filmstreifen 04 250Die amerikanische Schauspielerin Jean Harlow starb am 07. Juni 1937 in Los Angeles. Sie wurde am 03. März 1911 in Kansas City (US-Bundesstaat Missouri) als Harlean Harlow Carpenter geboren.

Harlow, deren Markenzeichen ihr platinbondes Haar war, gehörte in den 1930er-Jahre zu den größten Hollywoodstars. Schon in der Stummfilmzeit war sie in kleineren Rollen auf der Leinwand zu sehen, unter anderem an der Seite des Filmkomikerduos Stan Laurel und Oliver Hardy. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmspuele lila 250"Kino wie noch nie" ist zurück: Mitten in der Stadt und in der Natur erweckt das Filmarchiv Austria die Leinwand am Augartenspitz wieder zum Leben.

Das abwechslungsreiche Kinoprogramm, stimmungsvolle Livemusik, informative Filmgespräche, die Grünstern Gartenküche und die Location gehen eine einzigartige Symbiose ein, die das "Kino wie noch nie" zum Erlebnis macht. An sechzig Wiener Sommerabenden, vom 23. Juni bis 21. August 2022, zeigen die Macher*innen ein abwechslungsreich kuratiertes Programm aus Klassikern, spannenden Neuentdeckungen und Zukunftshoffnungen.

Programmheft als PDF

Die Filmschau würdigt in Schwerpunkten unter anderem die französische Filmemacherin Céline Sciamma und mit dem im April 2022 so überraschend verstorbenen Willi Resetarits eine musikalisch-menschliche Institution. "News from Home" künden von aktuellen und kommenden heimischen Highlights, die "Cinema Sessions" blicken zurück ins Jahr 1922 und "End of Days" betrachtet die Dinge vom Ausgang her. Eine besondere – nicht nur filmische – Attraktion bietet heuer zudem das legendäre Wanderkino-Zelt , das nach sorgfältiger Restaurierung in neuem Glanz erstrahlt und in einem Early-Cinema-Special Schätze aus dem Filmarchiv Austria präsentiert: Es wird sinnlich, leidenschaftlich und anarchisch. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin

kinosessel 250Der 17. Bundeskongress der Kommunalen Kinos in Deutschland setzt die Geschichte der kommunalen Filmarbeit mit zeitgenössischen Potenzialen in Beziehung – und will zukunftsfähige Kinoutopien entwickeln. Anmeldungen für das Programm aus Workshops, Filmvorführungen und Debatten sind ab sofort möglich.

Vom 17. bis 19. Juni 2022 veranstaltet der Bundesverband kommunale Filmarbeit (BkF) seinen 17. Bundeskongress in Frankfurt am Main. Das Programm war bereits für 2021 geplant, wurde coronabedingt verschoben und wird nun in aktualisierter Form umgesetzt. Veranstaltungsflyer als PDF

asta nielsen stern 250Am 25. Mai 2022 jährte sich zum fünfzigsten Mal Asta Nielsens Todestag. Die Schauspielerin gehört zu den ganz großen Leinwandstars der Stummfilmära und ist auch heute noch eine der bekanntesten Persönlichkeiten des frühen Films.

Stummfilm Magazin sprach mit Dr. Johanne Hoppe, künstlerisch-wissenschaftliche Referentin am Filmmuseum Potsdam, und Elena Baumeister, wissenschaftliche Volontärin am Filmmuseum Potsdam, über "die schweigende Muse", so der Titel der Nielsen-Autobiografie, und die für Herbst 2022 geplante Filmschau "Asta Nielsen ABC. Filme und Fragmente" in Potsdam.

