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cover die liebe der jeanne ney bluray 250Universum Film veröffentlicht am 20. Juli 2018 G. W. Pabsts Die Liebe der Jeanne Ney aus dem Jahr 1927.

Der Stummfilm aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung erscheint in digital überarbeiteter Fassung auf DVD und BluRay. Begleitet wird das Werk mit einer neu komponierten Musik von Bernd Thewes, die vom WDR Funkhausorchester Köln eingespielt wurde. mehr

In dem optisch beeindruckenden Melodram vor dem Hintergrund des russischen Bürgerkriegs sind Fritz Rasp, Edith Jehanne, Brigitte Helm und Uno Henning zu sehen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg. mehr
Bild: Universum Film

filmstreifen 09 250Der deutsche Filmregisseur Robert Wiene starb vor achtzig Jahren, am 17. Juli 1938, in Paris. Er wurde am 27. April 1873 in Breslau geboren.

Mit dem expressionistischen Stummfilm Das Cabinet des Dr. Caligari, der am 27. Februar 1920 im Berliner „Marmorhaus“ uraufgeführt wurde, schuf er zusammen mit dem Produzenten Erich Pommer und den Ausstattern Walter Reimann, Hermann Warm und Walter Röhrig einen Meilenstein der Filmgeschichte.

Mit Genuine (D 1920), Raskolnikow (D 1923) und Orlac´s Hände (A 1924) konnte Wiene weitere bemerkenswerte, ebenfalls vom Expressionismus beeinflusste Filme vorlegen. Er emigierte 1934 aus Nazideutschland, konnte bis zu seinem Tod im Jahre 1938 aber nicht mehr an seine früheren Erfolge anschließen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen gelb 02 250Traditionell wird auch im vierunddreißigsten Jahr der Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino das abendliche Festivalprogramm vom 16. bis 26. August durch Vorträge und Filmvorführungen im LVR-LandesMuseum Bonn ergänzt.

Die von Stefan Drößler, Leiter des Filmmuseums München und Mitbegründer der Stummfilmtage, kuratierte Filmauswahl versammelt in diesem Jahr insgesamt 15 deutsche Erstaufführungen frisch rekonstruierter Werke, welche die Restaurateure aus den jeweiligen Filmarchiven zumeist persönlich in Bonn vorstellen. Dabei werden einige besonders spannende Rekonstruktionsprojekte im Rahmenprogramm näher beleuchtet.

So skizziert Stefan Drößler am Sonntag, den 19. August  2018, um 15 Uhr die Bestrebungen verschiedener Filmschaffender in Berlin und Hollywood während der 1920er Jahre, den Faust-Stoff zu verfilmen, in einem Vortrag mit Filmbeispielen. Er berichtet von der bewegten Vorgeschichte des Faust-Films, den F. W. Murnau letztlich für die Ufa drehte und der am selben Abend im Arkadenhof – erstmals mit den ursprünglichen Zwischentiteln von Gerhart Hauptmann – zu sehen ist. Zudem zeigt Drößler wenig bekannte Probeaufnahmen von Ernst Lubitsch aus Hollywood und erzählt von der prominenten Besetzung, die für diese Fassung im Gespräch war.

Um 17 Uhr präsentiert Valentine Robert, Filmhistorikerin an der Universität Lausanne, die deutsche Erstaufführung ihres Kurzfilmprogramms mit dem Titel "Lebende Bilder", das sich mit der Beziehung zwischen Stummfilm und bildender Kunst befasst: Seit seinen Anfängen greift das Kino bei der Darstellung historischer Ereignisse oder bei Literaturverfilmungen auf berühmte Gemälde oder Skulpturen zurück – unter anderem, um das Filmen nackter Personen als Kunst zu rechtfertigen. Das Programm stellt Filme der Jahre 1897 bis 1913 den korrespondieren Kunstwerken gegenüber und wird von Stephen Horne am Flügel und erstmals auch von Elizabeth-Jane Baldry auf der Harfe live begleitet.

Der letzte Festivaltag (Sonntag, der 26. August) steht um 15:00 Uhr zunächst ganz im Zeichen von Hugo Bettauers umstrittenem hochpolitischem „Roman von übermorgen“ "Die Stadt ohne Juden" und seiner Verfilmung durch Hans Karl Breslauer aus dem Jahr 1924. Nikolaus Wostry, Leiter des Filmarchivs Austria in Wien, spricht über Leben und Werk Bettauers und die jüngst mithilfe einer internationalen Crowd Funding-Kampgane realisierte Rekonstruktion des Films, der zum Festivalabschluss am Abend, ebenfalls als deutsche Erstaufführung, im Arkadenhof gezeigt wird.

Anschließend um 17 Uhr ist der opulente indische Stummfilm Das Grabmal einer großen Liebe des Münchner Filmemachers Franz Osten zu erleben. Der 1928 an Originalschauplätzen mit indischen Darstellern entstandene Film erzählt in eindrucksvollen Bildern die Legende des Taj Mahal. Jüngst wurde er vom British Film Institute aufwändig digital restauriert und wird in Bonn, als eine weitere Deutschlandpremiere, mit dem neuen von Anoushka Shankar komponierten Soundtrack präsentiert.

Für die Veranstaltungen des Rahmenprogramms, mit denen der Förderverein Filmkultur dem interessierten Publikum so die Möglichkeit bietet, exklusive und plastische Einblicke in die Arbeit der Filmarchive und Kinematheken in der ganzen Welt zu gewinnen, sind Karten zum Preis von 7 €, ermäßigt 5 € erhältlich. Diese können beim Förderverein Filmkultur Bonn e.V. unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis spätestens zwei Tage vorm jeweiligen Veranstaltungstermin verbindlich reserviert werden.

Das gesamte Programm der 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino findet man auf www.internationale-stummfilmtage.de.

Die 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dem AStA Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn, und unterstützt von der Bundesstadt Bonn, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien (BKM).

Textquelle: Veranstalter; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250In der Saison 2017/2018 widmet sich das Orchester Jakobsplatz München unter der Leitung von Dirigent Daniel Grossmann der Stummfilmmusik.

Das Herzstück ist dabei die Reihe „Flimmerkammer“, in der in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen Stummfilme mit Live-Musik präsentiert werden. Ihren Saisonabschluss erlebt die Reihe am Freitag, den 20. Juli 2018, mit einem Flimmerkammer Spezial zu Faust – eine deutsche Volkssage aus dem Jahr 1926.

Das Orchester Jakobsplatz München unternimmt unter dem Titel „Faust – ein Dokumentarkonzert“ einen musikalischen Rekonstruktionsversuch, da die Originalpartitur zu F. W. Murnaus Stummfilmklassiker bis auf wenige Motive verschollen ist. Ebenso ist das Wissen um den Komponisten der Filmmusik, Werner Richard Heymann, den einstmals erfolgreichen und später aus Nazis-Deutschland emigrierten Filmkomponisten, nur noch wenig präsent. Mehr zur Veranstaltung und dem Ticketverkauf unter www.o-j-m.de
Quelle: Veranstalter; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

cover hunger in waldenburg absolut medien 250Seit 06. Juli 2018 ist in der Edtion ARTE die DVD-Veröffentlichung "Um´s tägliche Broot/Hunger in Waldenburg" und "Morgenröte. Das Drama des Stollens `306´" erhältlich.

Phil Jutzi drehte "Um´s tägliche Broot/Hunger in Waldenburg" im Jahr 1929. Zur gleichen Zeit entstand auch Wolfgang Neffs "Morgenröte. Das Drama des Stollens `306´".

Für die Stummfilme wurden neue Musikeinspielungen von Cordula Heth und Susanne Schaak (Komposition und Interpretation) aufgenommen. Zudem liegen sie mit englischen und polnischen Untertiteln vor. Die Texte im Booklet (im PDF-Rom-Teil) sind in Deutsch und Polnisch, ergänzend erhellen Zensur- und Produktionsunterlagen den Umgang mit "Um´s tägliche Broot/Hunger in Waldenburg" in der Weimarer Republik und in der DDR. mehr

murnau stern berlin 250Am 29. und 31. Juli 2018 wird im Rahmen des Open Air Kino Mitte in Berlin Friedrich Wilhem Murnaus Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens aus dem Jahr 1922 gezeigt.

In den Hauptrollen sind Max Schreck, Gustav von Wangenheim und Greta Schröder zu sehen. Der stilistisch einflussreiche Film ist eines der großen Meisterwerke des Weimarer Kinos.

Beim Open Air Kino Mitte wird "Nosferatu" von Hans Brandner live begleitet. Der Musiker greift dabei auf die originale Filmmusik von Hans Erdmann zurück. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Friedrich Wilhelm Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Am Sonntag, den 29. Juli 2018, wird im Tonfilm-Theater in Münsingen die amerikanische Komödie Lichter der Großstadt gezeigt.

Charlie Chaplin drehte "City Lights", in dem er einmal mehr in seiner legendären Rolle als Tramp zu sehen ist, von 1928 bis 1931, der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm.

Live musikalisch begleitet wird das Werk von Roger Makowski. Neben dem Film ist auch die außergewöhnliche Location einen Besuch wert: Das "Truppen Tonfilm Theater" wurde 1936 in einer Kaserne in Münsingen eröffnet und in den 1960er-Jahre geschlossen. Hans-Joachim Kraft hat als neuer Betreiber das Kino im Jahr 2017 zu neuem Leben erweckt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Der deutsche Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent Carl Boese starb vor 60 Jahren, am 06. Juli 1958, in Berlin.

In der Stummfilmzeit führte unter anderem Regie bei Die Tänzerin Barberina (1920) und Co-Regie bei Der Golem, wie er in die Welt kam (1920). Mit Die elf Teufel (1927) produzierte er einen der ersten Fußballfilme der Kinogeschichte. Während der Zeit des Nationalsozialismus dreht er wie am Fließband Unterhaltungsware wie etwa Hallo Janine (1939) mit Marika Rökk. Er wurde am 26. August 1887 in Berlin geboren. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Der dänische Regisseur und Filmautor Lauritz "Lau" Lauritzen senior starb vor achtzig Jahren, am 02. Juli 1938, in Kopenhagen. Er wurde am 13. März 1878 in Silkeborg, ebenfalls Dänemark, geboren.

Lauritzen war ab 1910 als Kinoregisseur tätig. Zu seinen Arbeiten gehören unter anderem die ersten Filme der Serie Pat und Patachon: Von 1921 bis 1932 drehte er alle Werke des vor allem in Europa sehr beliebten Komikerduos. 1936 beendete Lauritzen seine Filmkarriere. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen gelb 04 250Der sowjetische Filmregisseur und Filmtheoretiker Wsewolod Illarionowitsch Pudowkin starb vor 65 Jahren, am 30. Juni 1953, in Moskau. Er wurde am 28. Februar 1893 in Pensa (Russland) geboren.

Pudowkin war einer der profiliertesten und einflussreichsten Regisseure des frühen russischen Kinos. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Die Mutter (UdSSR 1926), Das Ende von Sankt Petersburg (UdSSR 1927) und Sturm über Asien (UdSSR 1928). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

der heilige berg murnau stiftung 250Am Sonntag, den 27. Mai 2018, um 15.30 Uhr und am Mittwoch, den 30. Mai 2018, um 20.15 Uhr wird im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden der Stummfilm Der heilige Berg gezeigt.

Regisseur Arnold Fanck drehte den dramatischen Bergfilm um die Freundschaft zweier Bergsteiger, die sich in die junge Tänzerin Diotima verlieben, 1925/26. Fanck gilt als Pionier des Berg-, Natur- und Sportfilms, der sich häufig für die Regie, die Kameraarbeit, das Drehbuch und den Schnitt seiner Filme verantwortlich zeigte. In einigen seiner Filme wirkte sein Neffe, der spätere Architekt Ernst Petersen, mit. So auch in diesem Stummfilm, für den Fanck erstmals professionelle Schauspieler einsetzte und Leni Riefenstahl für ihre erste Filmrolle engagierte.

Die Dreharbeiten zu "Der heilige Berg" dauerten etwa eineinhalb Jahre und die Außenaufnahmen fanden im Oktober 1925 in den Schweizer Alpen (im Berner Oberland, am Aletschgletscher und in der Lenzerheide) statt. Der Film beeindruckt noch bis heute vor allem durch seine Aufnahmen an Originalschauplätzen. Die Vorführungen mit eingespielter Musik von Aljoscha Zimmermann finden in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung – Bildungswerke Wiesbaden-Untertaunus und Rheingau statt. mehr
Textquelle und Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

murnau stern berlin 250Am 27. Juni 2018 ist in der Philharmonie im Gasteig München Faust – ein deutsche Volkssage mit live Orchesterbegleitung zu sehen.

Der Stummfilmklassiker von Friedrich Wilhelm Murnau wurde am 14. Oktober 1926 uraufgeführt. Das optisch opulente Filmepos ist Murnaus letzte Produktion in Deutschland. An der Kamera war Carl Hoffmann, die Ausstattung stammte Robert Herlth und Walter Röhrig. In den Hauptrollen sind Gösta Ekman, Emil Jannings und Camilla Horn, in Nebenrollen unter anderem Wilhelm Dieterle und Hans Brausewetter zu sehen.

Die Aufführung am 27. Juni findet im Rahmen des „Faust Festival 2018“ und dem „Münchner Filmfest“ statt. mehr und mehr

Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer (das Bild zeigt den Stern für F. W. Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin)

geige sepia 250Das Film Musik Festival Ingelheim, das vom 30. Mai bis 03. Juni 2018 stattfindet, hat auch für Stummfilmfreund/innen einiges zu bieten.

So spielen die Rhein-Main Philharmoniker am Samstag, den 03. Juni 2018, um 20 Uhr live zu Goldrausch (USA 1925) von und mit Charlie Chaplin. Unter der Leitung des Dirigenten Hans Härle wird das mehr als 40-köpfige Orchester, das regelmäßig in der Alten Oper Frankfurt aufspielt, den Film vertonen. Die Musik zu "Goldrush" gehört zu den melancholischsten und düstersten Kompositionen von Charlie Chaplin. Auffällig ist, wie fein Chaplin seine Melodien ausgearbeitet hat und wie sehr er sich dabei von starren Strukturen löst. Chaplin komponierte Musik, die nicht nur die äußeren Begebenheiten der jeweiligen Szenen illustriert (Sturm, Kampf oder Tanz), sondern auch die leibseelischen Vorgänge der Protagonisten – wie Hunger, Eifersucht oder Stolz – erfahrbar macht. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Zitate, die von Rimsky-Korsakow über Tschaikowski bis hin zu populären Liedern wie „For He’s A Jolly Good Fellow“ reichen.

Bereits am 01. Juni 2018 wird Ralph Turnheim, der wohl einzige professionelle Stummfilmerzähler im deutschensprachigen Raum, Fred Niblos The Mark of Zorro (USA 1920) mit Mikrofon und Stimme zum Leben erwecken. Im zur Seite steht der Stummfilmpianist Gerhard Gruber.

Fritz Langs Monumental Science-Fiction-Film Metropolis ist am 02. Juni 2018 auf der Leinwand zu sehen. Um den Film wurde das Metropolis-Projekt konstruiert. Das künstlerisch anspruchsvolle Musik- und Filmprojekt vertont den Klassiker live mit Saxophon (Bastian Fiebig), Piano (Ernst Seitz) und Stimme (Silvia Sauer). Das Ensemble hat sich auf das Hörbarmachen von Emotionen und Inhalten spezialisiert und setzt dies in stilistischer Vielfalt um. Die Musik entsteht in einem Prozess kollektiver Komposition. Dabei entwickelt sich eine nicht alltägliche Klangcollage, die Einflüsse aus Jazz, europäischer Klassik und Moderne, Improvisation, Weltmusik bis hin zur Popmusik vereint.

Das ganze Programm des Film Musik Festival Ingelheim findet man hier 

Textquelle: Ingelheimer Kultur und Marketing GmbH/Film Musik Festival Ingelheim; Foto: Stummfilm Magazin/Klaus Regel

filmstreifen 08 250Bei der zweiten Ausgabe der neuen Stummfilmreihe "Flimmerkonzerte" im Kino des Filmmuseum Postdam begleiten am 19. Mai 2018 die Musikkünstler Ceeys zusammen mit der Gastmusikerin Kelly Wise (Seattle) den Stummfilm Menschen am Sonntag.

Der Film aus dem Jahr 1930 gehört zu den großen Filmklassikern der Weimarer Zeit. Robert Siodmak und Edgar Georg Ulmer führten gemeinsam die Regie, das Drehbuch schrieb Billie "Billy" Wilder. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 06 250Am Donnerstag, den 17. Mai 2018, werden erstmals im Filmmuseum Potsdam der Essayfilm Dreams Rewired – Mobilisierung der Träume und der Stummfilmklassiker Panzerkreuzer Potemkin in der lange als verschollen geglaubten Nadeltonfassung gezeigt.

Um 19:00 Uhr steht der mehrfach ausgezeichnete "Dreams Rewired" (AT/D/GB 2015) auf dem Programm. Er verbindet Vergangenheit und Gegenwart, indem er den Wurzeln der heutigen vernetzten Welt in der Entwicklung von modernen Kommunikationsmedien (vom Telefon über das Kino zum Fernsehen) nachspürt. Der analytische Kommentar wird von prachtvollen Bildern aus fast 200 Filmen begleitet, die die Autor*innen in jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit recherchiert haben. Das Ergebnis ist ein dichter und poetischer, aber auch zeitgemäßer und politischer Besinnungsfilm über die Menschheit und über die Medien. Die Aufführung findet in Anwesenheit von Ko-Regisseur Martin Reinhart statt.

Um 21:00 Uhr ist dann "Panzerkreuzer Potemkin" (UdSSR 1925/ D 1930) zu sehen. Im Jahr 1930 war der Aufstieg des tönenden und sprechenden Films voll im Gange. Aus diesem Anlass brachte die Verleihfirma Prometheus einen ihrer erfolgreichsten Stummfilme, Sergej Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin", erneut als "Talkie" in die deutschen Kinos. Komponist Edmund Meisel ließ seine Filmmusik, die bereits 1926 für die deutsche Premiere geschrieben wurde, aufnehmen und dabei mit Geräuschen, Gesang und Dialog kombinieren. Im Kino wurde dann der Ton mittels Schallplatten im sogenannten "Nadeltonverfahren" wiedergegeben. 70 Jahre später entdeckte Martin Reinhart ("Dreams Rewired") die lange Zeit als verschollen gegoltenen Tonplatten im Technischen Museum Wien. Die Entdeckung lieferte den Anstoß für eine digitale Rekonstruktion durch die Universität der Künste Berlin in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Filmmuseum und dem Technischen Museum Wien mit Österreichischer Mediathek. Bild und Ton sind nun vereint und bieten ein einzig- und eigenartiges Seh- und Hörerlebnis der deutschen Nadeltonfassung des bekannten Revolutionsfilmes. Eine Einführung hält Martin Reinhart.

Die Aufführungen finden in Kooperation mit dem Masterstudiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) statt. mehr
Textquelle: Filmmuseum Potsdam/Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Bonn 2018

 Abwege Copyright Foerderverein Filmkultur Bonn ev 250

Vom 16. bis 26. August 2018 finden die 34. Internationalen Stummfilmtage im Arkadenhof der Bonner Universität statt. mehr

UFA Filmnächte 2018

Vom 22. bis 24. August 2018 finden zum achten Mal die UFA Filmnächte in Berlin statt. mehr

Tonbilder online

"Singende, sprechende und musizierende Films": filmportal.de macht digitalisierte Tonbilder aus der Frühzeit des Kinos online zugänglich. mehr

Regensburg 2018

Vom 14. bis 19. August 2018 findet die 36. Regensburger Stummfilmwoche statt. mehr