klavier 1 250Die renommierte Pianistin und Komponistin Eunice Martins vertont im Berliner Arsenal Kino auch im Juli 2022 wieder die Arbeit einer Stummfilmschauspielerin.

Am Donnerstag, den 21. Juli 2022, ist um 20:00 Uhr "So ist das Leben" mit der legendären Schauspielerin und Kabarettistin Valeska Gert zu sehen. "Mit diesem späten Stummfilm, an Originalschauplätzen in Prag gedreht und ohne erklärende Zwischentitel, gelingt Carl Junghans eine moderne Beschreibung der Zeit zwischen den Weltkriegen, episodisch, rhythmisch geschnitten und ohne kämpferisches Pathos", so die Veranstaltungsankündigung des Arsenal Kinos. Karten können vorbestellt werden unter: https://kinotickets-online.com/arsenal-berlin/movies. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

friedemann beyer bildnachweis uwe bendixen 250Die weltberühmte Berliner Museumsinsel ist wieder Schauplatz der UFA Filmnächte, die in diesem Jahr zum zwölften Mal durchgeführt werden.

Vom 24. bis 26. August 2022 präsentieren Bertelsmann und UFA an drei Abenden vor einzigartiger Kulisse und begleitet von Livemusik große Klassiker des Weimarer Kinos. Stummfilm Magazin sprach mit dem Filmhistoriker Friedemann Beyer, der das Festival seit der zweiten Ausgabe im Jahr 2012 kuratiert.

Im August starten die UFA Filmnächte 2022. Auf welche Stummfilm-Highlights können sich die Gäste freuen?

"Auf zwei Weltpremieren bedeutsamer Restaurierungen und drei musikalische Weltpremieren! Am 24. August erleben die Zuschauer die Uraufführung der von der Murnau-Stiftung wiederhergestellten Premierenfassung von Arnold Fancks "Der Berg des Schicksals" (1924) mit einer Neukomposition des jungen Wiener Filmkomponisten Florian C. Reithner. Es spielt das Metropolis-Orchester Berlin, ein junges, engagiertes Ensemble, das sich unter seinem Leiter Burkhard Goetze einen exzellenten Namen gemacht hat. Am zweiten Abend begleitet US-Techno-Legende Jeff Mills Fritz Langs Zeitbild "Dr. Mabuse – der Spieler" (1922) mit neuen Tunes." ganzes Interview lesen
Foto: Uwe Bendixen

tv geraet 250Die Finanzierung des deutsch-französischen Gemeinschaftssenders ARTE muss weiterhin in voller Höhe gewährleistet werden.

Das fordern der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Anlass ist die Abschaffung des Rundfunkbeitrags in Frankreich, der durch eine staatliche Finanzierung in bisher nicht bekannter Höhe ersetzt werden soll. Äußerungen des französischen Präsidenten lassen massive Einsparungen gegenüber dem jetzigen Rundfunkbeitrag befürchten. "Damit ist auch der französische 50-Prozent-Anteil am ARTE-Etat gefährdet“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Wir brauchen mehr Europa, in dem ein französisch-deutscher Gemeinschaftssender ein Kanal für kulturelle Vielfalt und transnationale Verbundenheit ist. ARTE sendet ein von hochqualifizierten Beschäftigten aus beiden Ländern erstelltes und auf beiden Rheinseiten geschätztes Programm. Ein Stellenabbau in Redaktionen und Abstriche im Programm müssen unbedingt verhindert werden", so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz. Eine Aufstockung des deutschen Anteils am ARTE-Etat ist durch den Zwischenstaatlichen Vertrag ausgeschlossen, der die paritätische Finanzierung des Senders vorschreibt. "Das wäre auch politisch fatal", so der DJV-Vorsitzende, "weil Deutschland und Frankreich in jeder Hinsicht zu gleichen Teilen an ARTE beteiligt bleiben müssen."

ARTE ist der einzige Sender in Europa, der dem Stummfilm einen festen Sendeplatz im linearen Fernsehen bietet, Restaurierungen und Musikvertonungen unterstützt und immer wieder herausragende Stummfilmproduktionen in seiner Mediathek zeitweise zur Verfügung stellt.
DJV-Internetseite 
ARTE-Internetseite
ARTE-Internetseite mit Informationen zur Finanzierung des Senders
Spiegel-Artikel zum Thema
Bild: Stummfilm Magazin

roter vorhang 10 250Vom 15. bis 17. Juli 2022 finden zum 25. Mal die Nürnberger "stummFILMMUSIKtage" statt.

Am Eröffnungstag wird um 21:00 Uhr der österreichische Film "Die Stadt ohne Juden" (1924) in der Lorenzkirche mit live Orgelmusik von Michael Leyk gezeigt. G. W. Pabsts "Die freudlose Gasse" (D 1925) steht dann am Samstag, den 16. Juli 2022, um 19:00 Uhr im Filmhaus mit Richard Siedhoff am Klavier auf dem Programm. "J'accuse - ich klage an" (F 1919) mit dem Silentfilm-DJ D'Dread bildet dann am dritten Tag um 18:00 Uhr den Abschluss. Der Antikriegsfilm von Abel Gance wird ebenfalls im Filmhaus gezeigt

Zum 25-jährigen Jubiläum des Festivals in 2022 war ein umfangreicheres Programm geplant. "Durch verschiedene Umstände – auch pandemischer Natur – können wir das Jubiläum dieses Jahr leider noch nicht mit Ihnen begehen. Wir sind aber guter Hoffnung, das komplette Programm im kommenden Jahr präsentieren zu können.", so die Organisator*innen. Angelehnt an das Motto „Gegen Intoleranz – Gegen das Vergessen“, unter dem die "stummFILMMUSIKtage" in 2023 stehen werden, sind in 2022 bereits drei Filme auf der Leinwand zu sehen, die auf ihre Entstehungszeit kritisch Bezug nehmen und weit über diese hinausweisen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

asta nielsen stern 250Am 25. Mai 2022 jährte sich zum fünfzigsten Mal Asta Nielsens Todestag. Die Schauspielerin gehört zu den ganz großen Leinwandstars der Stummfilmära und ist auch heute noch eine der bekanntesten Persönlichkeiten des frühen Films.

Die Retrospektive "Asta Nielsen ABC. Filme und Fragmente" würdigt vom 15. bis 25. September 2022 den ersten internationalen Filmstar Asta Nielsen, eine Ikone der Moderne, die das Kino in seinen Anfängen maßgeblich prägte und mit dem die Geschichte der Babelsberger Filmstudios ihren Anfang nahm. Stummfilm Magazin ist Medienpartner der Veranstaltung.

Lesetipp: Stummfilm Magazin sprach mit Dr. Johanne Hoppe, künstlerisch-wissenschaftliche Referentin am Filmmuseum Potsdam, und Elena Baumeister, wissenschaftliche Volontärin am Filmmuseum Potsdam, über "die schweigende Muse", so der Titel der Nielsen-Autobiografie, und die kommende Filmschau. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Asta Nielsen auf dem Potsdamer Platz in Berlin;
Bildnachweis: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250Der deutsche Kameramann und Regisseur Carl Hoffmann starb am 13. Juli 1947 in Minden. Er wurde am 09. Juni 1885 in Neisse geboren.

Als Kameramann war er unter anderem an den Stummfilmklassikern Dr. Mabuse, der Spieler (D 1922), Die Nibelungen (D 1924), Varieté (D 1925) und Faust – eine deutsche Volkssage (D 1926) beteiligt. Hoffmann zählt zu den bedeutensten Kameramännern des Weimarer Kinos. Sein Sohn Kurt Hoffmann war ebenfalls im Filmgeschäft tätig und einer der erfolgreichsten Regisseure des deutschen Nachkriegskinos. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 09 250Der österreichisch-tschechische Filmregisseur Robert Land wurde am 13. Juli 1887 in Kremsier (Österreich-Ungarn) geboren.

Land dreht in Wien, später auch in Berlin. Er gilt als Entdecker der Schauspielerin Lilian Harvey. Sein heute wohl bekanntestes Werk aus der Stummfilmzeit ist "Ich küsse Ihre Hand, Madame" (D 1929) mit Marlene Dietrich in einer ihrer ersten Hauptrollen. Robert Land, der als Robert Liebmann geboren wurde, starb nach Januar 1940 in der Emigration. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

bonner stummfilm festival 2022 plakat 250Von 11. bis 21. August 2022 findet zum 38. Mal Deutschlands größtes Stummfilmfestival statt, die Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino im Arkadenhof der Uni Bonn. Auch ein Onlineangebot wird es wieder geben.

Zum Auftakt des Festivals wird am Donnerstag, den 11. August 2022, "Male and Female" (USA, 1919) gezeigt, ein Drama mit humoristischen Elementen von dem amerikanischen Regisseur Cecil. B. DeMille. Der Film basiert auf dem Bühnenstück "The Admirable Crichton" von Peter Pan-Autor James M. Barrie und handelt von Liebe und Geschlechterrollen in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. "Male and Female" war in der Zeit seiner Veröffentlichung ein großer Erfolg und verhalf der Hauptdarstellerin Gloria Swanson zu erstem Starruhm. Die musikalische Begleitung kommt von Elizabeth-Jane Baldry (Harfe) und Stephen Horne (Flügel, Flöte, Akkordeon).

Den  Abschluss des Festivals bildet der wohl berühmteste brasilianische Stummfilm: "Limite" von Regisseur Marió Peixoto wird am Sonntag, den 21. August 2022, gezeigt. Der visuell packende Avantgardefilm, Peixotos einzige Regiearbeit, war lange Zeit in Vergessenheit geraten und konnte 2020 mit der Unterstützung von Martin Scorsese restauriert werden. Die Livemusik kommt von Richard Siedhoff (Flügel) und Mykyta Sierov (Oboe). Zwischen diesen bedeutenden Stummfilm-Polen zeigt das Festival wieder viele Entdeckungen und Klassiker, teilweise in taufrischen Neurestaurierungen und als Premieren.

Neben den vorgenannten Musiker*innen werden noch Matthias André, Frank Bockius, Neil Brand, Günter A. Buchwald, Christian Carazo, Dorothee Haddenbruch, Michi Hendricks, Daan van den Hurk, Wilfried Kaets, Matthias Kaufmann, Elaine Loebenstein, Maud Nelissen, Mark Pogolski, Paul Rittel, Katharina Stashik, Tobias Stutz und Sabrina Zimmermann zu hören sein.

Die Abendveranstaltungen im Arkadenhof der Uni Bonn beginnen um 21:00 Uhr, Filmprojektion und Livemusik mit Einbruch der Dunkelheit. Je nach Wetterlage findet eine ca. 20-minütige Pause zwischen zwei Filmen eines Abendprogramms statt, während derer Getränke und Snacks gekauft werden können. Bei Unwetter müssen die Abendveranstaltungen im Arkadenhof leider ausfallen.

Der Eintritt ist frei, zum Erhalt des Festivals ist der Veranstalter auch auf Spenden angewiesen. Auf www.internationale-stummfilmtage.de kann ein Großteil des Programms inklusive der Musikbegleitungen weltweit kostenfrei verfolgt werden. Die Filme werden im Regelfall ab dem Tag nach der jeweiligen Vorführung um 21:00 Uhr für 48 Stunden online verfügbar sein. Am 14. und 21. August 2022 findet ein Rahmenprogramm im LVR-LandesMuseum Bonn statt (gegen Eintrittsgebühr).

Veranstalter der Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino ist wie gehabt der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. Kooperationspartner sind das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, die Bonner Kinemathek e.V., das LVR-Landesmuseum Bonn und die Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universität Bonn. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Stadt Bonn, die Film und Medienstiftung NRW und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. mehr

Textquelle: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.; Bilder: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.; Stummfilm Magazin

filmklappe blau 250 orangeDer deutsche Regisseur und Schauspieler Harry Piel wurde am 12. Juli 1892 als Heinrich Piel in Benrath bei Düsseldorf geboren.

Er gehörte zu den großen Stars des deutschen Stumm- und frühen Tonfilms. Seine Abenteuer- und Kriminalfilme begeisterten mehr als zwei Jahrzehnte Kinogänger aller Altersklassen und waren zumeist Kassenschlager. Das Markenzeichen seiner Streifen waren Actionszenen und waghalsige Stunts, die er selbst ausführte. Mühelos konnte Piel seine Karriere mit Beginn der Tonfilmzeit fortsetzen. Er starb am 27. März 1963 in München. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin

deutsche kinemathek 250Die Deutsche Kinemathek hat sich ein digitales Facelift verpasst. Die damit verfolgte Intention: neue Zielgruppen auf das Angebot der Stiftung aufmerksam zu machen.

Dazu wurden verschiedene neue Angebote entwickelt, unter anderem die AR-App "On Set – Film in Berlin". Ob Hintergrundgespräche mit Filmschaffenden oder Szenen aus Filmen, die in Berlin gedreht wurden: Die App bringt Kino dorthin zurück, wo es entstanden ist. Mit Hilfe von Augmented Reality schauen User*innen am Drehort hinter die Kulissen von Filmproduktionen und entdecken gemeinsam mit der Schauspielerin Almila Bagriacik bislang unbekannte Besonderheiten der Filmstadt Berlin. Spezielle Kamerafilter ermöglichen es, eigene Videos im Look von Werken der 1920- oder 1980er-Jahre zu drehen. Die zweisprachige App (deutsch/englisch) "On Set – Film in Berlin" ist für iOS und Android im App Store und bei Google Play kostenfrei verfügbar.

"On Set – Film in Berlin" ist Teil des Verbundprojekts museum4punkt0, geleitet von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und wird gefördert mit Mitteln von Neustadt Kultur von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. mehr
Textquelle: Deutsche Kinemathek; Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Radio FM4 stellt die Serie "Irma Vep" mit Alicia Vikander in der Hauptrolle vor. mehr

♦ Eine Ausstellung blickt auf 112 Jahre Kinogeschichte in Schwandorf zurück. mehr

♦ Filmdienst stellt "Der Mann der lacht" (D 1928) mit Conrad Veidt und von Paul Leni vor. mehr

♦ Die B.Z. berichtet über die kommenden UFA Filmnächte auf der Berliner Museumsinsel. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

Camera Obscura aussen HD dff 250 1Zum Beginn der Sommerferiensaison 2022 gibt es eine neue begehbare Attraktion im zweiten Obergeschoss des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum: eine Camera Obscura, in der die Besucher*innen des DFF das – auf dem Kopf stehende Mainufer und die Skyline von Frankfurt am Main in Echtzeit und Farbe betrachten können.

Lange haben die Besucher*innen des DFF diese ungewöhnliche Sicht auf Frankfurts Innenstadt und Bankenviertel nicht erleben können, die schon vor der grundlegenden Überarbeitung der Daueraustellung im Jahr 2010/11 per Camera Obscura zu beobachten war. Jetzt ist sie wieder da und das DFF ist um eine Attraktion reicher.

Wie die Camera Obscura den Weg zur späteren Erfindung des Films bereitete, erfahren Besucher*innen dann im Anschluss beim Besuch der Dauerausstellung. Fallen Lichtstrahlen durch ein kleines Loch in einen dunklen Raum, so erzeugen sie auf der dem Loch gegenüberliegenden Fläche ein farbgetreues, seitenverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Bild des Außenraumes vor dem Loch. Das Phänomen war schon im China des fünften vorchristlichen Jahrhunderts bekannt. Den Nutzen einer Camera Obscura für die schmerzlose, das Auge schonende Betrachtung von Sonnen- und Mondfinsternissen oder Sonnenflecken beschreibt im Jahr 1038 der arabische Gelehrte Ibn Al Haitam. In der italienischen Renaissance findet sich dann in den Aufzeichnungen Leonardo da Vincis eine klare Beschreibung der Funktionsweise der Camera Obscura. Eine Sammellinse, um das Bild schärfer zu machen, benutzt um 1568 erstmals der Venezianer Daniele Barbaro und bemerkt dabei, dass sich das flüchtige Bild auf Papier werfen, abmalen und dadurch festhalten lässt. Auch insofern ist die Camera Obscura ein Vorläufer der fotografischen Kamera.
Textquelle und Bild: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

wanderkino bildnachweis tilo baumgaertelVom 06. bis 10. Juli 2022 finden auf der "Großen Warze" (nähe Sachsenbrücke) im Leipziger Clara-Zetkin-Park wieder die Stummfilmtage mit dem WANDERKINO "Laster der Nacht" statt.

