arte logo 250In der ARTE-Mediathek ist der Stummfilm "Das Geld" (F 1928) bis 20. Januar 2023 abrufbar.

Regisseur Marcel L'Herbier macht die Sozialkritik zum Thema seines universellen Films und zeigt, welch zerstörerische Wirkung Geld auf Menschen haben kann. Nicolas Saccard und Alphonse Gunderman sind konkurrierende Pariser Bankkaufleute. Als Saccard vor dem finanziellen Ruin steht, herbeigeführt durch seinen Widersacher, sieht er eine Gelegenheit, sich und die Bank vor dem Scheitern zu retten: Er finanziert den Transatlantikflug von Jacques Hamelin, einem Flugpionier, um mit dessen Hilfe ein Geschäftsprojekt in Französisch-Guayana aufzubauen. Was ihn nicht davon abhält, in Hamelins Abwesenheit dessen Frau Line zu verführen. Als das Gerücht kursiert, Hamelin wäre abgestürzt, nutzt Saccard die falschen Berichte, um den Börsenkurs von dessen Firma zu manipulieren. Der Pilot, der unterdessen in Guayana weilt, leidet unter seiner schwindenden Sehkraft und ist nicht in der Lage, dem Betrug auf die Schliche zu kommen. Gunderman missbilligt Saccards Methoden und hat heimlich Anteile an dessen Bank als Waffe gegen ihn gekauft. Unterstützt wird er von der Baronin Sandorf, einer ehemaligen Geliebten Saccards, die in dessen Bank spioniert. Line duldet allmählich Saccards Annäherungsversuche, doch als sie von seinen Machenschaften erfährt, bringt sie ihn vor Gericht. Saccard landet zwar im Gefängnis, vergeudet aber keine Zeit, einen neuen Finanzcoup zu planen ...

Videoeinführung: "'Das Geld' von Marcel L’Herbier – Ein Film, eine Minute" in der ARTE-Mediathek

Als Marcel L'Herbier "Das Geld" 1928 der Presse vorstellte, betrug die Laufzeit des Films rund 200 Minuten. Doch sein Verhältnis zum Produzenten hatte sich gegen Ende der Postproduktion zunehmend verschlechtert und bei der der nächsten Vorstellung musste L'Herbier feststellen, dass sein Film um mindestens eine halbe Stunde gekürzt worden war. Gleichwohl wurde "Das Geld" besonders in Deutschland zu einem Leinwanderfolg. Orson Welles zählte den Film neben "Panzerkreuzer Potemkin" zu den "großen Meisterwerken der Stummfilmzeit". mehr
Textquelle und Bild: ARTE G.E.I.E.

Sammlung Werner Nekes

Bis 16. April 2023 wird im Filmmuseum Potsdam die Präsentation "Ich sehe was, was Du nicht siehst – Aus der Sammlung Werner Nekes" gezeigt. Ergänzend findet eine Vermittlungswerkstatt statt. mehr

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