filmrestaurierung 250 04Mit einer Sonderausstellung vom 27. Oktober 2021 bis 04. Juli 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung und beleuchtet die Bemühungen zur Bewahrung des kollektiven Bildgedächtnisses.

Raumgreifende Projektionen vor Werkstattkulissen und interaktive Installationen mit Lupe und Leuchttisch laden die Besucher*innen dazu ein, sich in die investigative Welt der Restaurierungsarbeit zu begeben.

Filmbericht über das Ausstellungsthema in der Arte-Mediathek

Die Ausstellung eröffnet mit der Projektion fast völlig zerstörter Bilder aus dem Stummfilm "Das alte Gesetz" von E. A. Dupont aus dem Jahr 1923. Er erzählt die Geschichte eines jungen jüdischen Mannes, der mit seiner strenggläubigen Familie bricht, um Schauspieler zu werden – und ist ein wichtiges Dokument jüdischen Lebens zwischen Tradition und Assimilation. Der Bereich "Überlieferung" dokumentiert anschließend die durch Vernachlässigung oder Verlust entstandenen Lücken in den Archiven und zeigt, wie aufwendig Restaurator*innen weltweit recherchieren müssen, um noch vorhandenes Filmmaterial aufzufinden. Als prominentestes Beispiel dient hier Fritz Langs Stummfilmklassiker "Metropolis".

filmspule 250 5Der weltweit erste Film, der sich mit Homosexualität beschäftigt, erschien 1919 in Deutschland: Der Stummfilm "Anders als die Andern", es folgen weitere Filme, Verbote, Skandale und Debatten.

Inzwischen hat sich eine ganze Reihe deutscher Filmemacher*innen mit der Queer-Thematik beschäftigt. Die Darstellung queerer Protagonist*innen hat sich über die Jahrzehnte verändert, ebenso die Rezeption der Filme.

Die 3satKulturdoku "Queer Cinema. Eine Reise durch 100 Jahre deutschen Film" von Daniel Konhäuser blickt am Samstag, den 17. Juli 2021, um 19.20 Uhr zurück auf hundert Jahre deutsche, queere Filmgeschichte, skizziert aktuelle Diskurse genauso wie die Debatten von damals. In der 3sat-Mediathek ist die Dokumentation bis zum 2. Juli 2022 abrufbar.

Zu Wort kommen der Aktivist und Filmemacher Rosa von Praunheim, der Regisseur und ehemalige Panorama-Leiter der Berlinale Wieland Speck, Professor*in Skadi Loist, der Regisseur und Drehbuchautor Faraz Shariat, die Journalistin und Verlegerin der queeren Magazine "Siegessäule" und L-MAG Manuela Kay, Filmemacherin und Drehbuchautorin Angelina Maccarone sowie die Schauspieler Rick Okon und Brix Schaumburg. mehr
Textquelle: 3sat-Pressemitteilung; Foto: Stummfilm Magazin

filmmuseum potsdam fotonachweis F J Leopold FMP 250Das älteste Filmmuseum Deutschlands ist seit vier Jahrzehnten im Marstall beheimatet, dem ältesten Gebäude in Potsdams historischer Innenstadt.

Mit seinem Kino, den Ausstellungen und Sammlungen bewahrt und vermittelt es das filmische Erbe der über hundertjährigen Geschichte des Film- und Medienstandorts. Fünf politische Systeme umfasst diese Epoche – Kaiserzeit, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR, Gesamtdeutschland – und ebenso den Wandel der Studios und Firmen von der Bioscop über Ufa und DEFA bis zum Studio Babelsberg. Die Geschichte filmtechnischer Innovationen und Gewerke gehört dazu, zahllose Künstlerbiografien und natürlich die Filme selbst, die – vor den Toren der modernen Großstadt Berlin produziert – unser Leben mit Bildern, Tönen und Geschichten begleitet haben.

arte logo 250In der Arte-Mediathek ist noch bis 16. September 2022 der Bericht "Dordogne: Joséphine Baker und die Résistance" aus dem Arte-TV-Magazin "Stadt Land Kunst" abrufbar.

In der südwestfranzösischen Region Nouvelle-Aquitaine faszinieren zahlreiche mittelalterliche Schlösser entlang der Dordogne den geschichtsbegeisterten Besucher. Eines von ihnen, das Schloss Les Milandes, wurde 1940 dank seiner berühmten Mieterin zu einer Hochburg der Résistance, der amerikanisch-französischen Tänzerin, Schauspielerin und Sängerin Josephine Baker. mehr
Bild: Arte TV

arte logo 250In der Arte-Mediathek ist bis zum 24. November 2022 die Kurzdokumentation "Metropolis: Das andere Berlin von Fritz Lang" aus der Arte-Reihe "Stadt Land Kunst" abrufbar.

Berlin erlebte in den 1920er Jahren einen Umbruch. Während die damalige Stadt der Moderne das Herzstück der europäischen Kunstszene bildete, hatte der Künstler und Filmemacher Fritz Lang eine pessimistische Sicht auf die Metropole. In "Dr. Mabuse, der Spieler", "M" und "Metropolis" kreierte er diabolische Figuren, die ein düsteres Bild der vom Ersten Weltkrieg geprägten Berliner Gesellschaft zeichneten. mehr
Textquelle und Bild: Arte TV

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Die Stummfilm Magazin-Redaktion hat interessante Websites zusammengestellt, die die Herzen von Stummfilmfreund*innen hoffentlich höher schlagen lassen.

Die Liste wird immer wieder ergänzt. Die Redaktion freuen sich über Tipps (Kontaktmöglichkeit hier). Gute Unterhaltung! mehr
Bild: Stummfilm Magazin

Aktuelle Preisträger

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Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. mehr

Rubrikenübersicht

Rubriken der Initiative "100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik":

Einleitung  
Nosferatu 100
Jubiläumsfilme 1922 
Jubiläumsfilme 1921 
Juniläumsfilme 1920 
Jubiläumsfilme 1918/1919
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