Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwendet das Stummfilm Magazin Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 20. Dezember 1918, wenige Wochen nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Ausrufung der Weimarer Republik, wurde im Berliner Kino "Union-Theater Kurfürstendamm" das Drama "Carmen" uraufgeführt.

Unter der routinierten Regie von Ernst Lubitsch zog Pola Negri alle Register ihres schauspielerischen Könnens. Der Film war nicht nur in Deutschland, sondern auch international ein Erfolg: So lief er in den USA, von positiven Kritiken begleitet, unter dem Titel "Gypsy Blood" in den Kinos. Autor Arndt Pawelczik stellt für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik das Werk vor.

filmstreifen gelb 03 250Am Freitag, den 21. Dezember 2018, wird um 22:30 Uhr im Kino des Filmmuseum Frankfurt/Main in der Reihe "Filmclub Treppe 41 präsentiert" die Dokumentation "Lebende Photographien auf dem laufenden Bande – Guido Seeber 1879–1940" (D 1979) gezeigt.

Helmut Herbst – seines Zeichens Filmemacher, Filmtechniker, Filmvermittler und -aktivis – widmet seinen Film dem Kinopionier, Kameramann, Filmhistoriker und Techniker Guido Seeber. Herbst betrachtet darin dessen universalistischer Arbeitsweise und dessen Bedeutung für die Filmgeschichte und die Nachwelt. Herbst denkt dabei wie Seeber den Film nicht als reinen Text, sondern als Zusammenspiel zwischen Ästhetik und Technik; in Interviews, Ausschnitten und Montagen mit ihm, seiner Witwe und zwei Freunden macht er einen Streifzug durch den jungen deutschen Film.

Helmut Herbst wird bei der Vorführung, bei der auch Kurzfilme von Guido Seeber gezeigt werden, anwesend sein. Eine Einführung hält Torgil Trumpler, nach der Aufführung besteht die Möglichkeit zum Austauschen bei Getränken. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntAm Donnerstag, den 20. Dezember 2018, wird im Berliner Krokodil Kino der Stummfilm Wellen der Leidenschaft gezeigt.

Die estnisch-deutsche Koproduktion wurde von Regisseur Wladimir Gaidarow im Jahr 1930 unter anderem im Schlosspark von Tallinn-Maarjamäe und an der estnischen Küste bei Loksa, Käsmu und Võsu gedreht. Jürgen Kurz begleitet den Film am präparierten Flügel. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orangeDer französische Filmkomiker Max Linder, geboren am 16. Dezember 1883 in Saint-Loubès als Gabriel-Maximilien Leuvielle, gilt als erster internationaler Leinwandstar der Kinogeschichte.

Er schuf die Filmfigur des eleganten, mitunter etwas überdrehten Max, der in vielen seiner Filme in grotesk-komische Situationen verwickelt wird. Linder drehte auch in den USA und hatte mit seinen Streifen deutlichen Einfluss auf die künstlerische Arbeit von Charlie Chaplin und andere amerikanische Filmkomiker.

Max Linder starb am 31. Oktober 1925 in Paris – nach seinem Tod geriet er rasch in Vergessenheit. Aufgrund von Recherchearbeiten und Filmdokumentationen seiner Tochter Maud Linder in den 1960er-Jahren, und der darauf einsetzenden filmhistorischen Beschäftigung mit Linder, wird sein enormer Einfluss auf die Entwicklung der Kinogeschichte, insbesondere der Filmkomödie, immer augenfälliger. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Am Samstag, den 15. Dezember 2018, wird um 16:00 Uhr im Berliner Kino Arsenal die stumme Fassung von Erwin Piscator Der Aufstand der Fischer (UdSSR 1931) mit Livemusikbegleitung gezeigt.

Die Aufführung findet anlässlich des 125. Geburtstags von Erwin Piscator (17.12.1893 bis 30.03.1966) statt. Der einzige Film des Theaterpioniers entstand nach der Novelle „Aufstand der Fischer von St. Barbara“ von Anna Seghers. Piscator hatte die literarische Vorlage wesentlich verändert und aus der pessimistisch endenden Erzählung von Anna Seghers einen Appell für die Volksfront gegen Hitler gemacht.