"Die Vielfalt der Themen, die Asta Nielsens Filme heute noch zu einem grenzüberschreitenden Erlebnis machen, haben wir aus feministischer Perspektive aufgefächert. Wir haben Referent*innen eingeladen, sich die Filme und Programme unter thematischen Aspekten wie Crossdressing, Sexarbeit und Klassenunterschiede anzusehen", so Elena Baumeister. zum ganzen Interview
Das Bild zeigt den Stern für Asta Nielsen auf dem Potsdamer Platz in Berlin, Foto: Stummfilm Magazin

vlady bystrov 250 5Der Musiker und Komponist Vlady Bystrov widmet sich seit 15 Jahren der Stummfilmmusik und hat schon zu Klassikern wie "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" (D 1926") und "Das Cabinet des Dr. Caligari" (D 1920) musikalisch gearbeitet.

Nun hat er sich Fritz Langs "Der müde Tod" (D 1921) angenommen. Am 11. Juni 2022 wird er in der Magni-Kirche in Braunschweig mit drei weiteren Musiker*innen in der Besetzung Klavier, Geige, Percussion und Blasinstrumente, ergänzt um Live-Elektronik, den Stummfilmklassiker lebendig werden lassen. Vor der Aufführung wird der Kinoexperte Clemens G. Williges, Chefredaktuer von "35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin" und Vorstandsmitglied und Programmer beim "Internationalen Filmfestival Braunschweig", eine Einführung in den Film geben.

Stummfilm Magazin sprach mit Vlady Bystrov über seine Stummfilmmusik: "Beim Filmerbe mag ich besonders außergewöhnliche, meistens avantgardistische Filme, je abstrakter, desto besser. Da ich überwiegend im experimentellen Bereich arbeite, ist mein Instrumentarium entsprechend eher ungewöhnlich, genauso wie die von mit eingeladenen Musiker*innen. [...] Ich benutze gerne elektronische Instrumente, die ich mit ethnischen Instrumenten mische. Es klingt einfach schön, wenn man zu präpariertem Klavier eine Suling Flöte oder, beispielsweise bei einer romantischen Szene, eine chinesische Hulusi erklingen lässt." zum ganzen Interview
Foto: privat

filmstreifen bunt 10 250Am 29. Mai 1967 starb der österreichische Filmregisseur Georg Wilhelm Pabst in Wien. Er wurde am 25. August 1885 in Raudnitz (Böhmen) geboren.

Pabst, meist als G. W. Pabst bezeichnet, gehört zu den prägensten und erfolgreichsten Regisseuren des Weimarer Kinos. Zu seinen stummen Werken zählen Die freudlose Gasse (1925, der einzige gemeinsame Film von Greta Garbo und Asta Nielsen), Geheimnisse einer Seele (1926), Die Liebe der Jeanne Ney (1927), Abwege (1928), Die Büchse der Pandora und Tagebuch einer Verlorenen. Die beiden letzten Werke drehte er 1929 mit der amerikanischen Schauspielerin Louise Brooks, die durch die Filme zu einer Stilikone der 1920er-Jahre wurde.

Auch zu Beginn der Tonfilmära konnte Pabst mit Westfront 1918 (1930), Die Dreigroschenoper (1931) und Kameradschaft (1931) vielbeachtete Werke vorlegen. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten arbeitete er unter anderem in Frankreich und den USA, konnte aber nicht mehr an seine großen Erfolge der Weimarer Zeit anknüpfen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule 250 3Die dritte Ausgabe von "A Season of Classic Films" findet von Juni bis Dezember 2022 statt.

Die Aktion ermöglicht es den teilnehmenden Filmerbeeinrichtungen, alle Mitglieder der Association des Cinémathèques Européennes (ACE), kostenlose Vorführungen von ausgewählten europäischen Filmen durchzuführen. Dafür wurde von der ACE ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das sich insbesondere an junge Erwachsene richtet und die Sicht auf Europa und die europäische Filmkultur erweitern möchte. In 2022 nehmen 22 Institutionen aus 21 europäischen Ländern teil.

Ausführliches Programm als PDF

Jedes Archiv steuert einen Film oder eine Filmzusammenstellung aus seiner eigenen Sammlung bei. Englischen Untertiteln sind bei allen Werken verfügbar. Das Programm enthält viele herausragende Filme, die selten oder bislang noch nicht in Kinos oder im Fernsehen gezeigt wurden, darunter auch einige Stummfilme. Viele Filme werden auch online verfügbar sein, um ein internationales Publikum zu erreichen.

Die ACE wurde 1991 ins Leben gerufen und hat ihren Sitz in Brüssel. Dem Dachverband sind 49 nationale und regionale europäische Filmerbeeinrichtungen angeschlossen. Seine Aufgabe besteht darin, das europäische Filmerbe zu schützen und die reichen audiovisuellen Aufzeichnungen, die von den verschiedenen Filmarchiven gesammelt und aufbewahrt werden, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. ACE ist der Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF) angeschlossen. ACE online: Internet, Instagram, Twitter, Facebook, YouTube.
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ merkur.de berichtet über die Premiere des restaurierten Stummfilms „Die Kneippkur“ (D 1923) mit Livemusik des Harald-Rüschenbaum-Trios. mehr

♦ Deutschlandfunk würdigt den Stummfilmstar Asta Nielsen anlässlich ihres 50. Todestages. mehr

♦ literaturkritik.de beleuchtet die Freundschaft zwischen dem Schriftsteller und Kabarettisten Joachim Ringelnatz und der Filmdiva Asta Nielsen. mehr

♦ Über die Thriller-Miniserie "Irma Vep" mit Alicia Vikander berichtet film.at. Die HBO-Produktion bezieht sich inhaltich auf das berühmte zehnteilige Louis-Feuillade-Serial "Die Vampire" (F 1915/16) mit der Stummfilmschauspielerin Musidora als Verbrecherkönigin Irma Vep. mehr

Die Frankfurter Rundschau schreibt über den Stummfilmklassiker "Menschen am Sonntag" (D 1930), der noch bis 07. Juli 2022 in der ARTE-Mediathek verfügbar ist. mehr

Die Thüringer Allgemeine hat den Countertenor Edson Cordeiro, der derzeit mit einem Programm aus Liedern und Stummfilmauschnitten auftritt, interviewt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

nos 100 3 250Am 26. Mai 1897 wurde der Roman "Dracula" des irischen Schriftstellers Bram Stoker in London veröffentlicht.

Das Buch wurde erstmals als "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" von der deutschen Prana-Film auf die Leinwand gebracht, allerdings ohne Einholung der Verfilmungsrechte. Ein Rechtsstreit mit der Witwe von Bram Stoker führte zur Vernichtung der deutschen Verleihkopien. Einige Exemplare hatten sich dennoch im Ausland erhalten. 

"Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens", meisterhaft von Friedrich Wilhelm Murnaus in Szene gesetzt, hatte am 04. März 1922 im Marmorsaal des Zoologischen Gartens Berlin seine Uraufführung. Der Vampirfilm zählt zu den großen Klassikern des Weimarer Kinos und gehört heute zu den meistgezeigten Stummfilmen. Die Darstellung von Max Schreck als grotesk-dämonischer Vampir ist eine Ikone des Horrorfilms und vielzitiert in der Populärkultur. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmspuele lila 250Die dänische Schauspielerin Asta Nielsen starb am 25. Mai 1972 in Frederiksberg. Sie wurde am 11. September 1881 in Kopenhagen geboren.

Asta Nielsen ist einer der ersten großen internationalen Stars der Kinogeschichte. Ihr Leinwanddebüt gab Asta Nielsen in der dänischen Produktion Abgründe aus dem Jahr 1910, der auf Anhieb ein enormer Erfolg wurde und zu den Meilensteinen des erzählenden Kinos gehört. Legendär ist in "Abgründe" eine Tanzszene, in der sie in aufreizender Weise einen Mann umwirbt.

Asta Nielsen beherrschte souverän sowohl das dramatische als auch das komische Fach. Mit Beginn der Tonfilmära beendete sie ihre Karriere und wirkte, bis auf eine Ausnahme im Jahr 1932, an keinem Film mehr mit.. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 09 250Die deutsche Schauspielerin Hermine Sterler starb am 25. Mai 1982. Sie wurde am 20. März 1894 in Stuttgart-Bad Cannstatt geboren.

Sie wirkte unter anderem an den deutschen Stummfilm-Produktionen Der böse Geist Lumpaci Vagabundus (1922), Der Mann mit der eisernen Maske (1922) und Prinz Louis Ferdinand (1927) mit. An der Seite von Conrad Veidt war sie in Paganini (1923) zu sehen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten floh sie aus Deutschland über Wien in die USA, wo sie für einige Hollywoodproduktionen engagiert wurde. mehr

filmstreifen 01 250Die Rennfahrerin Clärenore Stinnes wurde am 21. Januar 1901 in Deutschland geboren. Sie starb am 07. September 1990 in Schweden.

Von 1927 bis 1929 umrundete sie als erster Mensch in einem serienmäßigen Personenwagen den Globus. Mit dabei war der Kameramann und Fotograf Carl-Axel Söderström. Ein Zusammenschnitt seiner Filmaufnahmen kam 1931 unter dem Titel "Im Auto durch zwei Welten" in die Kinos. Zudem wurde 2009 der deutsche Spielfilm "Fräulein Stinnes fährt um die Welt" mit Sandra Hüller, Bjarne Henriksen, Martin Brambach und Andreas veröffentlicht. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

richard siedhoff 1 250Vom 26. bis 29. Mai 2022 gibt es in Eliszis Jahrmarktstheater im Stuttgarter Höhenpark Killesberg ein abwechslungsreihes Stummfilmprogramm mit Livemusik zu erleben.

Der Stummfilmmusiker Robert Siedhoff, Preisträger des Deutschen Stummfilmpreises, spielt – neben Comedy-Klassikern mit Charlie Chaplin, Buster Keaton und anderen – auch zu einem der großen Werke des Weimarer Kinos: Friedrich Wilhelm Murnaus visuell beeindruckenden "Faust – eine deutsche Volkssage" (D 1926) mit Emil Jannings, Camilla Horn und Gösta Ekman in den Hauptrollen. mehr
Foto: privat

filmstreifen 08 250Der Schweizer Schriftsteller Fritz Güttinger starb am 21. Mai 1992 in Zürich.

Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer, Pädagoge und Literaturwissenschaftler widmete sich Fritz Güttinger mit Leidenschaft dem Stummfilm. So publizierte er 1984 das Buch "Der Stummfilm im Zitat der Zeit" (Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main, ISBN 3-88799-005-6). 1992, kurz nach seinem Tod erschien die Essay-Sammlung "Köpfen Sie mal ein Ei in Zeitlupe! Streifzüge durch die Welt des Stummfilms" (Neue Zürcher Zeitung, Zürich, ISBN 3-85823-373-0).Güttinger wurde am 30. Januar 1907 in Zürich geboren. mehr

tv geraet 250Noch bis 14. August 2022 ist der moderne Stummfilm "Juha" (Finnland 1999) in der ARTE-Mediathek abrufbar.

Juha und seine Frau Marja leben auf dem Land und bewirtschaften einen Bauernhof. Eines Tages hat vor ihrem Grundstück ein Fremder namens Shemeikka eine Autopanne. Während Juha das Auto repariert, verführt Shemeikka seine Frau ...

Der finnische Regisseur Aki Kaurismäki war bei dieser Produktion für Regie, Drehbuch und Produktion verantwortlich. Die Handlung mit vielen filmhistorischen Zitaten lehnt sich an das gleichnamige Buch von Juhani Aho an und ist die bislang vierte Verfilmung des Stoffes, so verfilmte Mauritz Stiller den Roman bereits 1921 (DVD bei absolut Medien). mehr
Textquelle: ARTE; Bild: Stummfilm Magazin

Sammlung Werner Nekes

Bis 16. April 2023 wird im Filmmuseum Potsdam die Präsentation "Ich sehe was, was Du nicht siehst – Aus der Sammlung Werner Nekes" gezeigt. Ergänzend findet eine Vermittlungswerkstatt statt. mehr

Spendenaktion

filmspule 250 4

Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr

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