roter vorhang 10 250Mit Publikum vor Ort: Die Berliner Museumsinsel ist nach einer coronabedingten digitalen Ausgabe im Jahr 2020 erneut Spielort der UFA Filmnächte.

Vom 25. bis zum 27. August 2021 werden an drei Abenden unter freiem Himmel, vor spektakulärer Kulisse und begleitet von Livemusik Meisterwerke des Weimarer Kinos präsentiert, die allesamt internationale Kinogeschichte geschrieben haben. Das Stummfilmfestival findet parallel auch im Netz statt: Mit Livestreams, einer runderneuerten Website und digitalen Programminformationen.

Den Auftakt der diesjährigen UFA Filmnächte macht Ernst Lubitschs "Carmen", eine freie Bearbeitung der gleichnamigen Oper von Georges Bizet und Lubitschs erste Großproduktion. Wegen seiner Opulenz und der schauspielerischen Extraklasse von Pola Negri sorgte der Film unter dem Titel Gypsy Blood damals weltweit für Aufsehen. "Carmen" wurde von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung mit finanzieller Unterstützung von Bertelsmann aufwändig digital restauriert. Das filmische Juwel wird dem Publikum nun erstmals wieder in weitgehend vervollständigter Schnittfassung und mit rekonstruierter Farbgebung präsentiert. Auf der Museumsinsel begleitet den Film das ensemble Kontraste mit einer Neukomposition von Tobias Schwencke, die im Auftrag von ZDF/Arte entstand.

Am zweiten Abend folgt das orientalische Märchen "Die Leuchte Asiens" von Franz Osten, die erste Zusammenarbeit deutscher und indischer Filmemacher und gleichzeitig die erste internationale Ko-Produktion Indiens überhaupt. Mit orientalischen Klangwelten wird das Silent Light Orchestra begeistern, hervorgegangen aus Mitgliedern des Ensembles Trioglyzerin und des Ekkehard-Wölk-Quartetts, beides Formationen, die bereits frühere UFA Filmnächte musikalisch zu verzaubern wussten.

Der dritte Abend ist Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" gewidmet. Begleitet wird die "Mutter aller Horrorfilme" von dem weltberühmten Organisten Cameron Carpenter, der die internationale Musikwelt mit seiner Virtuosität an der Orgel seit Jahren in Begeisterungsstürme versetzt.

Ab sofort sind Tickets zum Preis von 20,- Euro inklusive Vorverkaufsgebühr unterwww.ufa-filmnaechte.de erhältlich. Alle Filme starten um 21:00 Uhr. Einlass ist ab 19:30 Uhr. Die für die Veranstaltung geltenden Corona-Regelungen sind auf www.ufa-filmnaechte.de zu finden. Auf der eigens neu gestalteten Webseite www.ufa-filmnaechte.de werden außerdem alle drei Filme live und kostenlos im Stream zu sehen sein. Die Filme bleiben im Anschluss jeweils bis 21:00 Uhr des Folgetages on demand zugänglich und werden auch über die Social-Media-Kanäle der UFA Filmnächte sowie von Bertelsmann und UFA abrufbar sein.

Partner der von Bertelsmann und UFA durchgeführten UFA Filmnächte sind Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, arte, Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Gegenbauer. radioeins und rbbKultur sind Medienpartner.

Bertelsmann fördert seit einigen Jahren Restaurierungen von Klassikern des Weimarer Kinos. So stand das Unternehmen 2015 der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zur Seite, als sie den expressionistischen Filmklassiker "Das Cabinet des Dr. Caligari" von Robert Wiene (D 1920) digital restaurierte. Dank einer digitalen Restaurierung erstrahlte 2016 der vor einem Jahrhundert entstandene Stummfilm "Der müde Tod" (D 1921) von Meisterregisseur Fritz Lang wieder in neuem Glanz. Auch diese Restaurierung wurde von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung als Rechteinhaberin realisiert und von Bertelsmann als Hauptsponsor gefördert. 2018 folgte das romantische Abenteuer "Der Geiger von Florenz". Der 1925 von der Ufa produzierte Film, der bis dahin nur in gekürzter Fassung vorlag, konnte von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung mit finanzieller Unterstützung von Bertelsmann aufwändig digital in seiner ursprünglichen Länge restauriert werden. In diesem Jahr folgt schließlich die Welturaufführung der restaurierten Fassung von Ernst Lubitschs "Carmen". Das Epos liegt mit Unterstützung von Bertelsmann nun wieder in einer weitgehend vervollständigten Schnittfassung mit rekonstruierter Farbgebung vor.

Textquelle: Bertelsmann SE & Co. KGaA; Foto: Stummfilm Magazin

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