sjoestroem buch 250Der 35 Millimeter-Verlag hat unter dem Titel "Victor Sjöström – Film Can Be Art" die erste deutschsprachige Monografie über den schwedischen Meisterregisseur Victor Sjöström (1879 – 1960) veröffentlicht.

Sjöström gehört zu den einflussreichsten Filmschaffenden der Stummfilmzeit. Sein Drama Der Fuhrmann des Todes (Schweden 1921) ist ein herausragendes Werk des frühen Kinos und wurde 2012 von schwedischen Filmkritikern zum besten schwedischen Film gewählt.

Die aktuelle Buchveröffentlichung enthält neben verschiedenen Abhandlungen – etwa zur Biografie, den gestalterischen und motivischen Merkmalen des Regisseurs und der Entwicklung der Produktionsfirma Svenska Bio (später Svensk Filmindustri) – eine umfassende, kommentierte Filmografie aller seiner Regiearbeiten.

"Victor Sjöström – Film Can Be Art" kostet 16,95 Euro und kann über die Homepage des Verlags bestellt werden. In einem informativen Interview mit Marco Koch gibt Buchautor Jens Dehn einen kurzen Einblick in das Werk des Regisseurs und die Entstehung der Publikation. Der 35 Millimeter-Verlag, der sich mit der Print-Zeitschrift 35 Millimeter Retrofilm-Magazin und dem Cinefonie-Tag dem klassischen Film von 1895 bis 1965 widmet, startet mit der Monografie eine eigene Buchreihe.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

mob 2 250Es ist vollbracht: Insgesamt 11.120 Euro wurden von 105 Unterstützer/innen gespendet, um dem Metropolis Orchester Berlin einen gelungenen Start zu ermöglichen.

Das Ziel der Aktion, 10.000 Euro bis zum 31. Dezember 2016 zu erhalten, wurde mit 1.120 Euro überschritten – ein toller Erfolg! Das Ensemble wird Fritz Langs Monumental-Science-Fiction-Film Metropolis (Deutschland 1927) am 10., 11. und 12. Januar 2017 im Berliner Babylon Kino live musikalisch begleiten.
Foto: Metropolis Orchester Berlin

babylon kino 250Das Babylon Kino in Berlin zeigt in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" am Samstag, den 07. Januar 2017, den russischen Stummfilmklassiker Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki.

Regisseur Lew Kuleschow drehte die berühmte Filmsatire im Jahr 1924. In der Hauptrolle ist Porfiri Podobed zu sehen. Live vertont wird die Vorführung im Babylon von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. mehr

Der Stummfilmstar Pola Negri wurde vor 120 Jahren, am 03. Januar 1897, als (Barbara) Apolonia Chalupec in Lipno (damals Russisches Kaiserreich, heute Polen) geboren.

In der Stummfilmära war sie außerordentlich populär und drehte in Deutschland und den USA mit Regisseuren wie Raoul Walsh, Mauritz Stiller und – vor allem – Ernst Lubitsch. Letzterer besetzte sie überaus erfolgreich in den Titelrollen von Carmen (Deutschland 1918) und Madame Dubarry (Deutschland 1919). Zu ihren Leinwandpartnern gehörten Emil Jannings, Harry Liedtke, Paul Wegener, Reinhold Schünzel und Adolphe Menjou. Negri starb am 01. August 1987 in San Antonio (USA). mehr

filmstreifen 04 250Am 04. und 07. Januar 2017 wird im Kino des Filmmuseums in Frankfurt/Main Josef von Sternbergs The Last Command gezeigt.

In der Hauptrolle des 1928 in den USA entstandenen Stummfilms ist Emil Jannings zu sehen. Für seine Darstellung des zaristischen Generals und Großfürsten Sergius Alexander (und zudem seine Mitwirkung in Victor Flemings The Way of All Flesh aus dem Jahr 1927) wurde er als erster Hauptdarsteller in der Filmgeschichte mit einem Oscar ausgezeichnet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Am 30. Dezember 1961, vor 55 Jahren, starb der österreichische Schauspieler Paul Richter in Wien.

Weltberühmt wurde er durch seine Mitwirkung an dem Monumentalfilm-Zweiteiler Die Nibelungen (1924). Paul Richter spielte im ersten Teil des von Fritz Lang gedrehten, visuell beeindruckenden Stummfilms die Rolle des Siegfrieds: Legendär ist seine Kampfszene mit dem Drachen. Zuvor war er unter anderem in der Joe May Großproduktion Das indische Grabmal (1921) auch schon in einer Heldenrolle im Einsatz. Richter wurde am 01. April 1895 in Wien geboren. mehr

Die deutsche Schauspielerin Grete Mosheim starb am 29. Dezember 1986 in New York.

