreis) und Komponist und Leiter Werner Küspert an der Gitarre spielen zu Comedyklassikern wie "From Soup To Nuts" und "Liberty" mit extra für das Programm komponierter Musik. mehr
Fotonachweis: Küspert & Kollegen

bothmer fluegel birgit meixner 250"Cagliostro", der selten gezeigte, letzte Stummfilm von Richard Oswald, ist am 12. November 2021 in der Mainzer Altmünsterkirche mit live Musikbegleitung zu erleben.

Die Aufführung findet im Rahmen von "FILMZ – Festival des deutschen Kinos" statt. Der renommierte Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer (Foto) wird der französisch-deutschen Produktion aus dem Jahr 1929 musikalisches Leben einhauchen. Außerdem stehen im Rahmen des Festivals die Stummfilmklassiker "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" (D 1926, Regie: Lotte Reiniger) und "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (D 1922, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau) auf dem Programm. mehr
Foto: Birgit Meisner

filmstreifen bunt 10 250Das Institute of Incoherent Cinematography (IOIC) lädt im November 2021 zu drei Stummfilm-Ereignissen mit Livemusik ein. Spielort ist jeweils um 20:00 Uhr in "Das Institut" (Elisabethenstrasse 14a, 8004 Zürich).

Am Dienstag, den 09. November 2021, ist das Programm "Tribute to Alice Guy-Blaché" mit Kurzfilmen der ersten Filmemacherin der Kinogeschichte mit einer Vertonung durch das "Slide Ensemble" zu sehen. "Le Manoir de la peur" (F 1924) von Alfred Machin und Henry Wulschleger wird dann am Samstag, den 20. November 2021, gezeigt. Es spielen Lanz-Keller-Rehnert. Und am Dienstag, den 23. November 2021, steht dann Germaine Dulacs erster Spielfilm "La Cigarette" (FR 1919) mit Livemusik von Zimmermann-Berther auf dem Programm. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt15 250Der österreichische Filmregisseur und -produzent Jakob Fleck wurde am 08. November 1881 in Wien geboren.

Gemeinsam mit dem Ehepaar Anton Kolm und Luise Kolm gründete er 1910 in Österreich die Erste österreichische Kinofilms-Industrie. Nach dem Tod von Anton Kolm siedelte er mit Luise Kolm nach Berlin über und heiratete sie. Sie nahm seinen Nachnamen an.

Ab Mitte der 1920er-Jahre stellte das Ehepaar Fleck dann mehrere Dutzend Filme in Berlin her. 1940 flohen sie aus Nazi-Deutschland. Jakob Fleck starb am 19. September 1953, seine Frau schon drei Jahre früher, am 15. März 1950, beide in Wien. mehr

filmstreifen 08 250 buntDie amerikanische Schauspielerin Miriam Cooper wurde am 07. November 1891 in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) geboren.

Sie spielte unter anderem Hauptrollen in Die Geburt einer Nation (1915) und Intoleranz (1916), beide von D. W. Griffith inszeniert. Sie heiratete 1916 dessen damaligen Regieassistenten, den späteren Regisseur Raoul Walsh. Cooper starb am 12. April 1976 in Charlottesville (Virginia). mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntPassend zum Karnevalsauftakt wird am 11. November 2021 in der Vertretung des Landes NRW bei der EU in Brüssel der deutsche Stummfilm "Der Bettler vom Kölner Dom" (1927) mit Livemusik gezeigt.

Die rasante Handlung des in Köln gedrehten Films ist in der närrischen Zeit angesiedelt. Unter der Regie von Rolf Randolf spielt Carl de Vogt die titelgebende Hauptrolle, an seiner Seite sind Henry Stuart, Elza Temáry und Hanni Weisse zu sehen. In dem unterhaltsam inszenierten Krimi sind Originalaufnahmen vom Kölner Karnevalsumzug 1927 eingeschnitten. Die Premiere war am 26. August 1927 im Emelka-Palast auf den Kölner Ringen.

Der Film wird von dem seit 2008 bestehenden Kölner Stummfilm-Duo M-Cine vertont. M-cine, das sind Dorothee Haddenbruch am Klavier und Katharina Stashik am Saxophon. Im Zusammenspiel der beiden Musikerinnen greifen improvisierte und auskomponierte Elemente ineinander. Jede Aufführung wird so einzigartig und von Experimentierfreude geprägt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

klavier 1 250Am Sonntag, den 07. November 2021, ist im Casablanca Filmkunsttheater in Nürnberg "Der müde Tod" mit Livemusik zu erleben.

Zum Film spielen Hildegard Pohl und Yogo Pausch. Die Konzertpianistin Hildegard Pohl ist eine Grenzgängerin zwischen klassischer Musik und swingendem Jazz. Im Duo mit Yogo Pausch, Jazzschlagzeuger und Geräuschemacher, begleitet sie seit vielen Jahren Stummfilme, etwa bei den Nürnberger Stummfilmmusiktagen und auf Festivals in ganz Deutschland. Der Schlagzeuger Yogo Pausch ist aktiv im Bereich Kunst, Performance und Tanztheater, vertont Hörspiele und Gedichte.

Fritz Langs frühes Meisterwerk ist ein Klassiker des Weimarer Kinos und erzählt eine Parabel auf die Schicksalshaftigkeit des Lebens. Der Film kam vor hundert Jahren, im Oktober 2021, in die Kinos. Auf der Leinwand sind Lil Dagover, Walter Janssen und Bernhard Goetzke zu sehen. Eine ausführliche Würdigung von "Der müde Tod" findet man im Rahmen der Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik von Stummfilm Magazin. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

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Mit einer Sonderausstellung bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr

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