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filmstreifen 08 250 buntWelche bewegten Bilder faszinieren Kinder am meisten? Vor allem jene, die Erwachsene als „niedlich“ und kindgerecht empfinden? Oder begeistern sich die Jüngsten auch für experimentelle Bild- und Klangkompositionen?

Na klar, lautet die Antwort des Frankfurter MiniFilmclubs, der es sich seit 2013 zum Ziel gesetzt hat, Filmkunst in ihrer Vielfalt für Kinder erfahrbar zu machen, über kulturelle und filmhistorische Grenzen hinweg.

Das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum entwickelte das Format mit Partnerkitas im Programm „Kunst und Spiele“ der Robert Bosch Stiftung. Dabei werden Vier- bis Sechsjährige zu Pionier/innen, die kurze Experimentalfilme schauen, Kino- und Projektionsräume erkunden, Filmklänge, Filmstreifen oder aber digitale Effekte kennenlernen und selbst spielerisch erproben. Getrieben von ihrer natürlichen kindlichen Neugier entwickeln die Jungen und Mädchen einen ganz eigenen ästhetischen Geschmack.

Das außergewöhnliche Format kultureller Bildung macht nun bundesweit Schule und erweitert mit Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes sein Repertoire in „Kita-Laboren“. Gemeinsam mit dem kooperierenden "Arsenal – Institut für Film- und Videokunst" und der Kita "Grüne Soße", einer Einrichtung des Frankfurter Sozialpädagogischen Vereins, werden in den Laboren neue Module für das künftig bundesweite Bildungsangebot entwickelt und erprobt.

Zu Gast ist von Montag, 22.10.2108, bis Mittwoch, 24.10.2018, die Stummfilmpianistin und Komponistin Eunice Martins vom Arsenal Filmatelier. Im Kita-Labor „FilmKlangWelten“ geht sie mit Vorschulkindern der Frankfurter Kita „Grüne Soße“ auf die Suche nach „Klangschätzen“ für Stummfilme und Experimentalfilme. Welche Klänge gibt es eigentlich um mich herum? Wie kann ich selbst welche machen, mit Körper, Stimme und Objekten? Wie bewahre ich sie auf? Die Suche nach Klangschätzen in der alltäglichen Umgebung führt die Kinder zu faszinierenden Bildern auf der Kinoleinwand, die ebenfalls „belauscht“ werden.

So finden die Vorschüler/innen für sich heraus, welche Geräusche zu den Farben und Bewegungen aus Len Lyes buntem "Rainbow Dance" (USA 1936) passen, oder wie es klingt, wenn in einem frühen Film der Brüder Lumière eine Pferdekutsche über den historischen Frankfurter Marktplatz holpert. Am Ende entstehen so Handwerkszeug und Materialien für eine eigene Klang-Sammlung, die immer wieder verwendet werden kann.

Der MiniFilmclub des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums ist für Kita-Gruppen regulär buchbar. Information und Buchung: Tel: 069 / 961 220 316. Das Format wird gefördert im Programm "Kunst und Spiele" der Robert Bosch Stiftung. Das Modellprojekt "MiniFilmclub – Filmbildung für Vorschulkinder – bundesweit!" wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Textquelle: Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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