In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war sie eine populäre Filmdarstellerin im deutschsprachigen Raum. Sie spielte unter anderem in Carl Theodor Dreyers Michael (Deutschland 1924), Paul Czinners Der Geiger von Florenz (1926) und dem Übergangsfilm Cyancali (Deutschland 1930). Ihre letzte Filmrolle hatte sie in Hark Bohms Moritz, lieber Moritz aus dem Jahr 1978. Grete Mosheim wurde als Margarete Emma Dorothea Mosheim am 08. Januar 1905 in Berlin geboren. mehr

filmstreifen 01 250Im Rahmen der Filmreihe "Kinoorgel live im Grassi " ist am Freitag, den 30. Dezember 2016, der englische Film Blackmail ("Erpressung") zu sehen.

Alfred Hitchcock drehte den Thriller 1929 in einer stummen als auch Ton-Fassung, gezeigt wird in Leipzig die stumme Version mit live Orgelbegleitung. In der Hauptrolle des Kriminalstücks ist Anny Ondra zu sehen. Die Vorführung findet im "Großen Vortragsaal" des "Grassi Museum Leipzig" statt. mehr

Vom 03. bis 31. Januar 2017 wird im Berliner Zeughauskino eine Auswahl der Festivalbeiträge des cinefests 2016 gezeigt.

Die Retrospektive steht unter dem Motto "Gebrochene Sprache" und beleuchtet die Arbeit und das Leben von Filmautoren und Schriftstellern des Exils. So wird am Samstag, den 14. Januar 2017, um 19:00 Uhr "Die Galgentoni" (CS 1929/30) von Karel Anton nach einem Drehbuch von Willy Haas gezeigt. Das Stummfilmdrama handelt von einer Prostituierte, die sich bereiterklärt, einem zum Tode verurteilten Gewaltverbrecher in dessen letzter Nacht Gesellschaft zu leisten. Anschließend sozial geächtet, wird sie von ihrem Verlobten verstoßen und sinkt zur Straßendirne herab. Der Film wurde stumm gedreht und später mit Musik unterlegt. mehr

Im Metropolis Kino in Hamburg wird am 27., 28. und 29. Dezember 2016 der Stummfilm Die Apachen von Paris mit Livemusik gezeigt.

In der 1927 entstanden deutsch-französischen Koproduktion sind Charles Vanel, Jaque Catelain und Ruth Weyher zu sehen. Regie führte Nikolai Malikoff, der ebenfalls als Darsteller mitwirkte. mehr

stern marlene dietrich 250Die deutsche Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich wurde als Marie Magdalene Dietrich am 27. Dezember 1901 in Schöneberg (heute Berlin) geboren.

Sie gehört zu den großen legendären Hollywoodstars und Stilikonen des 20. Jahrhunderts. Vor ihrem überragenden Erfolg im Tonfim Der blaue Engel (D 1930) war sie schon in mehreren Stummfilmen in Hauptrollen zu sehen, unter anderem in Café Elektric (AT 1927) und Die Frau, nach der man sich sehnt (D 1929). Sie starb am 06. Mai 1992 in Paris. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Marlene Dietrich auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto
: Stummfilm Magazin

Der australische Westernfilm "Die Geschichte der Kelly-Bande" ("The Story of the Kelly Gang") wurde am 26. Dezember 1906 im Rathaus von Melbourne uraufgeführt.

Mit einer Spielzeit von ca. 70 Minuten gilt er als der erste Langfilm der Kinogeschichte. Regie führte Charles Tait. Das National Film and Sound Archive Australia veröffentlichte 2006 eine aus kurzen Fragmenten unterschiedlicher Quellen und diversen Fotos rekonstruierte Fassung des Films. 2007 wurde "The Story of the Kelly Gang" in das UNESCO Weltdokumentenerbe/Memory of the World Register als "world's first full-length narrative feature film" aufgenommen. mehr

filmstreifen 05 250Michael Curtiz, Filmregisseur ungarisch-österreichischer Abstammung, wurde vor 130 Jahren, am 24. Dezember 1886, als Mihály Kertész Kaminer in Budapest geboren.

Der Regisseur des Kultklassikers Casablanca (USA 1942) war schon in der Frühzeit des Kinos in der Filmbranche aktiv, erste Erfahrungen sammelte in den 1910er-Jahren in Ungarn und Schweden. In Österreich etablierte er sich dann mit Monumentalstreifen wie Sodom und Gomorrha (1922) und Die Sklavenkönigin (1924), die zu den teuersten in Österreich hergestellten Kinoproduktionen gehören. 

1926 folgte er dem Ruf Hollywoods, wo er sich zu einem der profiliertesten und produktivsten Regisseure seiner Zeit entwickelte. Curtiz starb am 11. April 1962 in Hollywood. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

In wenigen Jahren könnte Fritz Langs Monumental-Stummfilm Metropolis (1927) als aufwändige Mini-Serie im Fernsehen "wiederauferstehen".

