Der amerikanischer Filmproduzent Walt Disney starb vor 50 Jahren, am 15. Dezember 1966, in Burbank (Kalifornien). Er gehört zu den prominentesten Persönlichkeiten der Filmbranche im 20. Jahrhundert.

Schon in der Stummfilmzeit fertigte Disney, der als Walter Elias Disney am 05. Dezember 1901 in Chicago (Illinois) geboren wurde, Werbefilme und Cartoons an, unter anderem "Laugh-o-Grams" genannte Trickfilme. Gemeinsam mit Ub Iwerks entwickelte er dann für Universal die seinerzeit sehr populäre Zeichentrickfilmfigur Oswald der lustige Hase, die Hauptperson einer ganzen Filmreihe war. Oswald gilt als Vorläufer der weltberühmten Figur Micky Mausmehr

die stadt ohne juden filmkader filmarchiv austria 250 2016Kommentar zur Crowdfunding-Initiative des Filmarchiv Austria, die unter dem Motto "Save the past for the future!" stand, zur Rettung von Hans Karl Breslauers Die Stadt ohne Juden (1924)

715 Menschen, darunter eine beeindruckend großzügige anonyme Spenderin, haben die Rettung eines bedeutenden Stummfilms möglich gemacht. Die Unterstützer/innen haben ihre Herzen und ihre Portemonaies geöffnet und 86.419 Euro (!) zusammengelegt, damit ein wichtiges Stück Filmerbe für die Nachwelt erhalten bleibt. Großartig!

Aber: Der Pflege des kulturellem Erbes kann von idealistisch gesinnten Privatpersonen letztendlich nur flankiert werden. Viele tausend unrestaurierte Filme, also Millionen Meter analoges, zersetzungsgefährdetes Trägermaterial aus der Frühzeit des Kinos, schlummern weltweit noch in öffentlichen und privaten Archiven (siehe etwa den Sensationsfund zu Metropolis) oder, wie im Fall von "Die Stadt ohne Juden", auf Flohmärkten, in Schwimmbädern oder anderen möglichen und unmöglichen Orten. Sie warten ebenfalls darauf, entdeckt, restauriert oder zumindest professionell konserviert zu werden. Eine Herkulesaufgabe, die durch Crowdfunding-Aktionen, Mäzenatentum und anderes bürgerschaftliches Engagement nicht befriedigend gelöst werden kann. Die beeindruckende Initiative des Filmarchiv Austria eignet sich (leider) nicht zur Blaupause für unbegrenzt viele, ähnlich gelagerte Rettungsaktionen.

Eine deutlich größere strukturelle finanzielle Ausstattung der Filmbewahrer ist also angesagt, um (zumindest) die wichtigsten Restaurierungsprojekte auf der Höhe des derzeit technisch und handwerklich Möglichen gewährleisten zu können. Viele Filmarchive und -museen rund um den Globus können ein Lied von einer zu schmalen finanziellen Ausstattung singen (siehe zum Beispiel die Initiative Filmerbe in Gefahr). Bei der Linderung dieser weltweit misslichen Situation sind staatliche und internationale Institutionen gefragt. Und zum Beispiel auch Unternehmen, wie etwa die großen, weltweit operierenden Digital-/Medienkonzerne und Social-Media-Plattformen, die an (oftmals aufwändig produzierten) Inhalten verdienen, indem sie sie selektieren, zusammenstellen und vertreiben, diese aber nicht selbst herstellen.

Die Bewahrung von Kulturgut – egal ob es Filme, Gemälde, Fotos oder Papyrusrollen sind – ist ohne Zweifel eine immense Herausforderung. Eine Herausforderung, die sich aber lohnt mit Elan und ausreichenden finanziellen Mitteln anzunehmen – auch in Zeiten, in denen viel von knappen Kassen geredet wird. Denn aus den Erfahrungen und Erkenntnissen früherer Generationen Hinweise für erfolgreiches Handeln im Hier und Jetzt zu filtern, ist lohnenswert und allemal günstiger, als "das Rad immer wieder neu zu erfinden".

Gerade im Kulturbereich entstehen oftmals außergewöhnliche Sichtweisen auf die Dinge, die die Welt bewegen. Diese schöpferische Vielfalt, auch wenn sie mitunter als kontrovers und provozierend empfunden wird, ist ein wichtiges Kennzeichen lebendiger und demokratischer Gesellschaften. Sie gilt es zu bewahren und zu fördern. Für diese offene, solidarische und respektvolle Grundhaltung stehen der Film "Die Stadt ohne Juden" und die zurecht vielbeachtete Crowdfunding-Aktion des Filmarchiv Austria.

"Save the past for the future!" – man kann es nicht besser sagen!

Frank Hoyer, Herausgeber Stummfilm Magazin
Foto: Filmarchiv Austria

filmarchiv austria crowdfunding 250 11 2016Am 10. Dezember 2016 ist die Crowdfunding-Initiative des  Filmarchiv Austria zur Rettung des Stummfilms Die Stadt ohne Juden (1924) erfolgreich zu Ende gegangen.

715 Unterstützer/innen aus Österreich, Deutschland und weiteren Ländern haben insgesamt 86.419 Euro gespendet, die Zielsumme von 75.000 Euro wurde damit deutlich überschritten. Es ist das bislang größte österreichische Crowdfunding-Projekt im Kulturbereich.

Während eines Pressegesprächs am 15. Dezember 2016 wird das Filmarchiv Austria einen Rückblick auf die Crowdfunding-Aktion geben, erstmals Ausschnitte aus den neu aufgefundenen Filmszenen in Projektion zeigen sowie den weiteren Restaurierungs- und Veröffentlichungsplan erläutern. mehr
Foto: Filmarchiv Austria

Der deutsche Filmregisseur und Drehbuchautor Ewald André Dupont, auch E. A. Dupont genannt, starb vor 60 Jahren, am 12. Dezember 1956, in Los Angeles. Er wurde am 25. Dezember 1891 in Zeitz geboren.

Mit Die Geierwally schuf er 1921 die erste deutsche Literaturverfilmung des gleichnamigen Buchs von Wilhelmine von Hillern mit Henny Porten in der Hauptrolle. Sein im Zikusmilieu spielendes Drama Varieté war einer der finanziell einträglichsten Filme von 1925 in Deutschland. Nach diesem Erfolg konnte er sich unter anderem auch in Großbritannien als Regisseur betätigen. Dort entstand Piccadilly (1929), ein meisterhaft inszeniertes Filmdrama mit Anna May Wong. mehr
Digitale Restaurierung von Varieté (2015)
DVD Varieté
DVD Piccadilly

In einer umfassenden Sonderausstellung widmet sich das Frankfurter Städel Museum bis zum 19. März 2017 einem zeitlosen Thema: der spannungsgeladenen Beziehung zwischen Mann und Frau und deren Darstellung in der Kunst.

"Geschlechterkampf. Franz von Stuck bis Frida Kahlo" beleuchtet die künstlerische Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und -beziehungen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Anhand von über 150 Werken zeigt die Schau, wie kontrovers Künstlerinnen und Künstler der Moderne auf die Konstruktion von Geschlechtermodellen reagierten und wie sie Stereotypen, Idealbilder und Identifikationsfiguren in Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Film behandelten.

Im Rahmen der Ausstellung werden auch Ausschnitte aus Stummfilmen gezeigt, so aus Metropolis (Deutschland 1927), Ekstase (Tschechoslowakei/Österreich 1933), Die Muschel und der Kleriker (Frankreich 1927) und Ein andalusischer Hund (Frankreich 1929). mehr

Im Rahmen der Filmreihe zum 50-jährigen Bestehen der Murnau-Stiftung findet am Mittwoch, den 14. Dezember 2016, um 20.15 Uhr die Weltpremiere der digitalen Fassung von Wege zu Kraft und Schönheit im Wiesbadener Murnau-Filmtheater statt.

Der 1925 von Wilhelm Prager und Nicholas Kaufmann inszenierte Kulturfilm schildert die Entwicklung der rhythmischen Gymnastik hin zum Massensport. Der in der Kulturabteilung der UFA konzipierte Stummfilm zeigt Sport-, Gymnastik- und Tanzvorführungen, aber auch die römische Badekultur. Darin wird der menschliche Körper – für die damalige Zeit ungewohnt freizügig – im Stil der Antike inszeniert und es werden zahlreiche antike Szenarien nachgestellt.

Der Kulturfilm war beim Weimarer Publikum überaus erfolgreich, auch weil er einen Ausdruck eines Körperbewusstseins widerspiegelte, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts unter anderem in Form der Freikörperkultur, der Lebensreformbewegung und des Naturismus allgemeine Popularität genoss.

Rückschauend gilt der Stummfilm aufgrund seiner Vergötzung des menschlichen Körpers als ideologischer Vorläufer des nationalsozialistischen Körperkultes, wie er nicht zuletzt in den späteren Propagandafilmen Leni Riefenstahls zelebriert wurde. Riefenstahl hat in "Wege zu Kraft und Schönheit" einen kurzen Auftritt als Statistin in einer Tanzgruppe.

Der Film wird von Uwe Oberg live am E-Piano begleitet, die Filmwissenschaftlerin Anne Siegmayer führt in das Werk ein. mehr
Textquelle: Murnau-Stiftung

carl laemmle presents ausstellungsplakatVom 09. Dezember 2016 bis zum 30. Juli 2017 wird im Haus der Geschichte Baden-Württemberg die große Sonderausstellung Carl Laemmle presents gezeigt.

Ein Leben wie im Film: Als 17-Jähriger verlässt Karl Lämmle 1884 seine Familie im oberschwäbischen Laupheim und wandert aus in die USA. 50 Jahre später ist er ein legendärer Hollywood-Produzent und Boss eines internationalen Filmkonzerns. Anlässlich seines 150. Geburtstags am 17. Januar 2017 zeigt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg die weltweit erste umfassende Carl-Laemmle-Ausstellung. In dem Stuttgarter Museum werden zuvor noch nie ausgestellte Objekte aus den USA, aus seiner Heimat und aus anderen Ländern zu sehen sein.

Sein Aufstieg vom Laufburschen zu einem der erfolgreichsten Filmproduzenten seiner Zeit war der Realität gewordene amerikanische Traum. Carl Laemmle gründete die Universal Studios und machte Hollywood zur Traumfabrik. Das Marketinggenie schuf mediale Großereignisse wie die Eröffnung der Filmstadt Universal City in Los Angeles, erfand das Starsystem und begriff Kino früh als weltweites Geschäft. Unter seiner Ägide entwickelte sich mit Filmen wie „Das Phantom der Oper“, „Dracula“, „Die Mumie“ und „Frankenstein“ das Horrorfilm-Genre. Laemmle und seine Universal Pictures produzierten nicht nur die Masse von mehr als 10.000 Streifen binnen weniger Jahrzehnte, sondern auch weitere Klassiker wie „Onkel Toms Hütte“ und „Im Westen nichts Neues“.

Zu den Ausstellungsstücken gehören Requisiten, Filmplakate, Korrespondenzen und persönliche Gegenstände. Das Haus der Geschichte verhandelte dazu mit Laemmles Nachfahren sowie Institutionen wie dem Archiv der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, dem Natural History Museum Los Angeles und dem National Filmcenter Tokyo. Die Schau in Stuttgart erinnert ebenso an Laemmles umfangreiches filmisches Schaffen wie an den Privatmann und sein engagiertes Wirken in seiner alten Heimat.

Der Familienmensch und Patriarch blieb Oberschwaben stets eng verbunden. Er besuchte Laupheim regelmäßig und spendete großzügig für Arme und öffentliche Bauten. Nach seinem erzwungenen Ausstieg aus der Filmbranche 1936 widmete Carl Laemmle seine letzten Lebensjahre besonders einer Rettungsmission: Während der NS-Diktatur ermöglichte er bis zu seinem Tod 1939 wahrscheinlich hunderten deutschen Juden die Auswanderung in die USA. Das Kuratorenteam des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg beleuchtet auch mit eigenen Forschungen dieses zuvor wenig untersuchte Kapitel der Biographie Carl Laemmles. mehr
Text und Bild (Ausstellungsplakat): Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Der französische Filmpionier Georges Méliès wurde vor 155 Jahren, am 08. Dezember 1861, in Paris geboren, wo er am 21. Januar 1938 auch starb.

Méliès Name ist wie kaum ein anderer mit der Entstehung des Kinos und der Erfindung des erzählenden Films verknüpft. Von seinen über 400 Filme, die er von 1886 bis 1913 drehte, sind etwa die Hälfte erhalten. Viele seiner Werke bestechen durch den fantasievollen, "magischen" Einsatz von Filmtricks wie Stop-Motion und Doppelbelichtungen. Mit Le Voyage dans la Lune ("Die Reise zum Mond") drehte er 1902 den ersten Science-Fiction-Film der Kinogeschichte.

