filmspuele lila 250Am 16. November 1925 wurde Ewald André Dupons "Varieté" in Berlin im UFA Palast am Zoo uraufgeführt.

In dem seinerzeit an den Kinokassen ausgesprochen erfolgreichen Eifersuchtsdrama sind Emil Jannings, Maly Delschaft, Lya de Putti und Kurt Gerron zu sehen. An der "entfesselten Kamera" waren die Kameramänner Karl Freund und Carl Hoffmann. Eine von der Murnau-Stiftung aufwändig rekonstruierte und restaurierte Fassung von Varieté, die auch auf Blu-ray erhaltlich ist, wurde während der Berlinale 2015 erstmals gezeigt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmrestaurierung 250 03Der Ehrenpreis des Kinematheksverbundes für die Verdienste um die Filmkultur und das Filmerbe, der im Rahmen des Festivals "Restored 2020" verliehen wurde, geht an die Filmrestauratorin Anke Wilkening.

Sie war von 2002 bis 2019 bei der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden tätig. Ihre Forschungen zur Überlieferung von Originalnegativen und Vintage-Prints haben die Tür zu qualitativ neuen Restaurierungen klassischer deutscher Filme weit aufgestoßen. Filme wie "Metropolis", "Spione" und "Der müde Tod" von Fritz Lang, "Der Golem, wie er in die Welt kam" von Paul Wegener oder Robert Wienes "Das Cabinet des Dr. Caligari" wurden durch Wilkenings Arbeit in einer Bildqualität wieder erlebbar, die man zuvor nicht für möglich gehalten hätte.

Der Ehrenpreis gilt dem in der Arbeitsweise von Anke Wilkening für alle sichtbar werdenden idealen Verbund von philologischer Genauigkeit, detektivischem Spürsinn beim Auffinden von Originalmaterial und technischem wie ästhetischem Verständnis für die Werke, denen sie sich widmet. mehr
Textquelle: Deutsche Kinemathek; Foto: Stummfilm Magazin

geige farbig 250Der Komponist Edmund Meisel starb am 14. November 1930 im Alter von 36 Jahren in Berlin. Er wurde am 14. August 1894 in Wien geboren.

Mit seiner Komposition zu Sergei Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" (UdSSR 1925), die anlässlich der deutschen Premiere des Filmes im Jahr 1926 entstand, schuf er eine der bedeutensten und vielbeachtesten Stummfilmmusiken.

Zudem schrieb er musikalische Werke zu "Überflüssige Menschen" (D 1926, Regie: Alexander Rasumny), "Der heilige Berg" (D 1926, Regie: Arnold Fanck), "Berlin – Die Sinfonie der Großstadt" (D 1927, Regie: Walther Ruttmann), "Oktober" (UdSSR 1928, Regie: Sergei Eisenstein") und "Der blaue Express" (D 1929, Regie: Ilja Trauberg). mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 2Die Deutsche Kinemathek hat ihr Fotoarchiv geöffnet und zeigt auf ihrer Internetseite eine Vielzahl an hinreißenden und beeindruckenden Fotografien zur Berliner Kinogeschichte – von den Anfangen um 1900 bis zur Gegenwart.

Lichtspielhäuser sind Teil persönlicher Erinnerung, des gesellschaftlichen Lebens und der städtischen Architektur. Die digitale Sammlungspräsentation zeigt, wie Kinos das Berliner Stadtbild geprägt haben und prägen. In sieben chronologisch angelegten Fotogalerien kann man in die Kinogeschichte eintauchen und historische Berliner Ansichten entdecken. mehr
Textquelle: Deutsche Knemathe; Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntVom 12. bis 15. November 2020 ist auf dem Vimeo-Channel des Filmmuseums München Sturm über Asien (UdSSR 1928) zu sehen.

Vsevolod Pudovkin drehte den Revolutionsfilm, der auch heute noch durch seine meisterliche Montagetechnik beeindruckt, an Originalschauplätzen in der Mongolei. Gezeigt wird der Stummfilm in einer Restaurierungen des Münchner Filmmuseums und mit einer Musikeinspielung von Stephen Horne (Komposition, Piano, Akkordeon, Flöte) und Elizabeth-Jane Baldry (Harfe). Hier geht es zum Vimeo-Channel: https://vimeo.com/filmmuseummuenchen
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Damit der aus aktuellem Anlass ausgefallene Karnevalsauftakt 2020/21 nicht zu sehr auf die jecke Seele drückt, hat Stummfilm Magazin einen Filmtipp mit närrischem Flair parat.

In Köln, der Hochburg des Frohsinns, wurde vor etwas mehr als 90 Jahren der Stummfilm Der Bettler vom Kölner Dom gedreht, dessen Handlung in der karnevalistischen Zeit angesiedelt ist. Unter der Regie von Rolf Randolf spielte Carl de Vogt die titelgebende Hauptrolle, an seiner Seite sind Henry Stuart, Elza Temáry und Hanni Weisse zu sehen. In dem unterhaltsam inszenierten Krimi sind Originalaufnahmen vom Kölner Karnevalsumzug 1927 eingeschnitten. Die Premiere war am 18. Februar 1927 in Köln.

Der Film liegt in einer hervorragenden Veröffentlichung der Edition Filmmuseum aus dem Jahr 2010 vor. Neben einem ausführlichen Booklet und frühen Kurzfilmen mit Köln-Bezug enthält die Doppel-DVD zwei Musikeinspielungen: eine Improvisation von Günter A. Buchwald und eine Komposition von Pierre Oser, eingespielt vom WDR-Funkhausorchester. mehr
Bild: Edition Filmmuseum

gute unterhaltung roter vorhang 250Die für Freitag, den 13. November 2020, angekündigte Stummfilmveranstaltung in der Kirche St. Matthäus in Bamberg-Gaustadt findet aus aktuellem Anlass nun als Livestream und ohne Publikum vor Ort statt.

Übertragen wird das Stummfilmkonzert mit Orgelbegleitung unter dem Link www.twitch.tv/lichtspielkino an zwei Terminen, um 18:00 Uhr und um 20:15 Uhr. Buster Keatons Der Kameramann kam 1928 in die amerikanischen Kinos und zählt zu den großen Komödienklassikern der Stummfilmzeit. 2005 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen.

An der Kirchenorgel spielt Michael Vetter aus Bautzen. Eine Einführung hält Pfarrer. Dr. Schneider von der Kirche St. Stephan. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Veranstalter freuen sich über eine Spende auf das Kirchenkonto zur Deckung der Unkosten. Die Kontonummer wird während der Vorführungen eingeblendet. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250Der deutsche Schauspieler und Regisseur Valy Arnheim starb am 11. November 1950 in Berlin. Er wurde als Valentin Appel am 08. Juni 1883 in Waldau (Sachsen-Anhalt) geboren.

Arnheim war ab 1917 in der Filmbranche aktiv. So inszenierte er von 1918 bis 1926 viele Folgen eines Filmserials rund um den Detektiv Harry Hill, bei dem er zugleich auch Produzent und Hauptdarsteller war. In der Tonfilmzeit trat Arnheim zumeist nur noch in Nebenrollen in Erscheinung. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

cinefest logo 250Das XVII. Internationale Festival des deutschen Film-Erbes, das vom 13. bis 22. November 2020 als Präsenzveranstaltung in Hamburg geplant war, findet aus aktuellem Anlass nun mit einem veränderten Programm im Netz statt.

Eröffnet wird das cinefest mit einem Grußwort von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, um 19:00 Uhr per Videostream. Im Rahmen der Eröffnung wird der Reinhold Schünzel-Preis für besondere Verdienste um die Bewahrung des deutschen Filmerbes an Kathinka Dittrich van Weringh verliehen. Zum Videostream geht es hier.

Auf der gleichen Seite wird ab 13.11.2020 auch ein Programm mit Filmen deutscher Exilanten in den Niederlanden aus den 1930er Jahren zu sehen sein. Einführungen in die Werke ergänzen das Programm. Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Thema "Kino, Krieg und Tulpen – Deutsch-Niederländische Filmbeziehungen".

Auch der angeschlossene Internationale Filmhistorische Kongress vom 18. bis 21. November 2020 wird online abgehalten. Die Teilnahme ist per Livestream möglich. Für die Durchführung wird das Konferenztool "Zoom webinar" verwendet. Weitere Informationen und das Programm gibt es hier. Eine Akkreditierung ist hier möglich. Internetseite cinefest 2020
Textquelle und Bild: CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V.

filmstreifen 09 250Der deutsche Drehbuchautor und Schauspieler Hanns Kräly starb am 10. November 1950 in Los Angeles. Er wurde am 16. Juni 1884 in Hamburg geboren.

Kräly war als Drehbuchautor an zahlreichen deutschen Produktion des Regisseurs Ernst Lubitsch beteiligt, unter anderem an Carmen (1918), Ich möchte kein Mann sein (1918), Madame Dubarry (1919), Anna Boleyn (1920), Kohlhiesels Töchter (1920), Die Bergkatze (1921) und Das Weib des Pharao (1922).

1923 verließ er Deutschland und arbeitete in Hollywood bis zum Ende der Stummfilmära weiterhin mit dem bereits 1922 ebenfalls in die USA emigrierten Lubitsch zusammen. Kräly schrieb auch die Drehbücher für die zwei Greta-Garbo-Filme Wilde Orchideen (USA 1929) und Der Kuß (USA 1929). Bei der Oscarverleihung 1938 war Kräly in der Kategorie "Beste Originalgeschichte" für den Film 100 Mann und ein Mädchen nominiert, ein letzter Höhepunkt in seiner Filmkarriere. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

scheinwerfer 250 4Ab dem Herbst 2021 übernimmt Frank Strobel die Position des Chefdirigenten beim WDR Funkhausorchester. Der 54-Jährige ist dem Klangkörper seit 2011 künstlerisch verbunden.

Strobel hat bereits zahlreiche Stummfilm-Klassiker musikalisch rekonstruiert und die Kompositionen unter anderem mit dem WDR Funkhausorchester im Studio eingespielt. Ein Höhepunkt seiner bisherigen Karriere, die neben der Stummfilmmusik auch viele weitere musikalische Genrés umfasst, war die Welturaufführung der rekonstruierten Fassung von Fritz Langs Science-Fiction-Monumentalfilm Metropolis (D 1927) auf der Berlinale 2010.

Frank Strobel ist als Berater für das Stummfilmprogramm von ZDF/arte tätig und seit 2000 künstlerischer Leiter der Kulturinstitution Europäische Filmphilharmonie, die er mitbegründete und die sich für eine historisch informierte Aufführungspraxis der Filmmusik einsetzt. Der Musiker wurde 1966 in München geboren und wohnt in Berlin und Lyon. mehr
Textquelle: WDR Presse, Bild: Stummfilm Magazin

cinefest logo 250Das XVII. Internationale Festival des deutschen Film-Erbes, das vom 13. bis 22. November 2020 als Präsenzveranstaltung in Hamburg geplant war, findet aus aktuellem Anlass nun mit einem veränderten Programm im Netz statt.

Auch der angeschlossene Internationale Filmhistorische Kongress vom 18. bis 21. November 2020 wird online abgehalten. Die Teilnahme ist per Livestream möglich. Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Thema "Kino, Krieg und Tulpen – Deutsch-Niederländische Filmbeziehungen".

filmstreifen gelb 03 250Der österreichische Filmregisseur, -produzent und Drehbuchautor Richard Oswald wurde am 05. November 1880 in Wien geboren. 

Mit seinen Filmen über Prostitution, Geschlechtskrankheiten, Homosexualität und Schwangerschaftsabbruch war Oswald ein Pionier des Aufklärungs- und Sittenfilms. Auch mit seinen Unterhaltungsfilme, wie dem Gruselstreifen Unheimliche Geschichten (D 1919), dem Historienfilm Lady Hamilton (D 1921) und der turbulenten Komödie Eine tolle Nacht (D 1927), feierte er Kassenerfolge.

Ab 1925 war er an der Produktionsgesellschaft Nero-Film AG beteiligt, die unter anderem Georg Wilhelm Pabsts Die Büchse der Pandora (D 1929) und die Fritz-Lang-Tonfilmklassiker M (D 1931) und Das Testament des Dr. Mabuse  (D 1933) veröffentlichte. 1933 emigrierte er mit seiner Familie in die USA, konnte dort aber nicht an seine Erfolge in Deutschland anknüpfen. Oswald starb am 11. September 1963 in Düsseldorf. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Das Epos Die große Parade wurde am 05. November 1925 in Los Angeles uraufgeführt.

Regisseur King Vidor drehte mit "The Big Parade" einen der ersten Antikriegsfilme der Kinogeschichte. Das im Ersten Weltkrieg spielende Werk wurde an den Kinokassen einer der erfolgreichsten Stummfilme weltweit und beförderte Vidor in die erste Reihe der Hollywoodregisseure. 1992 wurde "Die große Parade" in das National Film Registry aufgenommen. mehr
Foto: Stummfim Magazin

skladanowski stern berlin 250Am 01. November 1895 führten Max und Emil Skladanowsky im Wintergarten Berlin erstmalig in Deutschland kurze Filmsequenzen vor einem zahlenden Publikum vor.

Das Projektionsgerät, Bioscop genannt, war von den Brüdern selbst entwickelt worden. Die Filme zeigten unter anderem einen italienischen Bauerntanz, ein boxendes Känguru, einen Jongleur und eine Serpentinentänzerin.

Eine Rekonstruktion des Wintergartenprogramms der Gebrüder Skladanowsky wurde vom Bundesarchiv Anfang der 1990er Jahre erstellt. Das originale Bioscop ist heute als Ausstellungsstück im Filmmuseum Potsdam zu sehen. Wim Wenders drehte 1995 mit Studenten der HFF München Die Gebrüder Skladanowsky als Hommage an die filmhistorische Pionierleistung. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Max Skladanowsky auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin

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