filmstreifen bunt 10 250Rudolf Klein-Rogge, geboren als Friedrich Rudolf Klein-Rogge am 24. November 1885 in Köln und gestorben am 29. Mai 1955 im österreichischen Wetzelsdorf, war ein deutscher Schauspieler.

Legendär ist Klein-Rogges Darstellung als Wisschenschaftler Rotwang in Metropolis (D 1927), wie er einen künstlichen Menschen erschafft. Auch als Dr. Mabuse kam er, ebenfalls unter der Regie von Fritz Lang, zum Einsatz. Klein-Rogge war unter anderem mit der Drehbuchautorin Thea von Harbou verheiratet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

beethoven cover blu ray absolut medien 250Am 04. Dezember 2020 erscheint die Box "Fantastische Filmklassiker" mit Produktionen aus dem Rechtepool der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Die Zusammenstellung beinhaltet die restaurierten Fassungen von "Das Cabinet des Dr. Caligari" (D 1920), "Der Golem, wie er in die Welt kam" (D 1920), "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (D 1922), "Metropolis" (D 1927), "Frau im Mond" (D 1929) und  – als einzigen Tonfilm – den Ufa-Jubiläumsfilm "Münchhausen" (D 1943).

Die sechs Stummfilme sind mit Musikeinspielungen profilierter Musiker*innen/Ensembles versehen. Die Spieldauer beträgt über 900 Minuten. mehr
Bild: Universum Spielfilm/Leonine, Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

filmstreifen bunt 10 250Der deutsche Schauspieler und Schriftsteller Walter Rilla starb am 21. November 1980 in Rosenheim.

In der Stummfilmzeit war er unter anderem in Friedrich Wilhelm Murnaus Die Finanzen des Großherzogs, Paul Czinners Der Geiger von Florenz und Robert Lands Prinzession Olala zu sehen. Zu seinen Filmpartner*innen gehörten Marlene Dietrich, Hans Albers, Elisabeth Bergner, Conrad Veidt und Harry Liedtke.

Nach seiner Emigration aus Nazi-Deutschland konnte er sich auch in England als Darsteller etablieren. Ab den 1950er-Jahren war er erneut in Deutschland aktiv und etwa in "Edgar Wallace"- und "Dr. Mabuse"-Filmen zu sehen. 1966 wurde Rilla mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet. Er wurde am 22. August 1894 in Neunkirchen/Saar geboren. mehr
Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntVom 26. bis 29. November 2020 ist auf dem Vimeo-Channel des Filmmuseums München Geschlecht in Fesseln (D 1928) zu sehen.

Der Sitten- und Aufklärungsfilm hat als Untertitel "Sexualnot der Gefangenen", der programmatisch für die seinerzeit pikante Handlung steht. Wilhelm Dieterle, der sich nach seiner Übersiedlung in die USA William Dieterle nannte und dort einer der profiliertesten Hollywood-Regisseure seiner Zeit wurde, führte nicht nur die Regie bei "Geschlecht in Fesseln", sondern war auch einer der Hauptdarsteller. Neben ihm sind Gunnar Tolnæs, Mary Johnson, Paul Henckels und Hans Heinrich von Twardowski auf der Leinwand bzw. dem Bildschirm zu sehen.

Die Restaurierung des Filmmuseums München wird mit einer eingespielten Musik von Joachim Bärenz präsentiert. Hier geht es zum Vimeo-Channel: https://vimeo.com/filmmuseummuenchen
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Der Berliner Kurier stellt in der Reihe "100 Jahre Weltstadt Berlin" fünf Frauen vor, "die Berlin bewegten". Darunter ist auch die Schauspielerin Brigitte Helm, die als "Maschinenweib" in Fritz Langs "Metropolis" (D 1927) zur Filmikone wurde. mehr

♦ Einen Rückblick auf die Online-Livebegleitung von "Panzerkreuzer Potemkin" am 09.11.2020 durch Stephan Graf von Bothmer findet man hier.

♦ Über "Berlins fast vergessene Filmstadt", die "Johannisthaler Filmanstalten", berichtet das neue deutschland. Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntAm 16. November 2020 wird auf Arte The Broken Butterfly (USA 1919) gezeigt.

Der französische Regisseur Maurice Tourneur drehte das Drama mit Lew Cody, Mary Alden und Pauline Starke in den Hauptrollen. Das Drehbuch basiert auf dem Roman "Marcène" von Penelope Knapp. Der Film ist vom 16. November bis 15. Dezember 2020 auch in der Mediathek von Arte abrufbar. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmspuele lila 250Am 16. November 1925 wurde Ewald André Dupons "Varieté" in Berlin im UFA Palast am Zoo uraufgeführt.

In dem seinerzeit an den Kinokassen ausgesprochen erfolgreichen Eifersuchtsdrama sind Emil Jannings, Maly Delschaft, Lya de Putti und Kurt Gerron zu sehen. An der "entfesselten Kamera" waren die Kameramänner Karl Freund und Carl Hoffmann. Eine von der Murnau-Stiftung aufwändig rekonstruierte und restaurierte Fassung von Varieté, die auch auf Blu-ray erhaltlich ist, wurde während der Berlinale 2015 erstmals gezeigt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmrestaurierung 250 03Der Ehrenpreis des Kinematheksverbundes für die Verdienste um die Filmkultur und das Filmerbe, der im Rahmen des Festivals "Restored 2020" verliehen wurde, geht an die Filmrestauratorin Anke Wilkening.

Sie war von 2002 bis 2019 bei der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden tätig. Ihre Forschungen zur Überlieferung von Originalnegativen und Vintage-Prints haben die Tür zu qualitativ neuen Restaurierungen klassischer deutscher Filme weit aufgestoßen. Filme wie "Metropolis", "Spione" und "Der müde Tod" von Fritz Lang, "Der Golem, wie er in die Welt kam" von Paul Wegener oder Robert Wienes "Das Cabinet des Dr. Caligari" wurden durch Wilkenings Arbeit in einer Bildqualität wieder erlebbar, die man zuvor nicht für möglich gehalten hätte.

Der Ehrenpreis gilt dem in der Arbeitsweise von Anke Wilkening für alle sichtbar werdenden idealen Verbund von philologischer Genauigkeit, detektivischem Spürsinn beim Auffinden von Originalmaterial und technischem wie ästhetischem Verständnis für die Werke, denen sie sich widmet. mehr
Textquelle: Deutsche Kinemathek; Foto: Stummfilm Magazin

geige farbig 250Der Komponist Edmund Meisel starb am 14. November 1930 im Alter von 36 Jahren in Berlin. Er wurde am 14. August 1894 in Wien geboren.

Mit seiner Komposition zu Sergei Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" (UdSSR 1925), die anlässlich der deutschen Premiere des Filmes im Jahr 1926 entstand, schuf er eine der bedeutensten und vielbeachtesten Stummfilmmusiken.

Zudem schrieb er musikalische Werke zu "Überflüssige Menschen" (D 1926, Regie: Alexander Rasumny), "Der heilige Berg" (D 1926, Regie: Arnold Fanck), "Berlin – Die Sinfonie der Großstadt" (D 1927, Regie: Walther Ruttmann), "Oktober" (UdSSR 1928, Regie: Sergei Eisenstein") und "Der blaue Express" (D 1929, Regie: Ilja Trauberg). mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 2Die Deutsche Kinemathek hat ihr Fotoarchiv geöffnet und zeigt auf ihrer Internetseite eine Vielzahl an hinreißenden und beeindruckenden Fotografien zur Berliner Kinogeschichte – von den Anfangen um 1900 bis zur Gegenwart.

Lichtspielhäuser sind Teil persönlicher Erinnerung, des gesellschaftlichen Lebens und der städtischen Architektur. Die digitale Sammlungspräsentation zeigt, wie Kinos das Berliner Stadtbild geprägt haben und prägen. In sieben chronologisch angelegten Fotogalerien kann man in die Kinogeschichte eintauchen und historische Berliner Ansichten entdecken. mehr
Textquelle: Deutsche Knemathe; Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntVom 12. bis 15. November 2020 ist auf dem Vimeo-Channel des Filmmuseums München Sturm über Asien (UdSSR 1928) zu sehen.

Vsevolod Pudovkin drehte den Revolutionsfilm, der auch heute noch durch seine meisterliche Montagetechnik beeindruckt, an Originalschauplätzen in der Mongolei. Gezeigt wird der Stummfilm in einer Restaurierungen des Münchner Filmmuseums und mit einer Musikeinspielung von Stephen Horne (Komposition, Piano, Akkordeon, Flöte) und Elizabeth-Jane Baldry (Harfe). Hier geht es zum Vimeo-Channel: https://vimeo.com/filmmuseummuenchen
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Damit der aus aktuellem Anlass ausgefallene Karnevalsauftakt 2020/21 nicht zu sehr auf die jecke Seele drückt, hat Stummfilm Magazin einen Filmtipp mit närrischem Flair parat.

In Köln, der Hochburg des Frohsinns, wurde vor etwas mehr als 90 Jahren der Stummfilm Der Bettler vom Kölner Dom gedreht, dessen Handlung in der karnevalistischen Zeit angesiedelt ist. Unter der Regie von Rolf Randolf spielte Carl de Vogt die titelgebende Hauptrolle, an seiner Seite sind Henry Stuart, Elza Temáry und Hanni Weisse zu sehen. In dem unterhaltsam inszenierten Krimi sind Originalaufnahmen vom Kölner Karnevalsumzug 1927 eingeschnitten. Die Premiere war am 18. Februar 1927 in Köln.

Der Film liegt in einer hervorragenden Veröffentlichung der Edition Filmmuseum aus dem Jahr 2010 vor. Neben einem ausführlichen Booklet und frühen Kurzfilmen mit Köln-Bezug enthält die Doppel-DVD zwei Musikeinspielungen: eine Improvisation von Günter A. Buchwald und eine Komposition von Pierre Oser, eingespielt vom WDR-Funkhausorchester. mehr
Bild: Edition Filmmuseum

gute unterhaltung roter vorhang 250Die für Freitag, den 13. November 2020, angekündigte Stummfilmveranstaltung in der Kirche St. Matthäus in Bamberg-Gaustadt findet aus aktuellem Anlass nun als Livestream und ohne Publikum vor Ort statt.

Übertragen wird das Stummfilmkonzert mit Orgelbegleitung unter dem Link www.twitch.tv/lichtspielkino an zwei Terminen, um 18:00 Uhr und um 20:15 Uhr. Buster Keatons Der Kameramann kam 1928 in die amerikanischen Kinos und zählt zu den großen Komödienklassikern der Stummfilmzeit. 2005 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen.

An der Kirchenorgel spielt Michael Vetter aus Bautzen. Eine Einführung hält Pfarrer. Dr. Schneider von der Kirche St. Stephan. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Veranstalter freuen sich über eine Spende auf das Kirchenkonto zur Deckung der Unkosten. Die Kontonummer wird während der Vorführungen eingeblendet. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250Der deutsche Schauspieler und Regisseur Valy Arnheim starb am 11. November 1950 in Berlin. Er wurde als Valentin Appel am 08. Juni 1883 in Waldau (Sachsen-Anhalt) geboren.

Arnheim war ab 1917 in der Filmbranche aktiv. So inszenierte er von 1918 bis 1926 viele Folgen eines Filmserials rund um den Detektiv Harry Hill, bei dem er zugleich auch Produzent und Hauptdarsteller war. In der Tonfilmzeit trat Arnheim zumeist nur noch in Nebenrollen in Erscheinung. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

cinefest logo 250Das XVII. Internationale Festival des deutschen Film-Erbes, das vom 13. bis 22. November 2020 als Präsenzveranstaltung in Hamburg geplant war, findet aus aktuellem Anlass nun mit einem veränderten Programm im Netz statt.

Eröffnet wird das cinefest mit einem Grußwort von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, um 19:00 Uhr per Videostream. Im Rahmen der Eröffnung wird der Reinhold Schünzel-Preis für besondere Verdienste um die Bewahrung des deutschen Filmerbes an Kathinka Dittrich van Weringh verliehen. Zum Videostream geht es hier.

Auf der gleichen Seite wird ab 13.11.2020 auch ein Programm mit Filmen deutscher Exilanten in den Niederlanden aus den 1930er Jahren zu sehen sein. Einführungen in die Werke ergänzen das Programm. Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Thema "Kino, Krieg und Tulpen – Deutsch-Niederländische Filmbeziehungen".

Auch der angeschlossene Internationale Filmhistorische Kongress vom 18. bis 21. November 2020 wird online abgehalten. Die Teilnahme ist per Livestream möglich. Für die Durchführung wird das Konferenztool "Zoom webinar" verwendet. Weitere Informationen und das Programm gibt es hier. Eine Akkreditierung ist hier möglich. Internetseite cinefest 2020
Textquelle und Bild: CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V.

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Der österreichische Stummfilm "Beethoven" (1927) ist nun auf Blu-ray und DVD erschienen. mehr

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Im Februar 1920 fand in Berlin die Premiere des expressionistischen Meisterwerks "Das Cabinet des Dr. Caligari" statt. Der Film gilt als einer der bedeutensten der Kinogeschichte und als ein Schlüsselwerk des deutschen Films. mehr und Caligari-Quiz