Ensemble von Laterna magica im Vordergrund Bi Union Doppel Laterna magica aus England um 1860 Holz 1Hermann und Clärchen Baus 0154 250Die Sammlung Werner Nekes mit rund 25.000 Objekten zur Geschichte der visuellen Künste und des Sehens ist eine der weltweit größten Sammlungen ihrer Art.

Dank der gemeinsamen Anstrengungen der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln, des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum (Frankfurt am Main) und des Filmmuseums Potsdam sowie mit der Unterstützung von weiteren Förderern konnte diese Sammlung nun in ihrer Gesamtheit erhalten werden.

Im Rahmen einer Video-Pressekonferenz am 30. Oktober 2020 wurde der Erwerb vorgestellt  Ziel des Käuferkonsortiums ist es, die Sammlung gemeinsam zu erschließen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine digitale Plattform wird als Instrument der Erforschung und Dokumentation der Sammlung dienen.

Exponate aus der Sammlung werden künftig in der Dauerausstellung des DFF in Frankfurt am Main, im Schaudepot des Filmmuseum Potsdam und in verschiedenen NRW-Museen gezeigt werden. Planungen für ein Wandel- und Wanderkabinett sowie eine größere Gesamtausstellung werden derzeit mit dem Wallraf-Richartz-Museum entwickelt. Außerdem wird eine Ausstellung aus den Beständen der Sammlung kuratiert, die weltweit touren soll. mehr

Textquelle: Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln, DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Filmmuseum Potsdam; Foto: Hermann und Clärchen Baus

filmstreifen 08 250 buntVom 29. Oktober bis 01. November 2020 ist auf dem Vimeo-Channel des Filmmuseums München "Die Flamme" (D 1922) zu sehen.

Das letzte deutsche Werk von Ernst Luibitsch liegt nur noch als Fragment vor und wurde vom Filmmuseum München mit Standfotos etc. zu einer 40-minütigen Fassung rekonstruiert. Auf der Leinwand sind Pola Negri, Alfred Abel, Hermann Thimig und Hilde Wörne zu sehen. 

Gezeigt wird das im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelte Drama mit einer Musikeinspielung von Joachim Bärenz. Hier geht es zum Vimeo-Channel: https://vimeo.com/filmmuseummuenchen
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Am 28. Oktober ist der Internationale Tag des Animationsfilms.

Filmtricks und Animationsfilme gehören schon zu Anbeginn des bewegten Bildes zu den populärsten Gestaltungmitteln und Genres des Mediums. Bereits 1892 projezierte der Franzose Charles-Émile Reynaud mit seinem selbstentwickelten Praxinoskop Zeichentricksequenzen vor einem öffentlichen Publikum. Ein weiterer Meilenstein ist Winsor McCays Gertie the Dinosaur (USA 1911), in dem der amerikanische Zeichntrickfilmpionier mit einem animierten Dinosaurier interagiert. Heute beeindrucken die grenzenlos erscheinenden Möglichkeiten und Stilrichtungen des modernen Trickfilms von kommerziell bis Avandgarde und von Puppentrick bis zum computergenerierten 3-D-Blockbuster. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ baublatt.ch berichtet über das Spadena-Haus in Los Angeles, das in der Stummfilmzeit als Filmkulisse diente. mehr

♦ Der Unesco-Welttag des audiovisuellen Erbes ist Thema beim Tagesspiegel. mehr

♦ Die Internetseite www.sinn-und-cinema.de hat einen Beitrag von Maria Adorno über ihre Erfahrungen mit der Online-Ausgabe des Stummfilmfestivals "Giornate del Cinema Muto" in Pordenone veröffentlicht.

♦ Die Badischen Neuesten Nachrichten berichten über das Acherner Kino „Tivoli“, das älter als als bis vor kurzem angenommen ist. mehr

♦ BR24 schreibt über die Entdeckung der wohl ältesten Filmaufnahmen aus der Stadt Aschaffenburg. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmrestaurierung 250 03Der 27. Oktober ist "Welttag des audiovisuellen Erbes". Die Unesco hat den Tag im Jahr 2005 ausgerufen, in Deutschland wird er seit 2007 begangen.

Mit dem Jahrestag soll auf die Notwendigkeit zum Erhalt von analogen und digitalen Medien – etwa Fotos, Filme und Tonaufnahmen – aufmerksam gemacht werden. Deutschland ist mit über zwanzig Beiträgen im "Memory of the World"-Register der UNESCO berücksichtigt, darunter die Gutenberg-Bibel, Goethes literarischer Nachlass und, als erster Film weltweit, Fritz Langs monumentaler Science-Fiction-Film Metropolis aus dem Jahr 1927.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Im Rahmen der Film- und Veranstaltungsreihe "125 Jahre Kino. Vom Wintergarten zum Multiplex" wird am 30. Oktober 2020 im Kino des Filmmuseums Potsdam ein an das Jahrmarktkino angelehntes Nummernprogramm gezeigt.

Um die Jahrhundertwende ist das Wanderkino die bestimmende Kraft bei der Verbreitung des neuen Mediums Film. In drei Nummernprogrammen aus dem "Crazy Cinematographe"-Projekt der Kinemathek Luxemburg wird die sensationelle Welt des Jahrmarktkinos wieder lebendig – live an der Welte-Kinoorgel begleitet von Susanne Schaak und kommentiert von dem Schauspieler Sebastian Stielke in der Rolle als Kinoerzähler. Das Programm mit Filmen aus den Jahren 1896 bis 1916 dauert ca. 60 Minuten.

Die zulässige Personenzahl im Kinosaal ist aus aktuellem Anlass begrenzt. Für den Besuch wird eine rechtzeitige Ticketreservierung unter 0331-27181-12 oder ticket (at) filmmuseum-potsdam.de empfohlen. Die Besucher*innen werden um die Einhaltung der gängigen Schutzmaßnahmen gebeten. Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Kinemathek Luxemburg statt. mehr 
Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Foto Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Im Oktober 1920 wurden die Weimarer Kino-Klassiker "Der Golem, wie er in die Welt kam" und "Das Wunder des Schneeschuhs" uraufgeführt.

Paul Wegeners "Golem" ist ein Film, der einen tiefen Eindruck hinterlässt. Karl Freunds Kamera setzt die geniale expressive Ausstattung und den tönernen Koloss brilliant in Szene. Auch eine Reihe erstklassiger Darsteller*innen tragen ihren Teil dazu bei, dass das Werk, das dem phantastischen Film zuzurechnen ist, auch heute noch begeisterte Zuschauer*innen findet.

Ein anderes Genre bedient der 1920 entstandene „Das Wunder des Schneeschuhs“. Er gilt als der Urknall des Bergfilms und sein Regisseur Arnold Fanck – in kongenialer Partnerschaft mit dem Kameramann Sepp Allgeier – als dessen Begründer. 

Autor Arndt Pawelczik stellt für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik den Wegner-Film vor, Stummfilm Magazin-Herausgeber Frank Hoyer würdigt Fancks Erstlingswerk. Hier geht es zu den Filmbesprechungen.

filmrestaurierung 250 07Die fünfte Ausgabe der Filmerbe-Veranstaltung "Film Restored" findet vom 27. Oktober bis 01. November 2020 statt.

Aus aktuellem Anlass wird das von der Deutschen Kinemathek in Berlin organisierte Festival in hybrider Form, also live und online, duchgeführt. Es werden Gästen aus ganz Europa erwartet. Gezeigt werden 21 Filme aus 15 Ländern, die dank europäischer Kooperationen produziert, überliefert und restauriert wurden.

Im Programm finden sich neueste Restaurierungen, die durch die Zusammenarbeit europäischer Archive ermöglicht wurden, darunter auch einige Stummfilme, die nach vielen Jahrzehnten erstmals wieder gezeigt werden können und nun mit Live-Musikbegleitung zur Aufführung kommen. Das vielfältige Filmprogramm wird ergänzt durch Werkstattberichte, Vorträge und Podiumsdiskussionen. mehr
Textquelle: Deutsche Kinemathek; Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen gelb 03 250Der überwiegend in Deutschland tätig gewesene Filmregisseur und Drehbuchautor Arthur Robison starb am 20. Oktober 1935 in Berlin. Er wurde am 25. Juni 1883 in Chicago geboren.

Robisons Schatten – Eine nächtliche Halluzination zählt zu den beeindruckensten Filmen des deutschen Expressionismus. Das zusammen mit dem Kameramann Fritz Arno Wagner und Filmarchitekten Albin Grau gedrehte Kammerspiel wurde am 16. Oktober 1923 in Berlin uraufgeführt. Auf der Leinwand sind Fritz Kortner, Ruth Weyher, Gustav von Wangenheim und Fritz Rasp zu sehen.

Eine weitere beeindruckende Regiearbeit lieferte Robison in England mit The Informer (1929) ab. Er starb kurz nach den Dreharbeiten zur dritten Verfilmung von Der Student von Prag (D 1935). mehr
Foto: Stummfilm Magazin

ASTA 1 Copyright DEFA Stiftung Dieter Jaeger 250Das rbb Fernsehen und das Filmmuseum Potsdam gratulieren dem Film-, TV- und Theaterregisseur Roland Oehme zum 85. Geburtstag mit einer Aufführung seiner Komödie "Asta, mein Engelchen" (DDR 1980) am 23. Oktober 2020 im Kino des Filmmuseums Potsdam.

