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kamera zeichnung 3 250Noch bis 20. Februar 2022 ist in der ARTE-Mediathek die Dokumentation "Auge, Pinsel und Kinematograf – Wie das Kino entstand" abrufbar.

Kinoatmosphäre, Kamerafahrt, Panoramaansicht, Vogel- und Froschperspektive, Bildeinstellung, Bildverschiebung, Standbild – diese Art des Sehens haben wir uns alle bewusst oder unbewusst angeeignet und wenden sie auf die Art und Weise an, wie wir Bilder produzieren und empfangen, ob als Künstler*in oder Zuschauer*in.

1895, das Jahr der ersten öffentlichen und kostenpflichtigen Filmvorführung mit dem Cinématographe Lumière gilt allgemein als das Geburtsjahr des Kinos. Doch der "kinematografische Blick" entstand bereits vorher. Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Blicks, des Flaneurs und des Beobachters, das Jahrhundert des schweifenden Auges, der Sehmaschinen und der beginnenden "Spektakularisierung" der Welt.

Wie bildete sich dieser Blick quer durch Malerei, Bildhauerei, Fotografie und die Anfänge des Kinos heraus? Welche Berücksichtigung in diesen unterschiedlichen Medien fanden Bewegung und zeitlicher Rhythmus im Raum? Welche Experimente wurden gemacht, mit dem Ziel, eine "erweiterte" Realität zu schaffen?

Die französische Dokumenation aus dem Jahr 2020 beginnt im 19. Jahrhundert, als im Zuge der Industrialisierung die Eisenbahn erfunden wurde, und endet im halbdunklen Kinosaal eines Lichtspielpalastes, der zum Ruhme jener gerade entstehenden Verbindung von darstellender Kunst und Filmkunst erbaut wurde. Mit Claude Monet, den Brüdern Caillebotte, Henri Rivière, den Brüdern Lumière, Alice Guy, Georges Méliès und Max Linder wie auch aus der Sicht von Zuschauer*innen erzählt die Dokumentation die Geschichte der Entstehung des modernen Blicks. mehr
Textquelle: Arte TV; Bild: Stummfilm Magazin