Im Rahmen des österreichischen Festivals Wachau in Echtzeit wird am Sonntag, den 20. November 2016, um 18:00 Uhr Alfred Hitchcocks The Lodger gezeigt.

Der 1927 in Großbritannien gedrehte Stummfilm gilt als erster "echter" Hitchcock-Suspensefilm. Im Kino des Kesselhaus Krems spielen Divine Musical Bureau live zum spannungsreichen Geschehen auf der Leinwand. mehr

Vor 110 Jahren, am 14. November 1906, wurde die amerikanische Filmschauspielerin Louise Brooks in Cherryvale (Kansas) geboren.

Brooks ist vor allem durch die Mitwirkung an den in Deutschland gedrehten Stummfilmklassikern Tagebuch einer Verlorenen und Die Büchse der Pandora noch heute ein Begriff (bei beiden 1929 enstandenen Filmen führte Georg Wilhelm Pabst Regie).

Fotos aus den 1920er-Jahren, auf welchen Brooks mit ihrer berühmten Bubikopf-Frisur abgebildet ist, stehen heute geradezu ikonisch für das Berlin der Weimarer Zeit und die Stummfilmära. Brooks starb am 08. August 1985 in Rochester (New York). mehr

Paul Lenis Das Wachsfigurenkabinett ist am Dienstag, den 15. November 2016, im Audimax der Uni Konstanz zu sehen.

Günter Buchwald (Klavier) und Frank Bockius (Schlagzeug) werden den deutschen Stummfilm aus dem Jahr 1924 musikalisch begleiten. Das beeindruckende, vom Expressionismus beeinflusste Szenenbild stammt von Leni und Fritz Maurischat, das Drehbuch verfasste Henrik Galeen. Auf der Leinwand sind Emil Jannings, Conrad Veidt, Werner Krauß und Wilhelm (William) Dieterle zu sehen. mehr

Übrigens: Lenis letzter Film, der verschollen geglaubte "The Last Warning" (USA 1929), wurde nun wiederentdeckt und aufwändig restauriert. mehr

stephan graf von bothmer 250 2 birgit meixnerAm Samstag, den 19. November 2016, ist im Filmmuseum Postdam der Abenteuerfilm Mister Radio zu sehen.

In der Hauptrolle des 1924 entstandenen Streifens ist Luciano Albertini zu sehen. Regie führte Nunzio Malasomma, das Szenenbild stammt von Willi A. Herrmann. Live vertont wird die Aufführung von Stephan Graf von Bothmer. Mehr Informationen hier
Foto: Birgit Meixner

lubitsch stern berlin 250Von November 2016 bis Juli 2017 widmet sich die Reihe "Lecture & Film" mit Filmvorführungen und Expertenvorträgen dem Regisseur Ernst Lubitsch (1892-1947) und seinen Filmen.

Die Reihe startet am Donnerstag, den 17.11.2016, mit dem Vortrag "Probleme der Überlieferung. Zur Restaurierung von Ernst Lubitschs Die Bergkatze" von Anke Wilkening (Murnau-Stiftung Wiesbaden) um 20:15 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt/Main. Der Eintritt ist frei; eine Kartenreservierungen wird unter 069 961 220-220 empfohlen (beschränkte Platzzahl).

"Lecture & Film" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main.

Mehr zur Veranstaltungsreihe

Ernst Lubitschs Œu­v­re, insgesamt über 70 Kinowerke, verbindet oftmals turbulent Komödiantisches mit einer genauen Beobachtung gesellschaftlicher und zwischenmenschlicher Befindlichkeiten. Nach einer intensiven und erfolgreichen Schaffensphase in Deutschland emigrierte Lubitsch 1922 in die USA und gehörte auch dort zu den profiliertesten Regisseuren seiner Zeit. Vor allem in seinen US-amerikanischen Produktionen kultivierte er seine Erzählweise und filmischen Ausdrucksmittel zum sogenannten "Lubitsch Touch". Kurz vor seinem Tod erhielt er einen Ehrenoscar für sein herausragendes Wirken in der Filmbranche. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Ernst Lubitsch auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Am Freitag, den 18. November 2016, wird in Schwäbisch Hall der schwedische Stummfilmklassiker "Der Fuhrmann des Todes" gezeigt.

Victor Sjöström, der auch in einer der Hauptrollen zu sehen ist, inszenierte das Drama im Jahr 1921. Heute zählt der Film zu den bedeutensten Werken des schwedischen Kinos. Live vertont wird Der Fuhrmann des Todes in Schwäbisch Hall von SilentFilmDj D´Dread. mehr

Literaturtipp: Im 35 Millimeter-Verlag ist das Buch "Victor Sjöström - Film Can Be Art" von Jens Dehn erschienen. mehr

Das nächste Stummfilmfestival in Karlsruhe, das vom 8. bis 12. März 2017 stattfindet, hat sein Hauptprogramm „Friedrich Wilhelm Murnau und dem Kino der Zwanziger Jahre“ gewidmet.

Zu sehen sein werden nicht nur Filme des einflussreichen Filmregisseurs, der unter anderem mit Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens und Der letzte Mann Meisterwerke des Weimarer Kinos drehte und dessen Sunrise - A song of two humans im Jahr 1929 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde: "Mit einigen weiteren Filmen möchten wir die Einflüsse und Verbindungslinien zu anderen Regisseuren, Drehbuchautoren und Genres aufzeigen", so der Veranstalter. Kooperationspartner des Stummfilmfestivals in 2017 sind die Kinemathek Karlsruhe, das ZKM – Zentrum für Kunst und Medien, das Stadtmuseum und das Roncalli-Forum. mehr

Jean Epstein schuf mit seiner Version von Der Untergang des Hauses Usher ("La Chute de la Maison Usher") eine visuell und erzählerisch avangardistische, zudem atmosphärisch dichte Edgar-Allan-Poe-Verfilmung.

Der 1928 in Frankreich entstandene Stummfilm wird am Sonntag, den 13. November 2016, um 20:00 Uhr in der Braunschweiger Bartholomäuskirche gezeigt. Marguerite Gance, die Ehefrau des französischen Regisseurs Abel Gance (Napoleon 1927), ist in einer Haupt-, Gance himself in einer Nebenrolle zu sehen. Luis Buñuel, Regieassistent und ursprünglicher Co-Autor beim Drehbuch, verließ aufgrund künstlerischer Differenzen mit Epstein die laufende Produktion. "La Chute de la Maison Usher" wurde im Jahr 2000 in das National Film Registry aufgenommen.

Begleitet wird der bislang selten öffentlich gezeigte Film von dem britischen Musik- und Künstlerprojekt In the Nursery. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Braunschweig International Film Festival 2016 statt. mehr

Der österreichische Filmregisseur und -produzent Jakob Fleck wurde am 08. November 1881 in Wien geboren.

Gemeinsam mit dem Ehepaar Anton Kolm und Luise Kolm gründete er 1910 in Österreich die Erste österreichische Kinofilms-Industrie. Nach dem Tod von Anton Kolm siedelte er mit Luise Kolm nach Berlin über und heiratete sie. Sie nahm seinen Nachnamen an.

Ab Mitte der 1920er-Jahre stellte das Ehepaar Fleck dann mehrere Dutzend Filme in Berlin her. 1940 flohen beide aus Nazi-Deutschland. Jakob Fleck starb am 19. September 1953 in Wien, seine Frau schon drei Jahre früher, am 15. März 1950. mehr

Am Samstag, den 12. November 2016, um 18:30 Uhr und 20.45 Uhr sowie am Sonntag, den 13. November 2016, um 11:00 Uhr wird in der Mehrzweckhalle Lenzburg (Kanton Aargau/Schweiz) der Stummfilm Steamboat Bill, jr. mit Buster Keaton in der Hauptrolle gezeigt.

Regisseur Charles Reisner drehte die Stummfilmkomödie im Jahr 1928. Berühmt ist der Streifen für die verblüffende Szene, in der eine Hauswand auf Buster Keaton fällt und er nach dem Aufprall der Wand auf dem Boden in einer Fensteröffnung der Fassade unbeschadet steht. Ein rund 100-köpfiges Orchester, ein Projekt des Vereins Pro Musikschule Lenzburg, begleitet die drei Vorführungen in Lenzburg mit einer Neukomposition von Urs Erdin. mehr

Die amerikanische Schauspielerin Miriam Cooper wurde vor 125 Jahren, am 07. November 1891, in Baltimore (Maryland) geboren.

Die nur 1,47 Meter große Cooper spielte unter anderem Hauptrollen in Die Geburt einer Nation (1915) und Intoleranz (1916), beide von D. W. Griffith inszeniert. Sie heiratete 1916 dessen damaligen Regieassistenten, den späteren Regisseur Raoul Walsh. Cooper starb am 12. April 1976 in Charlottesville (Virginia). mehr

In der St. Kilianskirche Korbach (Hessen) wird am Mittwoch, den 09. November 2016, der Stummfilm Der General gezeigt.

Der amerikanische Schauspieler und Filmregisseur Buster Keaton drehte die berühmte Komödie im Jahr 1926. Legendär ist die Szene, in der eine echte Lokomotive von einer Brücke ins Tal stürzt. Die aufwändige Produktion war kein Erfolg an den Kinokassen, brachte Keaton in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und läutete sein Karriereende ein. Mitte des 20. Jahrhunderts erlebten er und seine Filme eine Renaissance. Seine letzte Rolle spielte er kurz vor seinem Tod in Richard Lesters turbulenter Musicalkomödie "Toll trieben es die alten Römer" aus dem Jahr 1966. Er starb am 01. Februar 1966 in Woodland Hills (Kalifornien).

"Der General" wird in Korbach von Wilfried Kaets live musikalisch vertont. mehr

die stadt ohne juden filmkader filmarchiv austria 250 2016Gemäß dem Leitspruch „Save the Past for the Future“ hat das Filmarchiv Austria eine Crowdfunding-Initiative zur Rettung des vielleicht wichtigsten österreichischen Stumm­films, Die Stadt ohne Juden (Regie: Hans Karl Breslauer, 1924), gestartet.

Durch einen zufälligen Fund auf einem Pariser Flohmarkt kamen bisher verloren geglaubte Passagen des ös­terreichischen Meisterwerks in den Bestand des Filmarchiv Austria. Der Film wurde nach einer Romanvorlage des jüdischen Schriftstellers und Journalisten Hugo Bettauer 1924 in Wien gedreht und zeigt mit unheimlicher Voraussicht die kulturelle und wirtschaftliche Verarmung einer Stadt nach Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Es ist der weltweit erste Film, der wie eine Vorahnung die Vertrei­bung der Juden, die nur wenige Jahre später Realität wurde, sowie die damit verbundenen politischen und ge­sellschaftlichen Konsequenzen darstellt.

Mit den neu aufgefundenen Passagen kann der Film nun erstmals seit vielen Jahrzehnten in voller Länge wiederhergestellt werden. Enthalten ist nun auch der bisher verloren geglaubte Schluss, der gemeinsam mit weiteren neu entdeckten Passagen eine offensichtlich dramaturgisch angelegte Parallel-Erzählung erkennen lässt. Bisher unbekannte Szenen zeigen das jüdische Leben in Wien mit klarer antisemitischer Konnotation. Die berühmte expressionistische Szene mit Hans Moser als rabiaten Antisemiten ist erstmals komplett überlie­fert. Insgesamt wird nun die politische Aussage des Films und die Darstellung des mörderischen Antisemitis­mus in Wien im Gefolge des ersten Weltkrieges wesentlich schärfer artikuliert.

Um dieses einzigartige Filmdokument zu erhalten, müssen als erster Schritt einer umfassenden Restaurierung die auf Nitromaterial neu aufgefundenen Passagen auf modernes Trägermaterial umkopiert und digitalisiert werden. Aufgrund des fragilen Nitromaterials drängt die Zeit. Da dieses aufwendige und kostenintensive Projekt aus dem laufenden Budget nicht finanziert werden kann, hat sich das Filmarchiv Austria entschlossen, die Zivilgesellschaft im Rahmen einer Crowdfunding-Initiative um Unterstützung zu bitten.

Innerhalb der ersten zwei Wochen haben sich mehr als 140 UnterstützerInnen an der Filmrettungs-Initiative auf wemakeit.com beteiligt, dabei kamen bisher über EUR 16.000 zusammen. Bis zum 10. Dezember 2016 können „FilmretterInnen“ die Kampagne noch unterstützen - als Dankeschön warten auf die Supporter exklusive Belohnungen, unter anderem Tickets zur Premiere von "Die Stadt ohne Juden", ein Workshop zur digitalen Filmrestaurierung oder ein Rundgang an filmhistorisch bedeutende Plätze Wiens.

Die Crowdfunding-Kampagne findet man hier

Textquelle und Fotonachweis: Filmarchiv Austria

Anlässlich ihres fünfzigjährigen Bestehens veröffentlicht die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung eine DVD- bzw. Blu-ray-Jubiläumsedition mit sechs Filmen aus ihrem Bestand.

Darunter sind auch die Stummfilme Zapatas Bande (1914) von Regisseur Urban Gad (und mit der unvergleichlichen Asta Nielsen in der Hauptrolle), Als ich tot war (1915) von Ernst Lubitsch und Asphalt (1929) von Joe May. Aus der Sparte Tonfilm sind "Viktor und Viktoria" (1933) von Reinhold Schünzel, "Romanze in Moll" (1943) von Helmut Käutner und "Madeleine und der Legionär" (1957) von Wolfgang Staudte berücksichtigt. Die Veröffentlichung beinhaltet ein Booklet und erscheint am 25. November 2016 als DVD und Blu-ray. mehr

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung wurde 1966 gegründet und verwaltet die Produktionen der ehemaligen Firmen Ufa, Universum-Film, Bavaria, Terra, Tobis und Berlin-Film. Zum Bestand gehören Meisterwerke wie "Metropolis" (1927), "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" (1922) und "Das Cabinet des Dr. Caligari" (1920).

stephan graf von bothmer 250 2 birgit meixnerStephan Graf von Bothmer vertont am Dienstag, den 08. November 2016, in der Kapelle des "Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof" in Berlin den Stummfilm Tagebuch einer Verlorenen.

Georg Wilhelm Pabst drehte den Klassiker des Weimarer Kinos im Jahr 1929. Die Titelrolle brilliert die amerikanische Schauspielerin Louise Brooks. In Nebenrollen sind unter anderem Fritz Rasp, Valeska Gert und Sybille Schmitz zu sehen. Pabsts Version ist die dritte Verfilmung von Margarete Böhmes´ gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1905. Mehr Informationen über den Musiker Stephan Graf von Bothmer und seine Stummfilmkonzerte hier
Foto: Birgit Meixner

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm wird 100. mehr

Aktuelle Preisträger

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr