tv geraet 250In der Nacht von 12. auf 13. Dezember 2021 ist um 00:40 Uhr auf ARTE "Blind Husbands" (USA 1919) zu sehen. Von 12. Dezember 2021 bis 11. Januar 2022 ist der Film auch in der ARTE-Mediathek abrufbar.

In seinem Debütfilm liefert Erich von Stroheim gleich alles, was ihn später als "man you love to hate" legendär machte: eine spannende Geschichte um einen Hochstapler (gespielt vom Regisseur selbst), der die Treue einer frustrierten Ehefrau auf die Probe stellt und dabei auch andere Frauen unglücklich macht.

Jagd nach der Million Die dff filmmuseum potsdam 250Das Filmmuseum Potsdam zeigt fortan eine Auswahl von Höhepunkten des jährlich stattfindenden Bonner Stummfilmfestivals.

Das besucherstärkste Festival seiner Art in Europa ging im August 2021 bereits in die 37. Runde – mit neu restaurierten Klassikern, Wiederentdeckungen und exotischen Raritäten, präsentiert in der beeindruckenden Szenerie des Arkadenhofs der Uni Bonn, stets mit Live-Musikbegleitung von renommierten Musiker*innen aus dem In- und Ausland.

Im Rahmen der Potsdamer Reihe ist am Donnerstag, den 09. Dezember 2021, um 19.30 Uhr "Die Jagd nach der Million" von Max Obal zu sehen. Ein namenloser Held jagt einem Gauner hinterher, der sich als Adliger ausgibt, um eine millionenschwere Erbschaft in die Hände zubekommen. Ein Sensationsfilm, der Drama und Action mit einer reichlichen Prise Humor mischt und neben atemberaubenden Landschaftsaufnahmen der dalmatinischen Küste zahlreiche spannende Stunt-Einlagen bietet, die dem Filmhelden Luciano Albertini Gelegenheit geben, in seiner letzten Hauptrolle zu glänzen.

Da der Stummfilm in der Übergangszeit zum Tonfilm entstand, wurde er mancherorts mit synchronisierter Musik und Geräuschen auf Schallplatten vertrieben. Bei der Aufführung des 2018/19 vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum restaurierten Films in Potsdam werden erstmalig die erhaltenen Teile dieser Tonspur in Kombination mit Livemusik präsentiert, gespielt von Stummfilmmusiker Richard Siedhoff. Eine Einführung hält Oliver Hanley.

Die Aufführung findet in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Filmkultur Bonn e.V. und dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum statt. Es wird eine rechtzeitige Ticketreservierung empfohlen. Es gelten Corona-Schutzmaßnahmen. Weitere Termine der Filmreihe sind am 19. Februar 2022 "Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki" (UdSSR 1924) und am 26. März 2022 "Mädchen im Frack" (Schweden 1926). mehr
Textquelle und Bild: Filmmuseum Potsdam, DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

filmspule bunt 250 1Der deutsche Regisseur Franz Osten starb am 02. Dezember 1956 in Bad Aibling.

Mit Der Ochsenkrieg (1920) drehte Osten den ersten Film der Müncher Lichtspielkunst AG (Emelka), der späteren Bavaria Film. Er gilt als einer der Pioniere der indischen Filmindustrie und drehte mit Die Leuchte Asien (1925), Das Grabmal einer großen Liebe (1928) und Schicksalswürfel (1929) Klassiker des indischen Kinos. Franz Osten wurde am 23. Dezember 1876 in München als Franz Ostermayr geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen bunt11 250Der Filmspielplatz ist eine neue Online-Plattform für Kinder, die die digitalen Vermittlungsangebote des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, und der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin, ergänzt.

Sie richtet sich an Kinder ab dem Vorschulalter und möchte die Heranwachsenden für Filmkultur begeistern. Zu sehen sind kurze Spiel-, Trick- und Avantgardfilme sowie eine ganze Menge Erklärfilme von Erwachsenen wie von Kindern, die allerlei Anregungen und Anleitungen geben, wie man selbst Filme drehen, Tricks und Effekte umsetzen oder sich eine Camera obscura bauen kann

filmstreifen bunt11 250Der deutsche Schauspieler Fritz Rasp starb am 30. November 1976 in Gräfelfing. Er wurde am 13. Mai 1891 in Bayreuth geboren.

In der Stummfilmzeit drehte er mit den bedeutendsten Regisseuren des frühen Kinos: Fritz Lang, Paul Wegener, Friedrich Wilhelm Pabst, Arthur Robison, Ernst Lubitsch etc. Er war in Stummfilmklassikern wie Metropolis (D 1927), Tagebuch einer Verlorenen (D 1929), Schatten (D 1923) und Frau im Mond (D 1929) zu sehen.

Seine letzte Rolle spielte er – beeindruckend wie immer – in "Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat" (D 1975) an der Seite von Lina Carstens. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

dff 250Der Katastrophenfilm und seine anhaltende Anziehungskraft stehen im Mittelpunkt der Ausstellung "Katastrophe. Was kommt nach dem Ende?" im DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum , die nun aufgrund des großen Interesses bis zum 22. Mai 2022 verlängert wird.

Die Sonderschau widmet sich der Beziehung zwischen filmischen und realen Katastrophen: Wie stellen und stellten sich Filmschaffende einerseits und Wissenschaftler*innen andererseits in unterschiedlichen Zeiten die ultimative Vernichtung vor? Welche Rettungsmöglichkeiten sehen sie? Wie wahrscheinlich sind die Filmhandlungen? Wie prägen die filmischen Inszenierungen unser aller Vorstellungen von einer Katastrophe? Untersucht werden diese Fragen mittels einzelner Objekte in der Ausstellung sowie der wissenschaftlichen Expertise, die der Kooperationspartner Senckenberg Naturmuseum beisteuert. mehr

Lesetipp: Stummfilm Magazin sprach im März 2021 mit Stefanie Plappert, Kuratorin der Ausstellung, über das Genre des Katastrophensfilms und dessen ungebrochene Faszination seit der Frühzeit des Kinos. Zum
Textquelle: DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.; Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250Die ungarische Schauspielerin und Tänzerin Lya de Putti starb am 27. November 1931 in New York (New York).

Sie war unter anderem in den Friedrich Wilhelm Murnau-Filmen "Der brennende Acker" (D 1922) und "Phantom" (D 1922), dem Kassenschlager "Varieté" (D 1925) von Ewald André Dupont und "Manon Lescaut" (D 1926) von Arthur Robison zu sehen. Sie wurde am 10. Januar 1897 in Vécse, damals in Ungarn und heute in der Slowakei gelegen, geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 01 250Begleitend zur Ausstellung "Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde" im Museum Barberini zeigt das Filmmuseum Potsdam eine Auswahl von sowjetischen Stummfilmen mit live Musikbegleitung.

Am Samstag, den 27. November 2021, um 19:30 Uhr ist in der Filmreihe "Erde" (UdSSR 1930) von Alexander Dowschenko zu sehen, ein Meilenstein des sowjetischen Revolutionskinos. Das Geschehen kreist um die Kollektivierung der Landwirtschaft. Gefilmt wurde in einem realen ukrainischen Dorf. Als dort endlich der lang ersehnte Traktor eintrifft, eskaliert der Konflikt zwischen Komsomol und Kulaken. Über die außergewöhnliche Bildsprache und Montage entwickelt "Erde" neben der ideologischen eine poetisch-mystische Dimension und erzählt von der Landschaft und ihren Menschen, vom Werden und Vergehen. Zum Film spielt das Trio Transformer: Hui Chun Lin (Violoncello), Klaus Roth (Schlagwerk, Stimme) und Sabine Zimmer (Klavier).

Bei Vorlage einer Eintrittskarte des Museums Barberini gewährt das Filmmuseum Potsdam ermäßigten Eintritt zu den Filmen der Reihe. Bei Vorlage eines Tickets der Filmvorführungen gewährt das Museum Barberini ermäßigten Eintritt in die Ausstellung "Impressionismus in Russland". Der Veranstalter empfiehlt eine rechtzeitige Ticketreservierung und bittet um die Beachtung der aktuelle Umgangsverordnung zu SARS-CoV-2 und deren Einhaltung. mehr
Textquelle. Filmmuseum Potsdam; Foto: Stummfilm Magazin

kracauer stern berlin 250Der Filmtheoretiker Siegfried Kracauer starb am 26. November 1966 in New York. Er wurde am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main geboren.

In seinen filmsoziologischen und -historischen Schriften "From Caligari to Hitler" (1947) und "Theory of Film" (1960) setzte er sich auch intensiv mit Stummfilmen auseinander. So versuchte er in "From Caligari to Hitler" anhand der Filmgeschichte die soziale Struktur der deutschen Gesellschaft von den Anfängen des Mediums im ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Machtergreifung der Nazis zu deuten. mehr

Der Filmkritiker Rüdiger Suchsland veröffentlichte im Mai 2015 den Dokumentarfilm "Von Caligari zu Hitler!". Der Film beschäftigt sich mit den Filmtheorien von Kracauer und geht vor allem der These nach, ob Filme der zwanziger und frühen dreißiger Jahre wie Dr. Mabuse, der Spieler (1922, Regie Fritz Lang) und Das Cabinet des Dr. Caligari (1920, Regie Robert Wiene) eine Vorahnung vom aufkeimenden Faschismus transportieren und als Warnung davor zu interpretieren sind.
Das Bild zeigt den Stern für Siegfried Kracauer auf dem Potsdamer Platz in Berlin; Foto: Stummfilm Magazin

roter vorhang 10 250Kinobetreiber*innen stehen weiterhin vor großen unternehmerischen Herausforderungen durch die Corona-Krise.

Um sie zu unterstützen, haben das Land Baden-Württemberg und die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH (MFG) in 2021 erneut die Mittel im Vergleich zu den Vorjahren aufgestockt und stellten so ein Gesamtbudget von 1 Million Euro für die alljährlichen Kinoprogrammpreise zur Verfügung.

Mit den Preisgeldern wurden insgesamt 65 besondere Spielstätten in Baden-Württemberg ausgezeichnet, darunter auch das Tonfilm-Theater Münsingen. Es wurde für sein Jahresprogramm 2022 ausgezeichnet, das seinen Gästen auch immer wieder Stummfilmklassiker mit Livemusik bot.

Staatssekretärin Petra Olschowski und MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen übergaben allen Preisträger*innen die Urkunden während einer feierlichen Gala-Veranstaltung in Ludwigsburg. Staatssekretärin Petra Olschowski betonte: „Leider bleibt die Lage wegen der Corona-Pandemie gerade für die kleinen Kinos sehr schwierig. Auch diese Kultursparte muss weiter gezielt unterstützt werden, denn die Kinos prägen in der Fläche maßgeblich die kulturelle Vielfalt unseres Landes mit – in den Städten wie in den ländlichen Räumen. Die Betreiberinnen und Betreiber verdienen unseren Respekt und unsere große Wertschätzung für ihre Leistung, denn sie halten nach wie vor ein hochwertiges Angebot unter schwierigen Bedingungen für uns alle bereit.“

Die MFG Baden-Württemberg vergab die Preise zum 23. Mal. Die Filmförderung zeichnet alljährlich mittelständische, gewerbliche Kinobetreibende aus. Damit soll die Kontinuität ambitionierter Kinoprogrammarbeit gesichert werden. Außerdem sollen die Preise dazu anspornen, mit einem Programm künstlerisch wertvoller Filme neue Publikumsgruppen anzusprechen. Neben der Förderung durch Investitionszuschüsse ergänzt die MFG mit diesen Prämien ihre Förderarbeit für gewerbliche Filmtheater in Baden-Württemberg. mehr
Textquelle: Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH (MFG), Foto: Stummfilm Magazin

remake festival logo 250Die dritte Ausgabe des Filmfestivals "Remake. Frankfurter Frauen Film Tage" findet vom 23. bis 28. November 2021 statt.

Es steht unter dem Schwerpunktthema ", …weil nur zählt, was Geld einbringt‘ – Frauen, Arbeit und Film" . Das Programm erkundet den Themenkomplex Arbeit im Film, denn obwohl Arbeitsumgebungen und -situationen zum "Standardrepertoire" von Filmen gehören, bleibt Arbeit selbst meist eigentümlich unsichtbar. Dies gilt insbesondere für die von Frauen geleistete Arbeit. In Arbeitswelten verdichten sich Geschlechter-, Migrations- und Klassenverhältnisse sowie Diskriminierungen. Das Programm wurde von Karola Gramann und Heide Schlüpmann kuratiert. Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und Filmen sind auf www.remake-festival.de zu finden.

Höhepunkt von "Remake" ist ein CineConcert, das am 25. November um 19.30 Uhr im Schauspiel Frankfurt zu erleben ist: Die Uraufführung einer Auftragskomposition von Maud Nelissen zu Lois Webers "Shoes" (USA 1916). Der Stummfilm über die Lebenswirklichkeit eines jungen "Ladenmädchens" in der modernen Großstadt zählt zu den bedeutendsten feministischen Filmen in der Geschichte des Kinos. mehr
Textquelle und Bild: Kinothek Asta Nielsen e.V.

filmstreifen 01 250Am 23. November 2011 wurde in den USA "Hugo Cabret" von Martin Scorsese uraufgeführt.

Der Film nach Brian Selznicks reich illustrierten Kinderroman Die Entdeckung des Hugo Cabret erzählt eine erfundene, allerdings um historisch gesicherte Fakten der frühen Filmgeschichte rankende Geschichte von der öffentlichen Wiederentdeckung des Kinopioniers Georges Méliès und seiner Werke im Frankreich der 1930er-Jahre. Die ca. 150 Millionen teure Produktion in beeindruckenden 3D-Bildern wurde bei der Oscarverleihung im Jahr 2012 mit fünf Trophäen ausgezeichnet. mehr und Making-of auf YouTube
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250Der deutsche Filmpionier und - industrielle Oskar Messter wurde am 22. November 1866 in Berlin geboren.

Messter stellte bereits 1896 Filmprojektoren her und betrieb im gleichen Jahr eine der ersten als Kino zu bezeichnenden Filmabspielstätten in Deutschland. Zudem produzierte er wenig später in einem eigenen Atelier Stummfilme. Ab 1903 vermarktete er sogenannte Tonbilder: Filmsequenzen, die zusammen mit einer eigens dafür aufgenommenen Schallplatte abgespielt wurden.

Messter förderte auch maßgeblich die Karriere der Schauspielerin Henny Porten, einem der großen Stars des deutschen Stummfilms (zum Beispiel Anna Boleyn von Ernst Lubitsch aus dem Jahr 1920).

Mit Beginn des ersten Weltkrieges veröffentlichte er dann die erste deutsche Wochenschau, die insbesondere das Kriegsgeschehen ausführlich abhandelte. Meester starb am 06. Dezember 1943 in Tegernsee. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

tv geraet 250In der Nacht von 22. auf 23. November 2021 ist um 00:15 Uhr auf ARTE "Mister Radio" (D 1924) von Nunzio Malasomma zu sehen. Vom 21. November 2021 bis 21. Dezember 2021 ist der Film auch in der ARTE-Mediathek abrufbar.

Der junge Gaston de Montfort, genannt "Mister Radio", arbeitet in seinem Labor in der Sächsischen Schweiz an einer verrückten Erfindung, mit der er das Zusammenstoßen von Zügen verhindern will. Mister Radio ist auch ein versierter Bergsportler, und so kommt es, dass er eines Tages eine Gruppe von Touristinnen und Touristen, die sich auf eine waghalsige Klettertour begeben haben, aus ihrer gefährlichen Lage rettet. Prompt verliebt er sich dabei in Marion, die Tochter von Bankier Swalzen. Aber auch Marions Gesellschaftsdame Edy hat ein Auge auf den athletischen Erfinder geworfen. Sie will ihm bei der Finanzierung seiner Arbeit helfen und bittet Bankier Swalzen, der seinerseits Edy verehrt, um Geld.

filmstreifen bunt15 250Der deutsche Schauspieler Gustl Gstettenbaur starb am 20. November 1996 in Bad Hindelang (Bayern).

In der Stummfilmzeit war er unter anderem in den Fritz-Lang-Filmen Spione (1928) und Frau im Mond (1929) zu sehen. Gstettenbaur konnte auch nach Umstellung auf den Tonfilm seine schauspielerische Karriere weiter ausbauen und spielte dann vornehmlich in Heimat- und Musikfilmen. 1985 erhielt er das Filmband in Gold. Er wurde als August Ludwig Gstettenbaur am 01. März 1914 in Straubing geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

Berlin

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Mit einer Sonderausstellung bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr

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