Am Projekt von Universal Cable Productions soll der amerikanische Drehbuchautor und Regisseur der erfolgreichen TV-Serie Mr. Robot, Sam Esmail, involviert sein. Bemühungen, eine Neuverfilmung von "Metropolis" auf die Beine zu stellen, gab es immer mal wieder. So kündigte der deutsche Produzent Thomas Schühly (Der Name der Rose 1986) 2007 ein Remake an. mehr

Regisseur Fritz Lang drehte den teuersten deutschen Stummfilm mit Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge, Heinrich George und anderen in den Jahren 1925 und 1926. Auch heute noch übt das visuell beeindruckende Science-Fiction-Epos Einfluss auf Kulturschaffende aus und ist Gegenstand von filmhistorischen Anlaysen. Als erster Film weltweit wurde er in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. mehr

carl laemmle presents ausstellungsplakatUnterhaltsame Ausstellungen und viele Kinovorstellungen laden über Weihnachten und Neujahr zum Zuschauen, Verweilen und Staunen ein. Stummfilm Magazin hat einige Tipps zusammengestellt. Viel Vergnügen!

Noch bis zum 30. April 2017 zeigt das Filmmuseum Düsseldorf die Ausstellung "Animation und Avantgarde – Lotte Reiniger und der absolute Film". Die Schau stellt das filmische Schaffen der deutsche Animationsfilmerin der deutschen Filmavantgarde gegenüber. Gezeigt weden unter anderem originale Produktionsmaterialien wie Silhouttenfiguren und Hintergründe. Reinigers bekanntestes Werk ist der Scherenschnitt-Animationsfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed aus dem Jahr 1926. Der visuell beeindruckende Märchenfilm wurde nach Motiven von Erzählungen aus Tausendundeine Nacht inszeniert und ist der älteste noch erhaltene abendfüllende Animationsfilm der Kinogeschichte. mehr

In der aktuellen Schau "Archiv der Schaulust" präsentiert das Filmarchiv Austria erstmals seine einzigartige Sammlung zur Geschichte des Kinos in der Donaumonarchie. . In jahrelanger, akribischer Spurensuche in internationalen Archiven und Privat- sammlungen wurde ein einzigartiger Bestand an kinematographischen Zeitdokumenten zusam- mengetragen. Eine Auswahl an raren Filmen, Apparaten, Fotografien, Programmheften, Plakaten u. v. m. aus der k. u. k.-Ära der Jahre 1896 bis 1918 zeichnet das Werden eines neuen Mediums nach. Die Ausstellung wird im Metro Kinokulturhaus bis 31. Juli 2017 gezeigt. mehr

Das Lenbachhaus in München, mit seinem Schwerpunkt auf der Kunst des Expressionismus, widmet Friedrich Wilhelm Murnau bis 26. Februar 2017 eine Ausstellung, die sich als Hommage an dessen innovative Filmsprache und die einzigartige globale Wirkung der frühen Filmkunst versteht. Murnau, der unter anderem Kunstgeschichte studiert hatte, schöpfte in seinen Filmbildern immer wieder aus der Geschichte der bildenden Kunst. mehr

Bis 30. Juli 2017 wird in Stuttgart die große Sonderausstellung Carl Laemmle presents gezeigt. Ein Leben wie im Film: Als 17-Jähriger verlässt Karl Lämmle 1884 seine Familie im oberschwäbischen Laupheim und wandert aus in die USA. 50 Jahre später ist er ein legendärer Hollywood-Produzent und Boss eines internationalen Filmkonzerns. Anlässlich seines 150. Geburtstags am 17. Januar 2017 zeigt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg die weltweit erste umfassende Carl-Laemmle-Ausstellung. Es werden auch noch nie ausgestellte Objekte aus den USA, aus seiner Heimat und aus anderen Ländern zu sehen sein. mehr

90 Jahre nach der Uraufführung von METROPOLIS am 10. Januar 1927 präsentiert die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) eine Ausstellung mit einem großen Rahmenprogramm über den Filmklassiker, der 2001 in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen wurde. Die Schau "Fritz Langs Metropolis" wird bis zum 20.02.2017 gezeigt. mehr

Viele Kinotipps für Freudinnen und Freunde des frühen Films findet man im Kalender von Stummfilm Magazin. So sind am 24.12.2016 "Das Kalte Herz" (1933/2016) in Zürich, Chaplins "The Circus" (1928) am 25.12.2016 in Berlin, und die "Die Apachen von Paris" (1927) am 27., 28. und 29.12.2016 in Hamburg auf der Leinwand zu sehen. mehr
Bild/Ausstellungsplakat: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Ehrung

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Deutschlands ältestes Stummfilmfestival erhält den Deutschen Stummfilmpreis 2022. mehr

Stummfilm im TV

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Die Finanzierung des Gemeinschaftssenders ARTE muss erhalten bleiben. mehr

Berlin

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24. bis 26. August 2022: Die UFA Filmnächte finden in diesem Jahr zum 12. Mal statt. mehr

Potsdam

asta nielsen stern 250

Vor 50 Jahren starb Asta Nielsen. Aus diesem Anlass führt das Filmmuseum Potsdam im Herbst 2022 eine Retrospektive durch. mehr

Spendenaktion

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Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr