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die stadt ohne juden dvd absolut medien 250Es war einer der bemerkenswertesten Filmfunde der letzten Jahre: Als das Filmarchiv Austria 2016 die Wiederentdeckung verschollen geglaubter Szenen des österreichischen Stummfilms Die Stadt ohne Juden (1924) vermelden konnte, löste dies eine weltweite mediale Resonanz aus.

Mit einer vielbeachteten Crowdfunding-Initiative konnte die Restaurierung des vom Verfall bedrohten Materials finanziert werden, eine umfangreiche Bearbeitung lässt den Klassiker nun in neuem Glanz erstrahlen.

"Die Stadt ohne Juden" betitelte Hugo Bettauer 1922 seinen Roman, der die damals noch utopische Vorstellung einer Vertreibung der Juden aus Wien beschrieb.

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit "Helena. Der Untergang Trojas" (D 1924) auf der Videoplattform vimeo online gestellt.

Der zweiteilige Monumentalfim mit Edy Darclea, Wladimir Gaidarow, Hanna Ralph, Carlo Aldini, Albert Bassermann, Carl de Vogt, Albert Steinrück und Adele Sandrock wurde von Manfred Noa nach einem Drehbuch von Hans Kyser gedreht. Die literarische Vorlage geht auf Homers "Ilias" zurück.

Der Film ist als DVD-Veröffentlichung in der Edition Filmmuseum mit einem ausführlichen Booklet erhältlich. Zum Stream geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 2Der Bühnenbildner, Szenenbildner und Regisseur Paul Leni wurde am 08. Juli 1885 in Stuttgart geboren Er schuf mit einigen seiner Werke Meilensteine des expressionistischen Films.

Leni arbeitete in Deutschland als Szenenbildner für Ernst Lubitsch und führte unter anderem bei dem prominent besetzten Episodenfilm Das Wachsfigurenkabinett (1923), der aller Wahrscheinlickeit nach Douglas Fairbanks sen. zu seinem expressionistisch angehauchten Der Dieb von Bagdad aus dem Jahr 1924 inspirierte, Regie.

Nach Hollywood übergesiedelt verbuchte er mit den kommerziell und künstlerisch erfolgreichen Filmen Spuk im Schloß (The Cat and the Canary, 1927), Der Chinesenpapagei (The Chinese Parrot, 1927) und The Man Who Laughs (1928) große Erfolge. Paul Leni starb am 02. September 1929 in Hollywood. mehr
Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Am Donnerstag, den 09. Juli 2020, wird um 18:00 Uhr im Zürcher Filmpodium ein Kurzfilmprogramm der Regisseurin Alice Guy-Blaché gezeigt. 

Guy-Blaché, geboren am 01. Juli 1873 in Saint-Mandé (Frankreich) und gestorben am 24. März 1968 in Mahwah (US-Bundesstaat New Jersey), ist die erste Regisseurin der Kinogeschichte. 1896 drehte sie ihren ersten Film, den märchenhaften La Fée aux Choux, einen der frühesten Kinostreifen mit inszenierter Handlung. In den darauffolgenden 25 Jahren war sie für ca. 700 Filme als Regisseurin und/oder Produzentin verantwortlich.

André Desponds vertont die Kurzfilme, die von 1902 bis 1913 enstanden sind, am Piano. Das Programm dauert ca. 70 Minuten. Ticketinformationen und mehr gibt es hier.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

richard siedhoff 2 250Am 05. Juli 2020 wird im Lichthaus Kino Weimar der Lubitsch-Film Anna Boleyn (D 1920) mit einer live Musikbegleitung des Stummfilmmusikers Richard Siedhoff gezeigt.

Die Aufführung ist ein Vorbote für die im September 2020 anstehende Weimarer Stummfilmretrospektive "Überreizung der Phantasie". Stummfilm Magazin sprach mit dem Komponisten.

"Anna Boleyn" wurde vor hundert Jahren in Weimar uraufgeführt. Wie kam es dazu?

Die Gründe lassen sich schwer nachvollziehen. Tatsächlich waren Uraufführungen nicht nur den großen Städten vorbehalten. Aber bei einem Berliner Regisseur wie Ernst Lubitsch ist die Wahl Weimar schon ungewöhnlich – aber es belegen mehrer Quellen diesen Umstand. Sehr wahrscheinlich ist es, dass Weimar als kurzzeitiges politisches Zentrum für diesen – nicht ganz unpolitischen – Film einen willkommenen Start bot.

Zudem ist der Weimarer Hofphotograph Louis Held, der auch die Reform-Lichtspiele (Uraufführungsort von "Anna Boleyn", Anm. der Red.) leitete, für seinen Kino-Enthusiasmus bekannt gewesen. Er war stets darum bemüht, die großen, wichtigen Filme zu bekommen und machte selbst Wochenschau-Aufnahmen. 1926 wurde in dessem relativ kleinen Kino sogar Edmund Meisels Originalmusik zu "Panzerkreuzer Potemkin" (UdSSR 1925) "mit einem bedeutend verstärktem Orchester" aufgeführt. Ob Lubitsch zur "Anna Boleyn" aber persönlich anwesend war, dafür ließ sich noch kein Beleg finden – ist aber nicht unbedingt unwahrscheinich.

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit "Vom Reiche der sechs Punkte" (D 1927) auf der Videoplattform vimeo online gestellt.

Der mit Spielszenen angereicherte Dokumentar- und Lehrfilm wurde am 13. Dezember 1927 in Düren uraufgeführt, wo auch Aufnahmen für den Film gemacht wurden. Als Begleitung zur Restaurierung des Filmmuseums München ist eine Musik von Joachim Bärenz aus dem Jahr 2008 zu hören.

Der Film ist als DVD-Veröffentlichung in der Edition Filmmuseum mit einem ausführlichen Booklet und einer Audiodeskription für Blinde erhältlich. Zum Stream geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

murnau stern berlin 250Wie der Veranstalter jetzt mitteilt, wird das für Oktober und November 2020 geplante Film+MusikFest der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft ausfallen.

Als Grund wird der spezifische Live-Charakter der Veranstaltung angegeben, der unter den aktuellen Corona-Bedingungen nicht hergestellt werden könnte: Unverzichtbar und digital nicht einzuholen wären das Gemeinschaftserlebnis mit den Musiker*innen und dem Publikum. Das für 2020 geplante Programm wird im kommenden Jahr durchgeführt. mehr
Quelle: Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer (Das Foto zeigt den Stern für den Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin)

filmstreifen 06 250Der deutsche Filmpionier und Kameramann Guido Seeber starb am 2. Juli 1940 in Berlin. Er wurde am 22. Juni 1879 in Chemnitz geboren.

Neben seinem Interesse an der technischen Weiterentwicklung des Mediums Film, war er als tricktechnisch versierter Kameramann an bedeutenden Stummfilmen beteiligt, wie etwa an "Der Student von Prag" (D 1913), "Die freudlose Gasse" (D 1925) und "Geheimnisse einer Seele" (D 1926). mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Der US-amerikanische Filmkomiker Ben Turpin starb am 01. Juli 1940 im Alter von 70 Jahren  in Santa Monica an einem Herzleiden.

Der am 19. September 1869 in New Orleans geborene Turpin war überwiegend in Stummfilmen zu sehen. In seinen mehr als 200 Filmen fiel er vor allem durch sein schielendes rechtes Auge und den großen Oberlippenbart auf. Er drehte mit Charles Chaplin, Ernst Lubitsch, Stan Laurel & Oliver Hardy, Buster Keaton und anderen. mehr
Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

murnau filmtheater 250Am Donnerstag, den 02. Juli 2020, nimmt das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden seinen Spielbetrieb wieder auf.

Das Publikum darf sich auf ein ausgewähltes Programm mit je einer Vorstellung von Mittwoch bis Freitag und je zwei Vorstellungen am Wochenende freuen. Es zeigt eine vielfältige und anspruchsvolle Filmauswahl, darunter auch Stummfilme aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. So sind am 05. Juli 2020 die zwei Lubitsch-Komödien "Als ich tot war" (D 1915) und "Die Austerprinzessin" (D 1919) zu sehen. mehr

filmstreifen 06 250Charlie Chaplins "Goldrausch" wurde am 26. Juni 1925 in Los Angeles uraufgeführt.

Mit "Goldrausch" schuf Chaplin ein Meisterwerk der Stummfilmära, gespickt mit komischen und sentimentalen Momenten. Unvergesslich sind etwa der sogenannte Brötchentanz, den Chaplin - in seiner Paraderolle als Tramp - seinem Publikum vorführt und auch die Szene, in der der hungernde Tramp seinen Schuh isst.

Im Jahr 1942 brachte Chaplin den Film in einer Tonfassung erneut in die Kinos. Vom American Film Institute wurde "Goldrausch" in die Liste der 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten aufgenommen. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit Der Student von Prag (D 1926) auf der Videoplattform vimeo online gestellt. Es handelt sich um die Neuverfilmung der Fassung von 1913, die als eine der ersten Autorenfilme der Kinogeschichte gilt.

Auf der Leinwand sind Conrad Veidt, Werner Krauß, Elizza La Porta, Agnes Esterhazy und Fritz Alberti zu sehen. Regie führte Henrik Galeen. Am Drehbuch war auch Hanns Heinz Ewers beteiligt, auf dessen literarischer Vorlage die Geschichte beruht. 

Als Begleitung zur Restaurierung des Filmmuseums München ist eine Musik von Stephen Horne zu hören. Zum Film geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" sind hier zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Die Berliner Zeitung berichtet über die Blu-ray/DVD-Neuerscheinung der vielbeachteten Restaurierung von "Die Stadt ohne Juden" (Österreich 1924). mehr

♦ Über das musikalische Schaffen des Filmkomikers Charlie Chaplin schreibt die Neue Zürcher Zeitung. mehr

♦ Die Internetseite Onetz fragt "Schwarz-Weiß-Kino: Wie rassistisch ist Hollywood?" und erwähnt dabei auch den umstrittenen Stummfilm "The Birth Of A Nation" (USA 1916) von D.W. Griffith. mehr

♦ Die Ufa-Filmnächte werden in 2020 online übertragen, berichtet filmecho filmwoche. Zu sehen sein werden drei deutsche Klassiker des Stummfilms.

♦ Über die Schließung des tradtitionsreichen Berliner Kinos "Colosseum" schreibt die Webseite "tratsch-klatsch". mehr

♦ Die Leipziger Volkszeitung stellt Tobias Rank vor, der mit seinem Wanderkino unterwegs ist. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

"Das Metropolis Orchester Berlin lädt am Sonntag, den 21. Juni 2020, per Livestream zu einer musikalischen Reise durch die Kinogeschichte Berlins von den Stummfilmzeiten bis zu den ersten Tonfilmen ein.

Das Konzert "Berlin – Filmstadt der 20er-Jahre" wird aus dem ehemaligen Stummfilmkino Delphi in Berlin übertragen und ist auf den Internetkanälen www.facebook.com/MetropolisOrchesterBerlin und www.youtube.com/theaterimdelphi zu sehen. Start ist um 20:00 Uhr.
Foto: Metropolis Ochester Berlin

filmklappe blau 250 neuDer amerikanischer Schauspieler und Regisseur Charley Chase starb am 20. Juni 1940 im Alter von 46 Jahren in Hollywood.

Der haupstsächlich als Filmkomiker bekannte Chase drehte unter anderem mit dem Regisseur Mack Sennett, der als Vater der Slapstick-Komödie gilt. Chase war unter anderem zusammen mit Charlie Chaplin und dem Komikerduo Stan Laurel & Oliver Hardy auf der Leinwand zu sehen. Er inszenierte mehreren Folgen von "Die kleinen Strolche". Charley Chase führte bei ca. 150 Filmen Regie und war in ca. 275 Filmen als Darsteller zu sehen. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Zürich

Das 11. "IOIC-Stummfilm-Festival" findet vom 20. bis 23. August 2020 unter dem Motto "Black Films Matter" statt. mehr

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Im Februar 1920 fand in Berlin die Premiere des expressionistischen Meisterwerks "Das Cabinet des Dr. Caligari" statt. Das Werk gilt als eines der bedeutensten der Kinogeschichte und als ein Schlüsselwerk des deutschen FIlms. mehr und Caligari-Quiz

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In 2020 wird der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven gewürdigt. Bereits während der Stummfilmzeit beschäftigten sich Filmemacher mit dem Ausnahmemusiker. mehr