filmstreifen bunt15 250Der Schweizer Bundesrat hat am 27. Mai entschieden, dass Kinos ab dem 06. Juni 2020 wieder den Betrieb aufnehmen können, unter Einhaltung der gebotenen Schutzmassnahmen.

Auch im Filmpodium in der Nüschelerstrasse 11 in 8001 Zürich, das am 11. Juni 2020 seine Tore wieder öffnet, gelten nun die mittlerweile gewohnten Abstandsregeln und Hygienevorkehrungen, um die Besucher*innen und Mitarbeitenden zu schützen. Die 263 unnummerierten Plätze bieten genügend Freiraum, sodass man sitzen kann, wo man sich wohl fühlt und rundherum wenigstens einen Sitz Abstand von den nächsten Zuschauergruppen hat; nur Personen, die im gleichen Haushalt wohnen, dürfen auch im Kino beisammensitzen.

Die Lounge bleibt vorerst geschlossen; längeres Verweilen im Foyer und an der Bar ist bis auf Weiteres nicht angesagt. Die Besucher*innen werden gebeten, die besonderen Anfangszeiten zu beachten. Diese erlauben, längere Pausen zwischen den Vorstellungen zu machen; die neuen Abläufe beim Ticketverkauf, Einlass etc. benötigen mehr Zeit. Das detaillierte Schutzkonzept finden man auf der Filmpodium-Website. mehr
Textquelle: Filmpodium; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit den restaurierten Science-Fiction-Film Der Tunnel (D 1915) auf der Videoplattform vimeo online gestellt.

Regisseur William Wauer, der auch als Bildhauer und Maler tätig war, drehte den effektvoll inszenierten Film nach dem gleichnamigen Erfolgsbuch von Bernhard Kellermann. Auf der Leinwand sind Friedrich Kayssler, Fritzi Massary, Hermann Vallentin, Rose Veldtkirch, Hans Halden und Felix Basch zu sehen.

Als Begleitung ist eine Musik von Richard Siedhoff, die 2015 live im Filmmuseum München aufgenommen wurde, zu hören. Zum Film geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDer deutsche Schauspieler und Komiker Wilhelm Bendow starb am 29. Mai 1950 in Einbeck. Dort wurde er als Wilhelm Emil Boden am 29. September 1884 auch geboren.

In der Stummfilmzeit spielte er unter anderem in "Aus eines Mannes Mädchenzeit" (vermutlich 1912 oder 1913 gedreht), ein frühes Beispiel für Travestie im Kino. Er war in über 100 Produktionen vornehmlich in Nebenrollen zu sehen. Von Fans und Freunden wurde er mitunter "Onkel Wilhelm" und, aufgrund seiner Rolle als Mondmann im UFA-Film "Münchhausen" (1943), "Mann im Mond" genannt.

Große posthume Bekanntheit erlangte er in den 70er-Jahren durch die Verwendung seines Skteches "Auf der Rennbahn" für einen Zeichentrickfim von Loriot mit dem legendären Ausspruch: "Wo laufen sie denn?". mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Rudolf Klein-Rogge, geboren als Friedrich Rudolf Klein-Rogge am 24. November 1885 in Köln und gestorben am 29. Mai 1955 im österreichischen Wetzelsdorf, war ein deutscher Schauspieler der 1920er- und 1930er-Jahre.

Legendär ist Klein-Rogges Darstellung als Wisschenschaftler Rotwang in "Metropolis", wie er das sogenannte "Maschinenweib" erschafft. Auch als Dr. Mabuse kam er, ebenfalls unter der Regie von Fritz Lang, zum Einsatz. Klein-Rogge war mit der Drehbuchautorin Thea von Harbou verheiratet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

tv geraet 250Noch bis 18. Juni 2020 ist der Dokumentarfim "Cinema Austria – Die ersten 112 Jahre" (Österreich 2019, 55 Miunten) in der Arte-Mediathek abrufbar.

Regisseur Frederick Baker nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine Reise von der Stummfilmzeit bis zu aktuellen österreichischen Kinoproduktionen. Erinnert wird dabei etwa an die Filmpionierin Luise Fleck, den Monumentalfilm Sodom und Gomorrha (1922) von Regisseur Michael Curtiz und die Sascha-Filmindustrie AG, die größte österreichische Filmproduktionsgesellschaft bis in die frühen Tonfilmtage. mehr

filmspule bunt 250 2Wien wie noch nie – eine Stadt im Ausnahmezustand. Nach dem Corona-Lockdown, der bitteren kulturellen Durststrecke, der wochenlangen Kinoschließung feiert das Filmarchiv Austria die Rückkehr der bewegten Bilder in den öffentlichen Stadtraum – und verbindet dabei die Vergangenheit mit der Zukunft des Kinos.

"Wien wie noch nie" lautet der programmatische Titel für das diesjähriges Sommerkino des Filrmarchiv Austria vom  09. Juli bis 16. August 2020. Konsequent analog, in wunderbaren 35mm-Kopien aus dem eigenen Haus präsentiert die Filmerbeeinrichtung außergewöhnliche Stadtfilme aus 100 Jahren – Open Air am Augartenspitz und im Metro Kinokulturhaus.

Digital werden ergänzende und vertiefende Begleitprogramme in dessen seit März 2020 erfolgreich etablierten Heimkino gezeigt. "Wien wie noch nie" setzt auf den fruchtbaren Dialog zwischen analog und digital, zwischen auratischem Kinoerlebnis und weltweiter Vermittlung. Kino, das auf mächtigen Traditions-Fundamenten ruhend neugierig in die Zukunft blickt. Das Programm des Sommerkinos "Wien wie noch nie" wird Anfang Juni 2020 veröffentlicht. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

onlineschau sommerfrische filmarchiv austria 250Vom 05. Juni bis 09. Juli 2020 zeigt das Filmarchiv Austria auf seiner Webseite die Onlineausstellung "Kino auf Sommerfrische".

Die Sommerfrische ist die vielleicht schönste Projektionsfläche für alles, was "Urlaub wie früher" meint. Das Heimkinoprogramm des Filmarchiv Austria zeigt, wie sie wirklich war, die "gute alte" Sommerfrische.

Seit Beginn des Kinos eroberten Kameras die schönen Landschaften und produzierten Bilder einer begehrenswerten Welt jenseits des Alltags. Dass sich ganze Regionen in touristische Sehnsuchtsräume verwandelten, das hatte auch ursächlich mit dem neuen Medium Film zutun.

Die historischen Originalaufnahmen aus dem Filmarchiv Austria zeugen von der Freude großer und kleiner Weltentdeckungen im eigenen Land und repräsentieren überdies eine kleine Kulturgeschichte des Reisens im 20. Jahrhundert.

Die Retrospektive "Kino auf Sommerfrische" umfasst vier Schwerpunkte, die jeweils auf einem Kanal im digitalen Heimkino präsentiert werden. Das Programm der vier Kanäle wird wöchentlich gewechselt. Kuratiert wurde die Onlineschau von Susanne Rocca und Ernst Kieninger. Zur Internetseite des Filmarchiv Austria
Textquelle und Bilder: Filmarchiv Austria

metro 1 250Regisseur Fritz Lang inszenierte den monumentalen Science-Fiction-Stummfilm in den Jahren 1925/26 in Deutschland. Drehbeginn war am 22. Mai 1925.

"Metropolis", einer der teuersten Streifen seiner Zeit, ist ein herausragendes Werk der Filmgeschichte und ein Klassiker des deutschen Expressionismus. Auch heute noch übt der Film, der in einer futuristischen Großstadt spielt, Einfluss auf Filmschaffende aus und ist Gegenstand von filmhistorischen Anlaysen. Auf der Leinwand sind Kinostars wie Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen. Als erster Film weltweit wurde er in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

Eine aufwändig restaurierte Fassung von "Metropolis" wurde am 12. Februar 2010 im Rahmen der Berlinale 2010 im Friedrichstadtpalast und in der Alten Oper Frankfurt zeitgleich aufgeführt. Die vielbeachtete Neuveröffentlichung wurde durch einen spektakulären Kopienfund in Buenos Aires im Jahr 2008 möglich; anhand dieser 16mm-Filmrollen konnte "Metropolis" restauriert und so seiner Uraufführungsfassung angenähert werden. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit den Ausstattungsfilm Nathan der Weise auf der Videoplattform vimeo online gestellt.

Regisseur Manfred Noa drehte die aufwändige, seinerzeit umstrittene Produktion nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Gotthold Ephraim Lessing. In dem Film der Bavaria-Filmkunst sind Werner Krauß, Carl de Vogt, Fritz Greiner, Lia Eibenschütz, Ferdinand Martini, Max Schreck, Bella Muzsnay und Margarete Kupfer zu sehen.

Die Restaurierung des Filmmuseums München aus den Jahren 2006/2009 wird von einer Komposition des Stummfilmmusikers Aljoscha Zimmermann, die von Sabrina Hausmann (Violine) und Mark Pogolski (Flügel) eingespielt wurde und auch auf der DVD-Veröffentlichung der Edition Filmmuseum enthalten ist, begleitet.

"Es gilt wie immer freie Platzwahl." lädt das Müncher Filmmuseums ein. Zum Film geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Mit einem Eidoloscope genannten Projektionsapparat wurde am 20. Mai 1895 in einem eigens dafür eingerichteten Raum am New Yorker Broadway die wahrscheinlich weltweit erste Filmprojektion vor einem zahlendem Publikum durchgeführt. 

Der Film zeigte einen Boxkampf, der am 04. Mai 1895 aufgenommen worden war. An der Entwicklung des Eidoloscope für die Lambda Company von Woodville Lathams und seinen Söhnen Otway und Gray war aller Wahrscheinlichkeit nach der Chefingenieur von Thomas Alva Edison, William K. L. Dickson, und ein Mitarbeiter von Dickson, Eugène Augustin Lauste, maßgeblich beteiligt. Mit dem Vorführgerät wurde ein Filmstreifen mit zwölf Bildern pro Sekunde vorgeführt. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" sind hier zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen!

♦ MDR Kultur stellt Barbara Beuys 447 Seiten starkes Buch "Asta Nielsen - Filmgenie und Neue Frau" (Insel Verlag, ISBN: 978-3-458-17841-5, 25,00 Euro) vor. mehr

♦ An den Geburtstag der Stummfilmlegende Rudolph Valentino vor 125 Jahren erinnert der Deutschlandfunk. mehr

♦ Das Haller Kreisblatt berichtet über einen wiederentdeckten frühen Dokumentarfilm über die Stadt Halle in Westfalen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Georg Wilhelms Pabsts "Die freudlose Gasse" wurde am 18. Mai 1925 in Berlin uraufgeführt.

Das Sozialdrama ist der einzige gemeinsame Leinwandauftritt von Greta Garbo und Asta Nielsen. An ihrer Seite sind Werner Kraus, Ilka Grüning, Jaro Fürth und Valeska Gert zu sehen. 

Der Film ist ein Klassiker des Weimarer Kinos und stilitisch der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen. Bei der Edition Filmmuseum ist eine aufwändig restaurierte Fassung des Films erhältlich. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Der Regisseur, Produzent und Schauspieler Friedrich Zelnik wurde am 17. Mai 1885 in Czernowitz (Ukraine) geboren.

Sein heute wohl bekanntestes Regiewerk aus Stummfilmtagen ist die Verfilmung von Gerhart Hauptmanns Theaterstück Die Weber (D 1927) mit Paul Wegener, Theodor Loos und Wilhelm Dieterle. 1933 emigrierte Friedrich Zelnik mit seiner Frau, der Schauspielerin Lya Mara, aus Nazideutschland und war ab dann in den Niederlanden und England tätig. Er starb am 29. November 1950 in London. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit den Stummfilm Von morgens bis mitternachts auf der Videoplattform vimeo online gestellt.

Regisseur Karlheinz Martin dreht das expressionistische Werk nach dem gleichnamigen Theaterstück von Georg Kaiser. Auf der Leinwand sind unter anderem Ernst Deutsch, Erna Morena und Hans Heinrich von Twardowski zu sehen. Die eingespielte Musik ist eine Improvisation der Musiker Christian Roderburg, Pavel Bialiayeu, Oliver Kerstan und Benjamin Leuchter, die anlässlich der Internationalen Stummfilmtage 2008 in Bonn entstand.

"Es gilt wie immer freie Platzwahl." lädt das Müncher Filmmuseums ein. Zum Film geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Filmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

leinwandlyrik t shirt 2020 250Auch wenn der Leinwand-Lyriker Ralph Turnheim derzeit keinen seiner kultigen Auftritte absolvieren kann, hat er alle Hände voll zu tun: So verpasst er etwa Buster Keaton einen Mundschutz und verewigt ihn auf einem T-Shirt.

Und das Beste dabei: Die T-Shirts mit dem verstummten Buster Keaton können im Leinwand-Lyrik-Onlineshop bestellt werden. Die erste Auflage des Kleidungstücks war bereits innerhalb von 24 Stunden ausverkauft. Wegen der großen Nachfrage gibt es nun Nachschlag.

Die T-Shirts, wahlweise bordeaux- oder anthrazitfarben und immer mit weißem Aufdruck, bestehen aus Bio-Baumwolle und sind im Herren- und Damenschnitt verfügbar. Der Preis beträgt ja 25,00 Euro (inkl. MwSt, zzgl. Versand). Bestellungen sind bis 20. Mai 2020 möglich. Die Lieferzeit beträgt etwa zwei Wochen.

Ralph Turnheim: "Als derzeit verstummter Stummfilmerklärer, der wie alle Stummfilmbegleiter vom Live-Moment lebt, drücke ich mich nun eben durch andere Medien aus. Und versorge Freund*innen des Stummfilms und der Leinwand-Lyrik verstärkt über meinen Webshop."

Mit einem Buster-Keaton-Film begann übrigens Ralph Turnheims Laufbahn als Stummfilmerzähler und nun steht der Hollywoodstar mit Mundschutz für die aktuelle tiefe Krise der Kinokultur in Zeiten von Covid-19. zum Onlineshop von Leinwandlyrik
Bild: Leinwandlyrik/Ralph Turnheim

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Jubiläum

100 jahre caligari

Im Februar 1920 fand in Berlin die Premiere des expressionistischen Meisterwerks "Das Cabinet des Dr. Caligari" statt. Der Film gilt als einer der bedeutensten der Kinogeschichte und als ein Schlüsselwerk des deutschen Films. mehr und Caligari-Quiz