be natural sei du selbst kinofilm plakat 2021 250Der Verleih Filmperlen bringt die Dokumentation "Be natural – sei Du selbst" seit 05. August 2021 in die Kinos. Eine Übersicht, in welchen Filmtheatern der Film deutschlandweit läuft, findet man auf Facebook.

Der Film von Pamela B. Green schildert die Geschichte und das Lebenswerk der ersten Pionierin des Kinos: der Regisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin und Studiobesitzerin Alice Guy-Blaché (1873-1968). Erzählerin der Doku ist die Oscarpreisträgerin Jodie Foster. Der Film wird in einer Voice-Over-Fassung gezeigt, so dass die Originalstimmen der Protagonist*innen weiterhin zu hören sind.

Trailer zum Film

Als Alice Guy 1896 in Paris mit dreiundzwanzig Jahren ihr Filmdebüt fertigstellte, war sie nicht nur die erste Filmemacherin, sondern einer der ersten Regisseure überhaupt, die jemals einen Erzählfilm drehten. "Be natural – sei Du selbst" enthüllt die Geschichte einer der Filmpionierinnen ihrer Zeit und hebt ihre wegweisenden Beiträge zur Geburt des Kinos und ihre Anerkennung als kreative Kraft und Unternehmerin in den frühen Jahren des Filmemachens hervor. Der Film erzählt von ihrem beruflichen Aufstieg von der Gaumont-Sekretärin bis zur Produktionsleiterin sowie ihrer anschließenden illustren zwanzigjährigen Karriere in Frankreich und den USA, wo sie mit "Solax" ihr eigenes Studio gründete. Obwohl sie Autorin, Regisseurin und/oder Produzentin von über 1000 Filmen war, wurde sie – als Frau – aus der Filmgeschichte gestrichen und erst spät wiederentdeckt.

Pamela B. Green recherchierte mehr als acht Jahre, um die ganze Geschichte von Alice Guy, die nach ihrer Heirat Guy-Blaché hieß, zu entdecken. Green befragte viele bekannte Persönlichkeiten des Filmbusiness zu Alice Guy, darunter Patty Jenkins, Ben Kingsley, Geena Davis, Michel Hazanavicius und Julie Delpy. Sie entdeckte seltenes Material – Filme, Fernseh- und Audiointerviews – das lange in Archiven lag und in "Be natural – sei Du selbst" zum ersten Mal zu sehen und zu hören ist. So wird Alice Guy die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Geschichte zu erzählen. mehr
Textquelle und Bild: Verleih Filmperlen

filmspuele lila 250Am 05. August 1916 wurde D. W. Griffith´s Monumentalfilm "Intolerance" in den USA uraufgeführt.

Der Film ist ein Meisterwerk der Stummfilmära und greift in vier Episoden das Thema Intoleranz unter verschiedenen Gesichtspunkten und zu unterschiedlichen Zeiten auf. Legendär ist die im alten Babylon angesiedelte Szene mit ihrer imposanten Ausstattung.

In der Rolle der ewigen Mutter ist Lillian Gish zu sehen. Cameo-Auftritte haben unter anderem Frank Borzage, Tod Browning, Douglas Fairbanks sen., Erich von Stroheim und King Vidor. In die deutschen Kinos kam der ca. dreieinhalb Stunden dauernde Film erst im November 1924. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 04 250Am Freitag, den 06. August 2021, sind auf der Berliner Freilichtbühne an der Zitadelle Georges Méliès "Die Reise zum Mond" (F 1902) und Fritz Langs "Frau im Mond" (D 1929) mit Livemusik zu erleben.

Vertont wird das Geschehen auf der Leinwand mit einer Live-Musik-Improvisation des Jazz-Ensembles Küspert & Kollegen. Es spielen der Echo-Preisträger Bastian Jütte am Schlagzeug, Henning Sieverts, der zu den bedeutendsten europäischen Kontrabassisten zählt, der Saxophonist und Klarinettist Till Martin (Preis der deutschen Schallplattenkritik, Bayerischer Kunstförderpreis) und an der Gitarre Werner Küspert, der Kopf und Komponist des Ensembles. mehr
Foto: Küspert & Kollegen

filmstreifen bunt 10 250Der Musiker Jürgen Kurz ist Anfang August 2021 gleich drei Mal live mit Stummfilmklassikern zu erleben.

Am Mittwoch, den 04. August, spielt er beim Freiluftkino Friedrichshein zu Fritz Langs "Metropolis" (D 1927). Anschließend ist er am Freitag, den 06. August, in Neustadt (Dosse) bei den Schöller Festspielen mit den Karl-Valentin-Filmen "Mysterien eines Rasiersalons" (D 1922) und "Karl Valentins Hochzeit" (D 1912/13) zu hören. Einen Tag später ist dann "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (D 1922) auf Burg Klempenow angesagt.
Foto:Stummfilm Magazin

lang stern berlin 250"Metropolis", "M - eine Stadt sucht einen Mörder", "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Die Nibelungen": Filmregisseur Fritz Lang, der am 02. August 1976 in Beverly Hills gestorben ist, gehört zu den Meisterregisseuren des internationalen Kinos.

Er war auch als Drehbuchautor (Das indische Grabmal, 1921, Regie: Joe May) und Schauspieler tätig. Sein 1927 mit enormen Aufwand überwiegend in Babelsberg gedrehter, monumentaler Science-Fiction-Film Metropolis, der wie kaum ein anderer Film für das internationale Stummfilmerbe steht, wurde als erster Film weltweit in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Lang wurde am 05. Dezember 1890 in Wien geboren. mehr  Das Bild zeigt den Stern für Fritz Lang auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Der Filmarchitekt und -regisseur William Cameron Menzies wurde am 29. Juli 1896 in New Haven (US-Bundesstaat Connecticut) geboren.

Er war unter anderem für das beeindruckende Setdesign der Douglas Fairbanks-Filme Der Dieb von Bagdad (USA 1924) und Die eiserne Maske (USA 1929) zuständig. Auch an Der Adler mit Rudolph Valentino (USA 1925, Regie: Clarence Brown) war er beteiligt. 1928 erhielt er einen Oscar für die Ausstattung der Filme The Dove (USA 1927) und Tempest (USA 1928). Menzies starb am 05. März 1957 in Beverly Hills. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Der international renommierte Orgelmusiker Cameron Carpenter improvisiert in der Alten Münze Berlin-Mitte am 28., 29. und 30. Juli 2021 auf der International Touring Organ zum Stummfilm „Der General“.

Der amerikanische Schauspieler und Filmregisseur Buster Keaton drehte die berühmte Komödie im Jahr 1926. Legendär ist die Szene, in der eine echte Lokomotive von einer Brücke ins Tal stürzt. Die aufwändige Produktion war kein Erfolg an den Kinokassen, zählt aber heute zu den großen Klassikern der Stummfilmära. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 06 250Am 30. und 31. Juli 2021 finden in der Katharinenruine die „stummFILMMUSIKtage“ als Open-Air-Event statt.

Am Freitag, den 30.07.2021, steht der visuell überaus ansprechende Horrorklassiker Das Wachsfigurenkabinett (D 1924) des Malers, Regisseurs und Filmarchitekten Paul Leni auf dem Programm. Auf der Leinwand ist ein prominente Riege an Stars zu sehen: Emil Jannings, Conrad Veidt, Werner Krauß und Wilhelm (William) Dieterle. Live vertont wird das Geschehen auf der Leinwand von Richard Siedhoff, Preisträger des Deutschen Stummfilmpreises 2020.

Am darauffolgenden Tag wird der Scherenschnitt-Animationsfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed (D 1926) gezeigt. Filmemacherin Lotte Reiniger entwickelte aus Motiven der Tausendundeine-Nacht-Erzählungen einen Märchenfilm voller Fantasie und Poesie. An der Produktion waren unter anderem Walter Ruttmann und Reinigers Ehemann Carl Koch beteiligt. "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" ist der weltweit älteste noch erhaltene Animations-Langfilm und wird in Nürnberg von DJ D'Dread (Live DJ-Set) begleitet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

metro 1 250Am 30. und 31. Juli 2021 ist im Berliner Kino Babylon der monumentale Science-Fiction-Film Metropolis (D 1927) mit Livemusik zu erleben.

Das Babylon Orchester Berlin unter Leitung von Ben Palmer spielt die original Filmmusik von Gottfried Huppertz. Regisseur Fritz Lang drehte in den Jahren 1925/1926 mit "Metropolis" den teuersten deutschen Stummfilm. Die Uraufführung war am 10. Januar 1927 im Ufa-Palast am Zoo. Auf der Leinwand sind Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

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Der deutscher Schauspieler Eduard von Winterstein, geboren am 01. August 1871 in Wien als Eduard Clemens Franz Freiherr von Wangenheim, starb am 22. Juli 1961 in Berlin.

Er war unter anderem in den Stummfilmen Opium (D 1919), Nerven (D 1919), Der müde Tod (D 1921), Friedericus Rex (D 1921/22) und Die weiße Wüste (D 1922) zu sehen. Den Übergang von der Tonfilm- zur Stummfilmzeit gelang ihm ohne Probleme. Eines der ersten Talkies, an denen er mitwirkte, war Der blaue Engel (D 1930) von Josef von Sternberg. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

kopfhoerer 250Der Podcast "Auf den Tag genau" präsentiert täglich eine Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren.

"Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von damals bewegten", so die Macher des Angebots.

Auch der Stummfilm ist ein wiederkehrendes Thema. So gibt es eine Kritik zu Asta Nielsens Erfolgsfilm Hamlet (D 1921) aus dem Berliner Tageblatt oder einen Artikel über den Zwischentitellosen Film im Zusammenhang mit Lupu Picks expressionistischen Kammerspiel "Scherben" (D 1921). zum Podcast
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 04 250Am Sonntag, den 25. Juli 2021, ist um 13:30 Uhr Ramper, der Tiermensch im Kino "Central im Bürgerbräu" mit live Musikbegleitung zu erleben.

Der deutsche Stummfilm, von dem nur noch ein einstündiges Fragment existiert, wurde am 31. Oktober 1927 in Berlin uraufgeführt und fusst auf dem Bühnenstück „Ramper“ von Max Mohr (1931-1937). In der titelgebenden Hauptrolle ist Paul Wegener (1874-1948) zu sehen, Regie führte Max Reichmann.

Wegener spielt einen Flieger, der in Grönland scheitert, im Lauf der Jahre verwildert und zum "Tiermenschen" wird. Zurückgeholt in die Zivilisation wird er als Zirkusattraktion ausgestellt und landet schließlich in den Fängen eines Wissenschaftlers, der ihn gegen seinen Willen in die Menschenwelt zurückbringen will.

Vertont wird das Geschehen auf der Leinwand mit einer Live-Musik-Improvisation des Jazz-Ensembles Küspert & Kollegen. Es spielen Till Martin (Saxophone und Klarinetten), Bastian Jütte (Schlagzeug) und Werner Küspert (Gitarre, Konzeption/Komposition) mehr
Textquelle und Foto: Veranstalter

buchwald 1 fotonachweis klaus polkowski 250Am 21. und 22. Juli 2021 ist "The Immigrant" (USA 1917) im Rahmen des "#SWFR100 OpenAir Sommerkinos" mit live Musikbegleitung zu erleben.

Das Freiburger Studierenden-Orchester vertont den Kurzfilmklassiker von Charlie Chaplin mit mehr als zwanzig Musizierenden. Gespielt wird eine Komposition des Stummfilmmusikers Günter A. Buchwald (Foto). Vor dem Film gibt es eine musikalische Einstimmung. Veranstaltungsort ist das Freiluftkino im Mensagarten. mehr
Foto: Klaus Polkowski

Ifilmstreifen 08 250m Rahmen von "City Crash", dem urbanen Festival für Kunst und Kultur in Leipzig, wird am Samstag, den 24. Juli 2021, um 20:00 Uhr "Menschen am Sonntag" (1930) gezeigt.

Robert Siodmak und Edgar Georg Ulmer führten gemeinsam Regie bei diesem überaus populären Klassiker des deutschen Stummfilms, der wie kaum ein anderer das Lebensgefühl von jungen Menschen in der Weimarer Republik eingefangen hat. Das Drehbuch schrieb Billie "Billy" Wilder. Live vertont wird das Geschehen auf der Leinwand von SilentFilmDj D‘Dread mit einem modernen und frischen Sound. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmmuseum berlin 250Auch im Juli 2021 lädt die Deutsche Kinemathek zu Spaziergängen durch die Filmstadt Berlin ein, digital und live.

So kann man am 21. Juli 2021 um 19:00 Uhr bei einer Instagram-Liveführung mit Medienkurator Nils Warnecke mehr über die Geschichte des queeren Filmschaffens erfahren, unter anderem über den Aufklärungsfilm "Anders als die Andern" (D 1919), dem ersten Kinowerk gegen die Diskriminierung schwuler Männer.

Am 25. Juli 2021 heißt es dann "Filmisches Flanieren zwischen Boulevard und Drogenexzess". Bei dem Stadtspaziergang von 15:00 bis 17:00 Uhr kann man Filmlocations in Berlins "altem Westen" und Drehorte zu Klassikern wie "Menschen am Sonntag" (D 1930) entdecken. mehr
Textquelle: Deutsche Kinemathek; Foto: Stummfilm Magazin

Bonn 2021

stummfilmtage bonn 250a

Vom 12. bis 22. August 2021 findet zum 37. Mal Deutschlands größtes Stummfilmfestival statt, die Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino. mehr

Regensburg 2021

stummfilmtage bonn 250a

Die 39. Regensburger Stummfilmwoche findet von 10. bis 15. August 2021 als Open-Air-Event im Thon-Dittmer-Palais statt. mehr

Aktuelle Preisträger

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. Alle Infos zur Verleihung