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"Homunculus" von Regisseur Otto Rippert ist ein mehrteiliger deutscher Stummfilm von 1916, der in seiner optischen Gestaltung Elemente des expressionistischen Films der Weimarer Republik vorwegnimmt.

"Die Geburt des Homunculus", der erste Teil des Filmes, wurde am 22. Juni 1916 im Marmorhaus Berlin uraufgeführt. Kameramann der seinerzeit kommerziell sehr erfolgreichen, visuell beeindruckenden Produktion war Carl Hoffmann ("Dr. Mabuse, der Spieler" von 1922", "Die Nibelungen" von 1924). Die insgesamt sechs Folgen der Serie handeln von einem künstlichen Menschen, der mit sich und der Welt hadert: "Homunculus" kann als eine frühe Variation des "Frankenstein"- als auch des "Golem"-Themas betrachtet werden.

Von dem Film waren über Jahrzehnte nur wenige Fragemente, im wesentlichen aus dem vierten Teil der Serie, zugänglich. Im Rahmen der Stummfilmtage Bonn 2014 wurde eine deutlich über drei Stunden lange Rekonstruktion aller sechs Episoden präsentiert, die vom Filmmuseum München durchgeführt wurde. mehr