Der Filmschaffende Walter Ruttmann starb vor 75 Jahren, am 15. Juli 1941, in Berlin. Er war ein der der bedeutensten deutschen Experimentalfilmer.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören Berlin – Die Sinfonie der Großstadt (1927), die Kurzfilme "Lichtspiel Opus I bis IV" und der Tonfilm Melodie der Welt (1929). Er war unter anderem auch an Fritz Langs zweiteiligem Nibelungen-Epos (1924) und Lotte Reinigers Animationsfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed (1926) beteiligt. Walter Ruttmann wurde 28. Dezember 1887 in Frankfurt am Main geboren. mehr

murnau stern berlin 250Anlässlich des 85. Todesjahres von Meisterregisseur Friedrich Wilhelm Murnau werden in der Kapelle auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf die Filme "Sunrise" und "Nosferatu" gezeigt.

Begleitet werden die Kinoklassiker von Stephan von Bothmer an der Kirchenorgel. Der oscar-prämierte Sunrise (1927) beginnt um 17.00 Uhr, um 20:00 Uhr wird Nosferatu (1922) gezeigt. Zwischen den Filmen ist es möglich in der Gruft das Grab von Murnau zu besuchen. Murnau wurde am 28. Dezember 1888 in Bielefeld als Friedrich Wilhelm Plumpe geboren. Er starb am 11. März 1931 in Santa Barbara (Kalifornien) bei einem Autounfall. mehr

Das Bild zeigt den Stern für F. W. Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 16. Juli 2016, in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" den Film "Shiraz" ("Das Grabmal einer großen Liebe").

Der deutsche Regisseur Franz Osten, ein Pionier in Sachen Bollywood-Kinoproduktionen, drehte die indisch/deutsch/englische Koproduktion im Jahr 1928. Auf der Leinwand sind unter anderem Himansu Rai, Enakashi Rama Rao, Charu Roy und Seeta Devi zu sehen. An der Kinoorgel im Babylon spielt Anna Vavilkina. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 09. Juli 2016, in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" den amerikanischen Film "Das eiserne Pferd".

Regisseur John Ford drehte den Westernklassiker The Iron Horse im Jahr 1924. Auf der Leinwand sind unter anderem George O’Brien, Madge Bellamy und Cyril Chadwick zu sehen. An der Kinoorgel im Babylon spielt Anna Vavilkina. mehr

"Homunculus" von Regisseur Otto Rippert ist ein mehrteiliger deutscher Stummfilm von 1916, der in seiner optischen Gestaltung Elemente des expressionistischen Films der Weimarer Republik vorwegnimmt.

"Die Geburt des Homunculus", der erste Teil des Filmes, wurde am 22. Juni 1916 im Marmorhaus Berlin uraufgeführt. Kameramann der seinerzeit kommerziell sehr erfolgreichen, visuell beeindruckenden Produktion war Carl Hoffmann ("Dr. Mabuse, der Spieler" von 1922", "Die Nibelungen" von 1924). Die insgesamt sechs Folgen der Serie handeln von einem künstlichen Menschen, der mit sich und der Welt hadert: "Homunculus" kann als eine frühe Variation des "Frankenstein"- als auch des "Golem"-Themas betrachtet werden.

Von dem Film waren über Jahrzehnte nur wenige Fragemente, im wesentlichen aus dem vierten Teil der Serie, zugänglich. Im Rahmen der Stummfilmtage Bonn 2014 wurde eine deutlich über drei Stunden lange Rekonstruktion aller sechs Episoden präsentiert, die vom Filmmuseum München durchgeführt wurde. mehr

Die deutsche Animationsfilmerin Lotte Reiniger starb vor 35 Jahren, am 19. Juni 1981, in Dettenhausen.

Reinigers bekanntestes Werk ist der Scherenschnittfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed aus dem Jahr 1926. Der visuell beeindruckende Märchenfilm wurde nach Motiven von Erzählungen aus Tausendundeine Nacht inszeniert und ist der älteste noch erhaltene abendfüllende Animationsfilm der Kinogeschichte. Reiniger wurde am 02. Juni 1899 in Berlin als Charlotte Reiniger geboren. mehr

Noch bis zum 08. Januar 2017 zeigt das Filmmuseum Düsseldorf die Ausstellung "Animation und Avantgarde – Lotte Reiniger und der absolute Film". Die Ausstellung stellt das filmische Schaffen Reinigers der deutschen Filmavantgarde gegenüber. Ergänzend wird in der "Black Box", dem Kino des Düsseldorfer Filmmuseums, eine Filmretrospektive gezeigt. mehr

Die deutsche Filmschauspielerin Brigitte Helm, weltberühmt für ihre Darstellung der Maria bzw. des sogenannten "Maschinenweibs" in Metropolis (1927), starb vor 20 Jahren, am 11. Juni 1996, in Ascona.

Weitere bedeutende Stummfilme in ihrer Karriere waren unter anderem Die Liebe der Jeanne Ney (Regie: Georg Wilhelm Pabst, 1927 ), Alraune (Regie: Henrik Galeen, 1928 ), Abwege (Regie: Georg Wilhelm Pabst, 1928) und Das Geld (Regie: Marcel L'Herbier, 1928). Helm spielte an der Seite von Paul Wegener, Heinrich George, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Fritz Rasp etc. und konnte ihre Karriere in der Tonfilmzeit ohne Unterbrechung fortsetzen. Sie wurde am 17. März 1906 (oder 1908) als Brigitte Eva Gisela Schittenhelm in Berlin geboren. mehr

Der amerikanische Filmproduzent Adolph Zukor starb vor 40 Jahren, am 10. Juni 1976, in Los Angeles. Er wurde am 07. Januar 1873 in Ricse (damals Österreich-Ungarn) geboren.

Zusammen mit Daniel Frohman gründetet Zukor im Jahr 1912 die Firma "Famous Players Film Company", die in den darauffolgenden Jahren mit anderen Verleihfirmen fusionierte und in Paramount umbenannt wurde.

Zukor baute unter anderem Gloria Swanson, Mary Pickford, Rudolph Valentino, Louise Brooks und Clara Bow – dem ersten It-Girl – zu Kinostars auf. Einer der vielen großen Erfolge der Paramount in der Stummfilmzeit war der Spielfilm Sein letzter Befehl ("The Last Command", 1928) von Josef von Sternberg; Schauspieler Emil Jannings erhielt für seine ausdrucksstarke Mitwirkung den ersten Academy Award der Filmgeschichte in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller". 1949 wurde Zukor dann ebenfalls mit einem "Oscar" ausgezeichnet. mehr

Vom 11. bis 21. August 2016 veranstaltet der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. zum 32. Mal die Internationalen Bonner Stummfilmtage. Open Air werden im Arkadenhof der Universität Bonn restaurierte Stummfilme aus Filmarchiven in der ganzen Welt mit live-musikalischer Begleitung gezeigt.

Das von Stefan Drößler, Gründungsmitglied des Festivals und langjähriger Leiter des Münchner Filmmuseums, kuratierte Programm bietet dem Publikum über die beliebten Stummfilmklassiker hinaus wieder vielschichtige Einblicke in das filmische Erbe. So gilt es, im August in Bonn eine ganze Reihe wenig bekannter Filme zu entdecken oder aber einen neuen Blick auf frisch restaurierte Werke zu werfen, die erstmals wieder in ihren Originalfassungen zu erleben sind.

Die amerikanische Komödie aus dem Jahr 1919, mit der am 11. August die Stummfilmtage eröffnet werden, trägt nach ihrem Hauptdarsteller Douglas Fairbanks den deutschen Titel FAIRBANKS IST VERRÜCKT und erzählt mit originellen Trickszenen und schrägen Kniffen, die zur Entstehungszeit auch die Surrealisten beeindruckten, von einem Psychiater, der einen psychisch stabilen Mann in den Wahnsinn zu treiben sucht.

Zu den weiteren Höhepunkten in der Filmauswahl zählen unter anderem der erste Spielfilm Jean Grémillons MALDONE über einen gleichnamigen Wanderarbeiter, der sich in eine junge Zigeunerin verliebt und zwischen seiner bürgerlichen Existenz und der tiefen Sehnsucht nach Freiheit zerrissen ist, oder der frühe britische Trickfilm DER LUFTKRIEG DER ZUKUNFT, der hellsichtig den Ersten Weltkrieg vorwegnimmt und von der Angst vor Angriffen mit Luftschiffen handelt. Ein komisches Highlight verspricht Charles Bowers’ Kurzfilm CHARLY TUT WAS ER KANN über die Erfindung eines vollautomatischen Restaurants zu werden, in dem Austern, Erbsen und Karotten tragende Rolle spielen. Als klassische Meisterwerke gelten DAS SCHLAFENDE PARIS von René Clair, der bei den Stummfilmtagen allerdings in der frisch restaurierten, um viele schöne Details reicheren Urfassung präsentiert wird, und Carl Junghans’ Film SO IST DAS LEBEN, in den im Restaurationsprozess einige von der Zensur geschnittene Szenen mit der berühmten Tänzerin Valeska Gert wieder eingefügt wurden. Die neue Fassung wird nach der Uraufführung beim Festival in Karlsbad in Bonn zum zweiten Mal gezeigt.

An den Sonntagnachmittagen finden im LVR-LandesMuseum Bonn wieder praxisnahe Vorträge und Vorführungen statt, die in diesem Jahr besonders stark mit dem Abendprogramm verzahnt sind. Der erste Nachmittag widmet sich neben Murnaus Frühwerk DER GANG IN DIE NACHT, das mit einer Audiodeskription für Blinde gezeigt wird, den Raubtierfilmen von John Hagenbeck, von denen einer – DIE WEISSE WÜSTE – auch im Arkadenhof zu erleben ist. Der zweite Teil des Rahmenprogramms befasst sich mit dem legendären Experimentalfilm FILM, den Alan Schneider 1965 nach einem Drehbuch von Samuel Beckett mit Buster Keaton als Hauptdarsteller realisierte, sowie dem dokumentarischen NOTFILM, in dem Filmemacher und Restaurator Ross Lipman dem Entstehungsprozess von FILM nachspürt. NOTFILM wurde im vergangenen Jahr auf internationalen Filmfestivals bejubelt, wird aber in Bonn Deutschlandpremiere feiern.

Wie in den Vorjahren ist der Eintritt zu allen abendlichen Filmvorführungen frei, Spenden sind allerdings erbeten, da sie unmittelbar zur Finanzierung des Festivals beitragen. Auch mit dem Kauf von Getränken aus dem vielfältigen Angebot im Arkadenhof können die Zuschauer den Fortbestand der Stummfilmtage unterstützen.

Die 32. Internationalen Bonner Stummfilmtage werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn, mit Unterstützung der Bundesstadt Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. (Textquelle: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.) mehr

Die als Freda Josephine McDonald geborene amerikanisch-französische Tänzerin, Schauspielerin und Sängerin Josephine Baker wurde vor 110 Jahren, am 03. Juni 1906, in St. Louis (USA) geboren.

Baker ist eine Ikone der Populärkultur. Legendär sind ihre Showauftritte, Fotos und Filmmitschnitte mit einem Bananenrock. In der Stummfilmzeit war sie an mehreren Kinoproduktionen beteiligt, unter anderem an "Die Frauen von Folies Bergères" (1927), "La revue des revues" (1927), "La sirène des tropiques" (1927) und "Le pompier des Folies Bergère" (1928). Sie starb am 12. April 1975 in Paris. mehr

Vom 04. Juni bis 06. November 2016 zeigt das Kölnische Stadtmuseum die Ausstellung "Grosses Kino!"

Anlass für die Ausstellung: Am 20. April 1896 wurde in Deutschland erstmals eine Vorführung mit Lumières Cinematograph durch die "Deutsche Automaten Gesellschaft Stollwerck & Co." in Köln durchgeführt. Mit dem Cinematographen lösten die Brüder Lumière auf praktikable und kommerziell gut auswertbare Weise das Problem der Filmvorführung und -projektion, an dem in den 1890er-Jahren viele Erfinder mehr oder weniger erfolgreich tüfftelten. mehr

Mit „Grosses Kino!“ blicken das Kölnische Stadtmuseum und der Verein "Köln im Film" auf 120 Jahre Kölner Kinogeschichte zurück. Über 150 teils noch nie gezeigte Originalobjekte, Fotografien und historische Filme präsentieren die wechselvolle Geschichte der Kinos in der Dommetropole. mehr

Am Samstag, den 27. August 2016, und Sonntag, den 28. August 2016, begleiten die Niederrheinischen Sinfoniker den Stummfilmklassiker Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) im "SWK Open-Air-Kino" auf der Krefelder Rennbahn.

Das 60 Musiker/innen umfassende Orchester spielt zum ersten expressionistischen Film der Kinogeschichte eine Komposition von Stéphane Fromageotaus dem Jahr 2011. Tickets zum Preis von 39 Euro sind erhältlich unter anderem auf www.swk-openairkino.de. Veranstaltungbeginn ist gegen 21.00 Uhr (Einlass ab ca. 19 Uhr). mehr

Am 28. Mai 2016 findet während dem Münchner "Rockavaria Festival" die offizielle Premiere von "Gutterdämmerung", dem „lautesten Stummfilm aller Zeiten" (Werbeslogan), statt.

Es ist die derzeit einzige angekündigte Vorstellung im deutschsprachigen Raum. Eine Vorpremiere fand vor Kurzem in Berlin statt (Kritik). Regie führte der belgische Künstler Björn Tagemos. Als Darsteller sind unter anderem Iggy Pop, Grace Jones, Lemmy Kilmister, Tom Araya, Henry Rollins und Jesse Hughes auf der Leinwand zu sehen. mehr

Am 20. Mai 1891, vor 125 Jahren, präsentierte Thomas Alva Edison im "National Federation of Women’s Club" den Kinetographen.

William K. L. Dickson, Chefingenieur bei Edison, kontruierte die Kamera in den Jahren 1890/91. Am 9. Mai 1893 fand die erste öffentliche Vorführung des Gerätes im Brooklyn Institute of Arts and Sciences statt. 1894 wurde es in den USA patentiert. Die mit dem Kinetograpen gedrehten Filme wurden mit einem Kinetoskop wiedergegeben. mehr

Der deutsche Zeichentrick- und Werbefilmproduzent Hans Fischerkoesen wurde vor 120 Jahren, am 18. Mai 1896, als Hans Fischer in Bad Kösen geboren.

Schon in der Stummfilmzeit produzierte er ästhetisch ansprechende Trickfilme, zumeist für Werbezwecke. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die in der NS-Zeit entstandenen Ton-Zeichentrickfilme "Die verwitterte Melodie" (1942) und "Der Schneemann" (1943). Er war der Erfinder von "Onkel Otto", dem Maskottchen des Hessischen Rundfunks. Er starb 23. April 1973 in Mehlem/Bonn. mehr mehr mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung vom 27. Oktober 2021 bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr

Bielefeld

stummfilmtage bonn 250a

Unter dem Slogan "Grosse Erwartungen" findet in Bielefeld vom 22. Oktober bis 07. November 2021 das 31. Film+MusikFest der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft statt. mehr