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"100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik"

Infomationen zur Initiative von Stummfilm Magazin finden Sie hier

filmstreifen 08 250Der deutsche Filmregisseur Manfred Noa wurde am 22. März 1893 in Berlin geboren. 

Heute ist er vor allem durch die zwei Stummfilme Nathan der Weise (D 1922), eine Literaturverfilmung nach dem Theaterstück von Gotthold Ephraim Lessing, und Helena (D 1924), ein zweiteiliger Monumentalfilm nach Motiven griechischer Sagen, bekannt. Beide Werke sind als DVD bei der Edition Filmmuseum erschienen. Noa starb am 05. Dezember 1930 in seiner Geburtsstadt. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Am Samstag, den 24. März 2018, wird im Kino des Filmmuseum Düsseldorf um 20:00 Uhr der sowjetische Stummfilm Schastye ("Das Glück") gezeigt.

Aleksandr Medvedkin drehte die Filmkomödie im Jahr 1934 mit Pyotr Zinovyev, Yelena Yegorova und Nikolay Cherkasov in den Hauptrollen. Das Werk entstand im Rahmen des ersten "Filmzugs", einem mit Filmaufnahmengeräten und Kinovorführmaschinen komplett ausgestatteten Eisenbahnzug. Dieser durchquerte die Sowjektunion mit der Intension, den russischen Wiederaufbau mit Mitteln des Mediums Film zu fördern.

Stummfilmmusiker Richard Siedhoff begleitet "Das Glück" mit Klavier und Akkordeon. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Der Regisseur Carl Theodor Dreyer starb vor 50 Jahren, am 20. März 1968, in Kopenhagen. Dort wurde er auch am 03. Februar 1889 geboren.

Er zählt zu den einflussreichsten Filmschaffenden des 20. Jahrhunderts. Zu seinen Meisterwerken gehört der Stummfilm Die Passion der Jungfrau von Orleans, den er 1928 in Frankreich drehte. mehr

Anlässlich des 50. Todestages von Dreyer veranstaltet das Zürcher Filmpodium noch bis zum 30. März 2018 eine umfassende Retrospektive unter dem Titel "Carl Theodor Dreyer: Intimität der Leere". Gezeigt werden neben den Klassikern des Regisseurs auch viele selten auf der Leinwand zu sehende Werke. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Der deutsche Film- und Theaterschauspieler Albert Paulig starb vor 85 Jahren, am 19. März 1933, in Berlin. Er wurde am 14. Januar 1873 in Stollberg geboren.

Der über zwei Jahrzehnte im Filmgeschäft tätige Schauspieler wurde vor allem durch die komödiantische Albert-Paulig-Serie aus den 1910-Jahren bekannt. Zudem spielte er in Filmen von Ernst Lubitsch (Der Stolz der Firma von 1914, Die Austerprinzessin von 1919) oder an der Seite von Harry Piel in Abenteuer im Nachexpress (D 1925). Mit Beginn der Tonfilmära konnte er seine Karriere nahtlos fortsetzen bis er 1933 an einem Herzinfarkt starb. mehr

filmstreifen 01 250Angeregt durch gemeinsame Praterausflüge setzten sich die Dichter des "Jungen Wien" schon früh mit optisch-mechanischen Verfahren auseinander.

Das literarische Schaffen von Arthur Schnitzler, Hermann Bahr, Richard Beer-Hofmann, Felix Salten und Hugo von Hofmannsthal fällt mit der Frühgeschichte des Kinos zusammen. Sie waren von den ästhetischen wie ökonomischen Möglichkeiten des neuen Mediums beeinflusst und trugen zu seiner weiteren Etablierung bei. Theoretische Reflexionen, Drehbücher und Regiearbeiten zeugen von einem intensiven Austausch zwischen Dichtung und Film.

Einen besonderen Eindruck dieser Inspiration und Faszination liefert das vom Filmarchiv Austria rekonstruierte historische Kaiserpanorama im Foyer des Metro Kinokulturhaus mit original Stereobildern, die bereits Schnitzler ins Staunen versetzt haben. "Panorama, solche Reisesehnsucht", schwärmt er in seinen Aufzeichnungen, bis 1927 sollte er über 200 solcher Besuche dokumentieren. Die Ausstellung ist vom 13. April bis 29. Juni 2018  zu sehen.

Anlässlich der Präsentation des Kaiserpanoramas präsentiert das Filmachriv Austria – ebenfalls im Metro Kinokulturhaus – vom 03. bis 26. April 2018 die Retrospektive "Jung-Wien, im Kino mit Schnitzler, Hofmansthal, Salten und Zweig". Gezeigt wird eine Auswahl an Filmen, die sich an Vorlagen jener Autoren orientieren, die um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert als "Kaffeehausliteraten" berühmt-berüchtigt waren. Unter der Federführung des Schriftstellers, Kritikers und Herausgebers der Wochenzeitung "Die Zeit", Hermann Bahr, traf sich eine "Schule junger meist Wiener Litteraten [sic!]" im damals auch als »Café Größenwahn« bezeichneten Griensteidl im Palais Herberstein am Michaelerplatz, das zu einem Umschlagplatz künstlerischer Ideen wurde. Mit der von Bahr postulierten Überwindung des Naturalismus rücken plötzlich das Traumhafte, Stimmungsvolle, Ästhetische, Neue und Utopische ins Zentrum des Interesses dieses Künstlerzirkels. Gleichzeitig beginnt das Medium Film wie ein Lauffeuer Menschen auf der ganzen Welt mit seinen technischen Möglichkeiten in den Bann zu ziehen.

Auch die Literaten des Jung-Wien standen dem neuen Medium durchaus offen gegenüber – davon zeugen die Aufzeichnungen über zahlreiche, leider inzwischen verschollene Stummfilme aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, an denen sie in der einen oder anderen Form beteiligt waren. Die von Florian Widegger kuratierte Retrospektive zeigt unter anderem "Der Glücksschneider" (R: Hans Otto Löwenstein, A 1916), "Der junge Medarus" (R: Mihály (aka Michael) Kertész, A 1923), "Die kleine Veronika (R: Robert Land, A/D 1930, restaurierte Fassung), "Der Rosenkavalier" (R: Robert Wiene, A 1926, restaurierte Fassung) und "Die Zirkusgräfin" (R: Felix Dörmann, A 1912). mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen g 1 250Im Wiener Metro Kinokulturhaus wird vom 19. April bis 2. Mai 2018 die Retrospektive "Suche Arbeit, mache Alles – Armut, sozialer Abstieg und Arbeitslosigkeit im Film" gezeigt.

Fotos aus den 1930er-Jahren, auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise mit Millionen Erwerbslosen, zeigen Frauen und Männer, die ein von Hand beschriftetes Schild halten, auf dem steht: »Habe Hunger, Suche Arbeit, Mache Alles«. Davon leitet sich der Titel der Retrospektive ab, die sich historisch wie aktuell mit den Geschichten von arbeitslosen Menschen auseinandersetzt.

Erzählt wird etwa von Männern, die in einer sicher scheinenden Hierarchie von oben nach ganz unten schlittern, von Frauen, die als Filmemacherinnen das Elend ihrer Zeit in dokumentarischen Bildern festhalten. Dazwischen Jobcenter, Sozialamt und Schnellvermittlungsbörse. Prekäre Lebensverhältnisse, aber oftmals blitzt auch Zivilcourage auf – und der Mut zur Veränderung.

Die Filmreihe ist kuratiert von Brigitte Mayr und Michael Omasta und findet in Kooperation mit "Synema – Gesellschaft für Film und Medien" und Unterstützung der Arbeiterkammer Wien statt. Gezeigt werden unter anderem die Stummfilme "Der letzte Mann" (R: F.W. Murnau, D 1924), "Jeneits der Strasse" (R: Leo Mittler/Albrecht Viktor Bl um, D 1929), "The Crowd" (R: King Vidor, US 1928) und "Um´s tägliche Brot – Hunger in Waldenburg" (R: Piel Jutzi, D 1929). mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Am Montag, den 19. März 2018, wird im Wiesbadener Caligari-Kino um 20:00 Uhr Joe Mays Asphalt aus dem Jahr 1929 gezeigt

Auf der Leinwand sind Betty Amann, Gustav Fröhlich, Albert Steinrück, Hans Albers und Paul Höriger zu sehen. Live vertont wird das mit Krimi-Elementen durchsetzte Melodram von Uwe Oberg am Piano.

Die Premiere von "Asphalt" war am 12. März 1929 im Ufa-Palast am Zoo, dem wichtigsten Berliner Uraufführungskino der Universum Film AG. Die beeindruckende Kameraarbeit stammt von Günther Rittau, die bemerkenswerten Kulissen von Erich Kettelhut. mehr

filmklappe 250Treppe 41 ist ein offener Filmclub im Filmmusem Frankfurt. Alle sind willkommen, einen selbst ausgewählten Film vorzustellen, ihn gemeinsam zu sehen und darüber zu reden. An zwei Freitagen pro Monat; bei Limo, Bier, Wein oder Wasser auf Spendenbasis.

Am Freitag, den 30. März, um 22:30 Uhr wird in der Clubreihe The Son Of The Sheik von George Fitzmaurice aus dem Jahr 1926 gezeigt.

Als der Stummfilm seinerzeit ins Kino kommt, ist Hauptdarsteller Rudolph Valentino seit einem Monat tot – der Moment seiner größten Berühmtheit. Aus dem Phänomen des von Frauen wie Männern begehrten "Dark Lovers" wird ein Mythos. Der Film inszeniert Valentinos Körper wie kein anderer vor der Kulisse der arabischen Wüste und macht ihn zur Projektionsfläche erotischer Sehnsüchte.

Der Klangkünstler Pablo Paolo Kilian (Leipzig) begleitet "The Son Of The Sheik" in freier Improvisation am Flügel. Eine Einführung hält Kadda Jost. mehr
Textquelle: Deutsches Filminstitut/Deutsches Filmmuseum; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmmuseum frankfurt afterwork fuehrung maerz 2018 250Zu einem entspannten Feierabend in seinen Ausstellungen lädt das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main immer am zweiten Mittwoch des Monats ein.

Fachkundige Mitarbeiter/innen begleiten die Gruppe durch die Ausstellung und erläutern, was es hier zu entdecken gibt. Beim Rundgang durch die Daueraustellung des Hauses am Mittwoch, den 14. März 2018, um 19:00 Uhr erfahren Besucher/innen wissenswertes über die Medien- und Filmgeschichte des 19. Jahrhunderts in Frankfurt. Bei einem Glas Wein gibt es anschließend Gelegenheit, sich auszutauschen.

Der Eintritt und inklusive Getränk beträgt 7,- Euro (5,- Euro ermäßigt). Treffpunkt ist im Ausstellungsfoyer (3. Stock). mehr
Textquelle und Foto: Deutsches Filminstitut/Deutsches Filmmuseum

variete filmmuseum potsdam 250Ergänzend zur Ausstellung "Max Beckmann. Welttheater" (noch bis 10. Juni 2018) im Museum Barberini wird im Filmmuseum Postdam ein Begleitprogramm gezeigt, das wie Max Beckmanns Gemälde in die Welt des Zirkus und des Varietés entführt.

Hinzu kommen Kinofilme, die bei Beckmann selbst großen Eindruck hinterlassen haben sowie dokumentarische Porträtfilme über ihn. Einige Highlights des Begleitprogramms:

10. März 2018, 19.30 Uhr
Varieté (D 1925) von Ewald André Dupont
Das Drama um Verführung und sexuelles Begehren, Eifersucht und Totschlag ist angesiedelt an der Schwelle zwischen Expressionismus und neusachlichem Realismus und verblüfft durch die Virtuosität einer vollkommen »entfesselten« Kamera, die die innere Zerrissenheit des von Emil Jannings gespielten Hochseilartisten Huller vor Augen führt. Für eine junge Frau verlässt Huller seine Familie und steigt mit der neuen Partnerin zum umjubelten Star der Varieté-Theater – darunter der Berliner Wintergarten – auf. Ihr Salto mortale begeistert das Publikum, doch als Eifersucht und Misstrauen die Beziehung vergiften, entwickelt sich ihr Hochseilakt zu einem lebensgefährlichen Thriller. An der Welte-Kinoorgel: Peer Kleinschmidt

12. Mai 2018, 19.30 Uhr
Der Zirkus (USA 1928) von Charlie Chaplin
Chaplins letzter Stummfilm: Der Tramp wird in einen Taschendiebstahl verwickelt. Auf der Flucht vor einem Polizisten landet er im Zirkuszelt, wo er unbeabsichtigt zum Star des Abends wird – und sich unglücklich in die Tochter des grimmigen Direktors verliebt. An der Welte-Kinoorgel: Susanne Schaak

08. Juni 2018, 19.30 Uhr
Die Apachen von Paris D/F 1927 von Nikolai Malikoff
In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts erfreut sich der »Apachentanz« großer Beliebtheit. Die wilden Tanzdarbietungen von Mitgliedern Pariser Unterwelt erhalten Einzug sowohl in das Kino Einzug als auch in das malerische Werk Max Beckmanns. Als Vorfilm wird das unidentifizierte Fragement "Der Apachentanz" gezeigt. Am Klavier: Peter Gotthardt

Bei Vorlage einer Eintrittskarte des Museums Barberini oder der Filmvorführungen im Filmmuseum erhalten Besucher/-innen wechselseitig ermäßigten Eintritt. Mehr Infos hier
Textquelle und Foto: Filmmuseum Potsdam

filmstreifen 02 250Schwerpunktthema des 16. Stummfilmfestivals in Karlsruhe, das vom 14. bis 18. März 2018 stattfindet, ist wie im letzten Jahr der Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau.

Als Eröffnungsfilm wird Murnaus Der letzte Mann (D 1924) mit Emil Jannings in der Hauptrolle gezeigt. Weiterhin sind Tartüff (D 1926) und City Girl (USA 1930), sowie weitere Stummfilme auch von anderen Regisseuren und ebenfalls mit Livemusikbegleitung zu sehen.

Ein Novum des diesjährigen Festivals: Zum ersten Mal werden Schülerinnen und Schüler bei zwei Aufführungen Programme mit Kurzfilmen begleiten. Für das Projekt unter der musikalischen Leitung von Frieder Egri konnten das Lessing-Gymnasium und das Helmholtz-Gymnasium, beide aus Karlsruhe, gewonnen werden.
Mehr zum Festivalprogramm
Facebookseite des Festivals
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Christian Sommer ist in seinem Amt als Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung bestätigt worden.

Bei der Kuratoriumssitzung am 01. März 2018 in Wiesbaden wurde er einstimmig für drei Jahre wiedergewählt. Als Stellvertreterin wurde Ulrike Schauz, Referatsleiterin bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, ebenfalls einstimmig bestätigt.

„Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zählt innerhalb der Medienwirtschaft zu den zentralen Institutionen zur Wahrung des Kulturgutes Film. Sie bei dieser Arbeit, insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden digitalen Herausforderungen, zu unterstützen ist mir ein großes Anliegen.“, so Kuratoriumsvorsitzender Christian Sommer, der sich seit 2015 in diesem Amt für den Erhalt des deutschen Filmerbes engagiert.

Geleitet wird die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung von Vorstand Ernst Szebedits. Im Kuratorium, dem obersten Gremium der Murnau-Stiftung, sind der Verband Deutscher Filmproduzenten e.V., der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e.V., der Verband der Filmverleiher e.V., der HDF Kino e.V. und die German Films Service + Marketing GmbH sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst für die Kultusministerkonferenz der Länder vertreten. Als Gast wohnt die Spitzenorganisation der deutschen Filmwirtschaft (SPIO) dem Kuratorium bei.
Textquelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Der sowjetische Filmregisseur und Filmtheoretiker Wsewolod Illarionowitsch Pudowkin wurde vor 125 Jahren, am 28. Februar 1893, in Pensa (Russland) geboren. Er starb am 30. Juni 1953 in Moskau.

Pudowkin war einer der profiliertesten und einflussreichsten Regisseure des russischen Kinos. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Die Mutter (UdSSR 1926), Das Ende von Sankt Petersburg (UdSSR 1927) und Sturm über Asien (UdSSR 1928). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Anlässlich des 135. Todestages des Komponisten Richard Wagner und des 65. Todestages des Filmschaffenden Carl Froelich wird am 28. Februar 2018 um 20:15 Uhr im Filmtheater der Murnau-Stiftung in Wiesbaden der deutsche Stummfilmm Richard Wagner gezeigt.

Mit Liebe zum Detail und einer überbordenden Ausstattung schildert der Film das bewegte Leben und Werk Richard Wagners, dem großen Komponist von Opern wie "Tristan und Isolde" oder dem Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen". Bereits mit 17 Jahren konnte Richard Wagner als Musikstudent seinem Professor bei so manchem musikalischen Problem helfen. Seine erste Stelle als Kapellmeister nimmt er aus Liebe zu einer schönen Schauspielerin an, die er 1936 heiratet. Doch Wagners verschwenderisches Wesen stürzt die beiden schon bald in tiefe Schulden. In Wagners Karriere geht es auf und ab, seine Stücke werden mal gefeiert, mal zerrissen. Er fällt beim König in Ungnade, lässt sich in Intrigen des Adels verwickeln und wird mit seiner Popularität von Politikern missbraucht.

Die wohl erste Filmbiografie im Langspielfilmformat entstand anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten und war Carl Froelichs Regie-Debüt, der bislang nur als Kameramann tätig gewesen war. Interessanterweise wurden für die Filmmusik keine Werke von Richard Wagner verwendet, weil die Produzenten die damals noch gültigen, hohen Verlagsrechte nicht zahlen wollten. Giuseppe Becce, der aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Wagner als Schauspieler verpflichtet worden war, schlug vor, eine Musik zu komponieren, die eine eindeutige Verbindung zum Werk von Wagner herstellt, ohne dass juristische Konsequenzen zu befürchten seien. Dabei verarbeitete er Musik von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Gioacchino Rossini. Somit war Richard Wagner sowohl der Auftakt zu Becces Schauspiel- als auch Komponistenkarriere. Richard Wagner ist damit der erste Spielfilm, zu dem eine Filmmusik geschrieben wurde.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner im Jahr 2013 machte die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Zusammenarbeit mit ZDF/ARTE das 100 Jahre alte Filmwerk in einer rekonstruierten Fassung wieder zugänglich.
Textquelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Seit dem 23. Februar 2018 ist eine von der Universum Film herausgegebene Fritz-Lang-Spielfilm-Zusammenstellung sowohl als DVD- als auch Blu-ray-Ausgabe erhältlich.

Die Box enthält die Filme "Der müde Tod" (D 1921), "Dr. Mabuse – Teil 1 & 2" (D 1922), "Die Nibelungen – Teil 1 & 2" (D 1924), "Metropolis" (D 1927), "Spione" (D 1928) und "Frau im Mond" (D 1929). Ergänzt wird die Zusammenstellung durch reichlich Bonusmaterial und verschiedene Booklets. Die DVD-Version umfasst neun Discs mit einer Spieldauer von insgesamt 1.042 Minuten, die Blu-ray-Box beinhaltet sieben Scheiben mit insgesamt 1.117 Minuten. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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