Zu sehen ist ein abwechslungsreiches Programm, das von Charlie-Chaplin-Kurzfilmen wie "Easy Street" (USA 1917) bis zum französischen Avantgardefilm "Ménilmontant" (1925) von Dimitri Kirsanoff reicht. Beginn der Vorstellungen ist um 21.30 Uhr. Live musikalisch begleitet werden die Filme von unterschiedlichen Musiker*innen: Tobias Rank, Sebastian Pank, Alma Gröning, Richard Siedhoff, Lutz Eitel und Anja Kleinmichel. Ticketreservierungen sind möglich unter Telefon: 0179-5441287 und E-Mail: rank (at) wanderkino.de. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Interview mit Tobias Rank vom WANDERKINO

Das WANDERKINO ist ein mobiles Kino. Die Projektion erfolgt mit historischer 16mm-Filmtechnik. Ein Oldtimer-Feuerwehrfahrzeug (Magirus Deutz, Baujahr 1969) integriert die gesamte Kino-, Ton- und Lichttechnik, transportiert Bestuhlung und Instrumentarium. Die Filmaufführungen finden in einem nostalgisch inszenierten Rahmen statt – es wird eine Atmosphäre geschaffen, die an die Pionierzeiten des Kinos erinnert. Der "Laster der Nacht" ist seit 1999 unterwegs. Neben alljährlichen Reisen durch ganz Deutschland folgte das WANDERKINO bereits Einladungen nach Frankreich, Slowenien, Polen, Litauen, Weißrussland, Tschechien, Serbien, Rumänien, Moldawien, Spanien, Portugal, Senegal, Schweden, Dänemark, Italien, Österreich, in die Slowakei und in die Schweiz. Mehr Infos unter www.wanderkino.de
Bild: Wanderkino/Tilo Baumgärtel

gruener vorhang 250Vom 07. bis 24. Juli 2022 finden die "Internationalen Stummfilmtage München 2022" statt. Es ist die zweite Ausgabe des Open-Air-Kinos.

Angekündigt sind neben Klassikern wie "Sherlock jr." (USA 1924), "Greed" (USA 1924) und "Der Mann mit der Kamera" (UdSSR 1929) auch eher selten auf der großen Kinoleinwand zu sehende Stummfilmperlen und herausragende Restaurierungen des Filmmuseum München aus den letzten Jahren, wie "Nathan der Weise" (D 1922) und "Wunder der Schöpfung" (D 1925). Die Auswahl der Musiker*innen, darunter Neil Brand, Günter A. Buchwald, Sabrina Zimmermann, Mark Pogolski und Richard Siedhoff, verspricht auch auf akustischer Ebene ein großartiges Kinoerlebnis. mehr

filmrestaurierung 250 04Mit einer Sonderausstellung, die noch bis 04. Juli 2022 zu sehen ist, würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung und beleuchtet die Bemühungen zur Bewahrung des kollektiven Bildgedächtnisses.

Raumgreifende Projektionen vor Werkstattkulissen und interaktive Installationen mit Lupe und Leuchttisch laden die Besucher*innen dazu ein, sich in die investigative Welt der Restaurierungsarbeit zu begeben.

Filmbericht über das Ausstellungsthema in der Arte-Mediathek

Die Ausstellung eröffnet mit der Projektion fast völlig zerstörter Bilder aus dem Stummfilm "Das alte Gesetz" von E. A. Dupont aus dem Jahr 1923. Er erzählt die Geschichte eines jungen jüdischen Mannes, der mit seiner strenggläubigen Familie bricht, um Schauspieler zu werden – und ist ein wichtiges Dokument jüdischen Lebens zwischen Tradition und Assimilation. Der Bereich "Überlieferung" dokumentiert anschließend die durch Vernachlässigung oder Verlust entstandenen Lücken in den Archiven und zeigt, wie aufwendig Restaurator*innen weltweit recherchieren müssen, um noch vorhandenes Filmmaterial aufzufinden. Als prominentestes Beispiel dient hier Fritz Langs Stummfilmklassiker "Metropolis".

Sammlung Werner Nekes

Bis 16. April 2023 wird im Filmmuseum Potsdam die Präsentation "Ich sehe was, was Du nicht siehst – Aus der Sammlung Werner Nekes" gezeigt. Ergänzend findet eine Vermittlungswerkstatt statt. mehr

Spendenaktion

filmspule 250 4

Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr

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