filmstreifen gelb 01 250Nicht selten in der Filmgeschichte wurden ältere Filme für spätere Neuauflagen und Wiederaufführungen nachbearbeitet.

Dabei wurden sie an die unterschiedlichen Markt- oder Kulturauffassungen bzw. Ideologien der jeweiligen Zeit angepasst. Heutige Restaurierungen hingegen versuchen die Annäherung an den Originalzustand der Filme. Damit geht eine Entwertung der älteren, nicht originalgetreuen Bearbeitungen einher, obwohl diese durchaus von (film)historischer Relevanz sind. Meist sind es nur die aktuellsten Restaurierungen, die in Festival- und Kinoprogrammen, DVD-Editionen oder VOD-Angeboten zu sehen sind, während die älteren Bearbeitungen – sofern sie überhaupt noch existieren – in Archiven vergessen werden.

Der Masterstudiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und das Filmmuseum Potsdam bringen vom 09. bis 24. Januar 2020 gemeinsam eine Auswahl deutscher Stummfilmklassiker in ungewöhnlichen Fassungen zurück auf die große Leinwand. Ihre nachträglichen Vertonungen und Bearbeitungen belegen, wie in wechselnden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen mit alten Filmen umgegangen wurde und wie sich ihre Rezeption von der Weimarer Republik, über die NS-Zeit und das geteilte Deutschland bis heute verändert hat. Die Vorführungen werden von Vorfilmen und Einführungen durch renommierte Filmhistoriker*innen und -wissenschaftler*innen begleitet.

Textquelle: Pressemitteilung Filmmuseum Potsdam; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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