filmspule 250 3In der Sitzungsrunde des Förderprogramms Filmerbe am 28.06.2022 und 05.07.2022 wurden 2.544.788 Euro für die Restaurierung und Digitalisierung von 63 Filmen bewilligt, darunter 31 Spielfilme, 20 Dokumentarfilme, sieben Animationsfilme, zwei Experimentalfilme, je ein Kurz- und Kinderfilm sowie eine Kurzfilm-Kompilation.

Den Bewilligungen liegt die gemeinsamen Förderrichtlinie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Länder und der Filmförderungsanstalt zur Digitalisierung des nationalen Filmerbes zugrunde. In den drei Förderkategorien lagen 64 Anträge vor. Das Gremium „Konservatorisches Interesse“ vergab 458.331,90 Euro für den Erhalt von 11 Filmen. Aus kuratorischem Interesse bewilligte das zuständige Gremium 1.458.432 Euro für 36 Filme. Aufgrund eines Auswertungsinteresses hat der FFA-Vorstand für 16 Filme 628.024,41 Euro bewilligt.

Förderung erhält anderem das „Kurzfilmprogramm Hanna Henning“. Hanna Henning war in den 1910er und 1920er Jahren die vermutlich produktivste deutsche Regisseurin – mit eigener Produktionsfirma. Nur wenige ihrer Filme sind erhalten, bis vor kurzem war keines der Werke öffentlich zugänglich. Mit Hilfe des Förderprogramms können 100 Jahre später vier ihrer Filme aus den Jahren 1917 bis 1924 wieder aufgeführt werden.

Weitere Förderungen erhalten unter anderem folgende Stummfilm-Digitalisierungs- und Restaurierungsprojekte: "Großstadtschmetterling" (D 1928, Regie: Richard Eichberg), "Das Donkosakenlied" (D 1929, Regie: Georg Asagaroff), "Das Wunder des Schneeschuhs – Teil 1" (D 1920, Regie: Arnold Fanck), "Das Wunder des Schneeschuhs – Teil 2" (D 1921, Regie: Arnold Fanck), "Der Reigen" (D 1920, Regie: Richard Oswald) und "Die Wirkung der Hungerblockade auf die Volksgesundheit" (D 1919, Regie: Nicholas Kaufmann, E. Rosenthal, Dr. med. G. Reimann, Curt Thomalla).

Bereits in der Frühjahrs-Sitzungsrunde des Förderprogramms Filmerbe wurden verschiedene Digitalisierungsprojekte von Werken aus der Frühzeit des Kinos mit Geldzuweisungen bedacht, unter anderem "Tischlein deck dich, Eselein streck dich, Knüppel aus dem Sack" (1921, Regie: Wilhelm Prager), "Der Student von Prag" (1913, Regie: Stellan Rye) und "Was ist los mit Nanette?" (1928, Regie: Holger-Madsen). mehr
Textquelle: Pressemitteilung FFA - Filmförderungsanstalt; Foto: Stummfilm Magazin

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