filmstreifen gelb 02 250Am Samstag, den 28. April 2018, wird um 20:00 Uhr im Black-Box-Kino des Filmmuseum Düsseldorf der Stummfilm "Vem dömer" (Schweden 1922) gezeigt.

Die junge Florentinerin Ursula fühlt sich in ihrer lieblosen Ehe mit einem älteren Mann als Gefangene. Ihre Liebe gilt dem jungen Nachbarssohn Bertram. Der Versuch, ihren Ehemann zu töten, schlägt fehl, da ein pilgernder Mönch das Gift durch ein harmloses Pulver ersetzt. Als Ursulas Mann dennoch an einem Herzinfarkt stirbt, wird sie des Mordes angeklagt und eine blutrünstige Meute möchte sie als Hexe hingerichtet sehen. Das Gottesurteil – Höhepunkt des Films – erfolgt im Feuer.

"Vem dömer", entstanden in der sogenannten "goldenen Epoche des schwedischen Stummfilms", katapultierte Regisseur Victor Sjöström nach Hollywood. Die starken, düsteren Bilder erinnern an die Maler der italienischen Renaissance. Im Zusammenspiel mit herausragenden Licht- und Schatteneffekten erzeugen die mitreißenden, teils strengen Bilder eine atmosphärische Dichte, die erahnen lässt, wo sich Carl Theodor Dreyer zu Vredens Dag (1943) inspirieren ließ.

Die Vorführung findet in Kooperation mit dem Schwedischen Filminstitut statt. Wilfried Kaets begleitet mit einer neuen Musikfassung für die Welte-Kinoorgel und simultanes Klavier. mehr
Textquelle: Filmmuseum Düsseldorf; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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