buch 100 facts about babelsberg 250 2Am 10. Mai 2021 erscheint im be.bra verlag das vom Filmmuseum Potsdam herausgegebene Buch "100 Facts About Babelsberg".

Das 240 Seiten starke Werk von Autor Sebastian Stielke schlägt den Bogen vom Beginn Babelsbergs und dem ersten Glasatelier 1911 in Neubabelsberg über die Ufa und DEFA zum heutigen Filmstudio und der Vielzahl an Institutionen in der es heute umgebenden Medienstadt Babelsberg.

Im 111. Jahr der Grundsteinlegung zu den Filmstudios in Babelsberg jährt sich nicht nur die Gründung der DEFA zum 75. Mal. Auch das Filmmuseum Potsdam als Herausgeber feiert sein 40-jähriges Bestehen und ist damit das älteste Filmmuseum in Deutschland mit eigenen Sammlungen. Das Jubiläum wird mit einer analogen und virtuellen Ausstellung sowie der Herausgabe des Buches "100 Facts About Babelsberg" gefeiert.

filmstreifen 09 250Der österreichische Filmregisseur und -produzent Hans Otto Löwenstein starb am 08. Mai 1931 in Wien.

Seine heute wohl bekannteste Regiearbeit ist das österreichische Biopic Beethoven aus dem Jahr 1927 mit Fritz Kortner in der titelgebenden Hauptrolle. 1929 führte er zudem Regie beim ersten österreichischen Tonfilm „G’schichten aus der Steiermark“. Er wurde am 11. Oktober 1881 in Priwoz geboren.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Der britische Filmtechnikpionier William Friese-Greene starb am 08. Mai 1921 in London. Er wurde als William Edward Green am 07. September 1855 in Bristol geboren.

Von 1888 bis 1891 entwickelte er eine Reihe von Kameras und nahm damit in London bewegte Bilder auf. 1905 patentierte er ein frühes Zweifarben-Filmverfahren. Sein Beitrag zur Filmgeschichte wurde 1951 mit dem Biopic "The Magic Box" gewürdigt, das auf ein Buch von Ray Allister aus dem Jahr 1948 basiert und mit zahlreichen Stars des britischen Films besetzt ist. William Friese-Greenes Sohn, Claude Friese-Greene (1898–1943), war als Kameramann, Produzent und Regisseur ebenfalls im Filmgeschäft tätig. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer 

acht bruecken logoIn seiner elften Ausgabe widmet sich das Kölner Festival "Acht Brücken – Musik für Köln" unter dem Motto "Kosmos | Comic" den Schnittstellen von zeitgenössischer Musik und sequenzieller Kunst, Comics, Graphic Novels, Illustrationen und Animationsfilmen.

Am 05. Mai 2021 sind um 20:00 Uhr die modernen Stummfilme "Strand" und "Stump the Guesser" mit neuer Musik online zu erleben. Die Slowenin Nina Šenk und ihr Kollege Anthony Cheung aus San Francisco haben jeweils einen Score zu dem Stummfilm "Stump the Guesser" des kanadischen Avantgarde-Filmers Guy Maddin und der Brüder Evan und Galen Johnson komponiert. Zudem findet die Uraufführung von "Strand" des britischen Komponisten Richard Ayres und des Animationsfilmers Paul Barritt statt. mehr

Das Festival wird auch in 2021 komplett als Stream durchgeführt: "Zum zweiten Mal müssen wir 'Acht Brücken – Musik für Köln' als Präsenz-Festival mit Publikum absagen. Doch wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und es geschafft, fast das ganze Programm des diesjährigen Festivals online abzubilden", so Louwrens Langevoort, Gesamtleiter des Festivals und Intendant der Kölner Philharmonie. Filme und Konzert-Streams sind nach der Erstausstrahlung noch 30 Tage in der "Acht-Brücken"-Mediathek abrufbar.
Textquelle und Bild: "Acht Brücken – Musik für Köln"

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 01. Mai 1921 wurde "Danton" im Berliner Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt.

"Danton" war nach "Madame Dubarry" von 1919 der zweite große deutsche Film über die französische Revolution. Das Sujet lag wohl in der Berliner Luft, aus der sich die Pulverschwaden der Novemberrevolution von 1918 noch nicht ganz verzogen hatten. Während Lubitschs Film vor allem durch den Realismus der Straßenszenen und die Choreographie der Massen beeindruckt, orientiert sich der junge russische Regisseur Dimitri Buchowetzki offensichtlich stärker am Theater, insbesondere an Max Reinhardts Inszenierung von "Dantons Tod" aus dem Jahre 1916", so Autor Arndt Pawelczik in seinem Beitrag für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik. Hier geht es zur ganzen Filmbesprechung.

filmstreifen 02 250Der amerikanische Filmregisseur und -pionier Edwin Stanton Porter starb am 30. April 1941 in New York.

Mit Der große Eisenbahnraub aus dem Jahr 1903 schuf er einen Meilenstein der Kinogeschichte und vermutlich auch den ersten Filmwestern. Der ca. 12 Minuten lange Film aus der Produktion der Edison Studios ist eines der frühesten Beispiele für das Erzählen einer Geschichte mit filmspezifischen Mitteln, wie beispielsweise der Parallelmontage. Porter wurde am 21. April 1870 Connellsville (US-Bundestaat Pennsylvania) geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

stummfilmtage bonn 250aVom 12. bis 22. August 2021 veranstaltet der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. zum 37. Mal Deutschlands größtes Stummfilmfestival, die Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino.

Bereits zum zweiten Mal wird das größte deutsche Stummfilmfestival aller Voraussicht nach in hybrider Form stattfinden: Open-air im Arkadenhof der Universität Bonn und als Stream über die Website www.internationale-stummfilmtage.de.

Die Organisator*innen freuen sich, ihr filmisches und musikalisches Programm trotz der Coronapandemie einem möglichst breitgefächerten und internationalen Publikum zugänglich machen zu können. In 2021 gibt es zudem einige personelle und organisatorische Veränderungen:

Textquelle: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.; Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Am Freitag, den 30. April 2021, vertont das Genfer Alternativ-Tropical-New Wave-Kraut-Punk-Trio Massicot im Zuger Kulturzentrum Galvanik den avantgardistischen Stummfilm Le Brasier ardent (F 1923) von Ivan Mosjoukine.

Massicot, das sind die Musiker*innenSimone Aubert an der obsessiven E-Gitarre, Mara Krastina am verzerrten Baby Bass und Colline Grosjean am rhythmischen Schlagzeug. Einen Tag später ist das Event auch im Züricher Kulturhaus Kosmos zu erleben. Die Teilnehmendenzahl ist pro Vorstellung auf 50 Personen begrenzt, der Ticket-Vorverkauf wird daher empfohlen. Es gelten die jeweiligen Hygienebestimmungen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 27. April 1921 wurde "Lichtspiel Opus 1" im Berliner Mamorhaus uraufgeführt.

Mit dem zehnminütigen abstrakten Werk "Lichtspiel Opus I" (D 1921) schrieb der Experimentalfilmer Walter Ruttman Filmgeschichte. Bereits hier zeigte er sich, wie später noch öfters, als ein Medienkünstler am Puls der Zeit.

Stummfilm-Magazin-Herausgeber Frank Hoyer stellt für die Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik das Werk vor. Hier geht es zur Filmbesprechung.

filmspuele lila 250Am 25. April 1896 wurde in den Wilhelmshallen in Berlin (Unter den Linden 21) ein Filmvorführraum der Deutschen Kinematographischen Gesellschaft eröffnet.

Die Lokalität gilt als erstes Kino in Deutschland. Geschäftsführer war Gustav Schönwald. Später übernahm der Filmpionier Oskar Messter den Vorführraum und gab ihm den Namen "Bioramen". mehr
Foto: Stummfilm Magazin

stummfilmtage bonn 250aWie lassen sich Stummfilme in Zeiten, in denen im Kino Blockbuster dominieren und immer mehr Streamingportale Zuschauer*innen an sich binden, an ein möglichst breites Publikum bringen?

Diese Frage beschäftigt die Internationalen Stummfilmtage Bonn Jahr für Jahr. Aktuell hat sich das Festival mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum einen starken Kooperationspartner gesucht, der das Programm der Internationalen Stummfilmtage (12. bis 22. August 2021) in Teilen auch nach Frankfurt und Wiesbaden bringt. "Wir haben uns in diesem Jahr mit einem neuen Kurator*innenteam, bestehend aus Eva Hielscher und Oliver Hanley, ganz neu aufgestellt und haben überlegt, wie wir die 37. Auflage des Festivals noch sichtbarer machen können", sagt Sigrid Limprecht, Vorsitzende des Fördervereins Filmkultur Bonn, der die Internationalen Stummfilmtage veranstaltet. "Das brachte uns sehr schnell auf das bundesweit operierende DFF, dem sich damit die Gelegenheit bot, den DFF-eigenen Digitialisierungen ein breiteres Forum zu geben."

In dieser Woche wurde der Kooperationsvertrag unterschrieben. "Wir sind sehr froh darüber", sagt Limprecht, "wir hoffen, so ganz neue Zielgruppen für den Stummfilm erschließen zu können und setzen auf eine langfristige Zusammenarbeit, die es uns ermöglicht, gemeinsam Aufbauarbeit für den frühen Film zu leisten." Von den rund 20 Filmen, die im August in Bonn gezeigt werden, soll ein Teil, ebenfalls im August in Frankfurt und später in Wiesbaden zu sehen sein. Wann genau, steht noch nicht fest. "In diesem Jahr ist ja ohnehin pandemiebedingt alles noch offen und unklar", so Limprecht. "Aber wir sind festen Willens, unsere beliebten Open-Air-Vorführungen dieses Jahr wieder anbieten zu können."

Auch DFF-Direktorin Ellen Harrington begrüßt die neue Partnerschaft: "Wir freuen uns, wenn wir im Sommer Teile des Bonner Programms bei uns auf der großen Leinwand präsentieren können, und zwar nicht nur in Frankfurt, sondern auch im Caligari in Wiesbaden. Ich freue mich, dass einige unserer eigenen Digitalisierungen dabei sein werden – sie verdienen ein großes Publikum." Der inhaltliche Schwerpunkt des August-Programms steht laut Limprecht noch nicht fest: "Das Kurator*innenteam hat seine Arbeit aufgenommen und legt jetzt los."
Internetseite Internationale Stummfilmtage
Internetseite DFF
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Anlässlich des Todes von Thomas Fritsch stellt der NDR dessen Vater, den Stumm- und Tonfilmstar Willy Fritsch, vor. mehr

♦ An den Beginn der Dreharbeiten zu Nosferatu – Eine Symphonie des Grauen (Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, D 1922) vor hundert Jahren in Wismar erinnert die Ostsee Zeitung. mehr

♦ Das Kevelaer Blatt informiert darüber, dass der schwedische Stummfilm "Die Wallfahrt nach Kevelaer“ (Regie: Ivan Hedqvist, 1921) beim Streamingdienst Netflix derzeit abrufbar ist. mehr

♦ kino-zeit.de stellt den Filmkünstler Guy Maddin, der in seinen Werken immer wieder Bezug zur Stummfilmära nimmt, vor und gibt Streamingtipps. mehr

♦ Der Kameramann und Fotograf Helmar Lerski, der unter anderem an Robert Reinerts visuell beeindruckenden Spielfilm Opium (D 1919) beteiligt war, wird derzeit mit einer Ausstellung unter dem Titel "Faces“ in der Wiener Albertina gewürdigt. Die Frankfurter Rundschau berichtet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 2Am 20. April 1896 wurde in Köln erstmals eine Vorführung mit dem Kinematographen der Brüder Lumière durch die "Deutsche Automaten Gesellschaft Stollwerck & Co." in Deutschland durchgeführt.

Mit dem Kinematographen lösten die Lumières auf technisch praktikable und kommerziell gut auswertbare Weise das Problem der Filmaufnahme und -projektion, an dem in den 1890er-Jahren viele Erfinder mehr oder weniger erfolgreich tüfftelten. Zudem produzierten die Lumières von Beginn an Bewegtbildmaterial für die öffentlichen Filmvorführungen mit ihren Geräten und schickten dafür Kameramänner in alle Welt. mehr

Videotipp: Eine Demonstration eines originalen Kinematographen aus der Sammlung des Filmarchivs Austria findet man hier.
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 1Wie brachten die Menschen schon vor der Erfindung des Kinos Bilder in Bewegung? In einer zweiteiligen Video-Serie gibt das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum einen Einblick in die Zeit vor der Erfindung des Kinos.

Im ersten Video stellt Thomas Worschech, Leiter des DFF-Filmarchivs und der Gerätesammlung, im Gespräch mit Frauke Haß die Laterna Magica vor, die Zauberlaterne, mit der Rezitator*innen seit dem 17. Jahrhundert in öffentlichen Vorführungen Geschichten erzählten.

In einem weiteren Video zeigt Worschech, wie sich umtriebige Erfinder im 19. Jahrhundert über neuartige Apparaturen wie das Kinetoskop oder den Anschütz-Schnellseher an das Kino heranpirschten, das mit der ersten Vorführung der Brüder Lumière am 28. Dezember 1895 geboren war. mehr
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt15 250Der Werbefilmer und Filmproduzent Julius Pinschewer starb am 16. April 1961 in Bern. Er wurde am 15. September 1883 in Hohensalza/Inowroclaw (Polen) geboren.

Pinschewer gilt als Pionier des deutschen Werbefilms. Er dominierte zur Stummfilmzeit nicht nur die Produktion, sondern auch die Vorführung von Werbefilmen in den deutschen Kinos. Viele seiner Produktionen sind Klassiker der filmischen Werbung und bestechen auch heute noch durch aufwändige Tricktechnik und unterhaltsame Dramaturgie. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

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Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. Alle Infos zur Verleihung

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