tv geraet 250Die Finanzierung des deutsch-französischen Gemeinschaftssenders ARTE muss weiterhin in voller Höhe gewährleistet werden.

Das fordern der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Anlass ist die Abschaffung des Rundfunkbeitrags in Frankreich, der durch eine staatliche Finanzierung in bisher nicht bekannter Höhe ersetzt werden soll. Äußerungen des französischen Präsidenten lassen massive Einsparungen gegenüber dem jetzigen Rundfunkbeitrag befürchten. "Damit ist auch der französische 50-Prozent-Anteil am ARTE-Etat gefährdet“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Wir brauchen mehr Europa, in dem ein französisch-deutscher Gemeinschaftssender ein Kanal für kulturelle Vielfalt und transnationale Verbundenheit ist. ARTE sendet ein von hochqualifizierten Beschäftigten aus beiden Ländern erstelltes und auf beiden Rheinseiten geschätztes Programm. Ein Stellenabbau in Redaktionen und Abstriche im Programm müssen unbedingt verhindert werden", so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz. Eine Aufstockung des deutschen Anteils am ARTE-Etat ist durch den Zwischenstaatlichen Vertrag ausgeschlossen, der die paritätische Finanzierung des Senders vorschreibt. "Das wäre auch politisch fatal", so der DJV-Vorsitzende, "weil Deutschland und Frankreich in jeder Hinsicht zu gleichen Teilen an ARTE beteiligt bleiben müssen."

ARTE ist der einzige Sender in Europa, der dem Stummfilm einen festen Sendeplatz im linearen Fernsehen bietet, Restaurierungen und Musikvertonungen unterstützt und immer wieder herausragende Stummfilmproduktionen in seiner Mediathek zeitweise zur Verfügung stellt.
DJV-Internetseite 
ARTE-Internetseite
ARTE-Internetseite mit Informationen zur Finanzierung des Senders
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Bild: Stummfilm Magazin

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