Martin Scorsese drehte mit Hugo Cabret (USA 2011) eine Hommage an den Filmmagier, die bei der Oscarverleihung im Jahr 2012 mit fünf Trophäen ausgezeichnet wurde. mehr

Die Aktion des  Filmarchiv Austria zur Rettung von Die Stadt ohne Juden hat ihr Ziel erreicht: Die notwendigen Finanzmittel von 75.000 Euro zur Restaurierung von Hans Karl Breslauers Stummfilm aus dem Jahr 1924 sind zusammengekommen.

Um dieses einzigartige Zeitdokument zu erhalten, werden nun die auf Nitromaterial neu aufgefundenen Passagen auf modernes Trägermaterial umkopiert und digitalisiert. Durch die öffentlichkeitswirksame Spendenaktion kann jetzt nicht nur ein bedeutendes Werk der Stummfilmzeit erhalten werden, die Initiative hat auch viel Bewusstsein für die derzeitigen Herausforderungen bei der Bewahrung des Filmerbes geschaffen.

Zum Hintergrund der Crowdfunding-Initiative: Durch einen zufälligen Fund auf einem Pariser Flohmarkt kamen bisher verloren geglaubte Passagen des ös­terreichischen Meisterwerks in den Bestand des Filmarchiv Austria. Der Film wurde nach einer Romanvorlage des jüdischen Schriftstellers und Journalisten Hugo Bettauer 1924 in Wien gedreht und zeigt mit unheimlicher Voraussicht die kulturelle und wirtschaftliche Verarmung einer Stadt nach Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Es ist der weltweit erste Film, der wie eine Vorahnung die Vertrei­bung der Juden, die nur wenige Jahre später Realität wurde, sowie die damit verbundenen politischen und ge­sellschaftlichen Konsequenzen darstellt.

Mit den neu aufgefundenen Passagen kann der Film nun erstmals seit vielen Jahrzehnten in voller Länge wiederhergestellt werden. Enthalten ist nun auch der bisher verloren geglaubte Schluss, der gemeinsam mit weiteren neu entdeckten Passagen eine offensichtlich dramaturgisch angelegte Parallel-Erzählung erkennen lässt. Bisher unbekannte Szenen zeigen das jüdische Leben in Wien mit klarer antisemitischer Konnotation. Die berühmte expressionistische Szene mit Hans Moser als rabiaten Antisemiten ist erstmals komplett überlie­fert. Insgesamt wird nun die politische Aussage des Films und die Darstellung des mörderischen Antisemitis­mus in Wien im Gefolge des ersten Weltkrieges wesentlich schärfer artikuliert.
Mit Textmaterial von Filmarchiv Austria

Zum Abschluss ihrer Jubiläumsreihe bietet die Murnau Stiftung in Wiesbaden einen besonderen Einblick in ihren Filmstock.

Im Bestand der Murnau-Stiftung befinden sich nicht nur abendfüllende Stumm- und Tonfilme, sondern auch unterhaltsame, skurrile und historisch interessante Kurz-, Werbe- und Dokumentarfilme.

Eine vielfältige Auswahl aus den 1910er- bis 1940er-Jahren dieser filmhistorischen Raritäten wurde im Rahmen der Festlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Murnau-Stiftung zu einem Kurzfilmprogramm zusammengestellt, das am 11. Dezember 2016 um 15.30 Uhr und am 14. Dezember 2016 um 17.30 Uhr gezeigt wird. Eine Einführung in das Programm gibt die Filmarchiv-Mitarbeiterin und Filmwissenschaftlerin Anne Siegmayer. mehr

Bereits zum 14. Mal lädt das Filmpodium zu seinem jährlichen Stummfilmfestival ein. Gezeigt werden ab Januar 2017 schwerpunktmäßig Werke aus den Jahren 1917 bzw. 1927 und moderne Stummfilme.