Der alte Otto Gratzick ist Pförtner des DEFA-Studios in Babelsberg und verehrt den Stummfilmstar Asta Nielsen. Als der berühmte Schauspieler Hermann Gschwindner verunglückt, sucht der Regisseur ein Double für die letzten Szenen seines Film. Er entdeckt Otto, der die Aufgabe übernimmt. Außerdem gibt Otto eine Heiratsannonce auf. Er sucht eine Frau, die Asta Nielsen ähnlich sieht. Das erste Rendezvous mit Astrid wird ein Reinfall. Doch Otto versucht es noch einmal – als Hermann Gschwindner. Die heitere Komödie wartet mit Zitaten aus Asta-Nielsen-Filmen und Reminiszenzen an die Stummfilmzeit auf.

Vor dem Film findet ein Gespräch mit Roland Oehme und dem Filmjournalist Knut Elstermann statt. Anwesend ist auch die Hauptdarstellerin Annemone Haase. Bei der Veranstaltung besteht eine Maskenpflicht auch während des Gesprächs und der Filmvorführung. mehr
Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Bild: DEFA-Stiftung/Dieter Jaeger

filmstreifen 08 250 buntVom 18. bis 21. Oktober 2020 ist auf dem Vimeo-Channel des Filmmuseums München "Das Salz von Swanetien" (UdSSR 1930) zu sehen.

Michail Kalatosov drehte den lange nicht verfügbaren Kulturfilm mit inszenierten Sequenzen in Georgien. Im Zentrum des Geschehens steht ein in Abgeschiedenheit lebendes Volk und dessen täglicher Kampf ums Überleben in der unwirtlichen Umgebung der kaukasischen Berge.

Gezeigt wird eine Restaurierung des Filmmuseums München mit einer Musikeinspielung von Masha Khotimski, die im Auftrag der Bayerischen Akademie der Schönen Künste entstand. Hier geht es zum Vimeo-Channel: https://vimeo.com/filmmuseummuenchen
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntHenny Porten, einer der großen deutschen Stars des Stumm- und frühen Tonfilms, starb am 15. Oktober 1960 in Berlin.

Großen Erfolg hatte sie unter anderem im Jahr 1920 als "Anna Boleyn" unter der Regie von Ernst Lubitsch und mit Filmpartner Emil Jannings. Im gleichen Jahr spielte sie in der Komödie "Kohlhiesels Töchter" die Hauptrolle, ebenfalls ein Lubitsch-Film. Unter Ewald André Dupont war sie in der ersten Verfilmung der "Geierwally" (D 1921) und unter Leopold Jessner in dem Kammerspielfilm "Hintertreppe" (D 1921) zu sehen. "Caligari-Regisseur" Robert Wiene setzte Henny Porten 1923 in dem Monumentalfilm "I.N.R.I." ein. Sie wurde am 07. Januar 1890 als Henny Frieda Ulricke Porten in Magdeburg geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundDer deutsch-amerikanische Schauspieler Fritz Feld wurde als Fritz Feilchenfeld am 15. Oktober 1900 in Berlin geboren.

In seiner über 70-jährigen Berufstätigkeit spielte er unter anderem in den Stummfilmen Der Golem und die Tänzerin (D 1927), Der Golem, wie er in die Welt kam (D 1920), Weltbrand (D 1920) und Der letzte Befehl (USA 1928). Fritz Feld starb am 18. November 1993 in Los Angeles. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmmuseum duesseldorf 250 1Das Black Box Kino im Filmmuseum Düsseldorf zeigt im Oktober 2020 zwei Stummfilmklassiker mit begleitender Livemusik.

Im Rahmen der Reihe "Stummfilm + Musik" stehen am 31. Oktober Teil 1 und 2 des monumentalen Stummfilms "Das indische Grabmal", begleitet von einer neuen Musikfassung, auf dem Programm. Zusätzlich gibt es am 25. Oktober eine Sondervorstellung des berühmten Klassikers "Panzerkreuzer Potemkin" von Sergei M. Eisenstein anlässlich des Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals.

Der Eintritt beträgt regulär neun Euro, ermäßigt sieben Euro und für Besitzer*innen eines Black Box-Passes sechs Euro. Aufgrund der derzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregeln steht nur ein eingeschränktes Platzangebot zur Verfügung.

filmklappe blau 250 orange ohne soundAm 12. Oktober 1865 wurde in Wien Anton Kolm geboren.

Er war einer der ersten Filmregisseure und -produzenten der österreichischen Kinogeschichte: 1910 gründetet er zusammen mit Jakob Fleck und seiner Ehefrau, Luise Kolm (geborene Veltée), die Produktionsfirma Erste österreichische Kinofilms-Industrie. Anton Kolm starb am 11. Oktober 1922 in seiner Geburtsstadt. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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