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Die Suffragette 01 Quelle Deutsches Filminstitut DIF 250Am Sonntag, den 25. November 2018, um 18:00 Uhr und am Donnerstag, den  29. November 2018, um 20.15 Uhr wird im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden im Rahmen der Reihe "100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland" der Stummfilm Die Suffragette gezeigt.

Regisseur Urban Gad drehte den deutschen Film im Jahr 1913 mit Asta Nielsen, Max Landa und Mary Scheller. Die Vorführung des 60-minütigen Fragments erfolgt mit eingespielter Musik von Maud Nelissen. Am 29.11.2018 halt die Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik eine Einführung in den Film. Die Aufführungen finden in Kooperation mit Amnesty International und "Remake. Frankfurter Frauen Film Tage" statt.

Die Engländerin Nelly kehrt gerade aus dem Internat zurück, da wird sie von ihrer Mutter mit der Suffragetten-Bewegung bekannt gemacht. Die junge Frau schließt sich ihnen begeistert an. Minister Lord Ascue, der die emanzipatorischen Bestrebungen per Gesetz unterbinden will, ist das nächste Ziel der Suffragetten. Doch als Nelly den Auftrag ausführen soll wird, dieser zur Zerreißprobe zwischen ihren politischen Überzeugungen und ihrer Liebe.

Die von Asta Nielsen und Mary Scheller gespielten Hauptfiguren von Mutter und Tochter Panburne sind den britischen Suffragetten Emmeline Pankhurst und Tochter Christabel Pankhurst nachempfunden. Sie gründeten 1903 mit weiteren Frauen in Manchester die Women’s Social and Political Union, eine radikal-bürgerliche Frauenbewegung und entwickelten eine Theorie des gewaltlosen Widerstandes, die später von der Frauenbewegung in den USA übernommen wurde.

Eine Rekonstruktion des Films erfolgte bis 2009 durch die Deutsche Kinemathek in Zusammenarbeit mit Det Danske Filminstitut. Grundlage der Rekonstruktion bildeten erhaltene Filmfragmente in der Deutschen Kinemathek, im Bundesarchiv-Filmarchiv sowie im Národni filmový archiv in Prag. Fehlende Szenen wurden dabei durch Standfotografien und Szenenbeschreibungen ersetzt und fehlende Zwischentitel ergänzt. Der rekonstruierte Film mit einer neuen Filmmusik von Maud Nelissen erschien 2012.
Textquelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung; Foto: Deutsches Filminstitut - DIF

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