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ChristianeVonWahlert Foto Wonge Bergmann 250Seit 01. Dezember 2019 ist Christiane von Wahlert neuer Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden. Sie folgt Ernst Szebedits, der die Stiftung seit 2011 leitet und Ende 2019 in den Ruhestand geht.

Von Wahlert war die letzten 20 Jahre Geschäftsführerin der SPIO und der FSK. Zuvor war die studierte Sozialwissenschaftlerin im Bildungs- und im Kulturbereich tätig. „Wir freuen uns, mit Christiane von Wahlert eine qualifizierte Persönlichkeit gefunden zu haben, die mit der Filmbrache bestens vertraut und vernetzt ist. Ihr historisches Interesse und ihre vielfältigen Erfahrungen mit Institutionen werden der Stiftung zu Gute kommen. Für die neue Aufgabe wünschen wir viel Erfolg“, so Christian Sommer, Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

„Ich kenne Christiane von Wahlert seit vielen Jahren aus verschiedenen Arbeitszusammenhängen rund um den Film. Ich freue mich, dass eine so kompetente Kollegin meine Nachfolgerin wird“, so Ernst Szebedits, scheidender Vorstand der Stiftung.

„Glücklicherweise ist die Sicherung, Digitalisierung und Zugänglichmachung des Filmerbes mittlerweile als vordringlich öffentliche Aufgabe erkannt. Ich freue mich auf meine neue Tätigkeit, da die Stiftung mit ihren ausgezeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen vorzüglichen Beitrag zur Anreicherung dieses kulturellen Gedächtnisses leistet“, so Christiane von Wahlert. Mehr über die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Textquelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung; Bild: Wonge Bergmann

Über die Murnau-Stiftung

Innerhalb der Medienwirtschaft zählt die Stiftung zu den zentralen Institutionen zur Wahrung des Kulturgutes Film. Die Murnau-Stiftung pflegt – als Archiv und Rechteinhaber – einen bedeutenden Teil des deutschen Filmerbes. Wichtigstes Stiftungskapital ist der einzigartige, in sich geschlossene Filmstock, der Kopien und Materialien sowie Rechte der ehemaligen Produktionsfirmen Ufa, Decla, UniversumFilm, Bavaria, Terra, Tobis und Berlin-Film umfasst. Dieser kultur- und filmhistorisch herausragende Bestand – mehr als 6000 Stumm- und Tonfilme (Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Werbefilme) – reicht von Beginn der Laufbilder bis zum Anfang der 1960er Jahre. Dazu gehören Filme bedeutender Regisseure wie Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Detlef Sierck, Helmut Käutner und Friedrich Wilhelm Murnau, dem Namensgeber der Stiftung. Zu den bekanntesten Titeln zählen DAS CABINET DES DR. CALIGARI (1919/20), METROPOLIS (1927), DER BLAUE ENGEL (1929/30), DIE DREI VON DER TANKSTELLE (1930), MÜNCHHAUSEN(1942/43) und GROSSE FREIHEIT NR.7 (1943/44). Ihre Filme macht die Stiftung durch ihren Verleih, Vertrieb und die Lizenzierung von Ausschnittsrechten sowie Veröffentlichungen auf DVD und Blu-ray verfügbar.