Auf dem Programm stehen bekanntere Streifen mit legendären Stars wie Douglas Fairbanks senior, Mary Pickford, Charlie Chaplin und Harold Lloyd, aber auch seltener gezeigte Schätze aus der Stummfilmära. Mit The Jazz Singer (1927) wird zudem ein Meilenstein an der Schnittstelle vom Silent Movie zum Talkie zu sehen sein. Das Zürcher Stummfilmfestival ist zugleich wieder der Start zur Geschichtsreihe Das erste Jahrhundert des Films im Filmpodium. mehr

In seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" zeigt das Babylon Kino in Berlin am Samstag, den 03. Dezember 2016, "Das Mädchen mit der Hutschachtel".

Boris Wassiljewitsch Barnet drehte den Film 1927 in der Sowjetunion. In den Hauptrollen sind Anna Sten, Vladimir Michajlov und Vladimir Fogel zu sehen. An der Babylon-Kinoorgel spielt Anna Vavilkina. mehr

Ein besonderes Ereignis in Zürich für Stummfilmfreunde: Mit einem herausragend kuratierten Programm lädt das 7. IOIC Stummfilm-Festival zu vier Tagen Film- und Kunstgenuss ein.

Unter dem Motto „Marathon der Liebe“ zeigt es vom 01. bis 04. Dezember 2016 insgesamt 50 Filme, darunter auch viele unbekanntere Perlen aus der Frühzeit des bewegten Bildes. Unterschiedliche Musikstile werden das Geschehen auf der Leinwand interpretieren. Wer sich vom Ereignis im außergewöhnlichen Ambiente des Walcheturms ein Bild machen will, kann sich auf dem YouTube-Channel von IOIC umschauen, dort gibt es Video-Rückblicke auf die letztjährigen Veranstaltungen.
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Der deutsche Schauspieler Fritz Rasp starb vor 40 Jahren, am 30. November 1976, in Gräfelfing. Er wurde am 13. Mai 1891 in Bayreuth geboren.

In der Stummfilmzeit drehte er mit den bedeutendsten Regisseuren des frühen Kinos: Fritz Lang, Paul Wegener, Friedrich Wilhelm Pabst, Arthur Robison, Ernst Lubitsch etc. Er war in Stummfilmklassikern wie Metropolis (1927), Tagebuch einer Verlorenen (1929), Schatten (1923) und Frau im Mond (1929) zu sehen.

Seine letzte Rolle spielte er – beeindruckend wie immer – in "Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat" (1975) an der Seite von Lina Carstens. mehr

babylon kino 250Stummfilme mit Livemusik durch ein Kino-Orchester hochwertig zu vertonen – das hat sich das neu ins Leben gerufene Metropolis Orchester Berlin vorgenommen. Initiator des Projektes ist der Dirigent Burkhard Götze.

Sein Debüt wird das 18-köpfige Ensemble am 10. Januar 2017 im Berliner Babylon Kino geben: Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Uraufführung von Fritz Langs Metropolis begleitet es den monumentalen Science-Fiction-Klassiker mit der Originalmusik von Komponist Gottfried Huppertz. Weitere Vorstellungen sind für den 11. und 12. Janaur 2017 geplant.

Im Berlin der 20er-Jahren gab es zahlreiche Kino-Orchester, vor der Leinwand war für die Ensembles oftmals ein Orchestergraben, ähnlich wie in Opernhäusern, vorgesehen. Mit dem Aufkommen des Tonfilms verschwanden die Musiker innerhalb kürzester Zeit aus dem Kinoalltag.

Mit dem Metropolis Orchester Berlin lebt diese Tradition in der Bundeshauptstadt wieder auf. Das Stammhaus der Musiker wird das Babylon Kino sein. Es ist für ein solches Projekt prädestiniert, denn es pflegt das Stummfilmerbe mit großer Leidenschaft, unter anderem durch seine Reihe Stummfilm um Mitternacht. Zudem sind dort noch der originale Orchestergraben und die Kinoorgel vorhanden. 

Partner des Orchesters sind die Europäische Filmphilharmonie, die Deutsche Kinemathek, der Berliner Stummfilmverein Laufende Bilder und das Babylon Kino. Als Medienpartner konnten radioeins und der rbb gewonnen werden.

Mehr Informationen zum Metropolis Orchester Berlin findet man auf Facebook und YouTube. Um das Projekt zu unterstützen, wurde eine Crowdfunding-Aktion gestartet; mehr dazu hier
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm wird 100. mehr

Aktuelle Preisträger

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr