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filmstreifen 08 250Seit einem verheerenden Brand am 15. April 2019 ist die römisch-katholische Kirche Notre-Dame de Paris ("Unsere liebe Frau von Paris") rund um den Globus in aller Munde.

Die Kathedrale wurde von 1163 bis 1345 erbaut und ist nicht nur eines der ältesten gotischen Kirchengebäude Frankreichs, sondern auch eines der bekanntesten Gebäude der Welt. Im Jahr 1991 wurde die Kirche als Teil des Pariser Seine-Ufer-Ensembles zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Mit seinem 1831 erschienenen Roman Der Glöckner von Notre-Dame setzte der Schriftsteller Victor Hugo der Kathedrale ein literarisches Denkmal. Das Buch inspirierte viele Filmemacher und trug zum großen Bekanntheitsgrad der Kirche bei.

Der Roman wurde bereits in der Stummfilmzeit mehrfach verfilmt. Die wohl bekannteste Version aus dieser Kinoära stammt vom amerikanischen Regisseur Wallace Worsley aus dem Jahr 1923 mit Lon Chaney senior ("Der Mann mit den tausend Geischtern") als Quasimodo. Bereits 1905 drehten Alice Guy-Blaché und Victorin-Hippolyte Jasset eine französische Fassung unter dem Titel La Esmeralda. Zudem gibt es Versionen von 1911 unter der Regie von Albert Capellani, 1917 mit der berühmtberüchtigten Schauspielerin Theda Bara und von 1922 mit Sybil Thorndike. Die heute wohl bekanntesten Filmproduktionen nach Victor Hugos Roman stammen allerdings aus der Tonfilmzeit und zeigen Anthony Quinn und Gina Lollobrigida in einer prachtvollen Cinemascope-Produktion aus dem Jahr 1956 und Zeichentrickfiguren in einer Disney-Produktion von 1996.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 neuAm 17. April 1919 wurde die amerikanische Firma United Artists (UA) als Vertrieb für die Filmproduktionen von Charlie Chaplin, Douglas Fairbanks sen., D. W. Griffith und Mary Pickford gegründet.

Die Filmschaffenden wollten sich damit aus den Zwängen des Studiosystem befreien. Ab den 1950er-Jahren produzierte die UA auch selbst Filme. Heute gehört das Unternehmen über seine Muttergesellschaft MGM zu Sony Pictures Entertainment. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Charlie Chaplin wurde am 16. April 1889 geboren. Sein Geburtsort ist vermutlich London.

Mit Filmen wie The Kid (USA 1921), Goldrausch (USA 1925) und The Circus (USA 1928) schrieb er Filmgeschichte und inspirierte unzählige Filmemacher und Komödianten. Im Mittelpunkt vieler seiner Werke steht die von ihm gespielte Figur des "Tramps" (Vagabund). Oftmals verband Chaplin in seinen Filmen ernste und tragisch Handlungselemente zu einem bewegenden, sentimentalen Ganzen.

Noch zur Tonfilmzeit produzierte er mit Lichter der Großstadt (USA 1931) und Moderne Zeiten (USA 1936) Stummfilme, für die er auch die Musik schrieb. Chaplin wurde vom American Film Institute auf Platz 10 der größten amerikanischen Filmlegenden gewählt. Er starb am 25. Dezember 1977 in Vevey (Schweiz). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

carmen von st pauli quelle fwms 250Am Mittwoch, den 17. April 2019, wird um 19:30 Uhr im Murnau-Filmtheater Die Carmen von St. Pauli gezeigt.

Der pflichtbewusste Steuermann Klaus Brandt verfällt in einer schummrigen Hamburger Hafenkneipe der Tänzerin Jenny Hummel. Daraufhin vernachlässigt er nicht nur seinen Dienst, sondern wird auch noch in kriminellen Machenschaften einer Schmugglerbande hineingezogen.

Regisseur Erich Waschneck drehte den deutschen Stummfilm im Jahr 1928 mit Jenny Jugo, Willy Fritsch und Fritz Rasp. Der Musiker Uwe Oberg wird das Geschehen auf der Leinwand live vertonen. mehr
Textquelle und Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

filmstreifen gelb 04 250Am Samstag, den 27. April 2019, um 20:00 Uhr wird im Kino des Filmuseums Düsseldorf der deutsche Bergsteiger-Stummfilm Der Kampf ums Matterhorn gezeigt.

Nunzio Malasomma und Mario Bonnard drehten den seinerzeit überaus erfolgreichen Film im Jahr 1928 mit Luis Trenker in der Hauptrolle. Vertont wird das Werk vom "Duo SeidenStrasse", bestehend aus Chanyuan Zhao (Harfe und weitere Saiteninstrumente) und Benjamin Leuschner (Schlagwerk). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Das Kino im Filmmuseum Potsdam zeigt am Samstag, den 13. April 2019, das Stummfilmdrama Mutter Krausens Fahrt ins Glück.

Regisseur Piel Jutzi drehte den Film nach einer Idee des Malers und Fotografen Heinrich Zille. Die titelgebende Hauptrolle spielte Alexandra Schmitt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde das Werk, ein Vertreter des "proletarischen Films", umgehend verboten. Peer Kleinschmidt vertont live an der Welte-Kinoorgel. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen gelb 03 250Seit Herbst 2014 agiert Prof. Dr. Ursula von Keitz als Direktorin des Filmmuseums Potsdam und als Professorin für Filmforschung und Filmbildung im Museum.

Erst mit ihrem Amtsantritt konnte die Integration des Filmmuseums in die Filmuniversität Babelsberg auch praktisch vollzogen werden. Lehre, Forschung und die Museumsleitung in Personalunion sind eine große Herausforderung, die dank der Expertise von Ursula von Keitz, dank der vorhandenen Strukturen an der Filmuniversität und dank eines erfahrenen Museumsteams bewältigt werden konnten.

filmstreifen 02 250Auch bei der aktuellen Ausgabe des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund/Köln werden wieder Stummfilme gezeigt. 

So ist am Samstag, den 13. April 2019, um 12.00 Uhr im Dortmunder "Kino im U" Ernst Lubitschs Die Puppe zu sehen. In der grotesken Filmkomodie aus dem Jahr 1919 spielen Ossi Oswalda, Herman Thimig und Gerhard Ritterband. Die Republik der Backfische steht dann am Sonntag, den 14. April 2019, um 13.30 Uhr an gleicher Stelle auf dem Programm. Regisseur Constantin J. David dreht die mit Geschlechterrollen spielende Stummfilmkomodie 1928 mit Käthe von Nagy in der Hauptrolle. Beide Filme werden von der Pianistin Eunice Martins live musikalisch vertont.

Die Filmtage finden vom 09. bis 14. April 2019 statt. Rund 100 aktuelle und historische Filme, Performances und Diskussionen sind angekündigt. Zu den unterschiedlichen Veranstaltungen werden zahlreiche Gäste aus der deutschen und internationalen Filmbranche erwartet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 06 250Im Jahr 1919, in den Wirren der Münchner Räterepublik, drehte Regisseur Robert Reinert den Stummfilm Nerven. Ein Werk, das auch noch hundert Jahre nach seiner Entstehung durch seine expressive Filmsprache besticht. 

Durch ausdruckstarke Bildkompositionen und schnelle Schnittfolgen versuchte der Regisseur, die Kriegsfolgen als nervöse Epidemie zu beschreiben. Vom Film waren zunächst nur fragmentarische Kopien erhalten, die in einem aufwendigen Prozess vom Filmmuseum München rekonstruiert wurden.

Im Rahmen seiner Stummfilmkonzertreihe "Flimmerkammer" widmet sich das Jewish Chamber Orchestra Munich nun "Nerven". Der Klangkörper hat den jungen Münchner Komponisten Richard Ruzicka beauftragt, eine neue Musik zu verfassen. Die Uraufführung wird am 09. April 2019 um 20:30 Uhr in den Münchner Kammerspielen stattfinden.

Filmkritiker Heinz Schmid-Dimsch schilderte bereits im Entstehungsjahr des Films, dass das Werk Robert Reinerts nicht mit Worten auszudrücken sei. Vielmehr sollte es empfunden werden. Die flackernden, aufflammenden, zum Teil verschwommenen Bilder ziehen an den Zuschauern vorbei und werden in der Neuinszenierung durch die Kompositionen Richard Ruzickas in bedrohlich-stürmischer Weise untermalt. Ruzicka experimentierte bereits am Gymnasium mit klassischer Musik und schrieb während seines Studiums die Filmmusik für vier Folgen der Fernsehkrimireihe „Tatort“, darunter auch der Münchner Jubiläumstatort 2016. Bereits als Student wurde er beim Zurich Film Festival für die beste internationale Filmmusik nominiert. 2018 erhielt der heute 24-jährige Komponist den renommierten Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik.

Das Stummfilmkonzert findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „1918 | 2018. Was ist Demokratie?" statt, die das Kulturreferat der Landeshauptstadt München anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der bayerischen Revolution und Räterepublik initiiert hat. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntAm Samstag, den 06. April 2019, um 19:30 Uhr vertont das Metropolis Orchester Berlin im Theater im Delphi den Stummfilm Die Büchse der Pandora.

Regisseur G.W. Papst drehte den großen Klassiker des Weimarer Kinos im Jahr 1929 mit Louise Brooks in der Hauptrolle. Das Drehbuch ist inspriert von den Frank Wedekind-Dramen "Die Büchse der Pandora" und "Erdgeist".

Unter der Leitung von Burkhard Goetze spielt das Orchester eine Komposition von Peer Raben. Der Film wird präsentiert von Fritzi Haberlandt, bekannt aus der Serie Babylon Berlin. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Der Film- und Theaterschauspieler Hans Marr starb am 30. März 1949 in Wien. Er wurde am 22. Juli 1878 als Johann Julius Richter in Breslau geboren.

Er spielte unter anderem an der Seite von Mia May in Fritz Langs Das wandernde Bild (D 1920), zusammen mit Conradt Veidt und Erna Morena in Wilhelm Tell (D 1923) und unter der Regie von Michael Kertesz in Die Sklavenkönigin (A 1924). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

mirzl hofer filmarchiv austria 250Das Filmarchiv Austria verzeichnete kürzlich eine bemerkenswerte Entdeckung aus der Pionierzeit des österreichischen Films in seiner Sammlung.

Bei dem Fund handelt es sich um ein über 110 Jahre altes Tonbild, auf dem die weltweit früheste Darbietung einer österreichischen Sängerin filmisch festgehalten wurde. Die Aufnahmen zeigen eine Interpretation des "Steinklopfer-Marsches" der steirischen Gesangskünstlerin Mirzl Hofer (geb. Maria Vidowitsch, 1877–1955) aus dem Jahr 1908.

filmklappe blau 250 orange ohne soundDer österreichische Kameramann Franz F. Planer wurde am 29. März 1894 in Karlsbad geboren.

Während der Stummfilmzeit war er unter anderem an Michael Curtiz´ österreichischem Monumantalfilm Sodom und Gomorrha (1922), F. W. Murnaus einziger Filmkomödie Die Finanzen des Großherzogs (D 1924), Hans Steinhoffs Das Frauenhaus von Rio (D 1927) und Henrik Galeens Alraune (D 1928, mit Brigitte Helm in der titelgebenden Hauptrolle) beteiligt. Planer wurde fünf Mal für den Oscar nominiert. Er starb am 10. Januar 1963 in Hollywood. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntIm Rahmen des Filmfestivals Cottbus wird am Donnerstag, den 11. April 2019, um 19:30 Uhr im Obenkino der Stummfilm Sprengbagger 1010 gezeigt.

Carl Ludwig Achaz-Duisberg drehte den avantgardistischen Film im Jahr 1929 mit Heinrich George in der Hauptrolle. Gezeigt wird das Werk mit der vom WDR im Jahr 2011 eingespielten Originalpartitut von Walter Gronostay. Es ist eine Maschinenmusik genannte Komposition für Kammerorchester, Sauerstoffflaschen, Werksirenen und Sprechchor. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Im Rahmen des 12. Lichter Filmfestes Frankfurt International von 27. bis 31. März 2019 wird im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums (DFF) ein Programm rund um das Thema "Natur" gezeigt.

So ist am Donnerstag, den 28. März 2019, um 22:30 Uhr Friedrich Wilhelm Murnaus visuell herausragendes Drama Sunrise – A Song Of Two Humans (USA 1927) mit George O‘Brien, Janet Gaynor und Margaret Livingston zu sehen. Live musikalisch vertont wird das mit drei Oscars ausgezeichnete Werk von Benedikt Kuhn (Balduin). mehr 

Zudem wird es beim Festival ein Programm aus der Geschichte und Gegenwart des Experimentalfilms geben. Das "Mal Seh'n"-Kino projiziert am Sonntag, den 31. März 2019, um 20:00 Uhr kurze (Stumm)Filme in ihren unterschiedlichen Originalformaten: Die Schaulust am analogen Material kann so ausgelebt werden. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Weimarer Republik

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Bonn 2019

Vom 15. bis 25. August 2019 finden die 35. Internationalen Stummfilmtage im Arkadenhof der Bonner Universität statt. mehr

Regensburg 2019

Vom 13. bis 22. August 2019 findet die 37. Regensburger Stummfilmwoche statt. mehr