Erwin Piscator ist heute nur noch eingeweihten Theaterkennern ein Begriff, obwohl er schon in den 1920er-Jahren als Regisseur an der Volksbühne  einen völlig eigenen Inszenierungsstil entwickelte, der heutzutage allerorten angewandt wird: Der dramatische Text dient als Material und wird durch Filmeinblendungen, Projektionen und politische Losungen ergänzt. Weil er sich immer auch politisch positioniert hat, glaubte er in der Sowjetunion sinnvoller wirken zu können, was sich bald als Trugschluss herausstellte. Dort entstand sein einziger Film „Der Aufstand der Fischer“.

Wegen unmenschlicher Arbeitsbedingungen auf den Schiffen des Reeders Bredel streiken die Matrosen. Dem Streikführer Kedennek gelingt es, auch die Küstenfischer zu überzeugen, dass sie sich dem Streik anschließen müssen. Bredel holt das Militär zu Hilfe und Kedennek wird erschossen. Seine Beerdigung wird zum Manifest der Massen, die trotz Verbots zum Grab strömen. Dort bricht der Aufstand los, nachdem die Witwe des Verstorbenen dem salbadernden Geistlichen die Bibel aus der Hand gerissen hat.

Eine Einführung in den Film hält der Theaterwissenschaftler Frank-Rüdiger Berger, Eunice Martins vertont am Klavier. Veranstalter ist Kulturvolk/Freie Volksbühne Berlin e.V. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Der amerikanische Film- und Theaterschauspieler Theodore Roberts starb vor neunzig Jahren, am 14. Dezember 1928, in Hollywood.

Er spielte in über 100 Filmen mit. Einen bleibenden Eindruck hinterließ er insbesondere in der Rolle des Moses in dem amerikanischen Monumentalfilm Die Zehn Gebote von Cecil B. DeMille aus dem Jahr 1923. Roberts wurde am 08. Oktober 1861 in San Francisco geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

stephan graf von bothmer 250 1 birgit meixnerVon Januar bis März 2019 wird der Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer insgesamt neunzehn Stummfilme in der Berliner Passionskirche live musikalisch begleiten.

Zu sehen sind unter anderem die Fritz-Lang-Werke Metropolis (D 1927) und Frau im Mond (D 1929), Friedrich Wilhelm Murnaus Gruselklassiker Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (D 1922) und der Science-Fiction-Film Aelita (UdSSR 1924) von Jakow Protasanow.

Je nach Vorstellung wird Graf von Bothmer die Werke am Flügel, an der Orgel, mit einem Chor und dem Berliner Live-Filmmusic-Orchestra vertonen. mehr
Foto: Birgit Meixner

michael quelle friedrich wilhelm murnau stiftung 250Am Mittwoch, den 12. Dezember 2018, um 20:15 Uhr und am Sonntag, den 16. Dezember 2018, um 15:30 Uhr wird im Murnau-Filmtheater in der Reihe "Weimarer Kino – neu aufgelegt" Michael gezeigt.

Carl Theodor Dreyer drehte das Drama im Jahr 1924 mit Walter Slezak, Benjamin Christensen und Nora Gregor in Deutschland. Der Film erzählt die Geschichte des gefeierten Künstler Claude Zoret, der auf den jungen Maler Michael trifft und von dessen Schönheit wie verzaubert ist. Auch wenn er dem Maler kein großes Talent zuschreibt, macht er ihn zu seinem Schüler und seiner Muse.

Eines Tages taucht die Fürstin Zamikov bei Zoret auf und bestellt ein Porträt. Widerwillig nimmt er an, verzweifelt aber an diesem Auftrag bis Michael zum Pinsel greift und aus dem Gemälde ein Meisterwerk macht. Zwischen der Fürstin und Michael beginnt eine Liaison und Claude kann nur tatenlos dabei zuschauen, wie sich Michael immer mehr von ihm distanziert.
Textquelle und Foto: Murnau-Stiftung

filmstreifen 09 250Der Regisseur und Drehbuchautor Eugène Deslaw wurde vor 120 Jahren, am 08. Dezember 1898, als Jewgeni Slawtschenko in Kiew geboren.

In der Stummfilmzeit schuf Deslaw bedeutende avantgardistische Kurzfilme, darunter La marche des machines (Frankreich 1927) und Montparnasse (Frankreich 1929). Er starb am 10. September 1966 in Nizza. mehr und mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

cover hunger in waldenburg absolut medien 250Am Donnerstag, den 06. Dezember 2018, findet im Filmmuseum Potsdam um 19:30 Uhr die Premiere der DVD-Edition "Hunger in Waldenburg" statt.

Die vom Deutschen Kulturforum östliches Europa und dem Filmmuseum Potsdam gemeinsam realisierte DVD ist eine Zusammenstellung von Filmen über die Stadt Wałbrzych in Polen und ihre deutsche Vergangenheit: "Ums tägliche Brot" (D 1929, Regie: Phil Jutzi), "Morgenröte" (D 1929, Regie: Wolfgang Neff) und "Kohle als Honorar" (D 2016, Regie: Uwe Mann). Sie zeigen die Not in der Region damals und die Situation heute.

Zur DVD-Premiere präsentiert das Filmmuseum Potsdam die restaurierte Fassung des Stummfilms "Ums tägliche Brot. Hunger in Waldenburg", der von Cordula Heth an der Bratsche begleitet wird. Der halbdokumentarische, erschütternde Film ist eine Bestandsaufnahme des ehemaligen "Armenhauses von Europa" aus dem Jahr 1929. Die Spielfilmhandlung erzählt von einem jungen Weber, der in die Stadt aufbricht, um in den Kohlegruben Arbeit zu finden. Dort begegnet ihm Hass, aber auch Solidarität. Bereits nach wenigen Tagen in Waldenburg nimmt sein kurzes, trauriges Leben ein jähes Ende.

Nach der Vorführung diskutieren Evelyn Hampicke (ehem. Bundesarchiv-Filmarchiv), Uwe Mann (Regisseur und Kameramann) und Dr. Mateusz Hartwich (Kulturwissenschaftler). Es moderiert Uwe Rada (taz). Eine Kartenreservierung ist möglich unter Telefon 0331-27181-12 und E-Mail ticket (at) filmmuseum-potsdam.de.
Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Bild: absolut medien

der gang in die nacht dvd cover edition filmmuseum 250Am Samstag, den 01. Dezember 2018, findet die Uraufführung von Richard Siedhoffs neuer Musik zu Friedrich Wilhelm Murnaus Drama Der Gang in die Nacht (D 1921) statt.

Es spielt das Metropolis Orchester Berlin unter der Leitung von Burkhard Götze. Der Termin ist gleichzeitig das Release-Datum der DVD von Edition Filmmuseum, die neben "Der Gang in die Nacht" auch Scherben von Lupu Pick enthält. Beigefügt ist der Veröffentlichung ein zwanzigseitiges dreisprachiges Booklet mit Essays von Stefan Drößler, Werner Sudendorf, Anton Kaes, Richard Siedhoff und Louis Delluc. mehr und mehr

Ein Interview mi Robert Siedhoff über seine Arbeit an den Kompositionen zu Der letzte Mann (D 1924) und "Der Gang in die Nacht" findet man hier.
Bild: Edition Filmmuseum

filmstreifen 08 250 buntVom fruchtbaren Schaffen Elvira Notaris (1875 – 1946), der ersten Regisseurin des italienischen Kinos, haben nur wenige Filmperlen überlebt.

Das Österreichische Filmmuseum zeigt zwei Langfilme sowie Fragmente mit live Musikbegleitung von renommierten Musiker/innen: Die gefeierte Sängerin Lucilla Galeazzi sowie das Napoli-Duo Dolores Melodia und Michele Signore werden atmosphärisch unterstreichen, wie wichtig das Musikalische für Notaris Arbeit war. Programmübersicht:

Donnerstag, 29. November 2018, 20.30 Uhr
’A Santanotte (Die heilige Nacht, Italien 1922)
Livemusik: Lucilla Ga leazzi (Sologesang - Komposition: Michael Riessler)

Freitag, 30. November, 18.30 Uhr
Fantasia ’e surdato (Die Phantasie des Soldaten, Italien 1927)
Napoli che canta (Das singende Neapel, Italien 1926), Regie: Roberto Leone Roberti
Livemusik: Dolores Melodia & Michele Signore

Samstag, 01. Dezember 2018, 18.30 Uhr
Transito: Vorträge von Karola Gramann und Heide Schlüpmann (Kinothek Asta Nielsen), ergänzt um Filmfragmente von Elvira Notari

Samstag, 01. Dezember 2018, 20.30 Uhr
E’Piccerella (Die Kleine, Italien 1922)
Livemusik: Gerhard Gruber (Klavier)

Mehr Informationen zur Filmreihe hier

Textquelle: Österreichisches Filmmuseum/Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Zunächst als jüngstes, dann als bedeutendstes Medium des 20. Jahrhunderts hat es sich das Kino immer wieder zur Aufgabe gemacht, gesellschaftliche Entwicklungen, politische Ereignisse oder einfach nur Stimmungslagen einzufangen und in Laufbilder zu verwandeln.

Zum österreichischen Republiksjubiläum im November 2018 versammelt die Retrospektive "Kinoresonanzen" im Metro Kinokulturhaus noch bis zum 06. Dezember 2018 Beispiele, wie diese Übersetzung ins Medium Film in den letzten 100 Jahren stattgefunden hat. Die Auswahl eint eine gewisse zeitliche Unmittelbarkeit (manchmal auch Dringlichkeit): Statt auf Geschichtsforschung oder Vergangenheitsbewältigung zu fokussieren, befinden sich FilmemacherInnen und ZuschauerInnen gleichermaßen "mittendrin" im Geschehen. Etwa im Roten Wien der 1920er- und 1930er-Jahre, als die Republik zahlreichen inneren Konflikten ausgesetzt war – und in größter Not ein "Sonnenstrahl" den Blick dafür frei machte, wie das Zusammenleben auch sein könnte. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria/Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Das Jahr 1918 erlebte jene tiefgreifende historische Zäsur in gesellschaftspolitischer Hinsicht, die an der damals noch nicht sehr fernen Jahrhundertwende scheinbar spurlos vorübergegangen war.

Obwohl sich das industrielle Zeitalter bereits im 19. Jahrhundert wie eine mächtige Kontinentalplatte in den Boden Europas grub und für sozial bedingte Eruptionen sorgte, schien die feudale Lebensweise führender Schichten davon kaum berührt.

Die Filmschau "Zeitenwende", die noch bis zum 06. Dezember 2018 im Metro Kinokulturhaus gezeigt wird, gibt sich in Form historischer Bilddokumente aus den Nachfolgestaaten auf Spurensuche nach der verlorenen Zeit, die Spielfilme spannen den Bogen von den Filmpionieren bis in die 1980er-Jahre. Gäste aus Prag, Belgrad und Skopje werden ihre historischen Filmjuwelen vorstellen. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria/Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Am Samstag, den 01. Dezember 2018, werden im Tonfilm-Theater in Münsingen "The Kid" (USA 1921) und "The Tramp" (USA 1915) gezeigt.

"The Kid" ist Chaplins erster Langfilm. Sein junger Filmpartner, Jackie Coogan, wurde durch das tragikomische Werk zum Kinderstar. Der Kurzfilm "The Tramp" stammt aus der  Essanay-Phase von Chaplin.

Live musikalisch begleitet wird das Werk von Hans-Jörg Lund. Neben dem Film ist auch die außergewöhnliche Location einen Besuch wert: Das "Truppen Tonfilm Theater" wurde 1936 in einer Kaserne in Münsingen eröffnet und in den 1960er-Jahre geschlossen. Hans-Joachim Kraft hat als neuer Betreiber das Kino im Jahr 2017 zu neuem Leben erweckt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Kalender

zwischentitel dezember 2018

Kinotipps, Festivals, Filmreihen und mehr ... den Stummfilm-Kalender für Dezember 2018 findet man hier

"Kino-Pravda" online

filmrestaurierung 250 03

Das Österreichische Filmmuseum hat die erhaltenen "Kino-Pravda"-Arbeiten von Dziga Vertov im Netz veröffentlicht. mehr

Tonbilder online

"Singende, sprechende und musizierende Films": filmportal.de macht digitalisierte Tonbilder aus der Frühzeit des Kinos online zugänglich. mehr