stummfilmmusik buchcover schueren 2017 250Voraussichtlich im Juli/August 2017 erscheint im Schüren Verlag der Titel `Stummfilmmusik – Theorie und Praxis im "Allgemeinen Handbuch der Film-Musik“ (1927)´ von Maria Fuchs.

In der Stummfilmära wurden Filmvorführungen in unterschiedlicher instrumentaler Besetzung live begleitet. Dabei war eine maßgeschneiderte, von der Filmproduktionsfirma zur Verfügung gestellte Begleitmusik eine Besonderheit – wie etwa die Komposition von Camille Saint-Saëns zu Die Ermordung des Herzogs von Guise (1908) oder Gottfried Huppertzs Metropolis-Musik von 1927. Die Musikillustratoren im Kino mussten daher in der Lage sein, sich auf unterschiedliche Filme schnell einzustellen.

Hilfreich war hierfür das "Allgemeinen Handbuch der Film-Musik" von Hans Erdmann, Ludwig Brav und Giuseppe Becce, das 1927 beim Berliner Verlag Schlesinger erschien. Die Publikation ist die umfangreichste und wohl bedeutendste Dokumentation der Musikpraxis des Stummfilms der 1920er Jahre in Deutschland. Es enthält unter anderem ein thematisches Skalenregister, das eine ausgereifte, künstlerische Methode für die Musikillustration des Stummfilms bot.

Das „Allgemeine Handbuch der Film-Musik“ ist Ausgangspunkt der Autorin Maria Fuchs bei der Beschreibung der unterschiedlichen theoretischen und praktischen Diskurse der Stummfilmmusik in ihrem Buch `Stummfilmmusik – Theorie und Praxis im "Allgemeinen Handbuch der Film-Musik“ (1927)´. Verlagsinformation

Titel: Stummfilmmusik – Theorie und Praxis im "Allgemeinen Handbuch der Film-Musik“ (1927)
Autorin: Maria Fuchs

Schüren Verlag
Marburger Schriften zur Medienforschung [68]
240 Seiten, diverse Abbildungen
Erscheinungstermin ca. Juli/August 2017
voraussichtlich 29,90 €
ISBN 978-3-89472-619-5

Textquelle und Abbildung: Schüren Verlag

filmstreifen 08 250Der Schweizer Schriftsteller Fritz Güttinger starb vor 25 Jahren, am 21. Mai 1992, im Alter von 85 Jahren in Zürich.

Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer, Pädagoge und Literaturwissenschaftler widmete sich Fritz Güttinger mit Leidenschaft dem Stummfilm. So publizierte er 1984 das Buch "Der Stummfilm im Zitat der Zeit" (Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main, ISBN 3-88799-005-6). 1992, kurz nach seinem Tod, erschien die Essay-Sammlung "Köpfen Sie mal ein Ei in Zeitlupe! Streifzüge durch die Welt des Stummfilms" (Neue Zürcher Zeitung, Zürich, ISBN 3-85823-373-0).Güttinger wurde am 30. Januar 1907 in Zürich geboren. mehr

In der Nacht vom 22. auf den 23. Mai 2017 zeigt ARTE Fernsehen um 00:15 Uhr Body And Soul.

Der Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent Oscar Micheaux realisierte den Stummfilm im Jahr 1925. In den Hauptrollen sind Paul Robeson, Mercedes Gilbert und Julia Theresa Russell zu sehen.

Micheaux gilt als Pionier des afroamerikanischen Kinos und als berühmtester Vertreter des sogenannten Racefilm der 20er bis 40er Jahre. 1918 gründete er seine eigene Produktionsfirma und realisierte trotz knapper finanzieller Mittel bis 1948 mehr als 40 Filme – darunter den ersten afroamerikanischen Ton-Spielfilm The Exile (1931). mehr

lubitsch stern berlin 250In der Reihe "Lecture & Film" mit Filmvorführungen und Expertenvorträgen über den Regisseur Ernst Lubitsch und seine Filme wird am 18. Mai 2017 Carmen im Kino des Filmmuseum Frankfurt/Main gezeigt.

Ergänzend zum Film, den Lubitsch 1918 mit Pola Negri in der titelgebenden Hauptrolle drehte, hält Ewa Mazierska, Professorin für Filmwissenschaft an der University of Central Lancashire, den Vortrag "Der sanfte Orientalismus in `Carmen´". Der Film wird live am Klavier begleitet von Uwe Oberg. mehr

"Lecture & Film" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main. mehr zur Veranstaltungsreihe

Lubitschs Œu­v­re, insgesamt über 70 Kinowerke, verbindet oftmals turbulent Komödiantisches mit einer genauen Beobachtung gesellschaftlicher und zwischenmenschlicher Befindlichkeiten. Nach einer intensiven und erfolgreichen Schaffensphase in Deutschland emigrierte Lubitsch 1922 in die USA und gehörte auch dort zu den profiliertesten Regisseuren seiner Zeit. Vor allem in seinen US-amerikanischen Produktionen kultivierte er seine Erzählweise und filmischen Ausdrucksmittel zum sogenannten "Lubitsch Touch". Kurz vor seinem Tod erhielt er einen Ehrenoscar für sein herausragendes Wirken in der Filmbranche. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Ernst Lubitsch auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

In seiner Reihe "Bergwelten im Film" zeigt das Murnau-Filmtheater am Mittwoch, den 17. Mai 2017, um 20.15 Uhr Der Berg des Schicksals.

Regisseur Arnold Fanck drehte den deutschen Stummfilm im Jahr 1924 unter anderem in den Dolomiten. In den Hauptrollen sind Erna Morena und Luis Trenker zu sehen. Für Trenker war das Werk, das als erster Bergfilm der Kinogeschichte gilt, sein Kinodebüt.

Die Vorstellung findet in Kooperation mit dem DAV Sektion Wiesbaden statt. Der Film wird von Uwe Oberg live musikalisch begleitet mehr

filmstreifen 04 250ARTE Fernsehen zeigt in der Nacht vom 15. auf den 16. Mai 2017 um 00:05 Uhr den Stummfilm Within Our Gates.

Das Werk ist einer der frühesten afroamerikanischen Filme der Kinogeschichte. Er wird von Filmhistoriker*innen häufig als Antwort auf die Glorifizierung weißer Vorherrschaft in D. W. Griffiths Monumentalwerk Die Geburt einer Nation (1915) gesehen. Oscar Micheauxs Film porträtiert den Rassismus im Alltag, den viele Weiße nicht wahrhaben wollten – oder ignorierten.

„Within Our Gates“ galt lange Zeit als verschollen. Erst 1993 konnte der Film auf Grundlage einer in Spanien aufgefundenen Nitrokopie rekonstruiert werden. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" (AMPAS) wurde am 11. Mai 1927 in Los Angeles gegründet.

Die Organisation, deren erster Präsident der Hollywoodstar Douglas Fairbanks senior war, verleiht jährlich die Oscars und setzt sich für die Fortentwicklung der Filmwirtschaft und -kultur ein. Die Gründung der Academy geht auf eine Initiative des MGM-Studiochefs Louis B. Mayer zurück. mehr

Die US-amerikanische Filmschauspielerin Joan Crawford starb vor 40 Jahren, am 10. Mai 1977, in New York City.

Ihre kometenhafte Hollywoodkarriere begann in der Übergangsperiode zur Tonfilmära. Bereits in der Stummfilmzeit war sie unter anderem an der Seite von Harry Langdon und Constance Bennett zu sehen. Sie wurde am 23. März 1905 in San Antonio (US-Bundestaat Texas) als Lucille Fay LeSueurin geboren. mehr

bremer filmsymposium 2017 250Das 22. Internationale Bremer Symposium zum Film, das vom 03. bis 07. Mai 2017 im Kommunalkino CITY 46 stattfand, befasste sich in diesem Jahr mit dem Thema, wie in der Vergangenheit und heute forschend mit Film gearbeitet wurde bzw. wird.

Über 1.800 Besucher/innen aus dem ganzen Bundesgebiet und aus den Bereichen Wissenschaft, Filmvermittlung und Produktion erlebten ein abwechslungsreiches Programm aus kürzeren und längeren Vorträgen, Diskussionen und Filmprogrammen. Erstmals wurden die Referate auch als Livestream auf Facebook übertragen und ermöglichten es so weiteren 1.100 Interessierten, der Tagung am Computer zu folgen.

Vierzehn internationale Filmraritäten zeigten ein Kaleidoskop an Forschungsansätzen – vom Beginn der Filmgeschichte bis in die Gegenwart, darunter verschiedene Filmgattungen, von fiktional über experimentell bis dokumentarisch. Unter den gezeigten Filmen befanden sich auch Raritäten, die nur selten auf der Leinwand zu sehen sind.

Paolo Favero (Antwerpen), Catherine Russell (Montreal) und Sylvie Lindeperg (Paris) gaben in ihren Hauptvorträgen Einblicke in verschiedene Ansätze zum Forschen mit Film. In vier Foren wurden zudem unterschiedliche Aspekte zum Thema diskutiert: 14 internationale Referent/innen gaben einen Einblick in ihre Arbeit. Im Format „Projekte + Film“ präsentierten drei Wissenschaftler*innen die im Kontext ihrer Untersuchungen entstandenen Filme und diskutierten darüber mit dem Publikum. Auch die Gelegenheit, die Filme nach den Vorträgen in voller Länge auf der großen Leinwand sehen zu können, wurde gut angenommen. Darunter war etwa der Stummfilmklassiker Der Mann mit der Kamera (UdSSR 1929) mit Livemusik-Begleitung der Berliner Stummfilmpianistin Eunice Martins.

Das Internationale Bremer Symposium zum Film wird seit über 20 Jahren erfolgreich in Kooperation von CITY 46/Kommunalkino Bremen e.V. und der Universität Bremen veranstaltet. Seit 2002 unterstützt die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH das Projekt. mehr

Quelle: Presseinformation des Veranstalter; Foto: Klaas Dierks

filmspule bunt 250 1Die deutsche Schauspielerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin Rosa Porten starb vor 45 Jahren, am 07. Mai 1972, in München. Sie wurde am 19. Februar 1884 in Düsseldorf geboren.

Stummfilmstar Henny Porten (1890-1960) war die jüngere Schwester von Rosa Porten, die zunächst über die Schauspielerei mit der Filmindustrie in Kontakt kam. Zusammen mit den Filmregisseuren Dr. Franz Eckstein, ihrem Ehemann, und Franz Porten, ihrem Vater, führte Rosa Porten unter dem Pseudonym Dr. R. Portegg dann auch Filmregie. Zudem verfasste sie Drehbücher, etwa für Filme ihrer prominenten Schwester. Mit Beginn der Tonfilmära bis zu ihrem Tod war Rosa Porten, bis auf eine Produktion im Jahr 1950, nicht mehr in der Filmbranche aktiv. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

stern marlene dietrich 250Die deutsche Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich starb vor 25 Jahren, am 06. Mai 1992, in Paris.

Sie gehört zu den großen legendären Hollywodstars und Stilikonen des 20. Jahrhunderts. Vor ihrem überragenden Erfolg im Tonfim Der blaue Engel (Deutschland 1930) war sie schon in mehreren Stummfilmen in Hauptrollen zu sehen, unter anderem in Café Elektric (Österreich 1927) und Die Frau, nach der man sich sehnt (Deutschland 1929). Marlene Dietrich wurde als Marie Magdalene Dietrich vor 115 Jahren, am 27. Dezember 1901, in Schöneberg geboren. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Marlene Dietrich auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Vom 09. bis 23. Mai 2017 zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums in Kooperation mit dem Haus am Dom und der Evangelischen Akademie Frankfurt Filme zum Leben des großen Reformators mit Einführungen.

In der Reihe ist am 09. Mai 2017 der Stummfilm Luther – Ein Film der deutschen Reformation zu sehen. Hans Kyser dreht den deutschen Historienfilm im Jahr 1927. In der titelgebenden Hauptrolle ist Eugen Klöpfer zu sehen. Die Vorführung erfolgt mit einer Live-Musikbegleitung durch Florian Hauck. Eine Einführung hält Karsten Visarius vom Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmmuseum berlin 250Am 06. Mai 1992 verstarb Marlene Dietrich in Paris. Zu ihrem 25. Todestag richtet die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen eine Matinee am 07. Mai 2017 um 11.30 Uhr im Kino Arsenal aus.

Gezeigt wird die Dokumentation Marlene (BRD, F, ČSSR 1984) von Maximilian Schell. Der Regisseur und Schauspieler, der Marlene Dietrich seit den 1960er-Jahren kannte, konnte den Star auch im Zusammenhang mit seinem Film nicht davon überzeugen, noch einmal vor die Kamera zu treten. Vertraglich wurde Marlene Dietrich zugesichert, dass nur ihre Stimme zu hören sein würde. Maximilian Schell behalf sich mit historischen Aufnahmen und ließ die Pariser Wohnung der Dietrich im Studio nachbauen. Dank seiner besonderen Interviewtechnik gelang ihm ein einprägsames Porträt des Jahrhundertstars.

Vor der Filmvorführung lesen die Schauspieler Claudia Michelsen und Ulrich Matthes aus dem Briefwechsel zwischen Marlene Dietrich und Maximilian Schell, der anlässlich der Produktion von "Marlene" entstand. Die Korrespondenz gehört zum Nachlass der Diva, der von der Marlene Dietrich Collection Berlin in der Deutschen Kinemathek verwahrt wird.
Quelle: Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Am Sonntag, den 07. Mai 2017, wird um 17:30 Uhr im Kino im Filmmuseum Frankfurt Salomé gezeigt. Die Livevertonung erfolgt am Mixtur-Trautonium.

Regisseur Charles Bryants Stummfilm hatte am 31. Dezember 1922 in New York seine Premiere. Das nach dem Theaterstück von Oscar Wilde produzierte Werk beeindruckt auch heute noch durch seine artifizielle Ausstattung und Inszenierungsweise. In der titelgebenden Hauptrolle ist Alla Nazimova zu sehen. Nazimova, wie sie in der Stummfilmzeit verkürzt genannt wurde, war russischer Herkunft und gehört zu den ersten großen Stars des frühen Hollywoodkinos. mehr

Außergewöhnlich ist die musikalische Livevertonung im Frankfurter Filmmuseum. Mit dem Einsatz für die Filmmusik zu Die Vögel (1963) erlangte das Trautonium, ein Vorläufer des Synthesizers, Bekanntheit über die Musikszene hinaus. Der Musiker und Komponist Peter Pichler kennt das komplexe Instrument in- und auswendig und vertont damit neben Alfred Hitchcocks Horror-Klassiker viele weitere Werke. Im Kino des Deutschen Filmmuseums spielt er erstmals zu Salomé. Im Anschluss an die Vorführung erfährt das Publikum mehr über die Funktionsweise und Geschichte des Trautoniums. mehr
Quelle: Filmmuseum Frankfurt

filmstreifen 08 250Am Sonntag, den 30. April 2017, wird um 20:00 Uhr in der RüBühne in Essen Panzerkreuzer Potemkin gezeigt.

Sergei Eisensteins Meisterwerk "Panzerkreuzer Potemkin" wurde 1925 im Bolschoi-Theater Moskau als offizieller Jubiläumsfilm zur Feier der Russischen Revolution (1905) uraufgeführt. Bei Umfragen unter Filmkritikern wird das Werk immer wieder unter die bedeutensten zehn Filme der Kinogeschichte gewählt. Legendär ist die Szene eines Massakers auf der Treppe zum Hafen von Odessa, die durch ihren virtuosen, rythmischen Schnitt beeindruckt. Der Stummfilmklassiker hat Generationen von Filmemachern beeinflusst hat und ist Gegenstand ungezählter filmwissenschaftlicher Abhandlungen.

"Panzerkreuzer Potemkin" wird am 30.04.2017 von Matthias Hettmer mit Elektronik-Musik live begleitet. mehr

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm wird 100. mehr

Aktuelle Preisträger

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr